Der Colorado 300 gilt als das neue Outdoor-Flaggschiff von Garmin.

An Novitäten hat der Colorado einiges zu bieten:

  • Transflektives Farbdisplay mit 240 x 400 Pixel Auflösung
  • Plastische Geländedarstellung
  • Landschaftsansicht in 3D
  • Drahtlose Datenübertragung

Mit dem Colorado 300 wurde ein neues Bedienkonzept eingeführt, dessen zentrales Element der Rock´n Roller ist, eine Kombination aus Drehrad und Enter-Taste.

In Internetforen wird der neue Colorado sehr kontrovers diskutiert, zumal es mit dem Anspruch in die Welt gesetzt wurde, das “Traum-GPS aller Outdoor-Enthusiasten” zu sein (Zitat Garmin Webseite)

Dank einer kräftigen Preissenkung über Ostern ist der Colorado 300 mittlerweile in eine finanzierbare Preisregion gerückt, von vormals € 599.- wurde der VK auf € 449.- gesenkt.

Basiskarte des Colorado 300

Äußerlichkeiten & Handhabung

Schon bei der ersten Kontaktaufnahme macht der Colorado 300 einen tollen Eindruck. Das große Display und der dominierende Rock´n Roller verleihen ihm eine individuelle Note. Das gelungene Design setzt sich in einer hochwertigen Verarbeitung fort.

Zudem liegt der Colorado hervorragend in der Hand. Mit Abmessungen von 6,0 cm x 13,9 cm x 3,5 cm und einem Gewicht von ca. 207 g (inkl. Batterien) läßt er sich, ohne allzusehr aufzutragen, bei Outdoor-Abenteuern noch gut in der Gore-Jacke verstauen. Mit seinen Abmessungen liegt er zwischen einem Garmin eTrex und einem GPSmap 60C.

Die Bedienung mit einer Hand gelingt spielend. Die Power-Taste, die beiden Softkeys und der Rock´n Roller sind ideal platziert, um mit dem Daumen bedient zu werden. Lediglich für Linkshänder gibt es aufgrund der rechts angeordneten Power-Taste eine kleine Einschränkung. Auch mit dünnen Fleece-Handschuhen läßt sich der Colorado problemlos handhaben .

Neben der hervorstehenden Antenne befindet sich ein Mini-USB-Anschluss zur externen Stromversorgung bzw. zur Datenübertragung sowie ein Anschluss für eine externe GPS-Antenne. Eine separate, serielle Schnittstelle ist nicht vorgesehen.

Zum Wechseln von Batterien muß der Deckel auf der Rückseite mit etwas Nachdruck entfernen werden. Neben der Aufnahme für 2x AA Batterien/Akkus findet sich unter dem Deckel der leicht zugängliche SD-Karten Slot, der SD-Karten bis 4 GB aufnimmt.

Das robuste Gerät ist nach IPX7 wasserdicht, damit ist der Colorado 300 gegen ein 30 minütiges Untertauchen in 1 Meter Wassertiefe geschützt. Schwimmfähig ist er nicht.

Bedienung und Menüführung des Colorado 300

Zu den großen Neuerungen gehört der zentrale Rock´n Roller sowie das komplett überarbeitete Menü. Umsteiger von anderen Garmin Geräten müssen sich radikal umgewöhnen. Ist diese Hürde erst einmal genommen, so wird es ein Vergnügen, das Gerät per Rock´n Roller und Softkeys zu bedienen.

Trotz der flotten Bedienung gibt es Nachteile, die vor allem Mountainbiker und Paddler betreffen. Bei einem Garmin GPSMAP 60 CSx läßt sich selbst beim Fahren auf holprigen Trails, mittels der Tasten auf der Gehäuseoberseite, spielend zwischen den einzelnen Seiten (Karte, Satelliten, Tracks etc.) wechseln. Beim Colorado muß für jeden Seitenwechsel erst der rechte Softkey gedrückt, dann per Drehrad die gewünschte Seite gewählt und die Auswahl mit Enter bestätigt werden.

