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5 Gründe für die TomTom Spark & Runner 2

  • Einfache Bedienung, übersichtliches Menü
  • Musikgenuss ohne Smartphone
  • Komfort durch integrierten Herzfrequensensor
  • Flotter und zuverlässiger GPS-Empfang
  • Lange Akkulaufzeiten

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Bei vielen Freizeitläufern und Indoor-Sportlern fällt eines sofort auf: Musik gehört beim Sport dazu! Da wundert es nicht, dass TomTom mit der Spark und Runner 2 neue GPS-Sportuhren mit viel Speicherplatz für Songs auf den Markt bringt.

Ein cleverer Schachzug, da es aktuell nicht allzu viele Fitnessuhren mit integriertem Music Player gibt. Zu nennen wären die Adidas miCoach Smart Run, die Timex Ironman One GPS+ oder Smartwatches wie die Sony SmartWatch 3, Motorola 360 Sport und die Apple Watch.

Unser Testobjekt: Eine TomTom Spark mit Boston Urbanista Bluetooth Kopfhörer

TomTom Spark / Runner 2: Modelle, Unterschiede, Zielgruppen

Die neuen Sportuhren bietet TomTom in zwei Produktlinien an: Spark und Runner 2. Dahinter verbergen sich jeweils vier Modelle:

  • TomTom Spark (UVP 149.- Euro)
  • TomTom Spark Cardio (UVP 199.- Euro)
  • TomTom Spark Music (UVP 199.- Euro)
  • TomTom Spark Cardio + Music (UVP 249.- Euro)
  • TomTom Runner 2 (UVP 149.- Euro)
  • TomTom Runner 2 Cardio (UVP 199.- Euro)
  • TomTom Runner 2 Music (UVP 199.- Euro)
  • TomTom Runner 2 Cardio + Music (UVP 249.- Euro)

Wie unterscheiden sich die Modelle?

  • Spark / Runner 2 "Basismodell": 24/7 Aktivitäts-Tracking / GPS / Multisport-Modus
  • Spark / Runner 2 Cardio: wie "Basismodell", zusätzlich mit integriertem Herzfrequenzsensor
  • Spark / Runner 2 Music: wie "Basismodell", zusätzlich mit Speicherplatz für über 500 Songs
  • Spark / Runner 2 Cardio + Music: wie "Basismodell", zusätzlich mit integriertem Herzfrequenzsensor und Speicherplatz für über 500 Songs

Wie unterscheiden sich die beiden Modellreihen?

Das Armband der Spark soll komfortabler und alltagstauglicher sein, die Runner 2 wiegt 3 g mehr und die jeweils in zwei Größen erhältlichen Armbänder gibt es bei der Runner 2 in bunteren Ausführungen – weitere Unterschiede gibt es nicht!

Welche Zielgruppen will TomTom für die Spark und Runner 2 begeistern?

TomTom definiert die Zielgruppe für die Spark wie folgt:

Die neue SPARK CARDIO + MUSIC GPS FITNESS UHR wurde speziell für „Fitness Fans“ entwickelt. Fitness Fans gehen einer Vielzahl sportlicher Aktivitäten nach und beschränken sich nicht auf eine einzelne Sportart. Sie möchten die Ergebnisse ihres täglichen Trainings kennen und sich für ihre Fortschritte belohnen. (Quelle: Datenblatt)

Zur Zielgruppe gehören also weder Profis noch Trainingsfreaks, sondern eher der gemäßigte oder ambitionierte Freizeitsportler, der auf mehreren Spielwiesen zu Hause ist und die Spark auch im Alltag einsetzen möchte. Die Runner 2 hingegen richtet sich dagegen in erster Linie an Laufsportler. Dies ist auch auf der TomTom Webseite zu erkennen, die Runner 2 wird in der Kategorie "Laufen", die Spark in der Kategorie "Fitness" gelistet.

Für welche Fitness-Aktivitäten eignen sich die Sportuhren?

