Wer hätte das gedacht? Die für Drucker, Scanner und Projektoren bekannte japanische Seiko Epson Corporation ist seit 2014 im Markt für Wearables unterwegs. Dazu gehören Epson Runsense GPS-Sportuhren und der Pulsense Aktivitäts- und Herzfrequenztracker.

In der Runsense-Produktreihe stehen fünf Modelle zur Auswahl: SF-310G, SF-510F, SF-710S, SF-810B, SF-810V. Die beiden Spitzenmodelle SF-810B und SF-810V unterscheiden sich nur in der Farbgebung: black (schwarz) bzw. violett.

Für den Test haben wir uns das Top-Modell SF-810 ausgesucht, das sich durch eine Besonderheit auszeichnet: Ein von Epson entwickelter optischer Sensor misst die Herzfrequenz direkt am Handgelenk des Sportlers. Die anderen Runsense-Modelle ermitteln die Herzfrequenz dagegen konventionell per Herzfrequenz-Brustgurt. Komfortgewinn lautet der große Vorteil der Messung per optischen Sensor. Das Anlegen des oftmals als einengend und unbequem empfundenen Brustgurts entfällt.

Die Runsense SF-810 ist eine GPS-Sportuhr für Läufer, sei es für Freizeit- oder Wettkampfläufer, Kurz-, Mittel- oder Langstrecken. Für letztere bietet die SF-810 ein weiteres Highlight: die Akkulaufzeit soll bei aktiviertem GPS und kontinuierlicher Herzfrequenzmessung knackige 20 Stunden betragen!

Epson Runsense SF-810V GPS-Sportuhr

Epson Runsense SF-810V: GPS-Sportuhr mit integrierter Herzfrequenzmessung (Bild: Epson)

Epson Runsense SF-810: Unboxing

Zum Lieferumfang der SF-810 gehören:

  • GPS-Sportuhr
  • Ladestation mit USB-Kabel
  • Informationsblätter und drei Schnellstartanleitungen (deutsch, englisch, französisch)

Ein Netzstecker mit Anschlussmöglichkeit für das USB-Kabel der Ladestation wird vermisst. Falls so ein Teil nicht bereits in der heimischen Elektrokiste vorhanden ist, sollte es also gleich mitgeordert werden.

Epson Runsene SF-810 unboxing

Epson Runsene SF-810 unboxing: Schnellstartanleitung, Ladestation, Sportuhr

Epson Runsense SF-810: Alltagsuhr, Gehäuse, Bedienung, Technik

Das Gewicht der Epson Runsense SF-810 wird mit 52 g angegeben; nachgewogen kommen 51,95 g raus. Mit diesem Gewicht liegt die SF-810 gut im Rennen. Zum Vergleich, eine TomTom Cardio kommt auf 63 g, ein Garmin Forerunner 920 XT auf 61 g, ein Garmin Forerunner 620 auf 44 g und eine Suunto Ambit3 Run auf 72 g. In dieser Hinsicht eignet sich die Epson Runsense gut für Ausdauerathleten, die Wert auf ein möglichst geringes Gewicht legen.

Die Abmessungen betragen maximal 4,45 cm bzw. 1,41 cm. Die moderaten Abmessungen machen die Runsense-Sportuhr auch als Alltagsuhr interessant. Apropos Alltagsuhr, der Startscreen zeigt die Uhrzeit (hh:mm:ss), das Datum (dd:mmm) und den Akkuladestand an. Praktische Zusatzfunktionen wie z.B. einen Wecker oder eine zweite Zeitzone gibt es hingegen nicht.

Der Tragekomfort der aus Kunststoff bestehenden, aber wertig erscheinenden Uhr ist auch bei schweißtreibenden Aktivitäten als angenehm zu bezeichnen; das recht weiche und mit vielen Öffnungen versehene Armband passt sich gut dem Träger an.