Beim Wandern oder Tourenradeln stellt diese Art der Bedienung kein Problem dar, beim Mountainbiken allerdings schon. Paddler haben ein anderes Problem, da es nicht nur bei Salzwassertouren sinnvoll ist, den Colorado in einem Aquapac einzuhüllen. Leider läßt er sich dann kaum noch bedienen, da ein Drehen des Rock´n Roller’s nicht mehr möglich ist.

Das Menü ist insgesamt gut strukturiert und übersichtlich. Lediglich für das Setup wünscht man sich hier und da einen direkten Schnellzugriff, zum Beispiel zum Ausschalten des Kompasses oder zum Deaktivieren der Trackaufzeichnung.

Eine interessante Neuerung mit viel Potential sind die Profile, die unterschiedlichen Aktivitäten zugeordnet sind. Sie unterscheiden sich anhand der Seitenfolge und mancher Grundeinstellungen. Einige Grundeinstellungen müssen für jedes Profil vorgenommen werden (z.B. Positionsformat), andere Einstellungen gelten global über alle Profile hinweg (z.B. Sprache, Töne an/aus).

Die fünf vorgegebenen Profile lassen sich leicht individualisieren, zusätzlich können eigene Profile angelegt werden.

Kurzbefehl-Menü des Colorado 300 Profile des Colorado 300

Display und Kartendarstellung

Ein bedeutender Vorteil des Colorado 300 ist die Displaygröße. Mit einer Diagonale von 7,6 cm und einer Auflösung von 240 x 400 Pixel ist der Colorado geradezu prädestiniert, topographische Karten darzustellen. Die plastische Geländedarstellung ist eine Klasse für sich und hebt den Colorado 300 von allen anderen Outdoor GPS-Geräten ab. Die Schattierungen beruhen auf der sehr detailierten, weltweiten Basiskarte, die auf dem GPS-Gerät vorinstalliert ist.

Der folgende Vergleich zeigt Screenshots von einem eTrex Vista HCx, GPSmap 60Cx und dem Colorado 300 (Karte: Topo Deutschland Vers. 2, Details: normal, die Größe der Abbildungen spiegelt die Anzahl an Pixel wieder). Die Bilder sprechen für sich!

eTrex Vista HCx; 176 x 220 Pixel GPSmap 60Cx; 160 x 240 Pixel Colorado 300; 240 x 400 Pixel

Die 3D-Darstellung (Abbildung rechts) ist hingegen nicht so überzeugend, zumal der Prozessor mehrere Sekunden zum Rendern des Bildes benötigt.

3D-Darstellung; Garmin Colorado 300

Leider wird die tolle Kartendarstellung durch die geringe Helligkeit des transflektiven Displays gemindert. Bei trübem Himmel und dunkler Umgebung, z.B. im Wald, tut man sich schwer, Einzelheiten zu erkennen. Dies betrifft nicht nur die Kartenseite, sondern auch die einzelnen Menüs. Um diesen Nachteil auszugleichen, muß die Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet werden. Damit handelt man sich einen anderen Nachteil ein, da sich die Beleuchtung negativ auf die Batterielaufzeit auswirkt. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung sind auch ohne Beleuchtung alle Details hervorragend erkennbar.

Die schlechte Entspiegelung des Displays ist ein weiteres Manko. Es ist empfehlenswert, eine reflexionsmindernde Schutzfolie auf das Display zu kleben.

Tipp: Die Ablesbarkeit mancher Seiten kann etwas verbessert werden, indem ein helles Hintergrundbild verwendet wird. Zu diesem Zweck ein weißes Bild im JPG-Format mit 240 x 400 Pixel in den Ordner Garmin\Profiles kopieren. Das neue Bild kann im Setup unter “Anzeige > Hintergrund” aktiviert werden.

Energieversorgung des Colorado 300

Der Colorado wird mit zwei AA Akkus bzw. Batterien betrieben. Garmin gibt mit NiMH Akkus eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden an. Auf Outdoor-Touren, teilweise unter winterlichen Bedingungen, hat sich mit 2.500 oder 2.700 mAh NiMH Akkus eine Laufzeit von ca. 10 bis 12 Stunden herauskristallisiert.