Gemäß dem zuvor definierten Multisport-Anspruch wird im Menü zwischen Laufen, Rad, Schwimmen, Laufband, Studio, Indoor-Fahrrad und Freestyle unterschieden. Welche Feinheiten sich dahinter verbergen verrät das Benutzerhandbuch:

  • Wenn Sie LAUFEN, RAD oder FREESTYLE auswählen, verwendet die Uhr einen internen GPS-Empfänger, um Ihre Geschwindigkeit zu messen und die zurückgelegte Strecke zu erfassen.
  • Wenn Ihre Uhr über einen Herzfrequenzmesser verfügt und der Herzfrequenzmesser eingeschaltet ist, wird Ihre Herzfrequenz während Ihrer Aktivität angezeigt. Dazu gehören LAUFEN, RAD, LAUFBAND und FREESTYLE.
  • Wenn Sie SCHWIMMEN oder LAUFBAND auswählen, verwendet Ihre Uhr integrierte Bewegungsmesser zur Messung Ihrer Schritte auf dem Laufband und Züge und Wenden im Schwimmbecken. Anhand dieser Informationen schätzt die Uhr Ihre Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke.
  • Wenn Sie INDOOR für Indoor Cycling auswählen, verwendet die Uhr den verbundenen Kadenz- und Geschwindigkeitsmesser, um Ihre Geschwindigkeit, Herzfrequenzdaten (falls verfügbar) und verbrannte Kalorien über die Zeit anzuzeigen.
  • Wählen Sie STUDIO aus, um Herzfrequenzdaten und verbrannte Kalorien über die Zeit anzuzeigen. Für diese Aktivität benötigen Sie einen externen oder eingebauten Herzfrequenzmesser.
  • Wählen Sie FREESTYLE aus, wenn Sie einer anderen Aktivität als Laufen, Radfahren oder Schwimmen nachgehen möchten. So bleiben die Protokolle und Gesamtstatistiken für das Laufen, Radfahren und Schwimmen unverändert.

Wichtig zu wissen: Die Spark bzw. Runner 2 sind keine Triathlonuhren. Dazu fehlt ihnen ein Modus zum Erfassen der Übergänge zwischen den Sportarten, außerdem sind sie nicht auf Freiwasserschwimmen ausgelegt.

Im aktuellen Test ist eine Spark Cardio + Music zum Einsatz gekommen. Hauptsportart war Laufen, andere Aktivitäten (Indoor, Schwimmen) wurden nur ansatzweise ausprobiert und stehen deshalb nicht im Mittelpunkt dieses Tests.

Aktuelle Sportuhren (v.l.): Garmin Forerunner 225*, Polar M400. Fitbit Surge*, TomTom Spark* (* mit optischen Herzfrequenzsensor)

TomTom Spark / Runner 2: Bedienung, Menü, Alltag

Unser Test des Vorgängermodells TomTom Multi-Sport Cardio hat es schon gezeigt: Alle GPS-Sportuhren von TomTom sind genial einfach zu bedienen! Mittels einer 4-Wege-Taste – von TomTom als Ein-Knopf-Steuerung bezeichnet – greift man auf ein streng hierarchisch aufgebautes, schnell verinnerlichtes Menü zu.

Von der Uhrenseite ausgehend, laufen die wichtigsten Schritte wie folgt ab:

  • … nach links: Zugriff auf die täglichen Aktivitätsdaten, durch ein nach unten geht es zu Schritten, Kalorien, Distanz, Aktivitätszeit, durch ein nach oben zur Schlafzeit.
  • … noch einmal nach links: wöchentliche Aktivitätsdaten, wie zuvor.
  • … nach unten: Einstellungen (Info, Uhr, Tracker, Sensoren, Telefon, Flugmodus, Optionen, Profil, Standards), Auswahl und weitere Menüs durch ein nach rechts.
  • … nach rechts: Auswahl der Aktivität, z.B. Laufen
    1. Nach der Auswahl, nach oben: Zugriff auf das Protokoll
    2. Nach der Auswahl, nach unten: aktivitätsspezifische Einstellungen (Training, Daten, Playlisten)Training
      • Keine
      • Ziele (Distanz, Zeit, Kalorien)
      • Intervale (Aufwärmen, 1. Traning, 2. Pause, # Sets, Erholung)
      • Runden (Zeit, Distanz, manuell)
      • Bereiche (Tempo, Geschwindigkeit, Puls)
      • Rennen (letzte, MySports, persönlich)

