Navigation mit GPS-Geräten hat auch auf der Outdoor 2009 seinen Platz gefunden. Alle wichtigen Hersteller wie Garmin, MyNav, Satmap, CompeGPS und Lowrance sind in Friedrichshafen vertreten und präsentieren ihre Neuheiten. Navigation-Professionell hat sich auf der Messe umgeschaut und einige Informationen zusammengetragen.

Garmin

Garmin Dakota 20, Foto: Garmin
Die wohl wichtigsten Garmin-Neuheiten sind der Dakota 10, Dakota 20 und der Oregon 550. Der Dakota 20 hat zu Beginn seiner Karriere gleich einen OutDoor Industry Award 2009 eingeheimst. Die beiden Modelle sollen wohl in erster Linie Geocacher und alle Outdoor-Freunde, die auf ein kleines und handliches GPS-Gerät Wert legen, ansprechen. In die Hand genommen, fallen einem gleich Assoziationen wie Handschmeichler oder Bonsai-Oregon ein.

Die kleinen Dakota-Navis erscheinen wie miniaturisierte Oregons, perfekt, um sie ständig und überall dabei zu haben. Bedienung und Menüführung sind absolut identisch zu den Oregons, auch das Zubehör, wie die Fahrradhalterung, ist kompatibel. Trotz des kleineren 2,6″-Displays lassen sich die einzelnen Buttons zielsicher treffen. Weitere Unterschiede zu den bisherigen Oregons sind die verlängerte Batterielebensdauer (kleinere Displays verbrauchen nun einmal weniger Energie), der 3-Achsen-Kompass des Dakota 20 und Änderungen bei der Displaytechnologie. Das Display hat analog zum neuen Oregon 550 eine etwas glattere Oberfläche und spiegelt leicht. Bei voller Beleuchtung ist die Darstellung klasse, die Farben etwas kräftiger und das Ganze einen Tick heller. Wie sich das Display beim Outdoor-Einsatz, vor allem beim Biken, ablesen läßt, wird erst die Praxis zeigen. Die Dakotas lösen die eTrex-Serie übrigens nicht ab!

Der Oregon 550 hat neben den schon beschriebenen Änderungen beim Display auch einen 3-Achsen-Kompass an Bord, der auch bei nicht waagrechter Asurichtung des Gerätes perfekt funktioniert. Größte Neuerung ist sicherlich die 3,2 MP Autofocuskamera mit Vierfach-Digitalzoom. Die Kamera wird über einen separaten Button aktiviert. Das Foto wird automatisch mit Ortskoordinaten versehen und kann anschließend wie ein Wegpunkt als Navigationsziel verwendet werden. Die Bilder lassen sich mit den Picture-Viewer betrachten.

Lowrance

Lowrance Endura Outback
Lowrance ist auf der Messe mit seiner neuen Endura-Serie vertreten. Das Sierra, Safari oder Outback sind von Funktion und Form als “klassische” Outdoor-Navis einzuordnen, allerdings warten das Safari und Sierra mit einer sprachgesteuerten Auto-Navigation auf.

Die handlichen Lowrance-Geräte liegen richtig gut in der Hand, insgesamt machen die Geräte einen sehr hochwertigen Eindruck. Besonders positiv ist die Bedienung über Touchscreen und Tasten. Die Tasten sind auf Oberseite unterhalb des Displays angeordnet – eine perfekte Lösung, um das Gerät auch am Fahrradlenker bedienen zu können. Anordnung und Größe der Tasten machen die Enduras auch für Wintereinsätze mit dicken Handschuhen interessant. Auch Kayakfahrer profitieren davon, da die Enduras vermutlich auch in einem Aquapac bedienbar bleiben. Apropos Wassersport, die Enduras können nicht nur mit den Accuterra-Karten von Lowrance und den Rasterkarten von MagicMaps bzw. Kompass gefüttert werden, sondern auch mit Jübermann Wassersportkarten.

Das übersichtliche Menü der Enduras trägt zur einfachen Bedienung bei. Wie es funktioniert, ist mit ein wenig Spielerei schnell herausgefunden. Insgesamt stehen sieben übersichtliche Hauptseiten zur Verfügung. Das brilliante 2,7″-Display kann genauso überzeugen (insofern es in einer Messehalle überhaupt zu beurteilen ist) wie die immense Speicherkapazität, da microSD-Karten bis 32 GB verwendbar sind. Zu Erwähnen sind noch der Massenspeichermodus am PC, der die Enduras auch für MAC-User interessant macht, der Standby-Modus sowie die Reliefkarten.

Das Gehäuse ist mit einer großen Öse für eine Handschlaufe versehen, als Zubehör gibt es eine praktische Tasche, die sich auch am Rucksackträger befestigen läßt. Die in Zusammenarbeit mit RAM-Mounts entwickelte Fahradhalterung macht einen stabilen und durchdachten Eindruck. Für Einsätze im harten MTB-Gelände gibt es einen zusätzlichen Klettverschluss zum Sichern des Navis.

Insgesamt hinterlassen die Lowrance-Geräte einen sehr positiven und überzeugenden Eindruck! Der Lowrance Sierra wurde sogar mit einem OutDoor Industry Award 2009 ausgezeichnet.

MyNav

myNav 600 Professional
Auch bei MyNav ist so einiges in Bewegung, vor allem das rasche Reagieren auf Kritik in Testberichten und Foren überzeugt. Ein Resultat ist die auf der Messe zu bewundernde, neue Fahrradhalterung. Die Halterung wird mit Kabelbindern am Lenker befestigt und läßt das Gerät nicht so hoch über dem Lenker stehen, auch das Anbringen des MyNav 600 dürfte sich einfacher gestalten. Die bislang mitgelieferten Akkus werden ebenfalls durch hochwertigeres Material ersetzt.

Bei der Software sind ebenfalls Neuigkeiten zu verzeichnen. Die Windows-Shell wird verschwinden, mit der Folge, daß Funktionen, wie z.B. das Rotieren des Bildschirminhaltes, in die Navisoftware integriert werden. Es werden sukzessive neue Positionsformate und Kartenbezugssysteme hinzukommen, ebenso wird es möglich sein, während der Tracknavigation einen Track aufzuzeichnen. Insgesamt scheint sich beim Thema “Track” viel zu tun.

Neues Kartenmaterial ist erhältlich, dazu gehören Topokarten für die Regionen Deutschland Süd-West, Schweiz Ost und West sowie Österreich West und Straßenkarten für Europa West und Ost.

Wie zu erfahren war, zeichnen sich bei MyNav noch weitere, spannende Neuigkeiten ab. Nicht nur durch die Zusammenarbeit mit Intermap Technologies ….. mehr soll allerdings an dieser Stelle nicht verraten werden!

GPS auf der Outdoor 2009: Lowrance, MyNav, Garmin & Co was last modified: Juli 19th, 2009 by Joachim Bardua
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