Ein Test mit sehr hochwertigen Alkali-Batterien ergab eine enttäuschende Laufzeit von knapp 9 Stunden. Zum Vergleich: Unter den gleichen Bedingungen hält der eTrex Vista HCx rund 30 Stunden durch (Batterien: Duracell Plus, Raumtemperatur, Kompass/Töne/Hintergrundbeleuchtung aus, WAAS/EGNOS aus, kontinuierliche Trackaufzeichnung jede Minute, ansonsten keine Aktionen). Mit 2.500 mAh NiMH Akkus kommt der Colorado bei diesen Vorgaben auf eine Laufzeit von ca. 14 bis 16 Stunden.

Es empfiehlt sich, die Hintergrundbeleuchtung nur bei Bedarf einzuschalten und den Kompass, die Töne und WAAS/EGNOS zu deaktivieren. Auf mehrwöchigen Touren ist es sinnvoll, NiMH Akkus mit einer geringen Selbstentladung oder Lithium-Batterien einzusetzen.

Für eine externe Stromversorgung gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Mit dem im Kfz-Kit enthaltenen Zigarettenanzünderkabel (Kfz-Kit: VK € 59.-)
  • Über einen PC/Laptop durch das mitgelieferte USB-Kabel (siehe SW-Update)
  • Über einen externen Zusatzakku, siehe Test: APC Mobile Power Pack

Systemeigenschaften

Im Test stand ein Colorado 300 mit der aktuellen Firmware-Version 2.4 zur Verfügung.

Das Starten des Colorados dauert ungefähr 10 bis 15 Sekunden. Die Dauer ist von der Anzahl der zu ladenden Karten, Wegpunkte und Tracks abhängig, die im internen Speicher oder auf der Speicherkarte abgelegt sind.

Welcher Typ von GPS-Empfänger eingebaut ist, wird von Garmin nicht näher spezifiziert. Es ist nur von einem WAAS-/EGNOS fähigen, hochempfindlichen Empfänger die Rede. Im Outdoor-Alltag ist der Empfänger eine Klasse für sich und steht den bisherigen Garmin-Spitzenmodellen in keinster Weise nach. Empfindlichkeit und Genauigkeit des GPS-Empfängers sind als hervorragend einzustufen

Satellitenseite des Colorado 300

Mehrere Trackaufzeichnungen belegen die Qualität des Empfängers. Die Tracks stehen zu Vergleichszwecken zum Download bereit (readme.txt beachten!) bzw. sind in der interaktiven Karte (rot eingezeichnet) dargestellt.

[maptype=G_PHYSICAL_MAP;gpxview=all; gpxcolor=red;]

Wird der Colorado mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-Kabel an einen PC angeschlossen, geht er in den USB-Modus über. Am PC sind zwei neue Laufwerke zu sehen: Der interne Speicher trägt die Bezeichnung “Garmin Colorado”, die SD-Karte wird als “Wechseldatenträger” erkannt.

Im USB-Modus kann ein Backup des Colorados angefertigt werden oder es lassen sich mit dem Trip & Waypointmanager (MapSource) Tracks, Waypoints und Routen übertragen. Der Colorado 300 kann im USB-Modus nicht bedient werden. In der Praxis bedeutet dies, daß ein über das mitgelieferte USB-Kabel am Laptop oder Tablet-PC angeschlossener Colorado nicht zur Navigation einsetzbar ist.

Ergänzung 09.04: Mittlerweile behebt ein SW-Update diese Einschränkung, damit kann ein per USB angeschlossener Colorado bedient werden; zudem erfolgt die Stromversorgung über das USB-Kabel.

Zum Datenaustausch zwischen Colorado-Geräten steht die drahtlose Übertragungstechnik ANT zur Verfügung. Damit lassen sich z.B. Geocaches austauschen.

Trackmanagement

Das Navigieren mit Tracks gehört zu den am häufigsten genutzten Funktionen bei einem Outdoor GPS-Gerät, Grund genug, an dieser Stelle ausführlicher darauf einzugehen.

Beim Colorado 300 hat Garmin die Track-Funktionalität im Vergleich zu den bisherigen Outdoor-Handhelds komplett neu gestaltet. Die Trackfunktionalität ist auf zwei verschiedene Menüs aufgeteilt worden. Unter “Zieleingabe” können Tracks zur Navigation und zur Darstellung eines Höhenprofils ausgewählt werden, im “Setup” kann z.B. die Trackaufzeichnung aktiviert oder das Aufzeichnungsintervall gewählt werden.

