5 Gründe für das Satmap Active 12

  • Großes hochauflösendes 3,5-Zoll Display
  • Konzentration auf die wesentlichen Navigationsfunktionen
  • Angebot an Plug & Play Rasterkarten
  • Hochauflösende Alpenvereins-Karten
  • Bedienung mit Handschuhen

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Gesamtbewertung

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Satmap Active 12 – das britische Rasterkarten-Navigationssystem für Outdoorer im ausführlichen Test! Mit dem Active 12 löst Satmap das 2009 eingeführte Active 10 ab. Das Active 12 verfügt gegenüber seinem Vorgänger neben einer kontinuierlich weiterentwickelten Software über

  • ein höher auflösendes Display (480 x 320 Pixel statt 320 x 240 Pixel),
  • einen barometrischen Höhenmesser,
  • Bluetooth zum Austausch von Daten und Anbinden von Sensoren,
  • deutlich mehr Arbeitsspeicher (128 MB RAM gegenüber 64 MB RAM) und
  • Tasten in orange statt in grau.

Das Active 10 wurde seinerzeit in unserem Test als ein robustes, gut mit Handschuhen bedienbares Rasterkarten-Navigationssystem für Wanderer und Fahrradfahrer eingestuft. Umso gespannter sind wir, wie sich das Satmap Active 12 schlägt – schließlich hat sich seit 2009 in der Welt der Outdoor-Navigation so einiges getan!

Satmap Active 12 im Nachteinsatz

Beim Öffnen der Satmap Active 12 Verkaufsverpackung fällt zunächst der große Lieferumfang auf, was bei den meisten Outdoor-Navis mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr ist!

Die Active 12 DE Edition wird wie folgt geliefert:

  • Satmap Active 12 mit Screencover
  • Vorinstallierte Rasterkarte von Deutschland 1:50.000
  • Vorinstallierte Straßenkarte 1:1 Mio.
  • Weltweite Basiskarte 1:5 Mio. bzw. 1:200 Mio.
  • Robuste Tragetasche, langer Tragegurt
  • Power Bundle mit Lithium-Akku und Netz- bzw. Fahrzeugladegerät (Netzladegerät mit diversen Länderadaptern)
  • Adapter zum Einsetzen von AA-Batterien
  • Langes USB-Kabel
  • 10% Gutschein für Karten
  • Kostenloser Zugang zu Satmap Xpedition Premium für ein Jahr (Online Karten-/Planungstool)
  • Schnellstart-Anleitung

In der Summe überzeugt das Bundle durch schöne Details wie z.B. das ausreichend lange USB-Kabel. Das Ganze hat natürlich seinen Preis, das genannte Bundle kommt auf rund 550.- Euro. Die getestete Solo Edition – ein Bundle ohne vorinstallierte Deutschlandkarte – kostet 450.- Euro.

Satmap Active 12 Test: Gehäuse, Bedienung

Das ein Outdoor-Navi mit 3,5-Zoll Display nicht gerade leicht und klein ist sollte von vornherein klar sein, das Satmap Active 12 kommt inklusive Lithium-Akku auf 210 g (nachgewogen), die Abmessungen betragen 7,5 cm x 13 cm x 3,5 cm. Im Vergleich zu anderen Navis mit großen Displays ist das Active 12 aber fast schon als Leichtgewicht zu bezeichnen:

  • Garmin Montana 650 (4-Zoll Display): 293 g (mit Li-Akku), 7,5 x 14,4 x 3,6 cm
  • CompeGPS TwoNav Aventura (3,5-Zoll Display): 256 g (mit Li-Akku), 7,5 x 13,0 x 3,0 cm

Die Verarbeitung überzeugt, besonders gut gefällt das auswechselbare Screencover zum Verhindern von Kratzern (ein Ersatzcover kostet 9,99 Euro). Nicht auszuschliessen ist es, dass sich bei Regen Feuchtigkeit unter dem Cover ansammelt (während des Test war das Wetter nur traumhaft!). Interessanterweise ist das Active 12 nur nach Schutzart IP65 vor Staub und Feuchtigkeit geschützt – bei Outdoor-Navis üblicher Standard ist IP67. Um dies zu erreichen kann aber ein nicht gerade ästhetischer Silikon-Case als zusätzlicher Schutz übergezogen werden.

