Klein, schlank, elegant und voll mit modernster, faszinierender Technik – so präsentiert sich das GPS-Smartphone O2 XDA Diamond. Mit dem vorinstallierten TomTom Navigator 7 ist das O2 XDA Diamond auch als Navigationssystem einsetzbar.

Das O2 XDA Diamond aka HTC Touch Diamond gehört zu den begehrten Windows Mobile Smartphones am Markt.

Ein klasse Design, minimale Abmessungen und eine Ausstattungsliste, die sich sehen lassen kann, charakterisieren das O2 XDA Diamond. Von WLAN über Bluetooth, GPS, EDGE, HSDPA, UMTS … bis hin zu einer 3,2 MP Kamera und 4 GB internem Speicher ist alles eingebaut, was derzeit schwer angesagt ist.

Ein besonderes Highlight ist das 2,8-Zoll Touchscreen-Display. Karten, Videos und Texte werden bei einer Auflösung von 480 x 640 Pixel knackig scharf dargestellt.

Das User Interface von Windows Mobile 6.1 Professionell wird durch die Touch Flo 3D Oberfäche von HTC veredelt. Sie erlaubt es, auf elegante Weise mit Daumen oder Zeigefinger Funktionen aufzurufen oder durch Listen zu scrollen – Wartezeiten sind dabei aber einzuplanen.

Beim Bedienen von Windows Mobile kommt der integrierte Stylus zum Einsatz. Die Symbole und Eingabefelder sind recht klein geraten, so daß sie mit dem Finger nur schwer zu treffen wären. Um alle Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten von Windows kennenzulernen, benötigt es einiges an Einarbeitungszeit.

Ästheten könnten mit dem schwarzen Gehäuse ein Problem haben, da Fingerabdrücke nicht gerade zur Zier des edel anmutenden O2 XDA Diamond beitragen.

Navigationssoftware TomTom Navigator 7

Zur Ausstattung des O2 XDA Diamond gehört die vorinstallierte Navigationssoftware TomTom Navigator 7. Ein Stadtplan einer Stadt in Deutschland ist im Preis des Smartphones inbegriffen, weitere Karten können über den Online-Shop von TomTom bezogen werden. Zum Beispiel kostet die Karte von West- und Mitteleuropa EUR 99,95.

Diese Kartenset enthält eine detailgetreue Straßennetzabdeckung folgender Länder: Andorra, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Republik Irland, Kanarische Inseln, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und Vatikanstadt. Andere osteuropäische Länder (einschließlich Russland) werden durch ein Netz von Hauptstraßen abgedeckt.

Neben dem Kartenmaterial ist in der Regel noch eine weitere Investition notwendig, da sich weder eine Frontscheibenhalterung (Richter-Komplettsystem), noch ein Ladekabel (KFZ-Ladekabel 12-24 Volt) im Lieferumfang befindet. Auf das Ladekabel sollte auf keinen Fall verzichtet werden, da die geringe Akkukapazität des HTC Touch Diamond schlichtweg ein Ärgernis ist.

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Der GPS-Empfänger des O2 XDA Diamond

Wie viele moderne Smartphones ist das O2 XDA Diamond mit einem integrierten, Assisted-GPS fähigen GPS-Empfänger ausgerüstet.

Um den GPS-Empfänger mit den nötigen Satellitendaten zu versorgen, steht das Programm QuickGPS zur Verfügung. QuickGPS führt z.B. über WLAN oder ActiveSync einen Datendownload von einem HTC-Server durch. Die Daten sind maximal 7 Tage gültig, spätestens dann sollten sie aktualisiert werden.

Die Zeiten bis zur ersten Positionsbestimmung (TTFF, Time-To-First-Fix) sind ein ganz wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von GPS-Empfängern. Es gibt nichts nervigeres, als minutenlang auf ein Signal warten zu müssen.

