Im vorletzten Teil unserer Reihe zum Thema Outdoor-Navigation wird auf Smartphones (PDA-Phones) eingegangen.

Bisheriger Inhalt dieser Artikelserie waren GPS Handhelds bzw. PDAs und PNAs.

Smartphone (PDA-Phone)

Smartphones, ein Hybrid aus Handy und PDA, sind der neue Stern am Himmel. Verwirklichen sie doch einen lang ersehnten Wunsch der Navigationsgemeinde:

Ein Gerät, das alles kann.
Smartphone Nokia E61i, Quelle: www.nokia.de
Für unseren Zweck, die Outdoor-Navigation zu Fuß, per pedalgetriebenen Zweirad, zu Wasser oder Luft, haben Smartphones die gleichen Nachteile wie PDAs: kurze Akkulaufzeiten und die Empfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen.

Ihre Displays haben in der Regel Auflösungen von 240 x 320 Pixel und Displaydiagonalen von 2,8 Zoll – zur Autonavigation, zumindest für meinen Geschmak, ein bisschen zu klein – geht der Trend bei den weit verbreiteten PNAs (Portable Navigation Assistant) doch zu Widescreen Displays.

Integrierte GPS-Empfänger sind noch ein selteneres Ausstattungsmerkmal bei PDA-Phones, der Satellitenempfang erfolgt zumeist per GPS-Maus, die via Bluetooth gekoppelt wird.

Die Bedienung von Smartphones erfolgt über die Tastatur, per Touchscreen oder eine Kombination aus beidem. Für welchen Typ man sich entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache, aber auch eine Frage des favorisierten Betriebssystems, da viele PDA-Phones mit Touchscreen unter Windows Mobile laufen.

Je nach Betriebssystem (Palm, Windows, Symbian) ist das Angebot an outdoortauglicher Software sehr unterschiedlich. Bekannte Programme für die Outdoor-Navigation, wie Pathaway, MagicMaps2Go und Fugawi, laufen unter Windows Mobile, zum Teil auch unter Palm, aber nicht unter Symbian.

Tipp: Vor dem Kauf eines dieser GPS-Programme sollte mit einer Test- oder Demoversion geprüft werden, ob die Software beispielsweise mit der Phone Edition von Windows Mobile harmonisiert.

Am Besten kaufen sie das Smartphone in Abhängigkeit von der Wunsch-Software – und nicht umgekehrt!

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Routingfunktionen bieten die genannten Outdoor-Programme nicht, zur Outdoor-Navigation müssen selbst erstellte oder aus dem Web heruntergeladene Routen oder Tracks eingesetzt werden.

In Städten kann zum Shoppen oder Bummeln der Fußgängermodus mancher Autonavigationssoftware verwendet werden – allerdings mit Einschränkungen, da die Karten nur untergeordnet für Fußgänger relevante Daten enthalten. Alternativ lassen sich als Informationsquelle digitale Stadtpläne nutzen, Beispiele sind Nokia Maps oder Google Maps.

Mit den genannten GPS-Programmen für die Outdoor-Navigation können Rasterkarten, die es in großen Auswahl gibt, auf dem Smartphone genutzt werden. Beispiele für Karten aus dem Alpenraum finden Sie in diesem Artikel (weitere Regionen siehe Inhaltsverzeichnis).

Ein interessantes Produkt, namens Mobile 10, kommt von Garmin. Dahinter verbirgt sich eine Autonavigationssoftware, die im Bundle mit einem GPS-Empfänger angeboten wird. Die Software kann auch mit topographischen Karten von Garmin genutzt werden. Ein großes Plus: Mobile 10 läuft unter Palm, Windows und Symbian.

Summa summarum – Smartphones eignen sich

>> zur Autonavigation – Vielfahrer greifen besser zu einem PNA
>> zu gelegentlichen Outdoor-Aktivitäten – vorzugsweise unter trockenen Bedingungen
>> zum Stadtbummel – der elektronische Stadtplan ist immer dabei
>> wie Handys für Location Based Services.

Vertreter dieser Klasse: Nokia E61i, Sony Ericsson P1i, Fujitsu-Siemens Pocket Loox T830, Vodafone VPA Compact.

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Outdoor Navigation: Smartphones was last modified: Mai 3rd, 2015 by Joachim Bardua
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