Das Satmap Active 12 lässt sich mit dicken Winter- und dünnen Fahrradhandschuhen erstklassig bedienen, dicke Handschuhe müssen lediglich zum Öffnen des Batteriefachdeckels bzw. der Abdeckung für den SD-Kartenslot ausgezogen werden.

Die Bedienung erfolgt über sechs Tasten und einen Thumbstick, dazu kommen die Ein-/Ausschalttaste und eine Taste zum Maximieren der Displaybeleuchtung. Die generelle Bedienung – Tastenfunktionen und Menüaufbau – erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit und nicht wenig Übung. Dazu sollte unbedingt das ausführliche (!) Handbuch herangezogen werden, das derzeit aber in deutsch nur für die Software-Version 2 zur Verfügung steht (aktuelle SW-Version: 3.0.9915).

Beim Menü des Satmap Active 12 wünscht man sich schnell mehr Konfigurationsmöglichkeiten. Zumindest beim Reisecomputer wäre ein individuelles Einstellen der einzelnen Datenfelder nützlich. Für die Datenfelder auf der Kartenseite stehen immerhin 59 verschiedene Datentypen zur Auswahl. Auf der anderen Seite verfügt das Satmap Active 12 über ein umfangreiches Setup-Menü. Besonders hilfreich ist das Einrichten von Profilen mit unterschiedlichen Einstellungen, beispielsweise ein Profil zum Wandern und ein Profil zum Mountainbiken.

In diesem Zusammenhang muss das Thema Geschwindigkeit betrachtet werden. Das Aufrufen von Funktionen, Scrollen durch Listen etc. geht flott über die Bühne, beim Verschieben der Karte agiert das Satmap Active 12 ausreichend schnell, das Zoomen ist dagegen eine eher ruckelige Angelegenheit.

Satmap Active 12: Rückseite, Akku, Tasche

Satmap Active 12: Rückseite, Akku, Tasche

Energieversorgung

Satmap setzt auf Lithium-Power! Dies zeigt sich einerseits an dem mitgelieferten Lithium-Akku, andererseits am Setup-Menü. Unter "Stromversorgung > Batterietyp" stehen nur "AA Alkaline, LiPol Rechargeable, AA Lithium" zur Auswahl. Sollen AA Zellen zum Einsatz kommen empfiehlt Satmap Lithium-Batterien. Die Verwendung von Alkaline-Batterien ist nur als Notbehelf anzusehen, ähnliches gilt für NiMH-Akkus.

Laufzeiten im Testmodus "Volle Power" (Beleuchtung dauerhaft bei 100%, aktive Trackaufzeichnung und GoTo-Navigation, Karte in Bewegungsrichtung, Bluetooth deaktiviert, Stromversorgung im normalen Power-Modus)

  • Lithium-Akku: 05:50 hh:mm
  • eneloop NiMH-Akkus: 04:15 hh:mm

Laufzeiten im Testmodus "Energiesparen" (Beleuchtung schaltet sich nach 15 s aus, aktive Trackaufzeichnung, Bluetooth deaktiviert, Stromversorgung im normalen Power-Modus)

  • Lithium-Akku: 18:55 / 19:30 hh:mm
  • eneloop NiMH-Akkus: 12:10 hh:mm

Die im Test mit den aufgeführten Einstellungen erzielten Laufzeiten sind als minimale bzw. maximale Werte anzusehen. Die tatsächlichen Laufzeiten liegen je nach Nutzerverhalten zwischen diesen Angaben.