      Daten

      • Anzeige (Auswahl der kleinen Datenfelder)
      • Geschwindigkeit (Anzeige: Geschwindigkeit, Tempo, beides)

      Playlisten

      • Auswahl …
    3. Nach der Auswahl, nach rechts: Starten der Aktivität
      • … nach oben bzw. unten: Aufrufen der einzelnen Datenseiten
      • … nach rechts: grafische Darstellungen

In der Praxis zeigen sich ein paar Nachteile, Beispiel Laufen:

  • Durch die Datenseiten bewegt man sich mit einem „nach oben“ bzw „nach unten". Beim Erreichen der jeweils letzten Seite geht es mit der Taste in die Gegenrichtung. Ein Endlos-Scrollen nach oben oder unten wäre äußerst praktisch.
  • Die – je nach Einstellung – acht oder zehn Datenseiten bestehen jeweils aus einem großen Datenfeld (Pulsbereich, Puls, Kalorien, Durchschnittsgeschwindigkeit, Geschwindigkeit, Durchschnittstempo, Tempo, Distanz, Dauer, Uhrzeit) und zwei kleinen, schwer ablesbaren Datenfeldern (konfigurierbar, aber für alle Seiten gleich). Diese Flut an Informationen wird nicht unbedingt benötigt, vielfach reichen eine oder zwei Datenseiten mit drei gleich großen, individuell konfigurierbaren Feldern durchaus aus.

Wie bereits bei dem Multi-Sport Cardio Test angemerkt, wären noch eine Auto-Pause Funktion für Radsportler, ein manuelles Löschen überflüssiger Protokolleinträge und eine Sekundenanzeige bei einer Trainingsdauer über einer Stunde weitere Verbesserungswünsche.

Die TomTom Spark eigent sich gut als Alltagsuhr. Angezeigt werden die Uhrzeit in Stunden:Minuten sowie das Datum, z.B. "4 DEZ". Auf eine Sekunden- und Wochentags-Anzeige verzichtet TomTom. Die integrierte Alarmfunktion ist ein praktisches Extra, allerdings ist nur ein Alarm möglich. Auf ihn wird optisch, akustisch und per Vibration hingewiesen. Gleiches gilt beim Trainieren; z.B. wird beim Überschreiten einer vorher definierten Herzfrequenzzone unüberhör-/seh-/fühlbar darauf hingewiesen.

2015 ist das Jahr der Smartwatches. Das Anzeigen von Smart-Notifications (Hinweise auf eingehende SMS, Anrufe, …) ist deshalb auch bei GPS-Sportuhren voll im Trend. Da sich die Spark mit einem Smartphone koppeln lässt, wundert es, dass TomTom auf diese schwer angesagte Funktion verzichtet. Aber vielleicht stand bei der Entwicklung der Spark ein anderer Gedanke im Vordergrund: Dank Music Player kann das Smartphone zu Hause bleiben …!

TomTom Spark: Virtual Racer, 8 Meter hinter der Vorgabe

TomTom Spark / Runner 2: Technik

Gewicht & Abmessungen

Das Gewicht der TomTom Spark wird mit 50 g angegeben, nachgemessen kommen 50,3 g raus (inklusive Armband). Zum Vergleich, andere Sportuhren mit integriertem Herzfrequenzsensor wiegen:

  • Garmin Forerunner 225: 54,5 g (nachgewogen)
  • Garmin Forerunner 235: 41,3 g
  • Fitbit Surge: 51,5 g (nachgewogen)

Die Spark befindet sich diesbezüglich also in guter Gesellschaft. Aufgrund der unter dem Display ("im Übergang zum Armband") angeodneten 4-Wege-Taste sieht die TomTom Spark im ersten Moment etwas weniger schick und hinsichtlich des Tragekomforts etwas unbequemer aus. Beim Tragen relativiert sich das aber schnell. Die Optik ist nun einmal Geschmackssache, der Tragekomfort ist auch nicht anders als z.B. bei einer Polar M400 oder Fitbit Surge.

