5 Gründe für den Garmin Forerunner 225

  • Komfortable, integrierte Herzfrequenzmessung
  • Optionaler externer HF-Sensor
  • Übersichtliche und farbige Darstellung des aktuellen Herzfrequenzbereichs
  • HF-Alarme per Vibration / Sound / Optisch
  • Zugleich Fitness-Armband

Adidas, Apple, Epson, Fitbit, TomTom … und andere Mitbewerber haben es! Was? Sportuhren und Smartwatches mit integrierten Herzfrequenzsensoren. So war es nur eine Frage der Zeit bis Garmin nachzieht und ein entsprechendes Wearable anbietet. Herausgekommen ist der Forerunner 225, eine GPS-Sportuhr für Läufer.

Garmin Forerunner 225, Anzeige der Herzfrequenzbereiche

Garmin Forerunner 225, Anzeige der Herzfrequenzbereiche (grünes Licht: Herzfrequenzsensor)

Garmin Forerunner 225 Test: Gehäuse, Bedienung, Einrichtung

Der Forerunner 225 bringt 54 g auf die Waage. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft, vergleichbare Sportuhren mit integriertem Herzfrequenzsensor liegen in einer ähnlichen Größenordnung, z.B. die Epson Runsense SF-810 mit 52 g oder die TomTom Runner Cardio mit 63 g. Das schwarz-rote Gehäuse sieht sportiv, aber nicht zu technisch aus. Eine gute Voraussetzung, den Forerunner 225 auch im Alltag als Fitness-Armband einzusetzen. Das leicht elastische Armband trägt sich angenehm, zahlreiche Öffnungen machen es hitzetauglich.

Die Bedienung erfolgt über fünf Tasten, deren Belegung und Zusammenspiel etwas Gewöhnung bedürfen. Das gesamte Menü ist sehr übersichtlich, es gliedert sich wie folgt:

  • Training: Meine Trainings / Intervalle / Trainingskalender
  • Protokoll: Aktivitäten / Schritte / Gesamt / Optionen
  • Rekorde: z.B. längste Strecke
  • Einstellungen:
    1. Aktivitätseinstellungen: Trainingsseiten / Alarme / Auto Lap / Auto Pause / Auto Seitenwechsel / Zeitlimit
    2. Herzfrequenzsensor: Automatisch / Aus
    3. Sensoren: externer HF-Sensor / Laufsensor
    4. Bluetooth: Mobilgerät koppeln
    5. Benutzerprofil: Geschlecht / Geburtsjahr / Größe / Gewicht / Herzfrequenzbereiche
    6. Alarm: An / Aus / Zeit
    7. Aktivitätsanzeige: An / Aus / Ziel / Inaktivitätsalarm
    8. System: Sprache / Uhr / Beleuchtung / Töne / Einheiten / Designfarbe / GPS / Format / Werkseinstellungen / Software-Update / Info

Die Einstellungen sind schnell vorgenommen, besonders wichtig und eine sehr individuelle Angelegenheit sind die Trainingsseiten. Für die Darstellung von Trainingsdaten stehen zwei konfigurierbare Seiten – eine davon ist nicht deaktivierbar – zur Verfügung. Jede Seite kann bis zu drei Datenfelder enthalten, zur Auswahl stehen: Durchschn. Herzfrequenz / Durchschnittspace / Schrittfrequenz / Kalorien / Distanz / Höhe / Herzfrequenz / Herzfrequenzbereich / Rundendistanz / Pace (Runde) / Rundenzeit / Pace / Geschwindigkeit / Timer. Vier statt nur drei Felder pro Seite könnte durchaus sinnvoll sein, auch dürfte mancher Läufer Datenfelder wie den Pace oder die Zeit der letzten Runde vermissen.

Garmin Forerunner 225: Farbiger Herzfrequenz-Dashboard

Garmin Forerunner 225: Farbiger Herzfrequenz-Dashboard

In Ergänzung zu den Trainingsseiten lassen sich noch eine Uhrenseite (Uhrzeit, Datum, Akkusymbol), eine Herzfrequenzseite (aktuelle Herzfrequenz und aktueller Herzfrequenzbereich in Ziffern) und die HF-Bereichsanzeige mit einer farbigen Darstellung der HF-Bereiche, Beschreibung des aktuellen Bereichs (Einlaufen / Leicht / Moderat / Intensiv / Maximum), Hervorhebung des aktuellen Bereichs und Anzeige der aktuellen Herzfrequenz aktivieren (Abbildung rechts).

