Naviki, Foto: FH-MünsterNaviki, ein kostenloser Routenplaner für Fahrradfahrer, wird jetzt von der EU gefördert. Mit den Geldern der EU soll der Routenplaner europaweit weiterentwickelt werden.

Naviki steht nicht nur Online zur Verfügung, sondern auch als Smartphone-App für Android und iPhone. Die App zeichnet die Strecke auf und übermittelt sie zu den Naviki-Servern. Damit trägt jeder Nutzer zur Verbesserung des Routennetzes bei (Wiki-Prinzip).

Die Meldung:

Münster (9. Juni 2011). Der Fahrrad-Routenplaner Naviki, den die Fachhochschule Münster seit 2009 im Internet anbietet, führt Radfahrer über wenig befahrene Straßen und Schleichwege zum gewünschten Ziel – und das künftig europaweit. Für die Weiterentwicklung der Software stellt die Europäische Union den Koordinatoren vom Labor für Software Engineering der FH Münster Fördergelder zur Verfügung.

1,6 Millionen Euro fließen in das Projekt „Naviki – Energy Efficiency through Web 2.0 Bicycle Navigation and Communication”, für das insgesamt neun Partner aus fünf europäischen Nationen zusammenarbeiten. Es ist Teil des EU-Programms „Intelligent Energy Europe – IEE”, mit dem die Staatengemeinschaft internationale Projekte fördert, die durch energieeffizientere Verkehrsgestaltung einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

15 Vertreter der beteiligten Organisationen trafen sich nun in Münster zu einer dreitätigen Auftaktveranstaltung für das zum 1. Mai gestartete EU-Projekt. Eine Radtour durch Münster ermöglichte den Gästen, die Naviki-App für das Handy im Eigenversuch zu erproben. Über den Praxistest hinaus tauschten sich die Teilnehmer über die Themen Energieverbrauch und CO2-Verringerung aus und berieten über die Weiterentwicklung des Systems. Neben der europaweiten Einführung von Naviki tüfteln die Projektteilnehmer derzeit vor allem am Einsatz sogenannter Landingpages.

Eine Naviki-Landingpage ist eine Webseite, die optisch und funktionell an den Bedarf von Städten, Regionen oder Unternehmen angepasst wird. Die teilnehmenden Organisationen können die Seite mit eigenem Logo versehen, eigene Texte und Bilder einfügen und beispielsweise Daten von empfohlenen Radwegen einspeisen. Ein Service, der zum Beispiel für Tourismusverbände interessant ist und es ermöglicht, bestehende Informationen über Verkehrswege zu bündeln und diese zu kombinieren – etwa mit Informationen zum öffentlichen Nahverkehr.

Folgende Partner sind am EU-Projekt Naviki beteiligt:

– Labor für Software Engineering der Fachhochschule Münster (Münster, Deutschland)
– European Greenways Association (Madrid, Spanien)
– Centre for Transport and Logistics / University of Rome (Rom, Italien)
– Mobycon (Rosmalen, Niederlande)
– Dansk Cyklist Forbund (Kopenhagen, Dänemark)
– Climate Alliance (Frankfurt, Deutschland)
– City of Vitoria-Gasteiz (Vitoria-Gasteiz, Spanien)
– Fonden Østdansk Turisme (Næstved, Dänemark)
– Fundación Ferrocarriles Españoles (Madrid, Spanien)

(FH Münster)

Naviki – Jetzt von der EU gefördert! was last modified: Juni 18th, 2011 by Joachim Bardua

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