Energieversorgung

TomTom gibt folgende Akkulaufzeiten an:

  • Aktivitäts-Tracking: bis zu 3 Wochen
  • GPS: bis zu 11 Stunden
  • GPS + Herzfrequenz + Musik: bis zu 5 Stunden

Im Test sind wir auf rund 04:45 hh:mm (GPS, Herzfrequenz und Musik kontinuierlich aktiviert, Bluetooth ausgeschaltet) bzw. rund 10:15 (wie zuvor, nur ohne Musik). Mit diesen Werten kann die Spark mit vergleichbaren Sportuhren sehr gut mithalten.

GPS

Streckenaufzeichnungen: TomTom Spark (magenta) im Vergleich zu diversen Sportuhren

Beim GPS-Empfänger setzen die TomTom Ingenieure auf eine Kombination von GPS & GLONASS. Die Position wird in der Regel sehr schnell bestimmt, vorausgesetzt, die Assisted-GPS Daten ("QuickGPSFix") sind aktuell. Diese Satellitendaten werden via MySports Connect bzw. MySports App auf die Spark übertragen; ihre Gültigkeit beträgt drei Tage.

Wie genau zeichnet die TomTom Spark Strecken auf? Streckenaufzeichnungen von unserer Hausstrecke zeigen, dass sich die TomTom Spark in keinster Weise vor anderen GPS-Sportuhren verstecken muss (Abbildung anklicken). Alle Strecken fallen sehr genau aus und lassen sich sehr gut reproduzieren.

Die folgende Tabelle führt alle während des Test gemessenen Streckenlängen unserer Hausstrecke auf.

Sportuhr12345Ø
TomTom Spark5,845,835,885,855,855,85
Garmin Forerunner 2255,865,855,815,825,84
Garmin epix5,815,885,845,765,82
Polar M4005,885,885,875,885,88

Sensoren

Die TomTom Spark lässt sich mit separaten Bluetooth-Sensoren koppeln (Herzfrequenz/Trittfrequenz/Geschwindigkeit). Die Verwendung eines externen HF-Sensors wird im nächsten Kapitel beschrieben. Fahrradsensoren wurden diesmal nicht ausprobiert, insofern wird an dieser Stelle der TomTom Multi-Sport Cardio Test zitiert:

"Im Test wurde der kombinierte Kadenz-/Geschwindigkeitsmesser von TomTom ausprobiert. Er läßt sich mit Hilfe von Kabelbindern schnell montieren. Bevor es losgeht muss aber unbedingt die Radgröße (in mm) eingegeben werden. Erst dann sind akkurate Distanzmessungen möglich. Beim Verwenden unterschiedlicher Fahrräder ist jeweils eine erneutes Eingeben der Radgröße nötig; mehrere Fahrradprofile wären hilfreich."

TomTom Spark / Runner 2: Optischer Herzfrequenzsensor

Der optische Herzfrequenzsensor ist zweifellos das "Herzstück" der TomTom Spark bzw. Runner 2. Sein großer Vorteil lautet: Es kann auf den oftmals als unbequem empfunden und optisch störenden Herzfrequenzgurt verzichtet werden!

Gleichwohl bietet die Spark die Möglichkeit, einen externen Sensor anschliessen zu können. Warum? Bei niedrigen Temperaturen trägt man die Sportuhr gerne mal über der Kleidung – und dann funktioniert der integrierte Sensor nun einmal nicht! Außerdem macht das Verwenden eines externen Sensors beim Radsport Sinn. Im Test wurde diese Funktionalität mit einem Polar H7 bzw. Suunto Smart Sensor ausprobiert. Funktioniert wunderbar, die Sensoren werden auf Anhieb erkannt.