Das Starten einer Aktivität ist denkbar einfach: Zweimal die rote Taste drücken, warten bis der GPS-Status und das HF-Symbol grün sind, die rote Taste drücken und los geht es! Beim Beenden der Aktivität wieder die rote Taste drücken, aus der Liste speichern (oder weiter / verwerfen) wählen und abschließend wieder die rote Taste drücken. Nach dem folgenden Speichervorgang wird eine Zusammenfassung der Aktivität präsentiert.

Garmin Forerunner 225 Test: Herzfrequenzmessung

Zum Messen der Herzfrequenz setzt Garmin auf einen von Mio und Philips entwickelten optischen Herzfrequenzsensor, der über den Blutvolumenfluss die Herzfrquenz bestimmt. Ein faszinierendes Stück High-Tech aus LEDs, elektro-optischer Zelle, Beschleunigungsmesser und komplexen Algorithmen.

Die Herzfrequenzmessung ist nur dann dauerhaft aktiv, wenn eine Aktivität gestartet wird. Im Uhrenmodus lässt sich die Herzfrequenz durch Drücken einer der beiden Hoch-/Runter-Tasten für ca. 30 Sekunden anzeigen, anschließend schaltet sich der Sensor automatisch aus.

Die optische Herzfrequenzmessung hat ihre Tücken. Eine ungenügende Durchblutung bei niedrigen Temperaturen, auf die Sensoreinheit fallendes Fremdlicht, Hautverfärbungen (“Apple Watch Tattoo Gate“) und die Trageposition können die Pulsmessungen beeinflussen. Bei kühlen Verhältnissen hilft Aufwärmen, bei Minusgraden macht das Tragen eines Pulsgurtes Sinn. Vor Fremdlicht schützt die um den Sensor angebrachte Lichtdichtung und ein straff sitzendes Armband. Bei der Trageposition gilt: Im Zweifelsfall den Forerunner etwas oberhalb der normalen Uhrentrageposition befestigen bzw. mal diverse Positionen auszuprobieren (Abbildung unten).

Außerdem ist zu beachten: Im Vergleich zu externen Herzfrequenzsensoren dauert es methodisch bedingt einen Tick länger, bis die Herzfrequenz angezeigt wird.

Forerunner 225: Rückseite mit Sensoreinheit und entfernter Lichtdichtung

Forerunner 225: Rückseite mit Sensoreinheit und entfernter Lichtdichtung

Forerunner 225 Trageposition

Falls es Probleme mit der Herzfrequenz gibt, mal eine andere Trageposition ausprobieren: etwas höher als gewohnt (hellere Haut, normaler Sitz einer Sportuhr)

Wie genau sind die Herzfrequenzmessungen beim Garmin Forerunner 225?

Vorab sei noch angemerkt, dass nicht nur Garmin, sondern auch TomTom auf Mio-Technologie setzt. Unser Test des TomTom Runner Cardio hat bereits gezeigt, dass der Sensor exakte Ergebnisse liefern kann.

Im Rahmen des Tests wird der Garmin Forerunner 225 auf unterschiedlichen Strecken und unter variierenden Bedingungen mit GPS-Sportuhren, die über externe HF-Sensoren verfügen, verglichen.

Diagramme zum Vergrößern anklicken!

Strecke 1a, erste Runde

Bedingungen: ca. 18 °C, Dauerregen, hohe Luftfeuchtigkeit, Trageposition direkt oberhalb der Handwurzelknochen.
Strecke/Ziel: Knackige Steigung vom Start weg, erste Hälfte “Vollgas geben”, zweite Hälfte “gemütliches Auslaufen”

Strecke 1, Runde 1: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenz-Diagramme

Strecke 1, Runde 1: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenz-Diagramme

Strecke 1b, zweite Runde

Bedingungen: ca. 20 °C, teils Regen, hohe Luftfeuchtigkeit, Trageposition wie zuvor.
Strecke/Ziel: Knackige Steigung vom Start weg, erste Hälfte “Vollgas geben”, zweite Hälfte “gemütliches Auslaufen”

