Outdoor-Smartphone takwak tw700 im Einsatz; die kräftige Hintergrundbeleuchtung läßt das Display erstrahlen (Abbildung zum Vergrößern anklicken)

Für Outdoorer, Geocacher und professionelle Anwender gibt es mit dem takwak tw700 ein interessantes All-in-One-Gerät. Das tw700 – "Engineered in Germany" – vereint Android-Smartphone, Outdoor-Navi, Walkie Talkie und Gruppen-Kommunikator in einem äußerst robusten, gegen Staub und Wasser geschützten Gehäuse.

Navigation-Professionell.de hat sich das seit November 2012 erhältliche Multifunktionsgerät takwak tw700 in einem mehrwöchigen Test näher angeschaut. Dabei mußte es im Alltag, beim Geocaching und auf zahlreichen Wander- und Schneeschuhtouren beweisen, was es so drauf hat!

Der erste Eindruck ist entscheidend

Beim Auspacken des takwak tw700 kommt ein Android-Smartphone zum Vorschein, dass sich schon optisch von der aktuellen Smartphone-Generation unterscheidet: klassisches Barren- statt modernes Flunder-Design. Mit Abmessungen von 13,1 x 6,7 x 2 cm ist es alles andere als flach gebaut. Dazu kommt ein respektables Gesamtgewicht von 207,7 g (inkl. Akku, nachgewogen). Zum Vergleich: Das schwer angesagte Samsung Galaxy S3 kommt auf 13,7 x 7,1 x 1 cm und ein Gewicht von 133 g, ein Touchscreen-Outdoor-Navi wie das Garmin Oregon auf 11,4 x 5,8 x 3,5 cm bei einem Gewicht von knapp 200 g. Das tw700 liegt dafür sicher in der Hand, ein nicht zu unterschätzender Vorteil im Outdoor-Gebrauch.

Dafür zeigt das takwak tw700 von Anfang an: Ich bin robust, auf mich kannst Du dich verlassen, mit mir kannst Du durch dick und dünn gehen!

Dieser Eindruck bestätigt sich im Test. Nichts knarzt, alles erscheint supersolide und robust. Bis auf eine kleine Ausnahme. Die ausklappbare Walkie Talkie Antenne bewirkt beim Hin- und Herbewegen einen Hebeleffekt. Bei Nichtgebrauch sollte man sie besser einklappen.

Das takwak erfüllt laut Hersteller folgende Schutzgrad-Anforderungen (Quelle: takwak):

  • Wasser: IPX7 (30 Minuten in 1 m Tiefe)
  • Staub: IP5X
  • Stoßfestigkeit: IEC 60068-2-32 (bzw. MIL-STD 810F/516.6&522)

Im Klartext bedeutet dies "Geschützt gegen Staub in schädigender Menge" (IP5X) bzw. "Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen" (IPX7) (Quelle: Wikipedia), die Stoßfestigkeit nach IEC 60068-2-32 beinhaltet eine Prüfung im freien Fall (Quelle: VdS-Richtlinien). Um die Anforderungen zu erfüllen, wird der Micro-USB-Anschluß durch eine Kunststoffkappe vor Wasser und Staub geschützt, außerdem muss der Anwender den Rückdeckel besonders sorgsam einsetzen.

Um die Praxistauglichkeit des takwak tw700 zu verbessern, wäre eine Optimierung der Befestigungsschraube des Gehäusedeckels sinnvoll. Die Schraube zum Öffnen bzw. Schließen des Deckels läßt sich am besten mit einer Münze öffnen. Auf Tour erweist sich das als recht unpraktisch; eine Schraube mit ein-/ausklappbaren Flügel ist für einen schnellen Akkuwechsel besser geeignet.

Bedienung mit Tasten und Touchscreen

Die Bedienung des takwak tw700 erfolgt per Touchscreen und mit Hilfe von sieben Tasten. Die große Besonderheit: Beim takwak ist ein resisitiver und kein kapazitiver Touchscreen verbaut. Die Bedienung kann deshalb mit Handschuhen erfolgen, sogar ein feuchtes Display stört nicht.