TomTom Spark: optischer Herzfrequenzsensor

Optischer Herzfrequenzsensor, grüne LED

Gibt es technische Informationen zu dem verbauten Herzfrequenzsensor?

Beim Vorgängermodell, der Multisport Cardio, ist noch ein optischer Sensor von Mio zum Einsatz gekommen. Hinsichtlich der aktuellen Modelle hält sich TomTom bedeckt, zumindest war in Erfahrung zu bringen, dass die Erfassung und Auswertung der Herzfrequenzdaten auf einem Algorithmus von LifeQ basiert. Weitere Informationen finden sich via Internetrecherche, demnach stammt der eigentlich Sensor von Osram.

Wie gut ein optischer Herzfrequenzsensor funktioniert hängt von vielen Faktoren ab:

  • Außentemperatur (kalte, nicht aufgewärmte, schlecht durchblutete Arme)
  • Art der Bewegung / Aktivität
  • Hautverfärbungen / Pigmentierung / Tattoos
  • Trageposition (direkt über dem Handgelenk oder weiter oben am Arm; "knochig oder fleischig")
  • Locker oder eng getragen
  • Fremdlichteinfall
  • Verbaute Sensortechnik
  • Integrierte Software zum Erfassen / Auswerten der Herzfrequenzdaten

Eine komplexe Geschichte – umso spannender ist es, wie TomTom diese zentrale Funktion im Griff hat! Für Interessierte, ein Artikel von LifeQ zum Thema: White Paper – Heart Rate (PDF).

Wie genau ist der optische Herzfrequenzsensor der TomTom Spark bzw. Runner 2?

Um dies herauszufinden durfte sich die TomTom Spark auf der Hausstrecke beweisen. Für die erste Runde wurde als Trainingspartner ein Garmin Forerunner 225 gewählt, der ebenfalls über einen optischen Herzfrequenzsensor verfügt. Die Rahmenbedingungen lauten: leichter Regen, Außentemperatur etwas über Null.

Das Ergebnis fällt nicht sehr überzeugend aus, die beiden Herzfrequenzkurven weichen deutlich voneinander ab. Welche entspricht nun der Realität?

Herzfrequenzdiagramm: TomTom Spark (rot) vs. Garmin Forerunner 225 (grün)

Um dies herauszufinden wurde in der nächsten Runde anders vorgegangen. Zunächst wurde das Trainingsteam um zwei weitere Sportuhren erweitert. Eine Polar M400 und eine Garmin epix, jeweils mit einem Herzfrequenzgurt, verbunden via Bluetooth bzw. ANT+. Um eine optimale Ablesung zu gewährleisten, wurden beide HF-Gurte mit einem Kontaktgel getunt. Da die Rahmenbedingung "leichter Schneefall bei Temperaturen knapp unter Null" lautet, wurde vorher noch eine Indoor-Aufwärmeinheit durchgeführt. Grund: Förderung der Durchblutung der Arme, um von Anfang an ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.

Was zeigt sich? Die Herzfrequenzkurven der Polar M400 und der Garmin epix stimmen praktisch überein (Abweichungen von max. zwei Schlägen), die TomTom Spark kann von kleineren Schwankungen abgesehen sehr gut mithalten (max. fünf / sechs Schläge Unterschied), der Forerunner 225 läuft abschnittsweise regelrecht Amok (kann sich ansonsten aber gut behaupten).

Herzfrequenzdiagramm: TomTom Spark (blau), Garmin Forerunner 225 (rot), Garmin epix (grün), Polar M400 (orange) (zum Vergrößern anklicken)

Um die Ergebnisse zu verifizieren wurden noch weitere Runden gedreht. Beim folgenden Beispiel herrschten mit leichten Plusgraden und ohne Niederschlag wesentlich angenehmere Bedingungen. Auch hier zeigt sich, dass die Spark bis auf kleinere Abweichungen mit den Herzfrequenzgurt-Kandidaten mithalten kann, der Forerunner 225 dagegen wieder Probleme macht (und deshalb retour gehen wird).

