Test: Garmin nüvi 200
Das Autonavigationssystem Garmin nüvi 200 DACH ist das Einsteiger-Modell der Garmin nüvi Serie.
Es ist eines der populärsten Navis überhaupt – bei Amazon steht es immerhin auf Rang 1 der Kategorie “Navigation”!
Von Garmin als “Einsteiger-Navi mit sehr einfacher Bedienung” gekennzeichnet, konzentriert sich das nüvi 200 auf die Navigation von A nach B. Es bringt viele grundlegende Funktionen für eine erfolgreiche Navigation mit. Zwar Fehlen so nützliche Features wie TMC-Empfänger, Text-To-Speech Ansagen oder Geschwindigkeitswarnungen – bei einem Straßenpreis von ca. € 130.- allerdings ein leicht verschmerzbarer Fakt.
Das mitgelieferte Kartenmaterial umfasst Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien.
Äußerlichkeiten & System
Schon optisch macht das nüvi 200 einiges her: In einem dezenten, silbergrauem Design ist es eine elegante Erscheinung. Bei Abmessungen von 9,7 cm x 7,1 cm x 2,0 cm ist das Garmin zudem leicht verstaubar.
Nach Betätigen des Einschalters ist das Garmin nüvi in knapp 20 Sekunden zur Zieleingabe bereit, nach weiteren 20 Sekunden (Warmstart, Mittelwert mehrerer Messungen) hat der GPS-Empfänger die Position ermittelt.
Auch bei der Routenberechnung geht das nüvi 200 zur Sache; ob Nah- oder Fernverkehr, lange und quälende Wartezeiten gibt es nicht.
Routenberechnungen mit dem nüvi 200, Beispiele:
- Nahverkehr, 8 km: 4 Sek
- Autobahn/Stadt kombiniert, 50 km: 6,2 Sek.
- Fernverkehr, 400 km: 12 Sek.
- Fernverkehr, 810 km: 17 Sek.
Besonders lobenswert ist die Reaktion auf das Verlassen der vorgegebenen Route und die folgende Neuberechnung – auch in dieser Disziplin kann das nüvi 200 so richtig glänzen.
Ebenso schnell erfolgt die Satellitenreaquisation nach Tunnelausfahrten.
Wartezeiten gibts beim nüvi 200 generell nicht. Beim Aufrufen der Menüs kommt es zu keinen Verzögerungen, auch das Verschieben der Karte geht zügig voran (Empfehlung: In den Systemeinstellungen den Detailgrad der Karte nicht auf maximal stellen).
Summa Summarum, die Systemeigenschaften des Garmin nüvi 200 können überzeugen!
Bedienung des Garmin nüvi 200
Das Bedienungskonzeptes des nüvi ist auf Einsteiger ausgerichtet. Nach dem Starten des Navis stehen im Wesentlichen zwei große Icons zur Verfügung: Zieleingabe und Karte – einfacher geht es nicht mehr!
Sämtliche Untermenüs sind übersichtlich aufgebaut. Intuitiv und mit wenigen Klicks lassen sich Ziele eingeben oder Einstellungen durchführen.
Die Funktionen sind auf das Wesentliche reduziert, so daß jederzeit für Überblick gesorgt ist.
Display und Kartendarstellung beim Garmin nüvi 200
Das 3,4″-Display weiß zu überzeugen. Kontrastreich und mit hoher Auflösung werden die Daten präsentiert. Die Kartendarstellung wartet mit fast schon poppigen Farben auf, die für eine gute Ablesbarkeit sorgen.
Die Zusatzinformationen des Kartenbildschirms sind minimalistisch gehalten. Am unteren Bildschirmrand werden lediglich die Ankunftszeit am Ziel sowie die Entfernung zur nächsten Abbiegung eingeblendet. Eine praktische Hilfe ist die Informationsleiste am oberen Bildschirmrand, sie enthält Angaben wie “links halten auf A95″.
Bei Bedarf können eine Abbiegeliste, eine Abbiegeinformationsseite oder Reiseinformationen (Bordcomputer) aufgerufen werden.
Einzigste Kritikpunkte sind das etwas grobe Erscheinungsbild der Karte sowie die fehlende Anzeige von POIs. Letztere werden nur in dem Menü Zieleingabe > Karte durchsuchen dargestellt.
Davon abweichend werden allerdings via Garmin POI Loader auf das Gerät übertragene POIs, z.B. Blitzerampeln, auf der Navigationsseite eingeblendet.