In der Praxis zeigt sich, dass sämtliche Interaktionen mit dem Touchscreen – egal ob ein Verschieben des Bildschirminhalts oder ein Drücken von Buttons – konzentriert und mit etwas Nachdruck erfolgen müssen. Als ein optimales Hilfsmittel, vor allem beim Eingeben von Texten, erweist sich ein Stylus (vielleicht liegt ja noch ein alter PDA mit Eingabestift in der heimischen Elektronikkiste?). Mit dünnen Fleecehandschuhen gelingt die Bedienung noch recht gut, umso dicker die Handschuhe werden, umso schwieriger wird es. Aber zum Glück stehen mehrere Hardware-Tasten mit folgenden Funktionen zur Verfügung: zwei Tasten für die Lautstärkeregelung, Ein/Aus-Taste, Menü-/Home-/Zurück-Tasten, Walkie Talkie Sprechtaste. Insbesonders die Menü-/Home-/Zurück-Tasten erweisen sich als eine große Hilfe.

takwak tw700: Outdoor-Smartphone und Walkie Talkie, oben rechts: ausgeklappte Walkie Talkie Antenne (Abbildung zum Vergrößern anklicken)

Ein gut ablesbares Display sorgt für Durchblick

Im Gegensatz zu den hochauflösenden Riesendisplays vieler aktueller Android-Smartphone erscheint das Display des takwak fast schon anachronistisch: 3,5-Zoll, 7,4 x 4,9 cm, 8,9 cm Diagonale und eine Auflösung von 320 x 480 Pixel. Die Display-Abdeckung besteht anscheinend aus Kunststoff.

Die kleine Größe hat Vorteile: Das Gehäuse fällt kleiner aus und der Akku hält länger durch. Große und hochauflösende Displays sind bei Smartphones schließlich richtige Energiefresser.

Die geringe Auflösung stört beim Arbeiten mit dem takwak, z.B. beim Ablesen von topografischen Karten, keineswegs. Wichtiger ist die Ablesbarkeit des Displays auf Outdoor-Touren. In dieser Disziplin versagen viele Android-Smartphones jämmerlich. Das takwak aber nicht. Herrschen ungünstige Lichtverhältnisse, braucht nur die Hintergrundbeleuchtung auf maximal gestellt werden. Für ein Smartphone ist das Display dann wirklich gut ablesbar, mit reinrassigen Outdoor-Navis kann es aber nicht ganz mithalten.

Unabhängigkeit dank langer Akkulaufzeiten

Seine Energie bezieht das takwak tw700 aus einem Lithium-Akku mit einer Kapazität von 2.700 mAh. Als Laufzeit gibt takwak mit dem Zusatz "Nur Navigation" 12 Stunden an.

Im Trockentest haben sich folgende Zeiten ergeben:

  • 100% Beleuchtung, GPS an, Telefon an (aber nicht telefoniert), aktive Navigation, kontinuierliche Trackaufzeichnung: nach 06:15 hh:mm kommt die Meldung "Akku fast leer".
  • 0% Beleuchtung, GPS an, Flugmodus an, aktive Navigation, kontinuierliche Trackaufzeichnung: nach 10:00 hh:mm Meldung "Akku fast leer".

Auf Tour hält das takwalk ungefähr 9 bis 10 Stunden durch (aktivierter Flugmodus, GPS an, Trackaufzeichnung aktiviert, Beleuchtung möglichst reduziert). Mit diesen guten Laufzeiten läßt sich einiges anfangen, einen Ersatzakku sollte aber immer mitgeführt werden. takwak bietet Zusatzakkus zum moderaten Preis von 24,90 Euro an.

Noch mehr Technik und Spezifikationen

Einige wichtige Fakten lauten (Quelle: takwak):

  • Betriebssystem: Android 2.2.3
  • Konnektivität: Bluetooth 2.1+EDR, WLAN 802.11b/g/n, USB 2.0
  • Netzstandards: GSM (900/1800 MHz) GPRS/EDGE
  • Speicher: 2 GB Flash (1 GB verfügbar), microSD-Karten bis 32 GB
  • Prozessor: ARM Cortex A9 mit 533 MHz (Dual Core)
  • GPS: SiRFstarIV Empfänger mit Self-Assisted GPS
  • Sensoren: elektronischer Kompass, barometrischer Höhenmesser, Beschleunigungssensor
  • Kamera: 5,0 Megapixel mit LED Beleuchtung

Zunächst fällt auf, dass takwak auf ein nicht mehr ganz taufrisches Android Version 2.2.3 setzt. Der aktuelle Stand Anfang Januar 2013 ist immerhin Android Version 4.2.1. Bei den Standards sieht es ähnlich aus, als Netzstandard hat sich inzwischen UMTS etabliert. In ländlichen Gegenden mag ein Verzicht auf UMTS verschmerzbar sein, im Alltagsgebrauch dagegen nicht. Der 533 MHz Dual Core Prozessor erscheint auf den ersten Blick auch nicht mehr zeitgemäß, in der Praxis reicht er aber vollkommen aus, außerdem geht er sparsam mit den Energiereserven um.

