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Das herausragende Merkmal der neuen Garmin eTrex H GPS-Handhelds ist ein hochempfindlicher GPS-Empfänger. Ein erster Testbericht: Garmin eTrex Vista HCx von NAVIGATION- PROFESSIONELL.de bestätigt dessen hervorragenden Empfangsqualitäten. Hinsichtlich Empfindlichkeit, Genauigkeit und Zeit bis zur ersten Positionsermittlung steht der neue Empfänger den Qualitäten eines SirfSTAR-III GPS-Receivers in keinster Weise nach.

Nach diesem ersten Test wurde der eTrex Vista HCx einem ausführlichen Praxiseinsatz beim Wandern, Paddeln und Mountainbiken unterzogen. Auch dabei haben sich die Qualitäten des neuen GPS-Empfängers bestätigt – rein subjektiv empfunden ist er auf Augenhöhe mit der SirfSTAR-III Konkurrenz.

Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen die Erfahrungen, die bei dem Praxistest gemacht wurden.

Handhabung des Vista HCx

Die eTrex-Modelle zeichnen sich mit Abmessungen von ca. 56 mm x 107 mm x 30 mm durch ein kompaktes Design aus. Daraus ergibt sich der große Vorteil, daß die Geräte in jeder Jackentasche Platz finden – bei Outdooraktivitäten ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Dank dieser Eigenschaft ist der Vista HCx mittlerweile das Lieblingsgerät des Autors geworden.

Eine Folge des kompakten Design ist die Anordnung der Bedienungstasten, die sich größtenteils seitlich befinden. Die Handhabung der Tasten ist am Anfang sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig. Nach einer kurzen Phase ist auch diese Hürde genommen und die Bedienung gelingt spielend mit einer Hand. Aus diesem Bedienungskonzept ergibt sich eine Einschränkung, die sich insbesonders beim Mountainbiken, wenn das GPS-Gerät am Lenker befestigt ist, bemerkbar macht:

Beim Biken ist ein Gerät mit Tasten an der Oberseite eindeutig im Vorteil, da die Tastatur schlichtweg einfacher zu erreichen ist.

Außerdem vermisse ich separate Tasten für die Funktionen “Find” und “Mark”; beim eTrex sind diese Funktionen über eine Doppelbelegung zweier Tasten in Kombination mit einem längerem Drücken realisiert.

Display des eTrex Vista HCx

Das TFT Display weist einige Unterschiede im Vergleich zur GPSmap 60C-Serie auf. Es ist in Folge des handlichen Designs etwas kleiner (ca. 3,3 cm x 4,5 cm gegenüber ca 3,8 cm x 5,4 cm) – was mich persönlich in der Praxis nicht stört – und hat eine andere Auflösung (176 x 220 Pixel gegenüber 160 x 240 Pixel).

Im direkten Vergleich empfinde ich das eTrex-Display als etwas heller und brillianter.

Batterielaufzeit des Vista HCx

Ein wichtiges, praxisrelevantes Kriterium bei GPS-Geräten ist die Batterielaufzeit. Stromsparer unter den GPS-Handhelds erlauben bei längeren Touren abseits der Zivilisation eine deutliche Reduktion der Anzahl an Ersatzbatterien.

Zum Vergleich wurde das GPSmap 60Cx herangezogen. Die Handhabung der Geräte und das Setup erfolgte identisch, beim Vista HCx wurde zusätzlich der elektronische Kompass deaktiviert.

Im ersten Test (Trackaufzeichnung jede Minute über die gesamte Laufzeit, ansonsten wurden die Geräte nicht bedient; Einsatz einer hochwertigen Alkali-Batterie: Varta “High Energy”, Töne ausgeschaltet, WAAS/EGNOS deaktiviert, Displaybeleuchtung 0%) kommt das Vista HCx auf eine Laufzeit von ca. 32 Stunden, das 60Cx auf ca. 20 Stunden. Beim zweiten Test auf einer Mehrtageswanderung (mehrere temporäre Trackaufzeichnungen; Aufzeichnungsart: automatisch, Intervall: maximal; Einsatz einer Standard Alkali-Batterie, Töne ausgeschaltet, WAAS/EGNOS deaktiviert) ist das Vista HCx ca. 28 Stunden, das 60Cx ca. 17 Stunden gelaufen.