Ein schönes Detail: Der Nachtbildschirm verdunkelt nicht nur die Kartenseite, sondern sämtliche Menüs, so daß ein Blenden des Fahrers jederzeit ausgeschlossen ist.
Navigation mit dem nüvi 200
Die Zieleingabe geht recht flott von der Hand – zur Auswahl stehen diverse Optionen: Adresse, Points of Interest, Kürzlich gefunden, Favoriten, Extras (= benutzersonderziele), Kreuzungen, Städte, Karte durchsuchen, Koordinaten.
Mankos: Die Home-Adresse ist im Menü Favoriten versteckt, bei der Adresseingabe fehlen eine Buchstabenausblendung und eine Vorselektion.
An Routenberechnungsoptionen stehen “Kürzere Zeit”, “Kürzere Strecke” und “Luftlinien-Modus” zur Verfügung. Der Modus muß in den Systemeinstellungen definiert werden und kann nicht bei jeder zu berechnenden Route separat ausgewählt werden.
Ausschlüsse von der Routenberechnung lassen sich ebenfalls definieren, z.B. Mautstrassen und Fähren. Zusätzlich kann zwischen einem Auto, Fahrrad und Fußgänger Verwendungsmodus gewählt werden.
An den vorgeschlagenen Routen gibt es fast nichts kritisieren, sie stimmen sehr gut mit anderen Navigationssystemen überein.
Lediglich bei einer Teststrecke, die fast nur über Autobahnen führt, wählt das nüvi 200 einen Umweg. Die nüvi-Strecke beträgt 440 km, bei Magellan, TomTom, Medion und Navigon sind es rund 410 km.
Aüffällig sind die angegebenen Fahrtzeiten. Das nüvi gibt im Vergleich zu den Mitbewerbern recht kurze Zeiten an – vielleicht ist die Berechnung für einen Porsche optimiert?
Die visuelle Zielführung vermittelt eine gute Übersicht über den Streckenverlauf. Das nächste Manöver wird in Form eines weißen Richtungspfeils angezeigt. Der Pfeil ist sehr gut erkennbar, da er sich deutlich von der pink-farbenen Route abhebt.
Weitere Informationen lassen sich nur bei Bedarf einblenden. Großer Vorteil dieses Konzepts: Das kleine 3,4″-Display ist nicht mit Informationen überfrachtet.
Auch die Sprachansagen helfen dem Fahrer, stets über den Verlauf der Strecke im Klaren zu sein. Sie kommen rechtzeitig, auf den Punkt genau sowie in ausreichender Zahl – sie könnten allerdings eine Spur freundlicher und ausführlicher sein!
In langen Tunnels poppt die Meldung “Kein Satellitenempfang” auf – Hilfestellungen, z.B. in Form einer automatisch eingeblendeten Listenansicht des Routenverlaufs, gibt es nicht. Nach der Tunneldurchfahrt wird die Route neu berechnet.
Zu erwähnen ist noch die manuelle Umleitungsfunktion, die bei Stau auf Knopfdruck eine Alternative berechnet.
In Notsituationen ist es sinnvoll, schnell die eigene Position ermitteln zu können. Beim Garmin nüvi 200 muß man auf das Fahrzeugsymbol drücken, und schon erscheint ein Fenster mit den Koordinaten und der Meereshöhe – im Notfall sind diese Angaben leider nur bedingt brauchbar, die zusätzliche Anzeige der Adresse wäre sinnvoll.
Weitere Funktionen
Neben Bildbetrachter, Taschenrechner, Währungsrechner, Einheitenrechner und Weltzeituhr bringt das Garmin Funktionen mit, die das Gerät für Diebe unbrauchbar machen.
Neben einem PIN-Code wird eine Sicherheitsposition definiert. Dann läßt sich das nüvi 200 bei vergessenem Code nur an genau diesem Ort entsperren – Satellitenempfang vorausgesetzt.
Points Of Interest (POI) kann ein Navigationsgerät nie genug haben. Im ländlichen Testgebiet sind viele POIs allerdings nicht verzeichnet. Zum Glück kann die Datenbank mit Hilfe des Garmin POI Loaders auf einfachste Weise erweitert werden.
Zubehör zum Garmin nüvi 200
Das mitgelieferte Zubehör des Garmin nüvi 200 ist auf das absolut Notwendigste reduziert:
- Bedienungsanleitung
- Zigarettenanzünderstecker
- Saugnapfhalterung
- Klebeplatte für Saugnapfbefestigung
Die Bedienungsanleitung ist sehr minimalistisch gehalten, zudem werden nicht alle Funktionalitäten erklärt. Auch auf der Webseite von Garmin ist kein ausführlicheres Handbuch erhältlich.