takwak tw700 Test: GPS & Navigation

Der GPS-Empfänger ist entscheidend

Zum Empfangen von GPS-Signalen dient ein SiRFstarIV Empfänger mit Self-Assisted GPS. Mit Self-Assisted GPS berechnet das tw700 die Bahndaten der Satelliten im Voraus und kann die Position somit schneller bestimmen. Außerdem kann das tw700 Informationen zu den Satelliten über die Mobilfunkverbindung beziehen, auch das führt zu einem schnellen Positionsfix.

In der Outdoor-Praxis zeigt sich, dass das takwak tw700 in dieser Disziplin mit Outdoor-GPS-Handgeräten von Garmin, die auf eine Technik analog zu Self-Assisted GPS setzen, nicht ganz mithalten kann. Die Zeit bis zum GPS-Fix ist – auch bei deaktivierter GSM-Verbindung – in der Regel aber ausreichend kurz, unter ungünstigen Rahmenbedingungen (z.B. Abschattungen durch Gebäude) kann es schon einmal länger dauern.

Um den GPS-Empfänger des takwak tw700 optimal nutzen zu können, empfiehlt es sich, die ausführlichen FAQs zum tw700 durchzulesen. takwak empfiehlt beispielsweise, die Displayausrichtung auf "Hochformat" zu stellen (beim automatischen Wechsel vom Hoch- zum Querformat wird der GPS-Empfänger kurzzeitig deaktiviert) und das Smartphone wie folgt zu halten: "Für den idealen GPS Empfang sollte das tw700 im 45° Winkel mit dem Display zum Betrachter gerichtet gehalten werden".

Neben einer flotten Positionsbestimmung sind möglichst akkurate Trackaufzeichnungen ein Qualitätsmerkmal von GPS-Geräten. Das takwak ermöglicht sehr genaue Aufzeichnungen, allerdings kommt es hin und wieder zu Abweichungen von bis zu 30 Metern. Ein Verhalten, dass andere GPS-Geräte auch zeigen können. Die folgenden Tracks dienen zum Vergleich mit unterschiedlichen Geräten (Dateien herunterladen und Tracks z.B. in Google Earth analysieren)

  • Download Tour 1 – Zwieselberg (rot: takwak; grün: Garmin GPSmap 62st; tw700 am Rucksackträger befestigt; Aufzeichnung mit twOutdoor)
  • Download Tour 2 – Ostersee (blau: takwak; rot: Garmin GPSmap 62st; grün: Samsung Galaxy S3; olivgrün: Garmin fenix; tw700 in der Hand getragen; Aufzeichnung mit twOutdoor)
  • Download Tour 3 – Gröbner Hals (grün: takwak; rot: Garmin Montana; blau: Garmin fenix; tw700 am Rucksackträger befestigt; Aufzeichnung mit twOutdoor)

Alternativ kann das tw700 mit einem externen Bluetooth-GPS-Empfänger verwendet werden. Die Verbindung erfolgt über die App "Bluetooth GPS Provider" (erhältlich bei AndroidPit).

Navi-Apps führen zum Ziel

Nach dem GPS-Empfänger sind Navigations-Apps das nächste wichtige Glied in der Kette. Auf dem tw700 ist die App "twOutdoor" vorinstalliert. Daneben gibt es noch eine Kompass- ("Marine Kompass") und eine Barometer-App zum Darstellen von Luftdruckschwankungen ("Barometer HD").

twOutdoor – eine Software von MagicMaps – bietet im wesentlichen folgende Funktionen:

  • Automatisches Routing zu einem Ziel (einzelner Wegpunkt, Adresse). Zum Berechnen der Strecke entlang des Wegenetzes stehen mehrere Methoden wie "Fußgänger, kürzeste Route" oder "Fahrrad, Mountainbike" zur Auswahl. Die zu fahrende Strecke wird auf der Karte rot eingezeichnet, ein Richtungspfeil und ein Hinweiston (Gong) helfen bei der Orientierung.
  • Anlegen von Wegpunkten auf der Kartenseite
  • Navigieren mit Hilfe von Tracks (z.B. aus dem Internet heruntergeladen oder mit Hilfe einer Planungssoftware wie dem MagicMaps Tour Explorer, Quo Vadis oder CompeGPS Land erstellt)
  • Aufzeichnen und Speichern von Tracks
  • Gruppennavigation mit anderen takwak-Nutzern (weiteres dazu unten)
  • Ein Dashboard mit wichtigen Daten zur aktuellen Tour wie Geschwindigkeit, Höhenmeter etc.
  • twOutdoor ist einfach zu bedienen und gibt dem Anwender mehrere Möglichkeiten an die Hand, unkompliziert zum Ziel zu gelangen. In der Summe ihrer Eigenschaften kann die App aber bei weitem nicht mit dem Funktionsumfang von reinrassigen Outdoor-GPS-Handgeräten oder anderen Outdoor-Apps mithalten. Erweiterungspotential besteht an vielen Stellen, z.B. ein Maßstabsbalken auf der Kartenseite, dem Setzen von Zwischenzielen beim Routing oder eine Integration von POIs.

    Als Kartengrundlage dienen einerseits von takwak zur Verfügung gestellte, kostenlose, weltweite OpenStreetMap-Karten und kostenpflichtige Rasterkarten von MagicMaps. Die MagicMaps-Karten werden derzeit für Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Südtirol/Gardasee, Luxenburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, ausgewählte Regionen in Spanien und USA angeboten (weitere Regionen in Planung). Sie stammen von den jeweiligen nationalen Vermessungsämtern oder vom Kompass-Verlag, der Maßstab ist immer 1:50.000. Die Karten können direkt aus twOutdoor heraus kachelweise (eine Kartenkachel = 70 km x 100 km) gekauft bzw. heruntergeladen werden. Am besten erfolgt dies per WLAN, anschließend stehen sie offline zur Verfügung und können somit ohne Mobilfunkverbindung genutzt werden.

    Die MagicMaps-Karten von Deutschland kosten 3,99 je Kachel, Gesamt-Deutschland würde somit auf heftige 475.- Euro kommen. Wünschenswert wäre es, wenn es preisgünstigere Kartensets, z.B. von einzelnen Nationalparks, geben würde. Eine weitere Quelle für Karten ist der MagicMaps Tour Explorer. Die Planungs- und Tourensoftware gibt es in Verbindung mit unterschiedlichen Rasterkarten (Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schweiz, je nach Land 1:50.000 bzw. 1.25.000), welche sich auf das tw700 übertragen lassen. Die Übertragung von Karten bzw. Touren vom PC oder Laptop zum tw700 erfolgt per WLAN. Im Test hat die Verbindung Tour Explorer/tw700 auch an verschiedenen Routern, mit abgeschalteter Firewall und obwohl die Geräte im Netzwerk sichtbar waren nicht geklappt. Eine zuverlässige Übertragungsmethode per Kabel ist in der derzeitigen Version leider nicht vorgesehen.

    Wem der Funktionsumfang von twOutdoor nicht ausreicht bzw. sich ein größeres Kartenangebot wünscht (z.B. Rasterkarten im Maßstab 1:25.000), kann auf dem takwak tw700 wie auf jedem anderen Android-Smartphone weitere Apps installieren. Die Entäuschung ist am Anfang allerdings groß: Das tw700 ist nicht an Google Play angeschlossen!

    Als Store wird AndroidPit angeboten, aber dort ist das Angebot nicht gerade berauschend. Die Suche nach Outdoor-Apps erfolgt am besten mit Hilfe der vorinstallierten App "App Center". Das Ergebnis: Viewranger Outdoor GPS, Locus Free/Pro, Bluetooth GPS Provider und noch andere, weniger bekannte Apps. Alternativ läßt sich auf takwak der Amazon App-Shop installieren; Apps sind beispielsweise GPS Test oder runtastic. Als nächste Möglichkeit bietet es sich an, Apps direkt zu installieren. Das schwierige daran ist allerdings, dass von den wenigsten Apps die zur Installation notwendigen apk-Dateien aufzutreiben sind. Folgende wurden im Internet aufgespürt: Beta-Versionen von c:geo (empfehlenswerte Geocaching-App, www.cgeo.org/nightly.html) und Orux Maps (www.oruxmaps.com/index_en.html). Außerdem kann noch die leistungsfähige Software TwoNav von CompeGPS gekauft und installiert werden (www.compegps.de).