Auf der Karte wird immer nur ein Track in Form einer schwarzen Linie angezeigt. Eine andere Farbe kann nicht gewählt werden, mehrere Tracks lassen sich nicht gleichzeitig darstellen. Für MTB-Alpencrosser ist dies ein eindeutiger Nachteil, da sich somit keine Streckenvarianten in unterschiedlichen Farben auf der Karte anzeigen lassen. Die aufgezeichneten Tracks werden im internen Speicher des Colorado abgelegt, ein zusätzliches Speichern auf SD-Karte ist nicht vorgesehen.

Ein Übertragen von Tracks auf den Colorado, z.B. aus Tourenportalen, erfolgt am einfachsten mit Hilfe des Windows-Explorers. Idealer Speicherort ist die SD-Karte. Zu diesem Zweck muß auf der SD-Speicherkarte der Ordner \garmin\GPX angelegt werden. Die Anzahl an Tracks auf der SD-Karte ist vermutlich nur durch den Speicherplatz begrenzt. Sehr viele abgespeicherte Tracks führen allerdings zu einer Wartezeit beim Aufrufen des Menüs “Zieleingabe > Tracks”. Beim Importieren von Tracks auf den PC mit MapSource (Vers. 6.13.7) wird nur der Inhalt des Active Logs (Datei: \Garmin\GPX\Current\Current.gpx) übertragen, alle anderen Tracks im internen Speicher werden ignoriert.

Die folgenden Bilder zeigen das Navigieren mit einem Track (Trackback).

Im ersten Schritt wird der Track im Menü “Zieleingabe” ausgewählt, anschliessend wird er in einer Übersicht auf der Karte dargestellt (Bild 1). Ein Verschieben oder Verkleinern/Vergrößern der Karte ist nicht möglich.

Optional kann über den linken Softkey ein Höhenprofil eingeblendet werden (Bild 2). Mit Hilfe des Höhenprofils können einzelne Abschnitte des Tracks näher betrachtet werden.

Nach Bestätigen des “Los”-Buttons startet die Navigation. Auf der Kartenseite wird der Track farblich markiert und ein kleiner, einblendbarer Zeiger deutet die zu folgende Richtung an (Bild 3). Alternativ kann der Richtungszeiger auf der Kompasseite verwendet werden (Bild 4).

Als Ziel der Tracknavigation wählt der Colorado automatisch immer den Startpunkt des Tracks. Bei allen anderen Garmin-Geräten (eTrex, GPSMAP) ist es möglich, als Ziel den Start- oder Endpunkt eines Tracks auszuwählen – ein in der Praxis absolut sinnvolles Feature! Bei diesen Geräten werden außerdem Textfelder mit Informationen, z.B. “Ankunft am Ziel”, eingeblendet (siehe Navigation mit GPS-Tracks).

Trackauswahl, Colorado 300 Höhenprofil eines Tracks, Colorado 300

Tracknavigation, Kartenseite Tracknavigation, Kompassseite

Insgesamt ist das Trackmanagement nicht zufriedenstellend gelöst. Wünschenswert wäre ein mit zusätzlichen Funktionen ausgestatteter Track-Manager analog zu dem Wegpunkt-Manager sowie weitere Trackback-Funktionen. Auch eine ausführliche Beschreibung der Track-Funktion im Handbuch wäre angebracht!

Pulsmesser und Trittfrequenzsensor

Die optionale Verwendung eines Pulsmessers bzw. Trittfrequenzsensors (nicht getestet) sind für manchen Sportler mit Sicherheit ein Anreiz, einen Colorado 300 zu kaufen. Zu diesem Zweck muß ein separater Pulsgurt (VK € 55.-) oder Trittfrequenzsensor (VK € 55.-) erworben werden. Wer einen Forerunner 305 sein Eigen nennt, kann sich glücklich schätzen: Im Test wurde der Pulsgurt des Forerunners problemlos erkannt.

Die Pulsfunktion hat in der aktuellen Softwareversion 2.4 nur einen informativen Charakter. So läßt sich der Puls zwar anzeigen, weitere Funktionen, die ein effektives Training ermöglichen, gibt es nicht. Der Colorado kann somit nicht als Trainingscomputer eingesetzt werden.