Die Bedienung erfolgt mittels vier, über einen angenehmen Druckpunkt verfügenden Tasten. Durch ein kräftiges Tippen auf das Display kann – je nach Konfiguration – eine neue Runde gestartet, die Beleuchtung eingeschaltet oder die Anzeige gewechselt werden. Die Bedienung gestaltet sich anfangs etwas holprig; um die Tastenfunktionen kennenzulernen empfiehlt es sich deshalb, in der Schnellstartanleitung den Abschnitt "Grundfunktionen" intensiv zu studieren. Sind die Tastenfunktionen verinnerlicht, lassen sich die wesentlichen Funktionen der Epson Runsense schnell und zielgerichtet handhaben. Schwieriger wird es schon, wenn man die per App erstellten Trainings ausführen möchte. Viele Einstellungen können nämlich per App vorgenommen werden – mehr dazu später.

Das Display mit einem Durchmesser von 2,8 cm und einer Auflösung von 128 x 128 Pixel ist sehr gut ablesbar; bei Bedarf läßt sich die Darstellung invertieren bzw. die Hintergrundbeleuchtung einschalten.

An Schnittstellen stehen zum Verbinden mit einem Laptop/PC USB bzw. mit einem Smartphone Bluetooth 4.0 zur Verfügung. Weitere Sensoren lassen sich per Bluetooth nicht koppeln. Da es sich um eine reine Laufsportuhr mit integriertem Schrittlängen- bzw. Herzfrequenzsensor handelt, ist das Anschliessen von externen Sensoren – z.B. einem Footpod – nicht vorgesehen bzw. auch nicht nötig. Ein barometrischer Höhenmesser ist nicht verbaut, für Höhenmessungen setzt Epson auf die ungenauere Methode per GPS.

Als Speicherkapazität ("Gesamtentfernungszeit") gibt Epson 70 Stunden an. Bei Erreichen dieser Kapazität werden die Daten in chronologischer Reihenfolge überschrieben.

Die Wasserdichtigkeit wird mit 5 bar angegeben, was dem Druck einer Wassersäule von 50 m entspricht. Laut Epson kann die Uhr beim Schwimmen – allerdings ohne ein Drücken der Tasten – getragen werden.

Epson Runsense SF-810: Alltagsuhr

Epson Runsense SF-810: Alltagsuhr mit Uhrzeit, Datum und Akkustatus

Epson Runsense SF-810: Akku

Epson gibt folgende Laufzeiten an:

  • GPS ausgeschaltetet: 20 Tage
  • GPS eingeschaltetet: 24 Stunden
  • GPS und Herzfrequenzmessung aktiviert: 20 Stunden
  • Herzfrequenzmessung aktiviert: 40 Stunden

Die von Epson angegebenen Werte weisen darauf hin, dass der GPS-Empfänger der größte Verbraucher ist. Bei aktivierter Herzfrequenzmessung – die Werte werden nur angezeigt und nicht aufgezeichnet – scheint die SF-810 eine gefühlte Ewigkeit zu laufen, die spezifizierten 40 Stunden dürften also durchaus realistisch sein.

Um die Kombination GPS & Herzfrequenzmessung zu prüfen, wurde die SF-810 kontinuierlich bis zum Energie-Finale getragen. Dabei sind 21:15 hh:mm herausgekommen; auch wenn die Testbedingungen nicht ganz praxisrelevant waren, fällt das Ergebnis sehr überzeugend aus.

Nicht zu vergessen: Die SF-810 läßt sich ausschalten und bietet einen automatischen Ruhemodus, der den Stromverbrauch bei Nichtbenutzung reduziert.

Epson Runsense SF-810: GPS-Empfang

Bei Laufuhren ist ein GPS-Empfänger mit einer flotten Positionsbestimmung ein Must-have. Die Runsense SF-810 kann in dieser Hinsicht nur unter bestimmten Voraussetzungen überzeugen. Bis zum ersten Fix dauert es schon einmal eine Minute, in einer empfangsmäßig schwierigen Situation hat sich die 810 nach mehreren Versuchen sogar aufgehängt und musste durch einen Kaltstart zum Leben erweckt werden.