    Gruppennavigation (nicht getestet)

    Die Gruppennavigation ist eine der Besonderheiten des takwak tw700. Dahinter verbirgt sich: Zwei bis beliebig viele takwak-Nutzer finden sich zu einer virtuelle Gruppe zusammen, anschließend lassen sich unter anderem die Positionen der einzelnen Mitglieder auf den Kartenseiten aller zusammengeschlossenen tw700 darstellen. Die Übertragung der Daten erfolgt über eine Mobilfunkverbindung oder über ein WLAN. Zum Datenaustausch per Handynetz ist das Abschliessen einer Datenflatrate sinnvoll, bei einem Auslandsaufenthalt sind die zusätzlichen Roamingkosten zu beachten. Die Gruppennavigation ist von den Mobilfunkkosten abgesehen kostenfrei, die Kommunikation erfolgt über einen Server von takwak.

    Wie gesagt, die Gruppennavigation wurde nicht getestet, beim Blättern im Handbuch zeigen sich einige pfiffige Funktionen. Dazu gehören, Beispiele: Datenaustausch von Gerät zu Gerät (Textnachrichten, GPX-Dateien, Bilder, Audiodateien, Browser-Lesezeichnen, Videos mit Einschränkungen), Chatten mit der Gruppe, Zielführung zu einem gemeinsamen Ziel.

    Das tw700 als Walkie Talkie (nicht getestet)

    Das tw700 läßt sich als vollwertiges Walkie Talkie einsetzen. Dabei kann es nicht nur mit anderen tw700-Geräten kommunizieren, sondern mit allen Walkie Talkies, die den Standard PMR446 unterstützen. Ein wichtiges Kriterium ist die Reichweite der Sprachkommunikation. Wird haben nachgefragt, in bebauten Gebieten soll sie ca. 400 m, in flachem Gelände mit "freier Sicht" und wenig Gebäuden bis zu 2.000 m betragen.

    Für wen könnten Gruppennavigation und Kommunikation per Walkie Talkie interessant sein?

    Mögliche Einsatzszenarien sind im professionellen Umfeld und im Freizeitbereich zu suchen. Die Funktionen könnten für Bauleiter, Montage- und Security-Personal genauso interessant sein wie für Jäger. Sie können helfen, Wandergruppen zusammenzuhalten (z.B. am Anfang und am Ende einer Gruppe wird ein tw700 mitgeführt) und ermöglichen Geocacher-Gruppen intern zu kommunizieren.

    takwak tw700: Robustes Android-Smartphone für Outdoor und Arbeit (Abbildung zum Vergrößern anklicken)

    takwak tw700 Test: Lieferumfang, Zubehör

    Das tw700 wird mit erfreulich viel Zubehör ausgeliefert:

    • tw700 Android-Smartphone
    • Lithium-Akku 2.700 mAh
    • Netzladegerät
    • USB-Kabel
    • 4GB microSD-Karte mit vorinstallierten OSM Karten (DACH, UK, Norditalien)
    • Universalgerätehalter
    • Tasche
    • Handbuch
    • Gutschein für eine topografische Kartenkachel (Regionen: Deutschland, Österreich, Schweiz)

    Der Nutzer braucht dann – je nach Anwendungszweck – nur noch einen Ersatzakku (24,90 €), eine Autohalterung (19,90 €), einen Fahrradhalter (19,90 €) und ein Autoladegaerät (12,90 €).

    Als erstes fällt positiv auf, das auf einigen Verkaufsverpackungen "Made in Germany" aufgedruckt ist (Hersteller ist vermutlich HR Auto-Comfort). Die Verarbeitung des Zubehörs ist auffallend hochwertig, die Optik, insbesonders des Fahrzeughalters, sehr ansprechend. Zur Befestigung des takwak tw700 an der Auto- bzw. Fahrradhalterung dient der mitgelieferte Universalhalter.

    Wie stabil die Fahrradhalterung im Endeffekt ist und ob sie sich für heiße MTB-Trails eignet, konnte nicht ausprobiert werden. In der Montageanleitung steht: "Die Halteschale grundsätzlich nicht waagerecht montieren. Gerät kann aus der Halterung rutschen und beschädigt werden. Montieren Sie daher die Halteschale stets in einem Winkel von 30° bis 90°."

    Die im Lieferumfang befindliche Tasche muss kritisiert werden. Einerseits kann das tw700 nur mit einem gewissen Kraftaufwand entnommen werden (vielleicht gibt es sich mit der Zeit …), andererseits wäre ein noch stärkerer Druckknopf bzw. eine Kombination von Druckknopf und Klettverschluß sinnvoll, damit die Tasche wirklich unverlierbar befestigt werden kann. Derzeit bleibt immer eine ungutes Gefühl beim Tragen am Rucksack! Das tw700 kann aber zusätzlich mittels einer dünnen Handy-Handschlaufe gesichert werden, dazu gibt es am Gehäuse eine kleine Öse.

