Garmin Dakota 20 – Erster Eindruck
Die Garmin Dakota-Serie ist der neueste Wurf aus dem Hause Garmin. Beide Geräte, der Dakota 10 und der Dakota 20, sind an die Oregon-Serie angelehnt. Die Form ist fast identisch, bei Größe und Gewicht gibt es deutliche Unterschiede. Die kleinen Dakotas werden wie die größeren Oregon-Geschwister per Touchscreen bedient.
Aktuell: Ausführlicher Test Garmin Dakota 20
Dieser Kurztest schildert die ersten, von einem Dakota 20 gewonnenen Eindrücke.
Der Dakota 20 liegt in der gleichen Preisklasse wie der Oregon 300. Der Straßenpreis beträgt für den Dakota ca. 319.- Euro, für den Oregon ca. 275.- Euro. Es ist davon auszugehen, daß der Preis für den Dakota 20 mit der Zeit nach unten korrigiert wird. Im Folgenden dient der Oregon 300 als Vergleichsgerät.
Welche Besonderheiten bietet der Dakota 20?
- Barometrischer Höhenmesser
- 3-achsialer Kompass (zeigt auch korrekt an, wenn das Gerät nicht waagrecht gehalten wird)
- Herz- und Trittfrequenzmessung
- Drahtloser Datenaustausch mit Dakota/Colorado/Oregon
- Interner Speicher: 850 MB, zusätzlich microSD-Karte
Wie unterscheidet sich der Dakota 20 von einem Oregon 300?
- Display-Größe: 2,6-Zoll statt 3-Zoll
- Auflösung: 160 x 240 Pixel gegenüber 240 x 400 Pixel
- Kompass: 3-achsial statt 2-achsial
- Angegebene Betriebsdauer: 20 Std. gegenüber 16 Std.
- Abmessungen: 5,5 x 10 x 3,3 cm zu 5,8 x 11,4 x 3,5 cm
- Gewicht: 155 g mit Batterien zu 192,7 g mit Batterien
- Trackaufzeichnung: 200 gespeicherte Tracks bzw. 20 gespeicherte Tracks
Was fällt beim Dakota 20 sonst noch auf?
- Keine GPS-Games (Wherigo)
- Nicht NMEA kompatibel
- Keine 3D-Ansicht (Für die Autonavigation gibt es den “Fahrzeugmodus”, eine gekippte 2D-Karte)
- Kein Bildbetrachter
- Statt diverser Hintergrundbilder sind verschiedene Farben wählbar
- Verbesserte deutsche Sprachdatei
- Einheiten: Lufttemperatur fehlt
- Kompassnadel: Auffälliger gestaltet
- Der Dakota enthält Funktionen, die beim Oregon kürzlich durch Firmware-Updates hinzugekommen sind (waypoint averaging, man overboard, Sight-n-Go)
| Garmin Dakota 20 und Garmin Oregon 300 im Größenvergleich (Dakota mit grauen, Oregon mit weißen Hintergrundbild) |
Der Dakota 20 ist wahrlich ein Handschmeichler. Größe, Gewicht und Form prädestinieren ihn als ein “Everytime Everywhere” Outdoor GPS-Gerät. Obwohl das Display im Vergleich zum Oregon um einiges kleiner ausfällt, ist der Dakota 20 problemlos über den Touchscreen bedienbar. Die einzelnen Buttons des übersichtlichen Menüs lassen sich mit “normalen” Fingern hervorragend antippen, auch die ABC-Tastatur ist ausreichend groß.
Der neu gestaltete Batteriefachdeckel wird mit einem Schiebemechanismus entriegelt und läßt sich mit Leichtigkeit abnehmen. Unter dem Akkufach befindet sich die Aufnahme für die microSD-Karte. Die Lage unterhalb der Batterien ist nach wie vor der sinnvollste Ort für eine Speicherkarte bei einem Outdoor-Navi! Auf der Rückseite oben befindet sich der von einer vertrauenserweckenden Gummikappe abgedichtete USB-Anschluß. Die Kappe ist mit zwei Schrauben befestigt und läßt sich somit austauschen. Die große Öse für eine Handschlaufe ist an der unteren Schmalseite des Gehäuses angeordnet. Der Dakota ist übrigens zum Oregon- bzw. Colorado-Zubehör kompatibel (Fahrradhalterung, Karabiner-Clip, …).