Wird dagegen der A-GPS-Turbo aktiviert (A-GPS: Assisted GPS), steht die SF-810 vergleichbaren Uhren kaum nach. Sprich: Via Smartphone werden zwei Stunden gültige GPS-Daten auf die Uhr geschrieben. Die kurze Lebensdauer von nur zwei Stunden verwundert, Mitbewerber bieten hier mehr. Außerdem dauert der Vorgang vom Verbinden mit dem Smartphone bis zum finalen Download insgesamt zu lange, dies sollte man also schon einige Zeit vor dem Training durchführen.

Die Aufzeichnungen machen hinsichtlich ihrer Genauigkeit einen sehr guten Eindruck, positiv fällt auch auf, dass Abbiegungen nicht abgeschnitten bzw. abgekürzt werden. Allerdings entsteht hier und da der Eindruck, dass die Aufzeichnungen ein paar Meter verschoben sein können – die Strecken aber exakt abbilden.

Die folgende Abbildung zeigt eine Aufzeichnung unter guten Empfangsbedingungen im Vergleich zur (alten) Garmin fenix und einer Fitbit Surge:

Streckenaufzeichnung: Runsense, fenix, Surge

Streckenaufzeichnung: Runsense (grün), fenix (hellblau), Fitbit (rot)

Das Aufzeichnungsintervall lässt sich nicht einstellen. Laut Trainingsdaten speichert die SF-810 die Werte nach einem automatischen Algorithmus alle x-Sekunden.

Im energiesparenden Indoormodus wird auf GPS verzichtet. Eine Aufzeichnung der Herzfrequenz findet weiterhin statt, die Daten enthalten aber keine Positionsangaben, die Entfernungs- und Geschwindigkeitsangaben basieren auf den per Schrittlängensensor ermittelten Daten (Schrittlänge, Schrittzahl pro Minute). Die Entfernungsangaben sind sogar recht genau, eine kleine Teststrecke kommt auf 2,15 km, per GPS mit einer Fitbit Surge ermittelt sind es 2,26 km. Der Schrittlängensensor kommt auch bei GPS-Verlust, z.B. in Unterführungen, zum Einsatz.

Epson Runsense SF-810: Optischer Herzfrequenz-Sensor

Die Runsense SF-810 verfügt analog zu den TomTom Cardio GPS-Sportuhren und der Fitbit Surge GPS-Smartwatch über einen integrierten Herzfrequenz-Sensor. Derartige Sensoren sorgen für das gewisse Extra an Komfort, da auf ein Herzfrequenzgurt verzichtet werden kann.

Epson Runsense SF-810: optischer Sensor

Epson Runsense SF-810: optischer Sensor zur Herzfrequenzmessung

Nach dem Anlegen der Uhr und Starten der Messung dauert es bis zum Anzeigen der Herzfrequenz ca. 10 bis 50 Sekunden. Ganz wichtig ist, das Armband etwas straffer anzuziehen. Ansonsten können die Pulswerte falsch ausfallen! Auch scheint es so zu sein, dass bei niedrigen Temperaturen und nicht aufgewärmtem Unterarm die Initialisierung der HF-Messung länger dauert (Messwert von 50 Sekunden).

Im Test wurde die Pulsmessung bei unterschiedlichen Aktivitäten ausprobiert. Um die Genauigkeit und mögliche Abweichungen zu prüfen, wurden weitere GPS-Sportuhren zum Vergleich herangezogen.

Das erste Beispiel zeigt eine sportliche Aktivität im Vergleich zu einem Garmin Forerunner 210 mit Herzfrequenzgurt. Aufgrund unterschiedlich skalierter y-Achsen lassen sich die Diagrammen nur schwer vergleichen, in der Summe stimmen sie aber gut überein. In den ersten 17 Minuten weichen die Daten aber deutlich voneinander ab. Grund: Die Runsense 810 wurde zu locker getragen; erst nach einem Festziehen des Armbandes ergeben sich vernünftige Herzfrequenzdaten.

Epsone Runsense SF-810: Herzfrequenz während Aktivität

Epsone Runsense SF-810: Herzfrequenz während Aktivität

Garmin fenix: Herzfrequenz während Aktivität

Garmin fenix: Herzfrequenz während Aktivität

Bei der nächsten Aktivität – hier wurde die Zielvorgabe 5 km ausprobiert – ergeben sich ebenfalls gut vergleichbare Diagramme. Die durchschnittliche Herzfrequenz beträgt (Epson/Garmin): 116/115 Schläge/min.