Zu dem Diagramm: Da sich die Daten der TomTom Spark in diesem Fall nicht exportieren ließen, werden die Diagramme separat dargestellt (Bedienungsfehler, Softwarefehler?, siehe Abschnitt "Software").

Herzfrequenzdiagramm, OBEN: Garmin epix (grün), Garmin Forerunner 225 (rot), Polar M400 (orange), UNTEN: TomTom Spark

Zu guter Letzt, die gleiche Runde noch einmal. Diesmal nur mit der Garmin epix und der Polar M400, die Rahmenbedingungen lauten "trocken und leichte Plusgrade".

Diesmal gibt es eine riesige Überraschung: Die mit der Spark aufgezeichneten Herzfrequenzwerte weichen deutlich ab! Was diese Unterschiede bedingt – mögliche Gründe siehe oben – ist nicht nachvollziehbar.

Herzfrequenzdiagramm: TomTom Spark (grün), Garmin epix (rot), Polar M400 (orange)

Interessante Ergebnisse bringt auch die folgende Analyse zu Tage (Abbildungen unten). Werden die Kurven der jeweiligen Uhren übereinandergelegt, dann zeigen die Sportuhren mit Herzfrequenzgurten einen ähnlichen Verlauf. Die Peaks liegen plus/minus an den gleichen Stellen, lediglich das Herzfrequenzniveau ist bei jeder Runde anders. Bei den Uhren mit optischen Sensoren sind die Verläufe dagegen bei weitem nicht so einheitlich bzw. gut reproduzierbar.

Hausstrecke: Herzfrequenzdiagramme Garmin epix und Polar M400, Sportuhren mit Herzfrequenzgurten

Hausstrecke: Herzfrequenzdiagramme TomTom Spark

Hausstrecke: Herzfrequenzdiagramme Garmin Forerunner 225

NEU – Ein grundlegender Artikel zur optischen Herzfrequenzmessung: Genauigkeit, Grenzen, Herausforderungen!

TomTom Spark / Runner 2: Musik

Die TomTom Spark bietet Platz für über 500 Songs; die genaue Speicherkapazität beträgt 3,13 GB. Ein motivierender Running Trax-Mix von Ministry of Sound ist bereits vorinstalliert. Die lokal gespeicherte Musik wird via TomTom MySports Connect auf die Spark übertragen (Abbildung unten). Einzelne, per Drag & Drop kopierte Stücke werden nicht erkannt. Laut Handbuch werden die Formate MP3, MPEG2, MPEG4 AAC-LC sowie HE-AACv2 unterstützt.

Wichtig zu wissen:

Kann ich Musik-Streamingdienste auf meiner GPS-Uhr mit Musikfunktion nutzen?

Ihre TomTom GPS-Uhr mit Musikfunktion kann Songs und Playlisten abspielen, die Sie besitzen und auf Ihrem Computer gespeichert haben.

Über Dienste wie Spotify, Apple Music, Deezer und SoundCloud können Sie Musik hören, Sie besitzen die Musik aber nicht. Diese Streamingdienste speichern die Musik nicht lokal auf Ihrem Computer, daher können sie nicht mit der TomTom GPS-Uhr mit Musikfunktion verwendet werden.

Wenn Sie noch keine Musik besitzen, können Sie den iTunes Store oder andere Musik-Downloaddienste besuchen und dort Ihre gewünschten Songs und Playlisten kaufen.

Quelle: de.support.tomtom.com

Bluetooth-Kopfhörer werden auf Anhieb erkannt und problemlos gekoppelt. Im Test zeigt sich gleich: An der Qualität der Kopfhörer sollte man nicht sparen! Bei der Klangqualität offenbaren sich – subjektiv gesehen – zwischen einem 20.- Euro und 60.- Euro Modell durchaus Welten – zum Einsatz sind ein Mpow Swift bzw. ein Boston Urbanista Bluetooth-Kopfhörer gekommen. Noch wichtiger als die Klangqualität ist aber die Passform der Hörer; trotz auswechselbarer Aufsätze ist nicht jeder Hörer für jedes Ohr geeignet!

