5 Gründe für das Garmin nüvi 2599 LMT-D

  • Überzeugende Hardware
  • Schnelle Positionsbestimmung
  • Funktionsumfang
  • Klasse Sprachsteuerung
  • Lebenslange Kartenupdates

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Gesamtbewertung

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Garmin nüvi 2599 LMT-D

Garmin nüvi 2599 LMT-D Test: Technik

Das Garmin gute Hardware baut ist bekannt. Und das nüvi 2599LMT-D macht da keine Ausnahme. Das Kunststoffgehäuse hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Das kapazitive Echtglas-Display trägt genauso seinen Teil zur schicken Optik bei wie die flache Bauweise (1,8 cm) und die moderaten Außenabmessungen (13,8 x 8,4 cm). Ein weiteres schönes Detail: Der USB-Anschluß befindet sich auf der Gehäuserückseite, somit steht kein störender USB-Stecker an der Seite hervor.

Die mitgelieferte Halterung ist sehr kurz gebaut, je nach Befestigungspunkt kann das nüvi 2599 deshalb schon einmal außer Reichweite des Fahrers geraten. Macht aber nichts, schließlich gibt es elegante Lösungen. Mittels Armaturenbrett-Klebeplatten läßt sich die Saugnapfhalterung an einer ebenen Fläche befestigen (ein dauerhafter Halt ist aber nicht bei jeder Oberflächenstruktur gegeben), mit einer Lüftungshalterung läßt sich das nüvi im Cockpit verstecken. Was es leider auch als Zubehör nicht gibt: eine Aktivhalterung.

Der Akku des Garmin nüvi 2599 LMT-D hält rund 01:45 hh:mm durch (maximale Helligkeitseinstellung). Das Ladekabel sorgt nicht nur für Energie, sondern durch den integrierten Empfänger auch für Verkehrsmeldungen. Wer kabellos fahren und trotzdem Verkehrsnachrichten empfangen möchte, muss das nüvi 2599LMT-D per Bluetooth mit einem Android- oder iOS-Smartphone koppeln. Vorausgesetzt, auf dem Smartphone ist die App “Garmin Smartphone Link” installiert. Das initiale Bluetooth-Pairing und das wiederholte Verbinden mit einem Smartphone gehen ohne Schwierigkeiten über die Bühne.

Der GPS-Empfang ist excellent, die Positionsdaten stehen kurz nach dem Einschalten des Gerätes zur Verfügung. Ein Vorteil, der sich insbesondere beim Ausfahren aus einem Parkhaus oder einer Tiefgarage positiv bemerkbar macht! Das nüvi reagiert schnell und verzögerungsfrei, dank des kapazitiven Displays läßt sich die Karte per 2-Finger-Zoomfunktion elegant vergrößern bzw. verkleinern. Lediglich das Berechnen von Routen dauert beim nüvi 2599 etwas länger als bei manchem Mitbewerber.

Garmin nüvi 2599 LMT-D Test: Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung

Eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung gehört bei PNDs zu den beliebten Funktionen. Die Integration der Freisprecheinrichtung in die Benutzeroberfläche ist beim Garmin nüvi 2599LMT-D genauso überzeugend wie die Navi-seitige Sprachqualität; Anrufer berichten dagegen von einem störenden Hallen. Längere Telefonate lassen sich aber durchaus führen.

Die Sprachsteuerung wird mittels eines individuell konfigurierbaren Sprachbefehls wie z.B. “Hallo Garmin” gestartet. Sie funktioniert bei moderaten Nebengeräuschen sehr gut, die Geräuschkulisse wirkt sich insbesondere auf die Erfolgsquote beim Suchen von Adressen aus. Besonders hervorzuheben sind die einfache, intuitive Nutzung und die durchgängige Befehlsabfolge vom Suchen einer Adresse bis hin zum Starten der Navigation oder dem Führen eines Telefonats – inklusive der Auswahl einer Nummer aus dem Telefonbuch.

Hauptmenü nüvi 2599 LMT-D

Hauptmenü nüvi 2599 LMT-D (rechts im Bild)

Garmin nüvi 2599 LMT-D Test: Bedienung, Navigation, Routen

An die nüvi 2599LMT-D Bedienung muss man sich gewöhnen! Wo welche Funktionen sind erschließt sich erst mit der Zeit – und an Funktionen mangelt es dem 2599LMT-D nicht! Ist diese Hürde genommen, läßt sich das nüvi im Zusammenspiel mit dem sensitiven Display sehr flott und elegant bedienen.

Zum Eingeben von Zielen stehen alle üblichen Funktionen zur Verfügung (auf der Karte, Koordinaten etc.). Beim Tippen von Adressen fällt auf, dass z.B. Hamburg als erster Vorschlag erst nach einem Tippen von “Hambu” auftaucht. Dies geht besser, Becker-Navis listen Hamburg schon beim “H” auf. Dies ist aber eine Kleinigkeit, vor allem in Anbetracht der Tatsache, welche Möglichkeiten es beim nüvi 2599 sonst noch gibt. Bei der Suche nach Tankstellen werden bei gekoppeltem Smartphone die aktuellen Preise angezeigt, die Suche mit Foursquare bietet viele POIs in Verbindung mit interessanten Kategorien wie “Das Beste in der Nähe” oder “Angesagt“.