Epson Runsense 810 Aktivität

Epson Runsense 810 Aktivität

Forerunner 210 Aktivität

Forerunner 210 Aktivität

Nächstes Beispiel, die gleiche Strecke wie zuvor, nur mit dem Ziel, in einer bestimmten Herzfrequenzzone zu bleiben. Neben der SF-810 waren eine Garmin fenix (mit Pulsgurt) und eine Fitbit Surge (mit integriertem HF-Sensor analog zur Epson) die weiteren Testkandidaten. Die Epson und die Garmin stimmen gut überein, die Fitbit fällt aus dem Rahmen. Als durchschnittliche Herzfrequenz wird angegeben (Epson/Garmin/Fitbit): 112/111/100 Schläge/min.

Epson Runsense SF-810, HF-Zone

Epson Runsense SF-810

Garmin fenix, HF-Zone

Garmin fenix

Fitbit Surge, HF-Zone

Fitbit Surge

Epson Runsense SF-810: Konfiguration

Grundlegende Einstellungen werden beim ersten Starten der SF-810 durchgeführt: Sprache, Maßeinheit, Körpergröße, Gewicht, Geburtsdatum, Geschlecht, Datum und Datumsformat.

Auf der Uhr selber lassen sich folgende Einstellungen vornehmen: Körpergröße, Gewicht, Geburtsdatum, Geschlecht, HF-Zonen, HF-Einstellung, Sprache, Maßeinheiten, Uhr (12/24-Std.), Sommerzeit, Zeitanpassung, Zeitzone, Datumsformat, Anzeige invertieren, Kontrast, Ruhezustand, Auto-Licht, Alarm, Tastentöne, Initialisieren, Softwareversion.

Weitere Einstellungen werden am besten über die Run Connect App vorgenommen. Das Konfigurieren per App ist ein cooles Feature, das selbst Garmin derzeit nicht anbietet. Besonders hervorzuheben sind die unterschiedlichen Profile und das Konfigurieren der einzelnen Seiten. So lassen sich per App einzelne Profile mit unterschiedlichen Datenseiten anlegen und auf die Uhr kopieren, z.B. ein Profil für Marathon und ein Profil für Läufe im Stadion (auf der Uhr ist aber immer nur ein Profil aktiv). Alternativ lassen sich die Datenseiten on-the-fly direkt im Setup-Menü der Uhr anpassen, allerdings bei weitem nicht so komfortabel!

Während der Workouts stehen vier Seiten plus einer Rundenanzeige zur Auswahl. Jede Seite kann ein bis drei Datenfelder bzw. Tempo- oder Puls-Grafiken enthalten (Rundenanzeige nur ein oder zwei Datenfelder); die Konfiguration erfolgt wie zuvor beschrieben.

Epson Runsense Anzeige einstellen

Epson Run Connect App: Die Anzeige komfortabel per App einstellen; unten: Vorschau auf die Datenseite.

Epson Runsense Anzeigetyp pro Seite

Epson Run Connect App: Anzeigetyp pro Seite einstellen, über die Regler rechts wird der jeweilie Datentyp ausgewählt.

Für die Anzeige von Messwerten stehen insgesamt 34 verschiedene Datentypen zur Auswahl (Software-Version 1.20). Die Bezeichnungen sind nicht immer glücklich gewählt, ein Beispiel: Zum Anzeigen der aktuellen Trainingszeit muss "Zwischenzeit" und nicht "Zeit" gewählt werden. Die Bedeutungen werden aber im Handbuch auf Seite 108 erläutert:

  • Entfernung
  • Rundenstrecke
  • Tempo
  • Duchschnittstempo
  • Rundentempo
  • Geschwindigkeit
  • Durchschnittsgeschwindigkeit
  • Rundengeschwindigkeit
  • Rundenzeit
  • Zeit
  • Verbrannte Kalorien
  • Höhe
  • Führungszeit
  • Führungsstrecke
  • Schrittlänge
  • Durchschnittliche Schrittlänge
  • Rundenschrittlänge
  • Abstand
  • Durchschnittlicher Abstand
  • Rundenabstand
  • Puls
  • Durchschnittlicher Puls
  • Maximalpuls
  • Runden-Puls
  • Schritte
  • Rundenschritte
  • Puls-Bereichszeit
  • Zeit bis Pulsbereich
  • Gesamtanstieg
  • Gesamtgefälle
  • Grad
  • Geschätzte Zeit
  • Geschätzte Entfernung

Epson Runsense SF-810: Funktionen

Die als reine Laufsport-Uhr konzipierte SF-810 bietet viele grundlegende Funktionen. Dazu gehören auch Entfernungs-, Tempo- und Herzfrequenzalarme, auf die mit gut hör- und spürbaren Alarmtönen bzw. Vibrationen hingewiesen wird.

Mit der Zielfunktion wird eine Zeit oder Entfernung vorgegeben. Beim Erreichen von 50% bzw. 90% der Vorgabe sowie bei Zielankunft weist die SF-810 darauf hin. Die Zielvorgabe läßt sich vor dem Starten der Aktivität im Menü der Uhr einstellen. Außerdem kann zwischen drei Aktivitätstypen – Rennen, Gehen, Radfahren – gewählt werden; die Trainings werden im Runsense View Portal entsprechend gekennzeichnet (Rennen heißt dort allerdings Laufen).

Eine weitere Funktion sind Intervalltrainings, die über das Menü der SF-810, mit Hilfe der Run Connect Desktop App oder der Epson Run Connect App erstellt werden können. Für die einzelenen Abschnitte lassen sich Vorgaben nach Zeit-/Entfernung-/HF-Zone machen und die Anzahl an Wiederholungen einstellen.

Desweiteren gibt es noch eine Rundenfunktion. Neue Runden werden automatisch nach Zeit oder Entfernungsvorgabe eingeläutet, alternativ manuell per Tastendruck. Weiterhin ist es möglich, einen Alarm auszulösen, wenn beim Laufen ein festgelegtes Zieltempo unterschritten wird.

Bei Bedarf läßt sich die Funktion Autopause aktivieren. Navigationsfunktionen wie z.B. ein "Zurück zum Start" gibt es hingegen nicht.

Epson Runsense SF-810: Software, Apps, Runsense-Portal

Die Epson Runsense Softwarewelt besteht aus folgenden Komponenten:

  • Epson Run Connect Desktop App (nur für Windows Vista/7/8)
  • Epson Run Connect App (Android 4.3 oder höher mit Bluetooth Smart; ab iPhone 4s mit iOS 6 oder höher)
  • Epson Runsense View (browserbasierendes Online-Portal)

Run Connect Desktop App

Die etwas lieblos wirkende Desktop App dient primär zum Hochladen von neuen Aktivitäten zum Online-Portal, es lassen sich aber z.B. auch Intervalltrainings definieren und auf die Uhr übertragen. Beim Hochladen von Daten besteht die Möglichkeit, einzelne Aktivitäten auszuwählen.

Epson Run Connect

Epson Run Connect Desktop-App, Datenaustausch mit dem Online-Portal Epson Runsense View

Epson Run Connect App

Epson Run Connect App

Epson Run Connect App, Hauptmenü

Die Run Connect App bietet folgende Funktionen:

  • Trainings von der Uhr abrufen, einzelne Trainings zu Runsense View hochladen.
  • Zugriff auf den Runsense View Dashboard mit Informationen zu den Trainings.
  • A-GPS Daten auf der SF-810 aktualisieren.
  • Uhreinstellungen vornehmen.
  • Daten zum Körperzustand (Gewicht/Körperfett) aus Runsense View anzeigen.
  • Kopplung per Bluetooth durchführen
  • Runsense Konto verwalten.