Die wohl spannendste Frage lautet: Wie ist die Qualität des Displays?
Beim ersten Einschalten fällt sofort auf, daß die Darstellung gröber bzw. die Auflösung nicht so fein wie bei dem Oregon 300 ist. Kein Wunder, beträgt die Auflösung doch “nur” 160 x 240 Pixel (gegenüber 240 x 400 Pixel). Desweiteren zeigt sich, daß das Dakota-Display stärker spiegelt als das matte Oregon Display. Im nächsten Schritt wird die Helligkeit der beiden Displays verglichen. Bei dunkler Umgebung (Innenraum, Schatten) und Hintergrundbeleuchtung auf 0% ist das Dakota-Display einen Tick heller. Wird die Beleuchtung dagegen auf 100% gestellt, dann macht der Dakota einen eher kümmerlichen Eindruck, der Oregon strahlt im Vergleich dazu wie eine Leuchtreklame bei Nacht. Beim Biken in dunklen Wäldern kann sich daraus für den Dakota ein Nachteil ergeben.
Bei praller Sonne sieht das Ergebnis anders aus. Die Darstellung einer topographischen Karte wirkt auf dem Dakota generell etwas brillianter und kontrastreicher bzw. heller, das Display macht keinen so “milchigen” Eindruck wie bei dem Oregon. Der Dakota ist bei Sonne bzw. heller Umgebung besser ablesbar als der Oregon 300. Die Beobachtungen lassen die Vermutung zu, daß Garmin dem Dakota-Display einen höheren, reflektiven Anteil spendiert hat.
Wie schlägt sich das Dakota-Display in der Praxis? Während zweier Hausrunden per Bike und Fuß bestätigt sich der erste Eindruck. Im dichten Wald bzw. zu später Abendstunde ist der Oregon eindeutig vorzuziehen. Auch bei voller Beleuchtung ist der Dakota schlichtweg zu dunkel. Bei Sonnenschein wendet sich das Blatt. Unter diesen Bedingungen ist der Dakota die bessere Wahl! Die gröbere Auflösung stört weniger, als man im ersten Moment vermuten würde. Sie fällt hauptsächlich dann auf, wenn die beiden Kandidaten nebeneinander liegen.
| Topo Deutschland v3, links Dakota 20, rechts Oregon 300. | |
Ein Nachteil des kleineren Gehäuses bzw. Displays ist natürlich die zur Verfügung stehende Kartenfläche. Der Oregon 300 bietet ca. 25% mehr Fläche. Wie sich das auswirkt, zeigen die beiden Bilder.
Zum Booten braucht der Dakota rund 10 Sekunden. Ein klasse, praxistauglicher Wert. Um die wertvollen Energievorräte zu schonen, bietet auch der Dakota einen Energiesparmodus. Wenn dieser aktiviert ist, dann schaltet sich das Display automatisch aus. Eine Trackaufzeichnung läuft aber weiter. In den Systemeinstellungen kann wie zu erwarten WAAS/EGNOS aktiviert und zwischen Alkaline, Lithium und NiMH-Akkus gewählt werden. Ansonsten hat der Dakota analog zur Oregon-Serie alle wichtigen und “üblichen” Funktionen an Bord. Die aktuelle Software hat die Version 2.10, die GPS Software die Version 3.40.
GPS-Empfang
Der GPS-Empfang ist ebenfalls vom Feinsten. Dank HotFix Technologie ist die Position in kürzester Zeit bestimmt. Zwei Trackaufzeichnungen im Vergleich zur Garmin-Flotte bestätigen das positive Bild.
Track 1, Biketour: Dakota 20 (rot), Oregon 300 (blau), GPSmap 60Cx (grün).