Damit es eim Laufen zu keinen Aussetzern bei der Musikwiedergabe kommt, muss der Sportler auf die Trageposition achten: Sportuhr und Kopfhörer-Steuerungseinheit sollten sich in direkter Sichtlinie befinden. Trotzdem kann es immer wieder zu störenden Unterbrechungen kommen.

Das Abspielen von Musik wird direkt auf der TomTom Spark aktiviert. Allerdings gibt es einen Unterschied: Während einer Aktivität kann nur zwischen den einzelnen Playlisten gewechselt, beim Einsatz als Standalone-Musikplayer kann zusätzlich zwischen den Titeln hin und her gesprungen werden. Die weitere Steuerung – Lautstärke, Ein/Aus – erfolgt über die Kopfhörer.

Die TomTom Spark gibt aber nicht nur Musik wieder, sondern unterstützt den Sportler zusätzlich mit einfachen Trainingsanweisungen. Wenn die GPS-Position bestimmt und die Uhr einsatzbereit ist, weist eine Frauenstimme mit "Ich bin bereit", "Ich bin startklar" oder "Los gehts" darauf hin. Während des Trainings gibt es lockere Sprüche wie "Läuft wie geschmiert" oder "Nicht übertreiben". Eine männliche Stimme steht übrigens  nicht zur Auswahl, ein Deaktivieren der Anweisungen ist nicht vorgesehen.

TomTom MySports: Übertragen von Playlists auf die Spark

TomTom Spark / Runner 2: Aktivitätstracking

TomTom Spark: Activity-Tracking, Schrittzähler (Bild: TomTom)

Zu den weiteren Neuerungen gehört ein 24/7 Aktivitäts-Tracking inklusive Schlafaufzeichnung. Die Spark bzw. die Runner 2 zeichnen die verbrauchten Kalorien, zurückgelegte Distanz, Aktivitätszeit,  Anzahl an Schritten und die schlafend verbrachte Zeit auf. Die Daten werden für den jeweiligen Tag und für die aktuelle Woche angezeigt.

Zusätzlich lässt sich ein Aktivitätsziel festlegen; zur Auswahl stehen Schritte / Zeit / Kalorien / Distanz. Ein Ziel kann z.B. 2 km Distanz lauten.

Interessanterweise wird die Zielerreichung nirgendwo auf der Uhr angezeigt – eine entsprechende Statusmeldung wäre zumindest auf der Uhrenseite mehr als sinnvoll. Zu diesem Zweck ist ein Blick in die MySports App notwendig. Bei fehlender Aktivität seitens des Nutzers wäre noch eine Aufforderung zum Bewegen praktisch. Um bei der Kritik zu bleiben: Beim Aufrufen der Aktivitätsdaten werden die Werte erst hochgezählt. Dies mag nett anzusehen sein, ist aber eher störend!

Die Werte werden auf Basis der im Benutzerprofil hinterlegten Angaben (Geschlecht, Gewicht, …) bzw. mit Hilfe der internen Sensoren (Beschleunigungsmesser / Gyroskop) berechnet. Die Angaben zu den verbrauchten Kalorien beinhalten nicht nur die während des Tages verbrannten Kalorien, sondern beeinhalten auch den Grundumsatz. Eine 24/7 Herzfrequenzmessung ist nicht vorgesehen. Wenn dies der Fall wäre, dann könnten die Kalorienwerte genauer ausfallen.

Die Schlafaufzeichnung basiert auf Bewegungen, die über den integrierten Beschleunigungsmesser erfasst werden. Das Ergebnis, eine Angabe der Schlafzeit in hh:mm ist wenig aussagekräftig. Eine Unterscheidung in unterschiedliche Schlafphasen gibt es nicht.