Nach dem initialen Bluetooth-Pairing muss für jede erneute Verbindung zwischen der SF-810 und dem Smartphone auf der Uhr die Funktion "Smartphone > Verbinden" aufgerufen werden, in der App muss die Kommunikation jedesmal mit einem "ok" bestätigt werden. Dieese Vorgehensweise ist nicht gerade komfortabel. Beim Aufbauen der Verbindung gab es während der gesamten Testphase keinerlei Probleme.

Die App ist sehr übersichtlich gehalten, mit den einzelnen Funktionen ist man schnell vertraut. Besonders wichtig sind das Herunterladen von A-GPS Daten, das Konfigurieren der Runsense 810 und der Upload der Aktivitäten in das Runsense View Portal. Insgesamt wünscht man sich aber, dass die Kommunikation mit der Uhr flotter vorangehen würde.

Epson Runsense View

Das Webportal von Epson ruft dagegen keinerlei Begeisterung hervor. Die Darstellungs- und Filtermöglichkeiten sind sehr eingeschränkt, optisch wirkt es nicht sehr ansprechend, die Grafiken lassen sich nicht richtig skalieren und es erscheint nicht sehr übersichtlich.

Größter Kritikpunkt ist allerdings der eingeschränkte Datenexport. Die Aktivitäten lassen sich lediglich als csv-Dateien bzw. im gpx-Format exportieren; bei den gpx-Dateien fehlen die Herzfrequenzdaten, sodass nur eine eingeschränkte Weiterverwendung möglich ist. In dieser Hinsicht ist TomTom ein klasse Vorbild, die "MySports Connect" Desktop App – das TomTom Pendant zur Epson Run Connect Desktop App – bietet vielfältige Exportmöglichkeiten im kml/csv/gpx/tcx/fit-Format bzw. für die Webseiten MapMyFitness, Runkeeper, Strava und TrainingPeaks.

Epson Runsense SF-810: Fazit

Die Epson SF-810 bietet einige starke Features, allen voran die excellente Akkulaufzeit, die Konfiguration per App und natürlich die akkurate und komfortable Herzfrequenzmessung mittels des optischen Sensors.

Der Funktionsumfang ist auf Laufsportler zugeschnitten. In dieser Hinsicht bietet die SF-810 alle wesentlichen Funktionen und läßt sich am besten mit der TomTom Runner Cardio vergleichen, die auch preislich in der gleichen Kategorie liegt und ebenfalls über einen integrierten HF-Sensor verfügt. Die Epson kommt auf ca. 299.- Euro, die TomTom auf ca. 260.- Euro (Straßenpreise). Die TomTom sticht durch eine einfachere Bedienung und die vielfältigen Exportmöglichkeiten für Trainingsdaten, die Epson vor allem durch die lange Akkulaufzeit hervor.

Die Epson SF-810 empfiehlt sich vor allem für Laufsportler, denen die genannten Vorteile wichtig sind und darauf setzen, dass Epson seine Software überarbeitet – insbesondere den Export der Trainingsdaten.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Runsense-Reihe kann man gespannt sein. Dies betrifft vor allem die Integration von derzeit schwer angesagten Features: Aktivitätstracking und Smartwatch-Funktionalität. Fitness-Tracker Technologie hat Epson mit dem Pulsense Aktivitäts- und Herzfrequenztracker bereits im Hause, der Integration von Smartwatch-Funktionen sollte nichts im Wege stehen, schließlich verfügt die SF-810 bereits über Bluetooth.

Empfohlener Online-Shop:

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Epson Runsense SF-810: Pro und Contra

Pro

  • Größe & Gewicht
  • Komfortable und genaue Herzfrequenzmessung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Exakter Schrittlängensensor
  • Konfiguration per Smartphone-App
  • Vier konfigurierbare Datenseiten
  • Grundlegende Funktionen für Läufer

Contra

  • Online-Portal mit Schwächen
  • Ungenügende Exportmöglichkeiten für Trainingsdaten
  • Desktop App nur für Windows
  • Gewöhnungsbedürftige Bedienung
  • Ohne A-GPS teils zähe Positionsbestimmung
Epson Runsense SF-810 Test – GPS-Sportuhr für Läufer was last modified: Februar 23rd, 2016 by Joachim Bardua

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