CEBIT Trends bei Navigationssystemen

Neue Autonavigationssysteme sind in der letzten Woche auf der CEBIT wie Pilze aus dem Boden geschossen. Kein Wunder, erzielen die Hersteller von Navigationssystemen, Karten und Zubehör Wachtumszahlen, von denen so manche Branche nur träumen kann.
Die Routenführung von A nach B, gegebenenfalls über C, beherrschen inzwischen alle Systeme. Weiteres Wachstumspotential steckt in der Integration von Zusatzfunktionen oder in der Entwicklung neuer Technologien.
Vorreiter ist mit Sicherheit TomTom. Die Niederländer statten ihre Systeme kontinuierlich mit Funktionen aus, die Trendcharakter haben: IQ Routes, Map Share, Enhanced Positioning Technology, Assisted-GPS und HD-Traffic. Das Wenige bei TomTom noch nicht Verwirklichte ist eine Kartendarstellung in 3D, die bereits bei Garmin, Navigon und Mio Einzug hält.
Trends in der Autonavigation
- Großformatige Displays sind ideal, um bei Zusatzinformationen wie Fahrspuranzeigen oder Richtungspfeilen den Überblick zu behalten. Beispiele: Navigon 8110 mit 4,8″, Garmin nüvi 5000 mit 5,2″.
- Schnellere Positionsbestimmung (TTFF, Time To First Fix) durch SiRF InstantFixII (z.B. Mio Moov-Modelle, Medion GoPal P4425), Garmins HotFix-Funktion (nüvi 2×5-Serie) oder TomTom’s QuickGPSfix. Eine der sinnvollsten Neuerungen, denn nach einer Tiefgaragenausfahrt viele Sekunden oder gar Minuten warten zu müssen, kann äußerst nervig sein.
- 3D-Darstellung von Gebäuden und Landschaft, Beispiele: Navigon 8110, Mio Moov 370, Garmin nüvi 5000 und 255W, MyGuide M.i.more4338.
- Fahrspurassistenten, die das richtige Einordnen erleichtern; z.B. Navigon 8110 und 2100 max, TomTom GO 530/730/930, Krämer RC-4x.
- TV-Integration in das Navigationssystem; Garmin nüvi 900T, AvMap Geosat 6 TV
- Sprachsteuerung mit verbesserten Funktionen, z.B. versteht das Garmin nüvi 860 Befehle wie “Suche nächstes italienisches Restaurant?”. Das Navigon 8110 bietet die Möglichkeit, eine Adresse mit einem einzigen Sprachbefehl einzugeben.
- Optimierung der Routenplanung: TomTom geht bei der neuen GO-Serie den Weg, Geschwindigkeitsprofile einzelner Straßen bei der Routenberechnung zu berücksichtigen. Die sogenannte IQ Routes-Technologie beruht auf der Auswertung historischer Daten. Navteq verbessert die Routenplanung, indem Straßenkarten mit Informationen über das durchschnittliche Verkehrsaufkommen verknüpft werden (NAVTEQ Traffic Patterns).
- Eine zeitnahe Integration von Staumeldungen, die auf der Auswertung von Handy-Daten beruhen. Vorreiter TomTom bietet zukünftig einen externen Empfänger zum Empfang von HD-Traffic Informationen für seine Navigationssysteme an; auch die neue GO-Serie hat diesen Service an Board.
- Auch die Reiseführer-Funktionalität ist schwer im Trend. Ein Beispiel sind die Reise-Navigationssysteme der M-Serie von Falk, die mit Inhalten der Marco Polo Reiseführer versehen sind.
- Die Integration von Auto- und Outdoor-Navigation treibt CompeGPS voran. Auf der CEBIT hat CompeGPS das Auto-/Outdoor-Navi “Twonav Aventura” mit Sprachansagen vorgestellt.
Handy & Smartphone
Ein integrierter GPS-Empfänger ist mittlerweile fast schon Standard bei neuen Handys und Smartphones. Ein Handy ohne GPS dürfte in einigen Jahren ein Relikt der Vergangenheit sein! ![]()
Die spannenste Entwicklung wird sicherlich im Bereich der Fußgängernavigation stattfinden. Nachdem Tele Atlas und Navteq spezielle Fußgängerkarten angekündigt haben, ist es nur noch eine Frage der Zeit, daß auch diese Art der Navigation auf den Massenmarkt kommt. Der erste Hersteller, der den Zug so richtig zum Rollen bringt, ist Nokia mit Maps 2.0.
Fußgänger, die einen unscheinbaren Lautsprecher am Ohr haben und den Anweisungen des Handys folgen, werden in naher Zukunft zur Normalität in den Innenstädten gehören
Eine spannende Neuerung für Apple’s iPhone will Gomite im Sommer einführen. Eine externen Box mit integriertem GPS-Empfänger und Navigationssoftware wird per Bluetooth an das iPhone gekoppelt, navigiert wird über den iPhone Webbrowser.
Mit Spannung erwartet wird Garmin’s iPhone Konkurrent, das nüvifone, ein Hybrid aus Smartphone und PNA. Mit Garmin Mobile PC wird zukünftig jedes Laptop zum Navigationssystem, für Smartphones und Co hat Garmin die Software Mobile XT im Programm.
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