Satmap gibt folgende Laufzeiten an:

  • Hibernate-Modus (Standby): 100 bis 120 Stunden
  • Advanced Power-Modus: 16 bis 24 Stunden
  • Normaler Power-Modus: 8 bis 12 Stunden

Im Einstellungsmenü (siehe Screenshots unten) gibt es zahlreiche Optionen für die Stromversorgung. So wird zwischen einem "Normal" (im Test verwendet), "Advanced" und einem "Ultra" Modus unterschieden. "Advanced" und "Ultra" bewirken, dass die GPS-Position nur alle vier bzw. acht Sekunden (statt jede Sekunde) aktualisiert wird, außerdem kann die Karte nicht in Bewegungsrichtung orientiert werden und als Bildschirmbeleuchtung lässt sich maximal 80% bzw. 70% wählen. Der Advanced-Modus eignet sich insbesondere für Aktivitäten wie Wandern.

In diesem Zusammenhang ist die kleine Taste zum Verstärken der Hintergrundbeleuchtung zu erwähnen. Im Rahmen der neuen Beta-Software 3.0.9937 hat Satmap die praktische Funktion hinzugefügt, per Tastendruck schnell zwischen den Beleuchtungsmodi 25%, 50%, 75% und 100% wechseln zu können.

Wer AA-Batterien – drei Stück an der Zahl – verwenden will, muss den mitgelieferten Adapter einsetzen. Beim Entfernen des Li-Akkus gilt es aber aufzupassen um beim Ziehen des kleinen Steckers kein Kabel abzureißen!

GPS-Empfang

Zum Empfangen von GPS-Signalen setzt Satmap einen SiRFstarIII Chip in Kombination mit einer 18 mm Patch-Antenne ein. Auf einen zusätzlichen GLONASS-Turbo wird verzichtet, WAAS/EGNOS ist aber vorhanden. Die Patch-Antenne befindet sich in dem schrägen, nach hinten weisenden Gehäuseteil. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Antenne ist in der Regel perfekt zum Himmel ausgerichtet!

Was sieht die Praxis aus? Zahlreiche Trackaufzeichnungen zeigen, dass das Satmap Active 12 in dieser Disziplin mit den zum Vergleich herangezogenen Handgeräten von Garmin (eTrex, Oregon, GPSmap) nicht ganz mithalten an. In Bereichen mit schlechtem Empfang driften die Satmap-Tracks eher mal ab.

Eine Schwäche ist der recht lange Zeitraum zum Bestimmen der Position nach dem Einschalten des Gerätes. Dies ist als nicht mehr zeitgemäß einzustufen, um die Time to First Fix (TTFF) zu verkürzen gibt es entsprechende Technologien. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass die zuerst bestimmte Position des öfteren recht weit von der eigentlichen Position abweicht. Das Warten auf die Positionsbestimmung lässt sich beim Starten einer Tour durch ein Einschalten vor dem Packen des Rucksacks bzw. Anziehen der Schuhe verkürzen. Bei langen Pausen empfiehlt es sich, das Gerät nicht auszuschalten, sondern in den Ruhezustand (Hibernate-Modus) zu versetzen. Dann erfolgt die erneute Positionsbestimmung deutlich schneller.

Display

Beim Satmap Active 12 kommt ein farbiges 3,5-Zoll LCD TFT Display zum Einsatz. Die Auflösung des HVGA (= Half-size VGA) wird mit 480 x 320 Pixeln angegeben (entspricht ca. 4.085 Pixel pro cm²). Die im Vergleich zu vielen Outdoor-GPS-Geräten besonders hohe Auflösung macht sich beim Ablesen von Karten positiv bemerkbar, insbesondere im Zusammenspiel mit den hochauflösenden Deutschland- oder Alpenvereins-Karten.

