Geodroid – Eine weitere Geocaching-App in der großen Vorstellungsrunde von Navigation-Professionell.de.

Geodroid – eine kostenlose App – läßt sich ausschließlich über den Android Market installieren, die aktuelle Version lautet v1.0.4. Weitere Informationen zu Geodroid, z.B. eine FAQ, gibt es auf der Webseite des Entwicklers (clinkybot.com).

Die übersichtliche Benutzeroberfläche von Geodroid besteht im wesentlichen aus drei Seiten: Home, Map und Kompass (weitere: GPS Status, Hilfe, Einstellungen). Ein praktisch Detail von Geodroid, das nicht jede Geocaching-App bietet: Ein automatischer Wechsel von Hoch- zu Querformat beim Schwenken des Smartphones.

Geocaches lassen sich als gpx- oder loc-Dateien (kompatibel zu Geocaching.com) aus einem beliebigen Verzeichnis der Speicherkarte importieren. Dies können Geocaches in Form einzelner gpx-Dateien (enthalten jeweils einen Geocache) oder Pocket Queries (enthalten bis zu 500 Geocaches) sein. Die Additional Waypoints von Pocket Queries können ebenfalls importiert werden. Sie landen aber in der Cache-Datenbank (Menü »Geocaches«), so dass eine gewisse Unübersichtlichkeit garantiert ist, zumal kein Bezug zum jeweiligen Mutter-Cache erkennbar ist.

Über die Funktion »Nearby Geocaches« listet Geodroid die nächsten Caches auf. Diese Aktion ist aber stets mit einger Wartezeit verbunden. Eine weitere Möglichkeit ist der Online-Zugriff per Browser auf Geocaching.com. Verfügt der Cacher über ein Konto bei Geocaching.com, kann er den Cache auch herunterladen. Eine praktische Übersicht über Caches in der Nähe bietet die Kartenansicht (Google Maps bzw. Satellitenbilder, Online-Verbindung nötig). Schönes Detail: Der direkte Wechsel von einem Cachesymbol auf der Karte zur Cachebeschreibung.

Die Cache-Liste bietet nicht viele Informationen: GC-Code, Name, Koordinaten und einen aktivierbaren Stern. Außer einer Freitextsuche gibt’s keine weiteren Filtermöglichkeiten. Die Beschreibungen der Caches sind nicht ohne Zeichensatzfehler und nicht sehr übersichtlich. Logs und Hints werden angezeigt, Spoilerbilder dagegen nicht. Dafür lassen sich eigene Bemerkungen hinzufügen.

Die Navigation zu einem Cache wird in der Cachebeschreibung gestartet (»Zwei Füße« Symbol mit der Bezeichnung »Track«). Die Navigation erfolgt wahlweise über die Karte oder per Kompass. Auf der Karte fehlt allerdings die bei anderen Geocaching Apps übliche Gummibandlinie, die eine wertvolle Orientierungshilfe darstellt. Dafür zeigt Geodroid auf Karten- und Kompassseite Infos wie die Entfernung zum Ziel, GPS-Genauigkeit, Höhe und die aktuellen Koordinaten an. Für Multicaches wichtig: Das Anlegen von Wegpunkten ist möglich, die Koordinaten lassen sich manuell ändern. Eine Projektion von Wegpunkten ist dagegen nicht vorgesehen.

Wird ein Cache gefunden, kann ihm das Attribut »found« zugewiesen werden. Ein Loggen des Caches bei Geocaching.com ist aber nur online via Browser möglich.

Fazit: Geodroid gehört zu den Geocaching Apps ohne großartigen Mehrwert. In erster Linie müßte der Funktionsumfang vergrößert und einige Detailpflege durchgeführt werden. Interessierte Android-Cacher sollten lieber einen Blick auf Tools wie c:geo, GeOrg oder CacheMate werfen.

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Testhardware: Motorola Milestone

Geodroid – Geocaching Apps für Android Smartphones (4) was last modified: Juni 13th, 2015 by Joachim Bardua
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