Strecke 1, Runde 2: Forerunner 225 (rot), epix (grün), Herzfrequenz-Diagramme

Strecke 1, Runde 2: Forerunner 225 (rot), epix (grün), Herzfrequenz-Diagramme

Strecke 2

Bedingungen: ca. 22 °C, trocken, sonnig, Trageposition etwas weiter oben am Arm (Abbildung unten).
Strecke/Ziel: Knackige Steigung vom Start weg, erste Hälfte “Vollgas geben”, zweite Hälfte “gemütliches Auslaufen”

Strecke 2: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenzdiagramme

Strecke 2: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenzdiagramme

Strecke 3, Runde 1

Bedingungen: ca. 22 °C, trocken, sonnig, Trageposition noch weiter oben.
Strecke/Ziel: Herzfrequenzbereich 105 – 122 Schläge, eher gemütlich, minimale Höhenunterschiede

Strecke 3, Runde 1: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenzdiagramme

Strecke 3, Runde 1: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenzdiagramme

Strecke 3, Runde 2

Bedingungen: ca. 22 °C, trocken, sonnig, Trageposition direkt über den Handwurzelknochen.
Strecke/Ziel: Herzfrequenzbereich 105 – 122 Schläge, eher gemütlich, minimale Höhenunterschiede

Strecke 3, Runde 2: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenzdiagramme

Strecke 3, Runde 2: Forerunner 225 (rot), Polar M400 (grün), Herzfrequenzdiagramme

Was zeigen die Diagramme?

Strecken 1 & 2: In Bereichen mit einer HF-Frequenz über 120 bpm stimmen die Diagramme sehr gut überein. Bei einer HF unter 110 bpm kommt es beim Forerunner 225 zeitweise zu deutlichen und ungewöhnlichen Einbrüchen, die Herzfrequenz geht auf bis zu 80 bpm herunter, was im Vergleich zur epix oder M400 einem Unterschied von bis zu 30 bpm entspricht.

Strecke 3: Auch hier zeigen sich beim Forerunner abschnittsweise deutliche Abweichungen nach unten (häufiger als nach oben).

Hinweis: Stellenweise zeigt sich ein kleiner Versatz zwischen den überlagerten Diagrammen. Dies ist darin begründet, dass die Geräte unterschiedliche Streckenlängen aufzeichnen (x-Achse: Distanz, y-Achse: Herzfrequenz)

Wie lassen sich die Unterschiede interpretieren?

Zunächst ist festzuhalten, dass die Diagramme im Großen und Ganzen sehr gut übereinstimmen, Abweichungen von wenigen Schlägen werden als tolerabel angesehen. Auffällig sind jedoch die zeitweise auftretenden, v.a. deutlich nach unten weisenden Abweichungen beim Forerunner 225, die bei HF-basierenden Trainings stören (unnötige Warnungen beim Unterschreiten eines HF-Bereichs). Ob diese technisch bedingt sind oder eine andere Ursache haben, ist nur schwierig zu beurteilen. Aufgrund bisheriger Erfahrungen (Tests der Epson Runsense SF-810 und TomTom Runner Cardio) wird aber beim FR225 von einer noch nicht ganz ausgereiften Herzfrequenzmessung ausgegangen. Die Trageposition, unterschiedliche Wetterbedingungen sowie Schweiß im Bereich des Sensors scheinen keine nachteiligen Auswirkungen zu haben.

Das die beschriebenen Abweichungen nicht immer auftreten, zeigt die folgenden Diagramme (gleiche Strecke, unterschiedliche Runden/Tage):

Herzfrequenzmessung: Forerunner 225 (rot) im Vergleich zur fenix 3 (grün)

Herzfrequenzmessung: Forerunner 225 (rot) im Vergleich zur fenix 3 (grün)

Strecke 3b: Forerunner 225 (rot) im Vergleich zur fenix 3 (grün)

Strecke 3b: Forerunner 225 (rot) im Vergleich zur fenix 3 (grün)

NEU – Ein grundlegender Artikel zur optischen Herzfrequenzmessung: Genauigkeit, Grenzen, Herausforderungen!