Tracks als kmz-Datei herunterladen
Track 2, Wanderung: Dakota 20 (rot), Oregon 300 (grün), GPSmap 60Cx (blau), eTrex Vista HCx (gelbgrün). Bei diesem Track in einem tief eingeschnittenen Tal zeigt der eTrex mal wieder eine deutliche Positionsdrift, auch der 60Cx zeigt hin und wieder deutliche Abweichungen. Am zuverlässigsten absolvieren der Oregon und der Dakota diese Tour!
Tracks als kmz-Datei herunterladen
Was befindet sich im Lieferumfang?
- Trageschlaufe
- USB-Kabel
- Benutzerhandbuch auf CD-ROM
- Schnellstartanleitung
Vorläufiges Fazit
Wer ein kleines, leichtes und handliches Outdoor GPS-Handgerät sucht, für den ist der Dakota 20 erste Wahl! Im Vergleich zum Oregon 300 bietet er einen 3-achsialen Kompass und eine längere Akkulaufzeit. Außerdem ist das Dakota-Display bei sonnigen Wetter vorzuziehen, in dunklen Gefilden ist es dagegen schlechter ablesbar. Der Oregon punktet mit einer höheren Auflösung und mehr Displayfläche.
Der neueste Wurf aus dem Hause Garmin hat sicherlich das Zeug dazu, der eTrex Serie den Rang abzulaufen und sich einen Top-Platz unter den Outdoor-Navigationssystemen zu sichern. Eine spannende Frage bleibt es weiterhin, was Garmin als Nächstes bringen wird. Ein Gerät mit 3,5-Zoll Display? Kapazitives Display? Rasterkarten mit Vektorkarten-Overlay? Lassen wir uns überraschen!
Empfohlene Online-Shops:





Hallo Joachim,
Ich hab mir den Dakota 20 bei Amazon gegönnt und bin auch sehr zufrieden damit.
Kannst du mir vielleicht sagen, ob man beim Dakota Screenshots vom Display machen kann?
Danke und schönen Sonntag noch.
Gruß
Rainer
@Rainer,
Einstellung > Anzeige > Screenshot, dann die Ein/Austaste kurz drücken, Bilder sind dann im internen Speicher.
Grüße
Vielen Dank! Gleich mal testen…
Hallo Basti,
beim Gewicht gibt es wohl einen Fehler auf der Garmin.de Seite. Mit der (ungenauen) Haushaltswaage gewogen, kommt der Dakota inkl. Akkus auf 154 g, auf der Garmin US-Seite steht: “5.25 oz (148.8 g) with batteries”. Die Helligkeit des Displays sehe ich als ein Manko an, z.B. im dunklen Wald beim letzten Büchsenlicht – wenn dann noch eine digitale Karte mit viel Grünfläche auf dem Display ist, ist nicht mehr viel zu erkennen. Da haben hellere Geräte einen deutlichen Vorteil. Grüße
@Joachim: Ich habe mich bei deiner Bemerkung über die schwache Beleuchtung des Dakota und die daraus resultierende schlechte(re) Benutzbarkeit im Dunkeln etwas gewundert. Wozu braucht man ein helles Display im Dunkeln? Wenn ich nachts unterwegs bin, dann stelle ich die Helligkeit fast auf den niedrigsten Wert ein und kann es durch die Dunkelheit bestens erkennen. Gruß, Basti
p.s. Auch der Gewichtsunterschied der beiden ist nicht so groß wie beschrieben, das Dakota wiegt mit Batterien 191,4g, das Oregon 192,7g. (Angabe lt. Garmin-HP)
Der Chipsatz ist ein MediaTek MT3329
Hallo! Bin verzweifelt! Habe den Dakota 10 gekauft der sich nicht einschalte ließ! Als antwort gab mir Garmin: “Das problem kennen wir, die Software ist bei vielen defekt, sie brauchen nur die neue software herunterladen”….was ich auch tat und auf anhieb funktionierte. Aber welch eine entäuschung:die vorinstallierte Weltkarte zeigt praktisch nur weiss, nur die allergrössten Städte (Bozen, Meran usw.)ware sichtbar. Also kaufte ich mir die Land Navigator Karte (ohen Wanderwege !…für was brauch ich dann ein Wandernavigationsgerät..?)dazu für 50 Euro..Fazit. Nach tagelangen rumprobieren mit -zig. 25-stelligen Schutz Geheimnummern und tüfteln lässt sie sich nicht öffnen und auf mein Garmin herunterladen. Hilfe bei Garmin? Fehlanzeige! Fazit: kauf euch lieber eine gute alte Kompass Wanderkarte, macht den gleichen Dienst, man braucht nur ein wenig Hausverstand. NIE WIEDER GARMIN
Wo kann man hier eigentlich die Kommentare lesen, meinen bereits verfassten und die anderen sehe ich hier gar nicht am Ende des Artikels aufgeführt?!?