Diese Ergebnisse prädestinieren das eTrex Vista HCx eindeutig für längere Outdooreinsätze!. Zu beachten ist, daß die Laufzeit bei häufigem Einsatz des elektronischen Kompasses deutlich kürzer sein kann.

Trackaufzeichnung mit dem Vista HCx

Beim Aufzeichnen von Tracks ist mir eine besondere Eigenschaft des Vista HCx (SW-Version: 2.30) aufgefallen. Im Vergleich zum 60Cx zeichnet der eTrex wesentlich weniger Punkte auf.

Bei einer längeren Wanderung beispielsweise, hat der Active Log 1.624 Einträge gegenüber 2.360 Einträge beim 60Cx (beide Geräte mit Aufzeichnungsart auf automatisch, Intervall auf maximal). Vorteil der Aufzeichnungsart des eTrex ist, daß der Active Log, der maximal 10.000 Punkte aufnehmen kann, nicht so schnell voll läuft – was mir in der Praxis allerdings noch nie passiert ist bzw. durch paralleles Abspeichern auf die interne Speicherkarte zu umgehen ist. Nacheil ist eine geringere Detaillierung der aufgezeichneten Strecke (siehe Abbildung; blau: Vista HCx, rot: GPSmap 60Cx). Um dies zu umgehen, empfiehlt es sich, beim eTrex einen anderen Aufzeichnungsmodus zu wählen, beispielsweise eine Trackaufzeichnung alle 10 m oder nach Zeit.

Trackaufzeichnung; Activelog; blau: eTrex Vista HCx; rot: GPSmap 60Cx; weiß: einzelne Trackpunkte

Ein Beispiel für einen mit dem Vista aufgezeichneten Track können Sie sich hier ansehen (Aufzeichnungsart: automatisch; Intervall: Am häufigsten) :

Download als kmz-Datei/Tracks in Google Earth betrachten

Software-Fehler beim Vista HCx

Folgender Fehler ist mir aufgefallen. Die im Tripcomputer angezeigten Tageskilometer können von der eigentlichen Tracklänge abweichen.

Laut Garmin soll dies mit der SW-Version 2.4 weitgehenst behoben sein. Auszug aus der Beschreibung der SW-Version 2.4: “Changed odometer calculation to more closely match track log distance”.

Zubehör zum Vista HCx

Hervorzuheben ist der Adapter zum Einclipsen in eine Fahrradhalterung. Der Adapter wird in die stabile, aus Metall bestehende Rückwand des eTrex, eingeschraubt. Dies erscheint mir, v.a. bei harten Mountainbikeeinsätzen, als eine vertrauenswürdige Lösung.

An Schnittstellen bringt der eTrex Vista lediglich einen USB-Anschluß mit; eine serielle Schnitstelle, wie auch ein externer Antennenanschluß, fehlen. Vorteil einer seriellen Schnittstelle ist z.B. die Anschlußmöglichkeit an einen PDA. Ein externer Antennenanschluß läßt sich beispielsweise bei schlechten Empfangsbedingungen im Wohnmobil nutzen. Die fehlenden Schnittstellen können für manchen Einsatzzweck ein Knockout-Kriterium sein.

Fazit

Auch in diesem praxisnahen Test beweist der eTrex Vista HCx seine guten Qualitäten. Empfangseigenschaften, Display und Batterielaufzeit sind vom Feinsten. Einschränkungen gibt es aufgrund des Bedienungskonzeptes – ein Tribut an das kompakte Design – und der fehlenden Schnittstellen. Ansonsten kann der Vista HCx für jeden Anwendungszweck empfohlen werden.

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Praxistest: Garmin eTrex Vista HCx was last modified: Juli 25th, 2018 by Joachim Bardua
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