In dieser Disziplin zeigt sich das O2 XDA Diamond von seiner besten Seite, dank Assisted-GPS benötigt das Smartphone im Mittel 20 Sekunden bis zur Positionsbestimmung. Unter ungünstigen Verhältnissen, z.B. bei Abschattungen durch Gebäude oder ungünstigen Satellitenkonstellationen, kommt der XDA Diamond allerdings schnell an seine Grenzen. Dann können es auch schon mal 2 bis 3 Minuten sein, bis die Position angegeben wird.

Ein weiteres Beurteilungskriterium ist die erneute Positionsbestimmung nach Tunnelausfahrten. Auch hier gibt der Diamond eine gute Vorstellung ab. Zwar dauert es einen Tick länger als bei den meisten PNA-Kollegen, in der Praxis führt es aber zu keinen Nachteilen. Abbiegungen nach Tunnelausfahrten werden immer rechtzeitig erkannt.

Mit der Positionierungsgenauigkeit hat der GPS-Empfänger ab und zu seine Probleme. Auf einer kurvigen Passstraße führte es beispielsweise dazu, daß ein unnötiges Wendemanöver ausgegeben wurde.

Auf ein Abweichen von der Route reagiert der O2 XDA flott, das Neuberechnen der Strecke erfolgt ausreichend schnell.

Routenberechnung, Beispiele (Einstellung: Schnellste Route):

  • Nahverkehr, 8 km: < 2 Sek.
  • Autobahn/Stadt kombiniert, 50 km: 4,5 Sek.
  • Fernverkehr, 400 km: 21 Sek.
  • Fernverkehr, 810 km: 31 Sek.

Insbesonders im Nahbereich kann der O2 XDA Diamond mit diesen Zeiten locker mit vielen Stand-alone-Navigationssystemen mithalten!

(Abbildungen zum Vergrößern anklicken)

Der TomTom Navigator im Einsatz

Die Bedienung der Software erfolgt wie bei den ausgewachsenen Navigationsgeräten von TomTom. Die Benutzeroberfläche ist identisch aufgebaut und genauso übersichtlich strukturiert, Navi-Novizen dürften sich an dem intuitiv erlernbaren Menü erfreuen.

Sämtliche Icons und Eingabefelder sind ausreichend groß, um Eingaben mit einem Finger durchführen zu können. Für die Zieleingabe empfiehlt es sich allerdings, die Tastatur auf ABCD-Layout statt QWERTY einzustellen.

Tipp: Durch eine Drehbewegung entlang der berührungsempfindlichen Naviagtionssteuerung erhält man eine schöne Übersicht über die zu fahrende Strecke.

Auch vom Funktionsumfang hat der TomTom Navigator einiges zu bieten, z.B. Geschwindigkeitswarnungen, TomTom’s Hilfe-Menü und MapShare, Routenplanung mit einem Zwischenziel, Reiseroutenplanung mit mehreren Zwischenzielen, TomTom-Abo-Dienste (Verkehrsinfo, Wetter, Radarkamera-Informationen etc.) und zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten (z.B. Kartenfarben).

Zur Zieleingabe stehen viele Möglichkeiten offen:

  • Heimatort
  • Favoriten
  • Letztes Ziel
  • Adresse (Stadtzentrum, Straße und Hausnummer, Postleitzahl, Kreuzung, Straßenzentrum)
  • Ort von Interesse (In der Nähe, in Stadt, auf der Route etc.)
  • Zielauswahl über Karte
  • Eingabe von Koordinaten
  • Outlook-Kontakte
  • TomTom Buddies (“Wo sind meine Freunde?”)

Adressen lassen sich TomTom typisch sehr schnell eingeben. Die Software macht bereits nach wenigen Buchstaben sinnvolle Vorschläge, ebenfalls merkt sie sich schon einmal eingegebene Namen und schlägt sie als erstes vor.

Ein Software-Bug ist leider vorhanden. Nach dem Beenden der Anwendung und einem erneuten Starten stehen die Heimatadresse, die Favoriten und die zuletzt eingegebenen Ziele nicht zur Verfügung.

