Motorola Defy Android Smartphone, Bild: Motorola

Motorola Defy Android Smartphone, Bild: Motorola

Android-Smartphones und das iPhone machen Auto-Navis (PNDs) das Leben schwer. Sind sie auch eine ernsthafte Konkurrenz für reinrassige Outdoor-GPS-Handgeräte? Dieser Frage wollen wir in Form einer Pro und Contra Liste nachgehen.

Was sind die Vor- und Nachteile der Smartphone-Liga gegenüber Outdoor-GPS-Geräten vom Schlage eines Garmin Oregon, Falk IBEX oder Magellan eXplorist?

Pro

  • Bei Verzicht aufs Outdoor-Navi: Ein Teil weniger im heimischen Gerätepark!
  • Ein Gadget für alles: Navigation, Unterhaltung, Office, Mail, Telefon.
  • Online-Zugriff: Karten (OSM, Google, …), Touren oder Geocaches lassen sich mit einigen Apps online herunterladen (Voraussetzung: WLAN oder Mobilfunk-Verbindung).
  • Spezialisierte Apps: Inbesonders fürs Geocaching stehen Apps zur Verfügung, bei denen einige Outdoor-Navis vor Neid erblassen können.
  • Outdoor-Apps: meist recht günstig oder kostenlos.
  • Bluetooth: Anschliessen eines externen GPS-Empfängers oder Herzfrequenzsensors.

Garmin eTrex 30 Outdoor-Navi, Bild: Garmin

Contra

  • Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit: Smartphones sind in keinster Weise vor den Widrigkeiten des Outdoor-Lebens geschützt (Ausnahmen: Motorola Defy+, Sony Ericsson Xperia active, takwak tw700). Eine Schutzhülle von Aquapac, Otterbox oder Case-Mate ist fast schon Pflicht.
  • Befestigung am Fahrradlenker: Wer das Smartphone auch am Fahrradlenker nutzen möchte, ist auf spezielle Lösungen angewiesen. Für Outdoor-Navis gibt es in der Regel eine passende Fahrradhalterung. Allerdings kommen immer mehr pfiffige – aber nicht unbedingt preiswerte – Produkte für Smartphones auf den Markt.
  • Kurze Akkulaufzeit: Der Smartphone-Akku macht im Dauereinsatz viel zu schnell schlapp. Preisgünstige und überall erhältliche AA Akkus oder Batterien lassen sich nicht verwenden, die proprietären Smartphone-Akkus können recht teuer sein.
  • Display: Häufig sehr schlecht ablesbar, kapazitive Touchscreen-Displays lassen sich nicht mit Handschuhen bedienen.
  • Outdoor-Apps: Das Angebot an Outdoor-Apps ist zwar riesig, aber keine App bietet den gesamten Funktionsumfang eines Outdoor-GPS-Handgerätes. In der Regel sind mehrere Apps notwendig.
  • Kartenmaterial: Topographische Vektorkarten mit der Qualität einer Garmin Topo Deutschland gibt es nicht, die kostenlosen OpenStreetMap-Karten sind für Outdoor-Aktivitäten abseits von Städten oft (noch) unbrauchbar. Kostenpflichtige Rasterkarten (Apps: apemap, Viewranger, …) sind die beste Grundlage für Outdoor-Touren.

Outdoor-Smartphones:

Kennen Sie noch weitere Vor- und Nachteile? Erfahrungen und Meinungen können über die Kommentarfunktion anderen Lesern mitgeteilt werden!

Smartphone-Navigation auf Outdoor-Touren – Pro und Contra was last modified: Juni 3rd, 2013 by Joachim Bardua
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