Wie steht es um die Ablesbarkeit des Displays? Zunächst ist anzumerken, dass ohne Zusatzbeleuchtung nichts geht. Wird die Hintergrundbeleuchtung auf 0% gesetzt, ist praktisch nichts zu erkennen – egal wie das Gerät ausgerichtet wird.

In der Praxis hat sich deshalb eine Beleuchtungseinstellung von 90% oder 100% bewährt. Dann ist das Display bei direkter Sonneneinstrahlung excellent ablesbar, vorausgesetzt, es wird zum Betrachter optimal ausgerichtet. Bei einem Wegdrehen vom Betrachter nimmt die Ablesbarkeit rapide ab. Das Display des Active 12 setzt also eine permanente Nutzung der Hintergrundbeleuchtung und eine perfekte Ausrichtung voraus, damit es unter schwierigen Lichtbedingungen seinen Zweck erfüllt – was bei Aktivitäten zu Fuß in der Regel kein Problem darstellt. In Kombination mit den vielfältigen Energiesparmaßnahmen hält sich dann auch die Akkunutzung im Rahmen, ist das Display doch der größte Verbraucher.

Bei Bedarf kann noch einen Sonnenfilter zum Verbessern der Ablesbarkeit der Karte bei praller Sonne aktiviert werden. Ein Rotfilter steht für Nachteinsätze zur Verfügung.

Schnittstellen

Das Satmap Active 12 verfügt über USB 2.0 zur Energieversorgung bzw. Datenaustausch mit einem PC/Laptop. Zusätzlich kommt Bluetooth 4.0 zum Einsatz. Bluetooth dient zum direkten Datenaustausch zwischen Active 12 Geräten (via Bluetooth Classic, nicht ausprobiert) bzw. zum Verbinden mit einem Herzfrequenz- bzw. Trittfrequenz- / Geschindigkeitssensor (via Bluetooth Low Energy).

Im Test wurde das Active 12 mit einem Suunto Smart bzw. einem Polar H7 Herzfrequenzsensor ausprobiert. Beide Sensoren wurden auf Anhieb erkannt, ein Anzeigen der Herzfrequenz war aber nicht möglich.

Screenshots (anklicken!)

Funktionen

Konzentration auf das Wesentliche ist angesagt! Das Satmap Active 12 bietet keine trendigen Funktionen wie Smart-Notifications oder eine Smartphone-App, sondern konzentriert sich auf die eigentlichen Aufgaben eines Outdoor-Navigationssystems. Auf praktische Features wie einen Kalender, Wecker oder eine Stoppuhr muss man aber ebenso verzichten. Da Satmap auf Rasterkarten setzt ist auch kein automatisches Routing zu einem beliebigen Ziel möglich, paperless Geocaching  dagegen schon.

Navigiert wird mit Routen, Tracks und Wegpunkten. Und dies kann das Active 12 richtig gut. Navigiert wird per Kartenseite oder mit Hilfe des Pointers. Routen, Tracks, Wegpunkte, Geocaches etc. lassen sich per SatSYNC (siehe unten) auf das Active 12 bringen. Routen können aber auch auf der Kartenseite zusammengeklickt, POIs auf der Kartenseite oder per Koordinateneingabe erstellt werden. In diesem Zusammenhang muss man sich mit der Satmap eigenen Nomenklatur beschäftigen. Satmap spricht von OOIs (Objects of Interest), dahinter verbergen sich:

  • POIs (Points of Interest)
  • AOIs (Areas of Interest)
  • LOIs (Lines of Interest)
  • Grids
  • IOIs (Items of Interest)

 AOIs, LOIs, Grids und IOIs sind ein Alleinstellungsmerkmal von Satmap, das für spezielle Anwendungszwecke – z.B. Forschung oder Bergrettung – überaus interessant sein dürfte.