Der Navigationsbildschirm wirkt überfrachtet. Oben, unten, rechts, links – überall stehen Informationen. Durch Ausblenden der Infoleiste rechts von der Karte wird die Situation etwas besser, dann fehlen aber wichtige Informationen. Unterhalb der Karte werden schließlich nur die Geschwindigkeit (nicht änderbar) und in einem weiteren Datenfeld z.B. die Ankunftszeit (konfigurierbar, 10 Datentypen stehen zur Auswahl) angezeigt. Wer gleichzeitig noch weitere Daten wie z.B. die Restdistanz oder die voraussichtliche Fahrtzeit im Blick haben möchte, ist auf die Infoleiste angewiesen. Anstelle der Reisedaten lassen sich in der Infoleiste z.B. auch POIs entlang der Route oder Wettermeldungen anzeigen; Verkehrshinweise werden in der Leiste automatisch eingeblendet.

Die zu fahrende Strecke wird wie bei Garmin üblich in einem kräftigen, gut erkennbaren Magenta dargestellt. Die Karte bietet eine sehr gute Übersicht über die vorausliegende Strecke und unterstützt damit ein vorausschauendes Fahren. Sehr nützlich sind die temporär rechts von der Karte auftauchenden, realistischen Darstellungen von Autobahnkreuzen oder Ausfahrten.

Für die Sprachansagen stehen mehrere Stimmen zur Auswahl, unter anderem Anna und Yannick mit der Funktion Garmin Real Direction. Dahinter verbergen sich hilfreiche Hinweise wie “an der Ampel rechts abbiegen” und die Ansage von Straßennamen. Die Ansagen sind gut verständlich. Über die Häufigkeit läßt sich diskutieren; manchmal ertönen sie an Stellen, wo sie schlichtweg nicht nötig sind und fehlen dafür woanders. Zudem fällt auf, dass die Entfernungsangaben in den Sprachansagen von den Entfernungsangaben auf dem Bildschirm abweichen können. Aber auch beim nüvi 2599LMT-D gilt: Hat man sich erst einmal an die Ansagen gewöhnt, lässt sich damit sicher navigieren!

Zum Berechnen von Routen stehen mehrere Methoden zur Auswahl: kürzere Zeit, Luftlinie, kürzere Strecke, weniger Kraftstoff. Wer mag kann zusätzlich die Funktion trafficTrends aktivieren; dann werden bei der Routenberechnung historische Verkehrsdaten berücksichtigt. Im Test wurde sich auf die Kombination “kürzere Zeit” und “trafficTrends” konzentriert. “Kürzere Zeit” ist von Autofahrern sicherlich die am häufigsten gewählte Methode und historische Verkehrsdaten sind generell eine sinnvolle Grundlage zum Optimieren von Strecken.

Was fällt auf? Bei innerstädtischen Fahrten geht es selbst zu staulosen Zeiten eher mal auf einer mit Ampeln gespickten Strecke mittendurch als außen herum, bei einer Tour über Land wird teils eine deutlich längere Strecke via Autobahn und Bundesstraße statt eine zeitgleiche Strecke via Bundes-/Landstraße gewählt. Beispiel: Nach der Zieleingabe wird eine Route mit 23 km und 13:53 mm:ss Fahrtzeit berechnet (über Autobahn und Landstraße); beim Berechnen einer Alternativroute kommt ein Vorschlag mit 13 km und 13:52 mm:ss heraus (über Landstraße)! Im Vergleich zu Navis von TomTom und Becker fallen manche Strecken eher ungewöhnlich aus, als Einheimischer würde man sie auch nicht nehmen. Bei langen Autobahnstrecken gibt es hingegen nichts zu kritisieren.

Wem die Strecke nicht passt, kann sich bis zu zwei Alternativrouten berechnen lassen. Hier fällt auf, dass das nüvi manchmal keine oder nur eine Alternative vorschlägt.

Garmin nüvi 2599 LMT-D Test: Verkehrsmeldungen

Bei den Verkehrsmeldungen setzt Garmin auf Nokia HERE Traffic. Der Empfang erfolgt per digitaler Radiotechnik (DAB+). In der bevorzugten Testregion Oberbayern gab es keinerlei Probleme mit der DAB+ Abdeckung. Falls DAB+ nicht zur Verfügung steht, dient Premium TMC (vormals TMCpro) über RDS-TMC als Fallback-Option.

Garmin Live Traffic via Smartphone ist eine weitere Möglichkeit, um das nüvi mit aktuellen Nachrichten zu versorgen. Erste Meldungen werden bereits kurz nach dem Einschalten des nüvis 2599 empfangen, sehr gut umgesetzt ist auch die optische und akustische Integration in die Navigation. Die Verkehrsmeldungen stimmen in der Regel sehr gut mit der Realität überein, selbst kleine Verzögerungen werden präzise angezeigt.

nüvi 2599LMT-D Verkehrsmeldung

nüvi 2599LMT-D: Verkehrsmeldung auf der Karte und in der Infoleiste rechts am Bildschirm; gute Übersicht über die vorausliegende Strecke.