Sehr gut gemacht ist die Fahrzeughalterung. Sie ist zwar sehr kurz geraten, bei großen Autos kann sie aber mit Hilfe des Klebepads leicht in Fahrernähe auf dem Armaturenbrett befestigt werden. Praktisch ist auch das Kugelgelenk zur optimalen Ausrichtung des Navis.
Karten und Software
SW/Firmware: SW-Version 3.20, Audio-Version 2.40; GPS Firmware Version 2.30m
Karte: City Navigator Europe NT 2008, Navteq
Enthaltene Karten: Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien.
Zusätzlich ist eine routingfähige Basiskarte integriert.
Die Karten sind auf dem 500 MB großen, internen Speicher vorinstalliert. Zur Erweiterung steht ein SD-Karten Steckplatz zur Verfügung, so daß zusätzliche Karten – Garmin hat ein riesiges Angebot auf Lager – aber auch Fotos für den Bildbetrachter bzw. ein optionaler Reiseführer geladen werden können.
Es besteht sogar die Möglichkeit, nicht routingfähige, topographische Karten zu verwenden. Mittels eines Fahrradhalters läßt sich das nüvi outdoortauglich machen – aber aufgepasst, daß Gerät ist nicht wasserdicht.
Tip: Mit dem Garmin Webupdater sollte die Firmware aktualisiert werden. Zumindest beim Testgerät lag eine veraltete Version vor, daß Update führte einen Wechsel von Vers. 3.20 auf Vers. 3.60 durch.
Fazit
Das Garmin nüvi 200 DACH ist als ein Einsteigersystem konzipiert, das sich auf die Navigation von A nach B konzentriert. Zudem ist es zu einem sehr günstigen Preis erhältlich.
Gemessen an diesen Prämissen, erledigt es seinen Job zur vollen Zufriedenheit.
Besonders hervorzuheben sind die einfache Bedienung und das flotte System. Die Sprachansagen und die – trotz der minimalistisch gehaltenen Zusatzinformationen – gute optische Zielführung vermitteln dem Fahrer stets ein sicheres Gefühl.
Schwächen sind das Fehlen einer Buchstabenausblendung bzw. Vorselektion bei der Zieleingabe sowie einer POI-Anzeige in der Karte.
Bewertung des Garmin nüvi 200
Pro
- Flottes und stabiles System
- Sehr gute Reaktion auf Verlassen der Route & schnelle Neuberechnung
- Einfache und intuitive Bedienung
- Zahlreiche Möglichkeiten zur Zieleingabe
- Zieleingabe über Koordinaten bzw. Karte
- Routenausschlüsse, z.B. Fähren, definierbar
- Fußgänger- und Fahrradmodus
- Automatische Umschaltung Tag-/Nachtbildschirm
- Nachtbildschirm gilt für alle Seiten
- Diebstahlschutz durch PIN-Code und Sicherheitsposition
- Eigene POIs verwendbar
- Verschiedene Fahrzeugsymbole auswählbar
- Bildbetrachter, Taschenrechner, Währungs-/Einheitenrechner, Weltzeituhr
- Lange Akkulaufzeit (bis zu 5 Std.)
