Holux GPSport 255 im Vergleich zu einer Streichholzschachtel

Auf der Suche nach einem Tripcomputer und Datenlogger, verpackt in ein kleines und leichtes Gehäuse? Und gestylt soll das GPS-Gadget auch noch sein? Dann ist das Holux GPSport 255 eine Überlegung wert.

Das GPSport 255, beworben als ein Outdoor GPS-Gerät zum Radfahren, Joggen, Wandern und Fotografieren, wiegt bescheidene 48 g und ist mit 4,2 x 6,5 x 1,6 cm nur unwesentlich größer als eine Streichholzschachtel. Die ideale Größe, um es jederzeit und überall dabeizuhaben.

Das GPSport 255 bietet im wesentlichen zwei Funktionen:

  • Tripcomputer: Anzeige aktueller Daten
  • Datenlogger: Aufzeichnen der zurückgelegten Strecke

Der Tripcomputer zeigt – auf sechs Seiten verteilt – folgende Informationen an: aktuelle Geschwindigkeit /zurückgelegte Strecke, Tripdauer/Durchschnittsgeschwindigkeit, GPS-Höhe/zurückgelegte Höhenmeter im Aufstieg, Pace/Gesamtstrecke, Kalorienverbrauch/CO2 Reduktion, aktuelle Koordinaten/Richtung. Kalorienverbrauch und CO2 sind eher überflüssige Spielereien, zumal die Berechnung der Kalorien sehr ungenau ausfällt.

Die Daten werden auf einem ausreichend großen 1,3-Zoll Display präsentiert. Das Display ist knackig scharf, allerdings muß das GPSport 255 immer wieder mit der Hand ausgerichtet werden, um eine optimale Ablesbarkeit zu garantieren. Bei Dunkelheit ist dagegen nur wenig zu erkennen, da Holux auf eine Displaybeleuchtung verzichtet.

Der Logger bietet Speicherplatz für bis zu 200.000 Punkte. Da ein Intervall von 5 Sekunden vorgegeben ist, reicht die Speicherkapazität für rund 11 Stunden kontinuierliche Aufzeichnung aus. Im minimalistischen und somit übersichtlichen Setup (als Sprache stehen chinesisch, englisch und deutsch zur Auswahl) gibt es keine weiteren Parameter für die Trackaufzeichnung. Analog zum großen Bruder GPSport 260 wären Optionen wie Autopause und weitere Aufzeichnungsmodi (weitere Zeitintervalle, nach Strecke, automatisch) sehr sinnvoll. Dann könnte der 4 MB große Speicher effektiver genutzt werden bzw. es würden bei längeren Pausen keine störenden Punktwolken entstehen. Allerings steht eine Pausenfunktion zum Unterbrechen der Aufzeichnung zur Verfügung. Da man sie aber manuell aktivieren muß, wird vor allem das erneute Einschalten nach einer Pause schnell vergessen! Das Starten der Trackaufzeichnung ist dagegen ein Kinderspiel: Sobald die GPS-Position bestimmt ist, geht es los! Die Bedienung erfolgt über zwei seitliche Tasten. Sie fallen arg klein aus und benötigen einen kräftigen Fingerdruck.

Für den GPS-Empfang sorgt ein Mediatek MTK 3318 Chipsatz in Kombination mit einer Patch Antenne. Die Genauigkeit der Aufzeichnungen hat sich als sehr gut erwiesen, nach dem Einschalten wird die Position flott bestimmt. Seine Energie bezieht das GPSport 255 aus einem 700 mAh Akku, dessen Laufzeit mit bis zu 17 Stunden angegeben ist. Im Test sind wir auf Werte von 14 bis 16 Stunden gekommen. Das Gehäuse ist vor Spritzwasser geschützt (spezifiziert nach IPX3), zur Datenübertragung und Energieversorgung dient ein Mini-USB-Anschluß.

Die mitgelieferte Handschlaufe wird an einer kleinen Öse an der oberen rechten Gehäuseecke angebracht. Damit läßt sich der Logger z.B. am Gürtel oder der Fototasche befestigen. Eine Jackentasche eignet sich auch als Aufbewahrungsort, der GPS-Empfänger hat sich als empfindlich genug herausgestellt, um unter solchen Bedingungen ausreichend akkurate Positionsangaben zu liefern.

Holux GPSport 255, Bild: Variotek

Holux GPSport 255, Bild: Variotek

Die aufgezeichneten Bewegungsspuren dienen in erster Linie zum Dokumentieren ("Wo bin ich gewesen") und zum Georeferenzieren von Digitalfotos. Dazu muß die Software Holux ezTour for Logger auf einem PC installiert werden (per Download erhältlich). Um sie in Betrieb zu nehmen, ist eine kleine Hürde zu bewältgen: Wo ist die Seriennummer? Sie findet sich – gut verborgen – auf einer Seite der Kurzanleitung!

Mit ezTour lassen sich die Logs z.B. exportieren, bearbeiten, in Google Earth betrachten, als Animation wiedergeben und – besonders wichtig – zum automatischen Geotaggen von Bildern einsetzen. Das Georeferenzieren wird mit wenigen Klicks erledigt. Es muß nur beachtet werden, dass die Zeiten von Fotos und Track überstimmen. Falls nicht, läßt sich das mit der Funktion "Fotozeit Verschieben" nachholen. Im Test wurden insgesamt gute Ergebnisse erzielt, es hat sich aber gezeigt, dass die z.B. in Google Earth angezeigte Position der Bilder vom eigentlichen Aufnahmestandort abweichen kann.

Holux GPSport 255: Lieferumfang

  • GPSport 255
  • USB-Kabel
  • Handschlaufe
  • Garantiekarte
  • Mehrsprachige Kurzanleitung

Holux GPSport 255: Fazit

Das Holux GPSport 255 hat sich als zuverlässiger und unkomplizierter Datenlogger erwiesen, der zudem noch hübsch aussieht. Ein Gerät, das man immer und überall dabeihaben kann! Es eignet sich zum Aufzeichnen der zurückgelegten Strecke und Abrufen aktueller Tripdaten. Wichtigster Einsatzzweck dürfte das Georeferenzieren von Digitalfotos sein. In Verbindung mit der Software "Holux ezTour for Logger" wird das Geotaggen von Bildern zum Kinderspiel.

Das GPSport 255 kann vor allem dann empfohlen werden, wenn "klein und leicht" wichtige Kriterien sind. Allerdings sind ein paar Schwächen in Kauf zu nehmen. Dazu gehören das bei Dunkelheit schlecht ablesbare Display und die kleinen Tasten, außerdem wären weitere Datenaufzeichnungmodi sinnvoll.

Der Holux-Datenlogger kostet in Online-Shops ca. 90.- Euro:

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Datenlogger und Tripcomputer: Holux GPSport 255 im Test was last modified: Februar 3rd, 2012 by Joachim Bardua

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