Garmin nüvi 2599 LMT-D Test: Funktionen

Funktionen bietet das Garmin nüvi 2599 LMT-D in Hülle und Fülle. Neben den bereits erwähnten Funktionen gibt es z.B. noch: Planen von Mehrzielrouten inklusive Routenoptimierung, Festlegen der Parkposition, ecoRoute zum Berechnen der Kraftstoffkosten und Optimieren des Spritverbrauchs, “Wo bin ich” (Angaben zu Standort, Adresse etc.), “Wo war ich?” (Reisetagebuch), Aufzeichnen der zurückgelegten Strecke, Sperren von Streckenabschnitten, einfaches Hinzufügen von Zwischenzielen, Reisecomputer mit zwei Zählern.

Ein wichtiges Thema sind Warnungen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen und vor Blitzern. Bei Tempoalarmen gibt es nur an oder aus, auf individuelle Toleranzbereiche (z.B. “warne mich innerorts bei einer Überschreitung von 10 km/h“) verzichtet Garmin. Wer dauerhaft vor Blitzern gewarnt werden möchte, muss ein Cyclops Radar-Info Paket kaufen. Die Kosten belaufen sich für ein Jahresabo auf €19,95 (Deutschland & Österreich) bzw. €29,95 (Europa)(alternativ: einmaliger Download bzw. weitere Länder). Es gibt auch eine kostenlose Testversion und wer bis zum 31.12.2014 ein Garmin nüvi 2599LMT-D kauft, erhält ein kostenloses 2 Jahresabo für Europa. Die Aktualisierung der Radar-Datenbank auf dem nüvi erfolgt via USB-Kabel und PC.

Eine schöne Ergänzung sind die Funktionen, die via Garmin Smartphone Link zur Verfügung stehen (für iOS und Android). Dahinter stecken kostenlose Dienste wie eine erweiterte Foursquare-Suche, Speichern der Parkposition, Wetter-Meldungen, Übertragen von Positionen/Suchergebnissen/Kontakten auf das nüvi, Live-Verkehrsdaten und kostenpflichtige Dienste wie detaillierte Infos zu Parkplätzen/-häusern.

Zu erwähnen sind noch Vorteile wie das schnelle und unkomplizierte Aktualisieren des Kartenmaterials im Rahmen der lebenslangen kostenlosen Karten-Updates (insbesondere im Vergleich zu TomTom und Becker) und das einfache Hinzufügen von eigenen POIs.

Garmin nüvi 2599 LMT-D Test: Fazit

Das Garmin nüvi 2599 LMT-D überzeugt in mehreren Disziplinen. Die Hardware ist hochwertig und zuverlässig, die Bedienung per kapazitiven Display erfolgt schnell und elegant, die Verkehrsmeldungen fallen präzise aus und der Funktionsumfang ist äußerst umfangreich. Dazu kommen eine gute Freisprecheinrichtung und eine Sprachsteuerung, die Spaß macht und an der sich die Konkurrenz messen kann. Bewertung nüvi 2599LMT-D Der überaus positive Eindruck kann aber über eine elementare Schwäche nicht hinwegtäuschen: bei der Routenführung hat das nüvi Nachholbedarf. Die berechneten Strecken können im Vergleich zu den wichtigsten Mitbewerbern (TomTom, Becker) leider nicht immer überzeugen. Dies verhindert eine deutlich bessere Platzierung in unserer Bestenliste, zu der das nüvi 2599LMT-D aber durchaus Potential hat.

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Pro

  • Sehr gutes kapazitives Display
  • Hochformat möglich
  • Sehr schnelle Positionsbestimmung
  • Funktionsumfang
  • Klasse Sprachsteuerung
  • Präzise Verkehrsmeldungen
  • Foursquare Integration
  • Zusammenspiel mit Smartphone Link App
  • Lebenslange Kartenupdates inbegriffen
  • Schneller Download einer neuen Kartenversion

Contra

  • Unübersichtliche Navigationsansicht
  • Nicht immer optimale Strecken

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Unsere Bewertung

  • System 80%
  • Navigation 70%
  • Bedienung 73%
  • Ausstattung 80%
  • Zubehör 40%
  • Gesamtbewertung 72%
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Bewertungskriterien

System (GPS-Empfang/Systemstabilität/Systemgeschwindigkeit/Dauer Routenberechnung), Navigation (Routenqualität/Visuelle- & akustische Zielführung/Verkehrsinfos), Bedienung (Montage/Anleitung/Benutzerführung), Ausstattung (Anzahl an Funktionen); Zubehör (Anzahl  mitgeliefertes Zubehör); jede Kategorie fließt zu 20% in das Endergebnis ein.

Garmin nüvi 2599 LMT-D Test was last modified: Juli 18th, 2017 by Joachim Bardua
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