Der Puls wird beim Aufzeichnen eines Tracks mitgeschrieben. Eine Auswertung des Pulses ist seitens Garmin derzeit nicht vorgesehen. Die aktuell Version 3.3.4 der Garmin Training Center-Software ist zum Colorado nicht kompatibel.

Zum Glück gibt es findige Freeware-Tüftler. Mittels der aktuellen Version des TCX Converters kann eine Trackaufzeichnung (gpx-File) vom Colorado in ein Training Center Format konvertiert werden, so daß sich der Pulsverlauf analysieren läßt.

Autonavigation mit dem Colorado 300

Der Colorado kann mit geeignetem Kartenmaterial zur Autonavigation eingesetzt werden. Ideal ist der Garmin City Navigator, der mit € 159.- (VK) zu Buche schlägt – zu diesem Preis läßt sich auch ein PNA wie der Garmin nüvi 200 oder 250 erwerben!

Anders als bei Autonavis, muß beim Colorado auf Sprachansagen verzichtet werden; akustische Hinweise gibt es in Form einzelner Töne oder Tonabfolgen. Ansonsten sind viele Funktionen vorhanden, wie es bei einem ausgewachsenen Autonavigationssystem der Fall ist, beispielsweise unterschiedliche Routenberechnungsoptionen (“nach Zeit”, “nach Entfernung”) oder Ausschlußkriterien (z.B. Mautstrassen).

Bei einem Kurztest hat das Routing problemlos funktioniert. Das sehr gute Kartenbild erinnert stark an die Garmin nüvi Geschwister, bei denen ebenfalls ein weißer Pfeil auf Abbiegungen hinweist. Die folgenden Bilder veranschaulichen das Autorouting mit dem Colorado 300:

Autonavigation mit dem Colorado 300 Autonavigation mit dem Colorado 300

Softwarefehler

Auf einzelne Bugs, die während der Testphase aufgetreten sind, soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Eine akribische Auflistung möglicher Stolperfallen läßt sich im englischsprachigen Colorado Wiki nachlesen.

Mit weiteren Firmwareupdates werden diese Fehler mit Sicherheit der Vergangenheit angehören.

Ergänzung 09.04.08: SW-Update 2.51 Beta.

Weitere Funktionen des Colorado 300

  • Temperaturanzeige
  • Barometrischer Höhenmesser
  • Elektronischer 2-Achsen Kompass
  • Wecker
  • Reisecomputer
  • Bildbetrachter
  • Geocaches
  • Whereigo
  • Sonne und Mond
  • Rechner
  • Stoppuhr
  • Kalender
  • Fläche berechnen
  • Jagd und Angeln

Der Colorado speichert auch im ausgeschalteten Zustand den Luftdruck, so daß der Höhenmesser die Luftdruckänderungen in Form eines Profils anzeigen kann – ideal für Wettervorhersagen! Zu diesen Zweck muß im Setup folgendes eingestellt werden: “Höhenmesser” > “Luftdrucktendenz-Aufz. ” > “immer speichern”.

Besonders interessant ist die Geocaching Funktion, für die es ein separates Profil gibt. Über einen Account bei my.garmin.com lassen sich Geocaches auf den Colorado übertragen. Die Geocaches werden inklusive Beschreibung abgespeichert.

Beim Ausprobieren der Schnittstelle zu my.garmin.com gab es ein Problem. Die Dateien wurden zwar auf den Colorado übertragen, aber statt im Menü “Geocaches” waren sie unter “Wegpunkte” zu finden. Ein direkter Download von der Webseite www.geocaching.com funktionierte hingegen korrekt.

Zubehör

Der Lieferumfang umfasst folgende Teile:

  • Handbuch auf CD
  • Kurzanleitung
  • Karabinerclip
  • USB-Kabel
  • Trip & Waypoint Manager

Zu kritisieren ist, daß bei einem Gerät dieser Preisklasse kein gedrucktes Handbuch mitgeliefert wird. Das auf der CD befindliche Handbuch geht zudem nicht auf alle Funktionalitäten des Colorado 300 ein.