Die folgende Tabelle enthält einige statistische Daten zu den oben aufgeführten Testsstrecken. Daraus geht hervor, dass die mit unterschiedlichen Sportuhren gemessenen durchschnittlichen bzw. maximalen Herzfrequenzwerte praktisch nicht voneinander abweichen.

Die mit dem Forerunner 225 und der Polar M400 pro Runde gemessenen Streckenlängen stimmen sehr gut überein; die Übereinstimmungen von Runde zu Runde sind ebenfalls excellent. Dies spricht für präzise GPS-Messungen bzw. Aufzeichnungsmethoden und ist insbesondere für Läufe über mehreren Runden interessant (Ausnahme: Garmin epix, dies spiegelt die Ergebnisse unseres aktuellen Tests wider).

RundeGerätStreckenlängeMax. HerzfrequenzØ Herzfrequenz
1a*Garmin Forerunner 2254,95166133
1a*Polar M4004,96167134
1b*Garmin Forerunner 2254,96170140
1b*Garmin epix4,84171140
2Garmin Forerunner 22511,49175132
2Garmin epix11,25
2Polar M40011,49175133
3a**Garmin Forerunner 2255,85126109
3a**Garmin epix5,66
3a**Polar M4005,87125110
3b**Garmin Forerunner 2255,86126107
3b**Garmin epix5,73
3b**Polar M4005,88126108
3c**Garmin Forerunner 2255,84147108
3c**Garmin fenix 35,81146107

* / **: identische Strecken, je zwei Runden

Garmin Forerunner 225 Test: Technisches

Garmin gibt als Betriebsdauer

  • bis zu 6 Wochen im Uhrmodus,
  • bis zu 4 Wochen im Uhrmodus mit Aktivitätsanzeige,
  • 7 bis 10 Stunden im Trainingsmodus mit Herzfrequenzmessung am Handgelenk an.

Im Test sind wir im Trainingsmodus bei deaktiviertem Bluetooth auf sehr gute 09:15 hh:mm gekommen.

Die Wasserdichtigkeit wird von Garmin mit 5 ATM (= 50 m Wassertiefe) angegeben. Im Rahmen der Tests wird der Forerunner auch beim Duschen und Schwimmen nicht abgenommen, diese Prozeduren übersteht er ohne jegliche Anzeichen von Feuchtigkeitseinbrüchen.

An Schnittstellen bietet der Forerunner 225:

  • USB zum Aufladen und Datenaustausch (über die mitgelieferte Daten-/Ladeklemme)
  • Bluetooth SMART zum Verbinden mit einem Smartphone,
  • ANT+ zum Koppeln eines Herzfrequenzgurtes bzw. Laufsensors.

Interessant zu wissen: Falls die erwähnte Lichtdichtung ihrer Aufgabe nicht mehr erfüllt, kann sie selber ausgetauscht werden, Kostenpunkt: 5.- Euro. Gleiches gilt für das Armband, mit allem notwendigen Werkzeug kostet es 19,99 Euro (alles UVP).

Garmin Forerunner 225 Test: Trainings

Einfach Losrennen ist eine Möglichkeit mit dem Garmin Forerunner 225 zu trainieren. Die weitaus sinnvollere und effektivere Methode lautet: die Trainings planen und mit Hilfe des Forerunners ausführen.

Zum Planen von Trainings stehen diverse Optionen zur Verfügung. Auf dem Forerunner selber lassen sich Intervalltrainings auf der Basis von Distanz oder Zeit erstellen. Wesentlich komfortabler geht dies über die Weboberfläche von Garmin Connect. Ein einzelnes Training ist schnell zusammengeklickt und auf den Forerunner 225 übertragen. Richtig interessant sind komplexe, sich über mehrere Wochen oder Monate ziehende Trainings. Dazu stehen in Garmin Connect bereits fertige Trainingspläne – z.B. in 16 Wochen zum Halbmarathon – zur Auswahl, die sich so übernehmen lassen oder als Vorlage für einen eigenen Trainingsplan heranziehen lassen. Die Pläne werden in Garmin Connect in den persönlichen Trainingskalender übernommen, mit dem Forerunner synchronisiert und stehen dann in dem Menü “Trainingskalender” zum Abarbeiten bereit.

