Auf der Suche nach einem Navi mit einem großen Display und im Tablet-Style? Dann gehört das neue Falk NEO 620 LMU aus dem Hause United Navigation in die engere Auswahl. Das Falk NEO 620 LMU bietet ein 6-Zoll Display und ist vom Design an moderne Tablets angelehnt.

Navigation-Professionell.de hat sich das trendige Falk NEO 620 näher angeschaut und ausführlich getestet!

Falk Neo 620 LMU (Bild: United Navigation/Falk)

Falk Neo 620 LMU (Bild: United Navigation/Falk)

Falk NEO 620 LMU Test: Gehäuse, Halterung, Technik

Das schwarze Gehäuse des Falk NEO 620 LMU ist gerade einmal 1,2 cm tief, die weiteren Abmessungen betragen 13,4 x 9 cm. Im Auto sieht es richtig schick aus, einzigster optischer Störfaktor ist das an der linken Seite hervorstehende Ladekabel. Auf der linken Gehäuseseite hat Falk neben der Micro-USB-Buchse noch einen Reset-Schalter, einen Speicherkartenslot und eine Ladekontrollleuchte platziert. Das Einsetzen des Navis in die bombenfest an der Frontscheibe sitzende Fahrzeughalterung gelingt spielend, die Halterung wirkt allerdings nicht sehr hochwertig.

Der leistungsstarke 800 Mhz Prozessor des Falk NEO 620 LMU äußert sich nicht nur durch ein rasantes Berechnen von Routen, er ermöglicht auch eine schnelle und flüssige Bedienung, Wartezeiten kennt das Falk NEO praktisch nicht. Das Falk-Navi zeigt dafür andere technische Schwächen. Im Vergleich zu dem kürzlich getesteten Becker Ready 70 LMU schwächelt es bei der anfänglichen Positionsbestimmung. Es braucht etwas länger bis die Position gefunden ist und in dieser Phase kommt es schon einmal zu einem Systemabsturz.

Falk NEO 620 LMU Test: Bedienung, Navigation

Die Bedienung des 620 LMU ist selbsterklärend. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich aufgebaut, extra große Buttons erleichtern das Aufrufen von Funktionen. Allerdings bereit die Touchscreen-Bedienung hin und wieder Probleme: Tippt man beim Eingeben von Adressen ein bestimmten Buchstaben an, dann taucht in der Adresszeile einen anderer auf – nur ein Tippen mit "spitzem Finger" verhindert dies.

Zur Zieleingabe stehen alle wichtigen Optionen zur Verfügung, inklusive dem Eingeben von Koordinaten, einer direkten Auswahl über die Karte und mehreren Möglichkeiten zum Suchen von Sonderzielen (in der Nähe, in Zielnähe, auf Route, nahe Adresse, direktes Eingeben).

Beim Navigieren zeigt sich eine Verwandtschaft zum Becker Ready 70 LMU: United Navigation setzt bei beiden Geräten Navigationssoftware der ungarischen Firma NNG ein. Die Verwandtschaft zeigt sich bei Sprachansagen, Kartenbild und Funktionen.

Für die Sprachanweisungen stehen beim NEO 620 vier deutsche Stimmen, inklusive einer weiblichen und einer männlichen Text-To-Speech Stimme, zur Auswahl. Die Ansagen sind sehr präzise, kritisieren könnte man allenfalls, dass die letzte Ansage vor einer Abbiegung manchmal einen Tick zu früh kommt und das auf langen Geradeausstrecken hier und da ein zusätzlicher Hinweis sinnvoll wäre. Allerdings genügt in der Regel ein kurzer Blick auf das Display, um die Situation zu überschauen. Dafür sorgt ein überzeugender Navigationsbildschirm. Als deutlicher Nachteil erweist sich aber, dass nur zwei Infofelder zum Anzeigen von Daten wie die Entfernung zum Ziel oder die aktuelle Geschwindigkeit zur Verfügung stehen.

Die Routen werden auf der Basis von historischen Verkehrsdaten berechnet. Die berechnete Ankunftszeit ist deshalb in der Regel sehr genau, die Routenführung kann in der Praxis überzeugen. Wer eine andere Strecke fahren möchte kann sich bis zu drei Alternativrouten ausrechnen lassen. Das Navigieren wird durch zahlreiche praktische Funktionen erleichtert. Dazu gehören Routen mit mehreren Zwischenzielen, das einfache Hinzufügen eines Zwischenziels, das Sperren von Streckenabschnitten oder die hilfreiche "Wo bin ich?" Funktion.