Mit dem Karabinerclip läßt sich der Colorado am Gürtel oder dem Rucksack befestigen. Ein Manko ist die fehlende Anbringungsmöglichkeit einer Handschlaufe direkt am Gerät. Ersatzweise läßt sich beispielsweise eine Reepschnur an dem Karabinerclip anbringen.

Fazit

Der Garmin Colorado 300 ist kein einfach zu beurteilendes Outdoor GPS-Gerät, da stets ein Vergleich mit dem eTrex Vista HCx oder dem GPSMAP 60CSx gezogen wird

Für sich alleine betrachtet ist der Colorado ein Klasse GPS-Handheld, das sich durch ein interessantes Bedienkonzept auszeichnet. Seine größten Vorteile sind die tolle Kartendarstellung und Features wie der große Speicher, Höhenmesser, Kompass, Messung von Puls- und Trittfrequenz sowie Geocaching-Funktionen.

Dem stehen Nachteile wie die relativ kurze Batterielaufzeit, das dunkle Display und die ungenügende Trackfunktionalität gegenüber. Zukünftige Software-Updates werden den Colorado 300 sicherlich noch optimieren, so daß er viele Freunde in der Outdoor-Gemeinde finden wird.

Im direkten Vergleich zu seinen Geschwistern hat der Colorado einen eher schweren Stand. Der eTrex Vista HCx und der GPSMAP 60CSx sind ausgereifte Geräte, die sich im Outdoor-Alltag zigfach bewährt haben. Der Vista HCx ist ein GPS-Gerät für Anwender, die ein sehr kompaktes Handheld mit einer langen Batterielaufzeit suchen. Der 60 CSx ist ein hervorragender Allrounder, der sich ideal zum Mountainbiken und für viele Wassersportarten eignet.

Beide Geräte haben Funktionen und Eigenschaften, die dem Colorado 300 fehlen – umgekehrt betrachtet ist es aber genauso der Fall!

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Empfohlener Einsatzzweck

  • Wandern
  • Bergsteigen, Skitouren
  • Radtouren
  • Geocaching

Pro

  • Kompaktes, handliches Design
  • Mit einer Hand leicht zu bedienen
  • Für Einsteiger gut verständliche Menüs
  • Unterschiedliche Aktivitätssprofile
  • Großes, hochauflösendes Farbdisplay
  • Empfindlicher und genauer GPS-Empfänger
  • SD-Karte statt microSD-Karte
  • Großer, interner Speicher (384 MB)
  • Detaillierte Basiskarte
  • Hervorragendes Kartenbild mit plastischer Geländedarstellung
  • Detaillierte und ansprechende Darstellung topographischer Karten
  • 20x Tracks mit je 10.000 Punkten speicherbar
  • Geocache-Funktionen
  • Kompass, Höhenmesser
  • Wecker, Temperaturmessung
  • Verwendung von Pulsmesser & Trittfrequenzsensor
  • Anschluss für externe GPS-Antenne
  • Drahtloser Datenaustausch
  • Luftdruckaufzeichnung auch im ausgeschalteten Zustand
  • Sehr gutes Autorouting; Kartenbild ähnlich zu einem Garmin nüvi
  • Großes Angebot an Karten und Zubehör
  • Eigene POIs via Garmin POI Loader übertragbar

Contra

  • Handschlaufe läßt sich nicht direkt am Gerät befestigen
  • Spiegelndes Display
  • Schlechte Ablesbarkeit durch dunkles Kartenbild bzw. Menüs
  • Für lange Touren/Expeditionen zu kurze Akku-/Batterielaufzeit
  • 3D-Darstellung wenig informativ
  • Systemfehler
  • Integration in Software-Umgebung unzureichend (Training Center ….)
  • Pulsmessung ohne Funktionen zur Trainingssteuerung
  • Kein Schnellzugriff auf wichtige Setup-Funktionen, z.B. Kompass ausschalten
  • Unzureichende Trackfunktionalität
  • Funktionelle Einschränkungen für Mountain Biker und Paddler
  • Unzureichendes Handbuch

Technische Daten

Siehe Marktübersicht Outdoor GPS-Handgeräte

Test: Garmin Colorado 300 was last modified: Juli 25th, 2018 by Joachim Bardua
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