Zur Motivation dienen sogenannte “Bestzeiten”, die nach einem Training auf dem Forerunner angezeigt werden, z.B. für die längste Strecke oder die schnellsten 10 Kilometer. Im Menü “Rekorde” lassen sie sich jederzeit einsehen oder löschen.

Ein in Garmin Connect mit wenigen Klicks erstelltes Training

Ein in Garmin Connect mit wenigen Klicks erstelltes Training

Garmin Forerunner 225 Test: Fitness-Armband

Forerunner 225: Fitness-Armband

Forerunner 225: Die heute zurückglegten Schritte (5.678) und die Visualisierung der Zielerreichung (blauer Teilkreis)(Bild: Garmin)

Als 24/7-Fitness-Armband zeichnet der Garmin Forerunner 225 mit Hilfe des integrierten Beschleunigungsmessers die zurückgelegten Schritte, die zurückgelegte Distanz und die verbrauchten Kalorien auf. Diese Daten lassen sich auf der Uhrenseite durch Drücken der Up-/Down-Tasten nacheinander abrufen.

In Verbindung mit den zurückgelegten Schritten wird noch ein vollständiger oder nur partieller Kreis zur Visualisierung des Tagesziels eingeblendet. Je nach Zielerreichung – der Forerunner berechnet in Abhängigkeit von den bisherigen Aktivitäten automatisch ein Tagesziel – ist der Kreis komplett oder nicht. Alternativ kann das Tagesziel auch selbst vorgeben werden.

Wer ab und zu einen “Beweg Dich” Kick bekommen möchte, kann den Inaktivitätsalarm aktivieren. Nach einer Stunde körperlicher Inaktivität meldet sich der Forerunner visuell, akustisch und per Vibration. Durch ein paar Minuten Bewegung wird der Zähler zurückgesetzt und das Spiel beginnt aufs Neue.

Nachts zeichnet er sogar das Schlafverhalten auf. Die mit Hilfe des Beschleunigungsmessers gewonnen Daten werden in Garmin Connect (Webseite bzw. App) in Form von Diagrammen dargestellt. Pro Nacht werden Tiefschlafzeiten, Wachphasen, Zeiten mit leichtem Schlaf und Bewegungen im Schlaf ausgewiesen. Ein weiteres Diagramm zeigt die Schlafenszeiten währen der letzten sieben Tage / vier Wochen / sechs Monate / zwölf Monate an. Ob diese Daten Sinn machen sei dahingestellt, zumindest können sie bei unruhigem oder zu wenig Schlaf dazu anregen, über den eignen Lebenswandel nachzudenken!

Garmin Forerunner 225 Test: Alles Andere

Der heutige Tag in der Garmin Connect App

Der heutige Tag in der Garmin Connect App

Der heutige Tag in der Garmin Connect App[/caption]Neben der Garmin Connect Webseite, die bezüglich ihrer Analysemöglichkeiten (fast) jeden Statistiker zufriedenstellen dürfte, kommt der Garmin Connect App eine große Bedeutung zu. Ist der Forerunner 225 erst einmal mit dem Smartphone gekoppelt, dann lassen sich in der App allerlei statistische Daten einsehen, z.B. zum heutigen Tag (Abbildung rechts).

Besonders interessant ist die Live Tracking Funktion. Sie wird mit Hilfe der App gestartet und informiert Freunde oder Bekannte über den aktuellen Standort des Läufers: “Wann läuft er endlich im Ziel ein?

Ansonsten fallen in der Praxis noch ein paar Kleinigkeiten auf. Die Alarmfunktion weckt einen morgens pünktlich auf oder erinnert an einen wichtigen Termin. Es läßt sich aber nur ein Zeitpunkt einstellen, Wiederholungen sind nicht möglich. Viele Freizeitläufer sind inzwischen mit Ohrhörern unterwegs und motivieren oder entspannen sich durch das Hören von Musik. Schade, dass der Forerunner 225 keine Funktion zur Musiksteuerung bietet. Eine Bluetooth-Schnittstelle ist schließlich vorhanden, über die sich auch Smart-Benachrichtigungen verwirklichen lassen könnten. Ebenfalls interessant wäre eine Back-to-Start Funktion, über die sogar die preisgünstige Polar M400 verfügt.