Das Falk NEO 620 LMU läßt sich auf vielfältige Weise konfigurieren. Als besonders hilfreich erweisen sich die unterschiedlichen Warnhinweise für Umweltzonen, Blitzer und Tempolimits. So ist es möglich, sich innerorts bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h, außerorts bei einer Überschreitung von 20 km/h warnen zu lassen.

Falk NEO 620 LMU Test: Kartenmaterial, Verkehrsmeldungen, Blitzer

Auf dem Falk NEO 620 LMU ist Kartenmaterial von 20 Länder Europas vorinstalliert (Quelle: Falk): Andorra, Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Österreich, Polen, San Marino, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Vatikanstaat.

Dazu bietet das Falk NEO 620 LMU lebenslange, kostenlose Kartenupdates. Ganz wichtig ist es, das Abo innerhalb von 30 Tagen nach Inbetriebnahme des Navis mit Hilfe des Falk Content Managers zu aktivieren. Linux- und Mac-Freunde stoßen dabei auf eine Hürde, da es den Content Manager nur für Windows-PCs gibt (XP, Win 7, Win 8)! Der Content Manager stammt wie die Navigationssoftware von NNG, auf dem PC ist die Software als "Naviextras Toolbox" zu finden.

Verkehrsmeldungen empfängt das Falk NEO 620 über einen sogenannten HQ TMC Verkehrsfunkempfänger, der in der Praxis für eine schnelle und zuverlässige Bereitstellung der Nachrichten sorgt. Falk gibt folgende Abdeckung an: "TMC ist verfügbar in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Spanien, Schweiz und Tschechien; Premium-TMC ist verfügbar in Finnland, Norwegen, Polen, Schweden, Slowenien und Ungarn".

Wer sich vor Blitzern warnen lassen möchte, muss zusätzlich 29,95 Euro hinlegen. Der Dienst läßt sich als Download-Artikel im Falk Online-Shop kaufen. Dafür gibt es monatliche Updates, die Laufzeit beträgt allerdings nur ein Jahr.

Falk NEO 620 LMU Test: Fazit

Überzeugende Routen, starke Navigationsleistungen und ein flottes System lauten die wesentlichen Stärken des Falk NEO 620 LMU. Dazu kommt eine einfache Bedienung und Konfiguration, sodass das Falk NEO in der Summe seiner Eigenschaften als besonders anfängerfreundlich charakterisiert werden kann.

In der Praxis zeigen sich aber auch ein paar Schwächen. Größter Kritikpunkt ist die Anzahl an Datenfeldern auf der Kartenseite. Es stehen nur zwei frei konfigurierbare Felder für so wichtige Informationen wie die Ankunftszeit, die Entfernung zum Ziel oder die Geschwindigkeit zur Verfügung.

Falk Neo 620 LMU Test, Note sehr gut

Falk NEO 620 LMU: Pro und Contra

Pro

  • Kostenlose Kartenupdates inbegriffen
  • Großes 6-Zoll Display
  • Ladekontrollleuchte
  • Flotte Routenberechnung
  • Schnelles System
  • Selbsterklärende Bedienung
  • Sehr gute optische und akkustische Navigation
  • Funktionsumfang

Contra

  • Falk Content Manager nur für Windows
  • Teurer Blitzer-Dienst
  • Spiegelndes Display
  • Sensibilität des Touchscreens
  • Nur zwei Datenfelder auf der Kartenseite
  • Initiale Positionsbestimmung mit Schwächen
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Falk NEO 620 LMU Test: Bewertung

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System60%gut
Navigation75%sehr gut
Bedienung73%sehr gut
Ausstattung40%befriedigend
Zubehör40%befriedigend
Bewertung62%sehr gut
Gesamtnote: System/Navigation/Bedienung zu 25%, Ausstattung zu 15%, Zubehör zu 10% gewichtet
Kriterien: System (GPS-Empfang/Systemstabilität/Dauer Routenberechnung), Navigation (Routenqualität/Visuelle- & akkustische Zielführung/Verkehrsinfos), Bedienung (Montage/Anleitung/Benutzerführung), Ausstattung/Zubehör (Anzahl an Funktionen bzw. mitgeliefertes Zubehör)

Getestete Version: 9.15.3.341446
Karten: Stand Q2/2013

Falk NEO 620 LMU Test was last modified: Juli 18th, 2017 by Joachim Bardua

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