Hallo,
vielen Dank für den guten Vergleich.
Was mir noch fehlen würde, wären ein paar Vergleichsbilder zwischen Oregon (x00) und Dakota OHNE eingeschaltete Hintergrundbeleuchtung sowohl in der Sonne als auch im Schatten.
Gruß Axeo
@Andreas,
der Oregon hat ein paar Vorteile: Das im Vergleich zum Edge und Dakota größere Display, das Oregon Display ist zudem heller als beim Dakota. Vorteil gegenüber dem Edge: Die Verwendung von AA-Akkus/Batterien statt integriertem Akku. Die Gewichtsersparnis von 50 g (Dakota) bzw. 100 g (Edge) sehe ich als marginal an. Grüße
Hallo,
warum ist das Oregon gegenüber den beiden anderen Geräten (Dakota,Edge) für mehrtägige Touren vorzuziehen?
Danke
Andreas
@Joachim,
von Deinen drei Favoriten würde ich auf jeden Fall den Oregon wählen, am besten einen der neuen Oregons (450 oder der 450t mit Topo-Karte)!
Grüße
Hallo an den Autor Joachim,
welches Gerät Dakota / Oregon / Edge würden Sie für MTB-Touren (mehrtägige Alpentouren) empfehlen?
Danke
Joachim
Hallo,
Hab seit einer Woche einen Dakota 20 und gleich 2 Probleme.
1.auf Speicherkarte abgespeicherte Tracks werden nicht erkannt, Verzeichnis ist Garmin/Gpx (werden aber im Explorer angezeigt). Wenn ich die gleichen Tracks in den interen Speicher lege, geht alles.
2.Wenn ich Dakota, (über USB mit PC verbunden), vom PC trennen will(Hardware sicher entfernen)erscheint Meldung USB Massenspeichergerät stoppen.
nach klicken auf Stoppen dann die Meldung das Gerät kann nicht gestoppt werden da es gerade verwendet wird.
Dakota ohne Speicherkarte geht, Speicherkarte im Kartenleser lässt sich auch abmelden.
Was ist falsch, und was kann passieren wenn ich wie jetzt einfach das USB Kabel trenne?
Hoffe auf Hilfe,Gruß Hape
Ich habe gerade ein geliehenes Gerät, das ich leider nicht benutzen kann.
Der Grund ist, das ich keine Karten vom PC runterladen kann. Bei beiden benutzten Laptops erkennen die Windows Betriebssysteme das Gerät nicht, weder als Volume noch als Gerät per se (was die MAC-oberfläche des einen Laptops problemlos schaffte) , obwohl ein paralell verwendetes Edge 705 problemlos erkannt wird und dieses Dakota auch schon vorher vom Eigentümer ausgiebigst benutzt wurde und viele unterschiedliche Karten runtergeladen wurden.
Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
Hier im Urlaub würde ich das Gerät schon gerne nutzen, wobei ich mich schon fast wieder an die klassische Alternative einer normalen papiernen topographischen Karte (für € 7,-!!) gewöhnt habe :)
Die tut es wenigstens immer!