Zu Erwähnen sind noch Funktionen wie das Umkehren von Routen und Bearbeiten einzelner Wegpunkte von Routen, das Aktivieren eines Warnradius, die große Auswahl an POI-Symbolen, das Speichern auf SD-Karte oder im internen Speicher, das Setzen von Markern zur Entfernungsmessung zwischen zwei Punkten und das Speichern von Aufzeichnungen im map, gpx und tcx Format.

Die Daten von Fitness-Sensoren (Herzfrequenz, Trittfrequenz) werden nur angezeigt, sinnvolle Zusatzfunktionen wie z.B. Herzfrequenzzonen oder -alarme gibt es nicht – für zukünftige Software-Versionen hat Satmap aber bereits Herzfrequenzzonen angekündigt! Das Erfassen der Geschwindigkeit per Sensor ist für Radfahrer bei Ausfall des GPS-Systems sinnvoll (Tunnel etc.).

Karten

Satmap bietet seinen Kunden ein vielfältiges Angebot an Rasterkarten an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Europa, die Auswahl ist insbesondere für Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz sehr groß. Außereuropäische Länder sind aber auch gut vertreten. Alle Karten werden auf SD-Karten geliefert. Dies hat den Vorteil, das ein lästiges Installieren von Karten via PC entfällt. "Einstecken und Los!" lautet das Motto (Plug & Play Karten).

Sehr hilfreich kann der von Satmap angebotene "Map Consolidation Service" sehr. Für 25.- Euro packt Satmap diverse Karten auf eine SD-Karte, sodass unterwegs ein lästiger SD-Kartenwechsel entfällt.

Zu den Highlights gehört die hochauflösende Alpenvereinskarte v4. Die für 110.- Euro erhältliche AV-Karte umfasst 74 einzelne Karten in den Maßstabsbereichen 1:25.000 bzw. 1:50.000. Dazu gehört auch ein alphabetisches Hüttenverzeichnis mit allen relevanten Informationen inklusive Fotos. Das es sich bei den AV-Karten um erstklassige Karten handelt ist bekannt, dementsprechend können sie jedem Active 12 Anwender, der gerne in den deutschen und österreichischen Bergen unterwegs ist, nur empfohlen werden.

Software, Online-Portal

Beim Anschliessen an einen PC wird das Active 12 nicht als zusätzliches Massenspeicher-Laufwerk angezeigt. Ein direkter Zugriff auf das Dateisystem z.B. per Windows-Explorer ist somit nicht möglich. Zu diesem Zweck muss die Software "SatSYNC" installiert werden (für Windows und Mac).

SatSYNC bietet zahlreiche Funktionen, inklusive dem unkomplizierten Durchführen von Software-Updates, Kopieren von Routen und POIs zwischen Active 12 und PC, einem Datenaustausch mit dem Satmap Online-Portal oder Google Earth, Importieren von Geocaches, eine Unterstützung zahlreicher Formate (gpx, kml, kmz, jpg, loc, map, poi icons, png, txt, tcx, xol, Pocket Queries) und einen Dateikonverter für das Satmap *.map Format.

Die Abhängigkeit von SatSYNC hat einen Nachteil: Es ist nicht möglich, mal so eben einen Track von einem beliebigen PC / Laptop auf das Satmap Active 12 zu schieben. Und es zeigt sich, dass das Konvertieren und Übertragen von großen Pocket Queries viel Zeit beansprucht – eine Geocaching-Tour sollte man deshalb möglichst frühzeitig vorbereiten. SatSYNC dürfte aber auch einen Vorteil haben: Es wird (vermutlich) verhindert, dass korrupte oder nicht kompatible Dateien auf dem Active 12 landen und z.B. einen Gerätestart verhindern.

Über das Online-Portal Satmap Xpedition (Registrierung nötig) können Touren anderer Anwender heruntergeladen werden. Das Portal ist aber nicht ausgereift, es werden nur wenige Touren angezeigt (obwohl 162.699 hochgeladen sein sollen) und es kommt zu Fehlermeldungen. Das interessante Planungsmodul lässt sich aktuell nicht verwenden, im Zusammenhang mit Microsoft Silverlight kommt es zu einer Fehlermeldung (ausprobiert auf zwei Windows 10 PCs mit unterschiedlichen Browsern, inklusive Silverlight Neuinstallation).