Garmin Forerunner 225 Test: Fazit

Der Garmin Forerunner 225 macht Spaß – nicht nur wegen des Komfortgewinns durch Verzicht auf den manchmal lästigen und unbequemen Herzfrequenzgurt, sondern vor allem durch die farbige Herzfrequenz-Bereichsanzeige in Kombination mit den optischen, akustischen und sensorischen Hinweisen beim Verlassen des eingestellten Herzfrequenzbereichs. Auf Herzfrequenzbasis trainierende Sportler finden in dem Garmin Forerunner 225 einen idealen Begleiter, wobei allerdings zu beachten ist, dass es zeitweise zu deutlichen Abweichungen bei den Herzfrequenzwerten kommen kann. Diese Thema wird weiter beobachtet und der Artikel entsprechend ergänzt.

Für den Forerunner 225 sind derzeit 299.- Euro hinzulegen. Vergleichbare Sportuhren sind die Epson Runsense SF-810 (sehr lange Akkulaufzeit, Konfiguration per App) und die TomTom Runner Cardio (einfache Bedienung über 4-Wege-Taste), die auf 299.- Euro bzw. 230.- Euro kommen (alles Straßenpreise). Gegenüber diesen Sportuhren hat der Forerunner 225 den Vorteil, dass er zugleich ein Fitness-Armband ist.

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Forerunner 225 vs. Forerunner 230 vs. Forerunner 235 vs. Forerunner 630

Forerunner 235 – seit Oktober bietet Garmin einen weiteren Forerunner mit integrierter Herzfrequenzmessung an. Bei dem Forerunner 235 setzt Garmin allerdings nicht mehr auf einen Sensor von Mio, sondern auf einen Sensor aus eigener Herstellung.

Außerdem gibt es mit den Forerunner 230 und Forerunner 630 inzwischen noch zwei weitere Modelle, allerdings ohne optischen Herzfrequenzsensor. Die folgende Tabelle enthält alle Unterschiede zwischen den neuen Modellen!

Forerunner 225Forerunner 230Forerunner 235Forerunner 630
Straßenpreis 11/15255.-249.- Euro359.-399.-
Gewicht54 g41 g41 g44 g
Abmessungen287 x 48 x 16 mm45 x 45 x 11.7 mm46 x 46 x 13 mm45 x 45 x 11,7 mm
Display25,4 mm Durchmesser, 180 x 180 Pixel31,1 mm Durchmesser, 215 x 180 Pixel31,1 mm Durchmesser, 215 x 180 Pixel31,1 mm Durchmesser, 215 x 180 Pixel
Akku: Uhrbis zu 4 Wochenbis zu 5 Wochenbis zu 9 Tagebis zu 4 Wochen
Akku: Trainingbis zu 10 Stundenbis zu 16 Stundenbis zu 11 Stundenbis zu 16 Stunden
Optischer Herzfrequenzsensorjaneinjanein
24/7 Herzfrequenzmessungneinneinjanein
Wi-Fineinneinneinja
GLONASSneinjajaja
SMART-Notificationsneinjajaja
Audio-Ansagen via Smartphoneneinjajaja
Wetter-Infos via Smartphoneneinjajaja
Musiksteuerung Smartphoneneinjajaja
Telefon suchenneinjajaja
VIRB Fernbedienungneinjajaja
VO2max Schätzungneinjajaja
Erholungsratgeberneinjajaja
Lauf-Prognoseneinjajaja
Lauf-Effizienzneinneinneinja
Virtual Partner / Racerneinneinneinja
Zeit-/Distanz-Alarmneinjajaja
Training Effectneinjajaja
Geschwindigkeits-/Trittfrequensensor koppelbarneinjajaja
Tempe Sensor koppelbarneinjajaja
Back to Startneinjajaja
DatenaufzeichnungIntelligentIntelligent, jede SekundeIntelligent, jede SekundeIntelligent, jede Sekunde
Anzahl Datenfelder pro Seitemax. 3max. 4max. 4max. 4
Connect IQ kompatibelneinjajaja
Garmin Forerunner 225 Test – Komfort durch Verzicht was last modified: Juli 18th, 2017 by Joachim Bardua

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