- Praktische Fahrzeughalterung
- USB-Anschluss auf der Rückseite
- Lautsprecher für laute Autos geeignet
- Großes Angebot an zusätzlichen Karten
Contra
- Minimalistische Kartenansicht
- Keine POI-Anzeige
- Fehlende Buchstabenausblendung/Vorselektion bei Zieleingabe
- Langsame Routensimulation
- Routenberechnungsmodus (kürzere Zeit/Strecke) ist nicht für jedes Ziel individuell wählbar
- Integrierte POI-Datenbank nicht sehr ausführlich
- Kein Text-To-Speech
- Keine Geschwindigkeitswarnungen
- Keine Radarfallen/Blitzer seitens Garmin integriert
- Keine Mehrzielrouten
- Home-Icon unter Favoriten versteckt
- Abfrage der eigenen Position “Wo bin ich?” liefert zu wenig Infos
- Wenig ausführliches Handbuch
Gesamtbewertung des Garmin nüvi 200
| System (25%) |
|
4,0 |
| Navigation (25%) |
|
3,8 |
| Bedienung (20%) |
|
4,0 |
| Ausstattung (20%) |
|
2,5 |
| Zubehör (10%) |
|
2,0 |
| Gesamt |
|
3,5 |
Bewertung
Wertebereich: 5,5-4,6/4,5-3,6/3,5-2,6/2,5-1,6/1,5-0,5
System: Zeit für Systemstart bis zur Zieleingabe, GPS (Zeit bis zur ersten Positionsbestimmung, TTFF; Zeit für Reaquisation nach Tunnelausfahrt), Zeit für Zieleingabe, Zeit für Routen-/Neuberechnung (je zu 25% gewichtet)
Navigation: Qualität/Plausibilität der Routen, visuelle Zielführung, akustische Zielführung (je zu 33% gewichtet)
Bedienung: Montage/Handhabung, Bedienungsanleitung, Benutzerführung (zu 20%/20%/60% gewichtet)
Ausstattung: Funktionsumfang (30x Ausstattungsmerkmale werden nach Punkteschema bewertet)
Zubehör: Mitgeliefertes Zubehör (10x Zubehörteile werden nach Punkteschema bewertet)
Leser-Bewertung
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| Technische Daten Garmin nüvi 200 | |
|---|---|
| Betriebssystem | k. A. |
| Navigationssoftware | Garmin |
| GPS-Empfänger | k. A. |
| Display | 3,5 Zoll Touchscreen-Display, 320 x 240 Pixel Auflösung |
| Prozessor | k. A. |
| Speicher | Interner Flash-Speicher, SD-Kartenslot |
| Staumeldungen | keine |
| Kartenmaterial | auf internem Speicher vorinstalliert |
| Anschlüsse | Mini-USB |
| Akku | 5 Stunden, Lithium-Ionen Akku |
| Abmessungen | 9,7 x 7,1 x 2,0 (in cm) |
| Gewicht | 147 Gramm |
Quelle: www.garmin.de







(
Das garmin NÜVI ist mit ziemlich großem Abstand das schlechteste Gerät was ich jemals in Händen hatte; aber zur Sache:
bei den Kontra-Punkten fehlt:
-oft kann man die Richtung bei Autaboahnausfahren nicht lesen, da die Anzeige nicht scrollt. (z.B. ….. auf A2 Ri <- und da da ist dann Ende.)
-Es ist nicht möglich ein Stadtzentrum oder einen POI in Stadt anzufahren, wenn sich das gesuchte nicht in der Nähe befindet. (z.B. nach Berlin Zentrum, oder in Berlin zum Hbf.)
-Die Tastatur lässt sich nicht auf QWERTZ umstellen.
-Die Zeileingabe ist umständlich: gibt man z.B. “B – E – R” ein und drückt auf Weiter, so kommt nicht als erstes das naheliegendste: nämlich Berlin, sondern Stadtvorschläge alphabetisch gemäß dem nächsten Buchstaben.
Insgesamt kann ich vom Kauf des Gerätes nur abraten, da es mich mehr nervt, als es mir nutzt.
Solange in “professionellen” Tests wie hier nicht festgestellt bzw. kritisiert wird, daß das Nüvi 200 beim Ausschluß von Autobahnen auch gleich die Bundesstraßen mit ausschließt, wird Garmin weiterhin auf dem hohen Roß sitzen und diesen gravierenden Fehler nicht abschaffen!!
Hatte ein nüvi 250 gekauft und getestet. Beim o.g. Ausschluß der Autobahn errechnete das Gerät für die Strecke von Kassel nach Göttingen (normal 50 km) eine Wegstrecke von ca. 180 (!) Kilometern. Bei einer Testfahrt von Münster nach Kassel kam ich aus Münster gar nicht mehr heraus. Habe dann genervt den Autobahn-Ausschluß wieder abgeschaltet und das ansonsten prima Gerät am nächsten Tag dem Händler zurück gegeben!!
Schliesslich gibt es z.B. Fahrer von Motorrädern, Cabrios, Oldtimern ober auch nur Liebhaber landschaftlich schöner Strecken, welche auf Autobahnen verzichten möchten.
Habe jetzt ein TomTom; hier klappt alles bestens!
Das Nüvi 200 ist ein hübsch anzuschauendes und doch recht erweiterbares Navigationssystem. Durch die doch recht sparsame Ausstattung eignet es sich vorzüglich für Anfänger in Sachen Navigation.
Im Preisleistungsverhältnis eine klare 1, da es mit zu den günstigsten Navis gehört.
Viel Spaß mit dem Nüvi 200!
Liebe Grüße aus Erlensee