    Zum Abspielen von Musik wird ein spezielles Headset benötigt (Kosten: 14,90 €), das am Mini-USB-Anschluß angedockt wird. Das tw700 verfügt über keine 3,5 mm Standardbuchse für Kopfhörer. Alternativ kann Musik über den internen Lautsprecher gehört werden, die Qualität ist aber nicht berauschend.

    Geoaching mit dem takwak tw700, als App wird c:geo eingesetzt (Abbildung zum Vergrößern anklicken)

    takwak tw700 Test: Fazit

    Das tw700 – das Erstlingswerk der takwak GmbH – überzeugt durch ein interessantes All-in-One-Konzept. Die Kombination von Android-Smartphone, Walkie Talkie und Funktionen wie Gruppen- und Outdoornavigation sind ein Alleinstellungsmerkmal des tw700. Dazu zeichnet sich das tw700 durch seine besondere Robustheit, das gut ablesbare Display und eine überdurchschnittliche Akkulaufzeit aus – Vorteile, bei denen kein anderes outdoortaugliches Android-Smartphone mithalten kann. Ein weiteres Plus ist das resistive Touchscreen-Display. Eine Bedienung mit Handschuhen und bei Feuchtigkeit ist somit möglich.

    Zur Outdoor-Navigation ist die App "twOutdoor" vorinstalliert. twOutdoor ist einfach zu bedienen und ermöglicht ein unkompliziertes Navigieren zum Ziel, läßt aber auf der anderen Seite noch Funktionen vermissen. Auf der Suche nach anderen Apps zeigt sich eine Schwäche des tw700: Es gibt keine Anbindung an Google Play, der besten Quelle für Android-Apps. Mit AndroidPit, dem Amazon App-Store oder der direkten Installation von Apps gibt es zwar gute Alternativen, Google Play läßt sich aber nur schwerlich ersetzen.

    Zudem sind Betriebssystem und Hardware des tw700 nicht auf dem neuesten Stand. takwak setzt auf Android 2.2.3, statt UMTS steht nur GSM zur Verfügung.

    Die Entscheidung takwak tw700 "ja oder nein" muss gut abgewogen werden. Auf der einen Seite stehen Vorteile wie Display, Bedienung mit Handschuhen, Akkulaufzeit, Robustheit und das All-in-One-Konzept, mit dem Outdoorer und professionelle Anwender ein Sammelsurium an Geräten durch ein einziges ersetzen können. Auf der anderen Seite sind Schwächen wie fehlendes Google Play und UMTS hinzunehmen. In die Entscheidung fließt natürlich auch der Preis ein. Das takwak tw700 kostet derzeit 549.- Euro, beim Kauf bis zum 31.01.2013 kann noch die 50.- Euro Cash-Back-Aktion in Anspruch genommen werden.

    Und zum Schluss: Telefonieren, SMS & E-Mails schreiben, einen Kalender führen und anderes kann der Anwender mit dem tw700 ebenfalls – diese Funktionen standen nur nicht im Focus!

    Das tw700 bei Amazon.de kaufen:

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    Pro

    • Funktionsumfang: Smartphone-Funktionen, Gruppennavigation, Walkie Talkie, Outdoor-Navigation
    • Robuste Bauweise
    • Wasser-/Staubdicht
    • Gut ablesbares Display
    • Resistiver Touchscreen
    • Gute Akkulaufzeiten
    • Viel Speicherplatz für GPS-Daten
    • Viel Zubehör erhältlich
    • Umfangreicher Lieferumfang
    • Ausführliches, gedrucktes Handbuch
    • Sehr gute deutschsprachige Supportseite (FAQs, Schulungsunterlagen etc.)
    • takwak Online Tourenplaner (keine Registrierung nötig)
    • Kostenlose OSM-Karten

    Contra

    • Keine Google Play Anbindung
    • Keine aktuelle Android Version
    • Nur GSM-, kein UMTS-Standard
    • Kein 3,5 mm Standard-Kopfhöreranschluß
    • Funktionsumfang von twOutdoor
    • Rasterkarten von MagicMaps überwiegend im Maßstab 1:50.000
takwak tw700 Test – Ein robustes und universelles Android Outdoor-Smartphone was last modified: März 1st, 2013 by Joachim Bardua

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