(Abbildungen zum Vergrößern anklicken)

Unterwegs mit dem O2 XDA Diamond

Richtig begeisternd ist die Kartendarstellung. Das übersichtliche Kartenbild wird auf dem hochauflösenden Display perfekt präsentiert: Knacke scharf, kontrastreich und mit leuchtenden Farben. Einzigstes Manko ist die Neigung des Displays zum Spiegeln.

Zusatzinformationen wie Geschwindigkeit, Straßennamen etc. sind etwas klein geraten. Das 2,8-Zoll Display bietet schlichtweg nicht genügend Platz, um alle Infos adäquat darstellen zu können.

Die Lautstärke des O2 XDA Diamond dürfte für viele Autos vollkommen ausreichen, lediglich bei lauten Autos (z.B. VW-Bus) kann das Diamond schnell an seine Grenzen kommen.

Die gut verständlichen Sprachansagen erfolgen in typischer TomTom Manier. In manchen Situationen wäre es wünschenswert, daß Werner oder Lisa gesprächiger wären. So ist ab und zu ein Blick auf das Display nötig, um sich vollends Klarheit zu verschaffen. Abbiegehinweise erfolgen stets frühzeitig, nur der letzte Hinweis kommt auch mal etwas spät. Zudem wäre die Zusatzinfo angebracht, auf welcher Straßenseite das Ziel liegt.

Der TomTom Navigator 7 verfügt zwar nicht über die neuesten TomTom Errungenschaften wie IQ Routes, aber dennoch können die gewählten Routen stets überzeugen.

Schönes Detail: Wie bei vielen ausgewachsenen Navis werden auch in Tunnels weiterhin Navigationsanweisungen ausgegeben.

Zwei Mankos konnten während der Testphase ausgemacht werden. Zum einen hinkt das Autosymbol auf dem Display oftmals der realen Position hinterher, zum anderen erfolgen die Geschwindigkeitswarnungen recht inkonsequent. Insbesonders in ländlichen Gebieten darf man sich nicht auf den TomTom Navigator verlassen, da Tempoangaben schlichtweg fehlen können.

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Fazit

Der vorinstallierte TomTom Navigator 7 ermöglicht es, den O2 XDA Diamond als ein hundertprozentiges Autonavigationssystem einzusetzen.

Diese Kombination besitzt zwar nicht die Errungenschaften moderner Navis, wie z.B. TMC/TMCpro, großformatige Displays, IQ-Routes oder 3D-Karten, hat dafür aber den großen Vorteil einer All-in-One Lösung.

Positiv stechen das Super-Display des XDA Diamond, die einfache und intuitive Bedienung sowie die in der Summe überzeugenden Navigationseigenschaften des TomTom Navigator 7 hervor.

Allerdings ist eine Zusatzinvestition von rund € 140.- für Karten und Zubehör nötig, um den O2 XDA Diamond als Navi einsetzen zu können.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (23 GPS-Fans, ∅ Score: 74,78 %)

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System (25%) 3,9
Navigation (25%) 4,0
Bedienung (20%) 4,5
Ausstattung (20%) 3,7
Gesamt 4,0

Bewertung

  • Wertebereich: 5,5-4,6 (überragend)/4,5-3,6 (sehr gut)/3,5-2,6 (gut)/2,5-1,6 (befriedigend)/1,5-0,6 (ausreichend)
  • System: GPS (Zeit bis zur ersten Positionsbestimmung, TTFF), Zeit für Zieleingabe, Zeit für Routenberechnung (je zu 33% gewichtet)
  • Navigation: Qualität/Plausibilität der Routen, visuelle Zielführung, akustische Zielführung (je zu 33% gewichtet)
  • Bedienung: Bedienungsanleitung, Benutzerführung (zu 30%/70% gewichtet)
  • Ausstattung: Funktionsumfang (30x Ausstattungsmerkmale werden nach Punkteschema bewertet)
TomTom Navigator 7 mit O2 XDA Diamond im Test was last modified: Juni 3rd, 2013 by Joachim Bardua
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