Für 25.- Euro pro Jahr lässt sich Satmap Xpedition um zusätzliche Funktionen und Karten erweitern: Vergleich kostenloser Standard- und Premium-Account.

Satmap Active 12 Test: Fazit

Das Satmap Active 12 hat seinen eigenen Charme und hebt sich aus der Welt der Outdoor-Navigationssysteme deutlich ab: Tasten statt Touchscreen, Raster- statt Vektorkarten und einzigartige Funktionen wie z.B. die OOIs (Objects of Interest). Die grundlegenden Funktionen eines Outdoor-Navis – das Navigieren mit Tracks, Routen und Wegpunkten – beherrscht es, dazu kommt ein großes, hochauflösendes Display, das in Kombination mit den 600 dpi Rasterkarten eine Papierkarte fast vergessen macht. Weitere Merkmale wie Bluetooth, Höhenmesser und eine große Speicherkapazität runden das Angebot ab.

Auf der anderen Seite erscheinen so manche Details des Satmap Active 12 nicht mehr zeitgemäß. Ohne Schutzhülle ist das Gehäuse ist nicht wasserdicht ("staubdicht und wetterfest"), beim Kompass handelt es sich um einen 2-Achsen und nicht um einen 3-Achsen Kompass und der SiRFstarIII GPS-Empfänger erscheint etwas angestaubt.

Das Satmap Active 12 eignet sich insbesondere zum Wandern und für Anwender, die zu allen Jahreszeiten unterwegs sind und eine Bedienung mit Handschuhen genauso schätzen wie das Navigieren mit Hilfe von Rasterkarten und auf moderne Funktionen wie Smart-Notifications und Autorouting verzichten können.

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Pro

  • Großes hochauflösendes 3,5-Zoll Display
  • Umfangreiches Setup mit Anwenderprofilen
  • Auswahl an Plug & Play Rasterkarten
  • Barometrischer Höhenmesser & Bluetooth
  • Großer Lieferumfang
  • Ausführliches Handbuch
  • Bedienung mit Handschuhen

Contra

  • Kein 3-Achsen Kompass
  • Nur Schutzart IP65
  • Gewöhnungsbedürftige Bedienung
  • Langsames Zoomen der Karte
  • Teils zähe Positionsbestimmung nach dem Einschalten
  • Abhängigkeit von SatSYNC
  • Online-Portal mit Fehlern

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  • GPS 60%
  • Akku 60%
  • Display 60%
  • Bedienung 60%
  • Navigation 80%
  • Ausstattung 60%
  • Karten 80%
  • Gesamtbewertung (gerundet) 70%
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Bewertungskriterien

GPS-Empfang (Zeit bis zur ersten Positionsbestimmung, Genauigkeit von Trackaufzeichnungen), Akku (Laufzeiten mit eneloop Akkus bzw. integrierten Lithium-Akkus), Display (Ablesbarkeit unter wechselnden Bedingungen, Auflösung), Bedienung (Einsteigerfreundlichkeit, Konfigurationsmöglichkeiten, Bedienung mit unterschiedlichen Handschuhen), Navigation (Routing, Zielführung), Ausstattung (Anzahl an Funktionen gemäß Punkteliste), Karten (Angebot/Verfügbarkeit: weltweit/regional, Raster-/Vektor-/Marine-, Satellitenbilder, kostenlose OSM-Karten); jede Kategorie fließt zu gleichen Teilen in das Endergebnis ein.

Satmap Active 12 Test – Ein Outdoor-Navi für Individualisten! was last modified: Juli 4th, 2016 by Joachim Bardua

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