Das Aktivitätstracker von unterschiedlichen Herstellern auch unterschiedliche Messwerte ausgeben ist bekannt – jeder Anbieter setzt nun einmal auf andere Algorithmen. Wie hoch die Differenzen ausfallen können zeigt die folgende Tabelle. Zum Vergleich wurden eine Garmin vivoactive und eine Fitbit Surge herangezogen. Die Daten stammen von normalen Arbeitstagen ohne großartige Sportaktivitäten, vom Aufstehen bis wieder ins Bett gehen.

TagKalorienSchritteDistanz (km)
1 (Spark)2.46610.2237,87
1 (vivoactive)2.0679.3857,99
2 (Spark)1.9113.6432,82
2 (vivoactive)1.6263.7833,06
3 (Spark)1.7971.9571,57
3 (vivoactive)1.5422.3581,98
4 (Spark)1.8821.5621,31
4 (Surge)1.7772.1721,60
5 (Spark)1.7134.2553,32
5 (Surge)1.5483.3192,45
6 (Spark)1.8656.4404,93
6 (Surge)1.9327.1805,30

TomTom Spark / Runner 2: Software

Was wäre eine moderne GPS-Sportuhr ohne zusätzliche Software? Eigentlich kaum einsetzbar … dementsprechend bietet TomTom drei Lösungen an:

  • „MySports Connect“, eine Software für Windows und Mac
  • „MySports“, eine App für Android und iOS
  • „MySports“, ein browserbasiertes Online-Portal zum Sammeln und Auswerten der Trainingsdaten

Mit MySports Connect werden via USB-Verbindung Updates eingespielt, die QuickGPSFix Daten auf den neuesten Stand gebracht, Playlisten auf die Spark geladen bzw. entfernt und die Trainingsdaten lokal gespeichert bzw. auf die MySports Webseite hochgeladen.

Besonders gut gefallen die vielfältigen Optionen zum Speichern. Der Anwender kann auswählen, in welchen Dateiformaten die Aktivitäten auf der Festplatte gespeichert bzw. zu welchen Webseiten sie hochgeladen werden sollen (siehe Abbildung unten). Gespeicherte gpx, fit, tcx, kml oder csv Dateien könne dann beliebig weiterverwendet werden. Im Test ist es allerdings vorgekommen, dass eine Aktivität zwar zur MySports Webseite hochgeladen wurde bzw. im Protokoll der Uhr sichtbar ist, aber nicht lokal gespeichert wurde. Da es auf der MySports Webseite keinerlei Exportmöglichkeiten gibt bzw. kein direkter Zugriff auf den Uhrenspeicher besteht, war eine Weiterverarbeitung nicht möglich.

Über die MySports App – die Koppelung mit dem Smartphone erfolgt via Bluetooth Smart – lassen sich Kontoeinstellungen vornehmen, Aktivitäten zur MySports Webseite hochladen, Details zu den einzelnen Aktivitäten abrufen (Statistiken, Grafiken, Kartenansicht), Ziele erstellen und Daten zum Aktivitäts-Tracking einsehen. Wichtigste Voraussetzung für alle Aktionen ist eine flotte Mobilfunkverbindung.

Die MySports Webseite bietet zwar wichtige Basisfunktionen, ihr Funktionsumfang ist aber in keinster Weise mit dem anderer Portale wie z.B. „Garmin Connect“ vergleichbar.

TomTom MySports Connect: Übertragen von Playlists auf die Spark

MySports Connect Export Optionen

TomTom Spark / Runner 2: Fazit

Die TomTom Spark (bzw. die TomTom Runner 2) bietet eine interessante Kombination von Musikplayer, integrierter Herzfrequenzmessung, Aktivitätstracking und Multisport-Eignung.

Laufschuhe anziehen, Kopfhörer verbinden, Playlist wählen, kurz auf den Hinweis "Ich bin bereit" warten und los geht es – mit der TomTom Spark kein Problem! Im Detail gibt es aber ein paar Schwächen: Verbindungsabbrüche können den Musikgenuss stören, die angezeigte Herzfrequenz muss nicht unbedingt stimmen und die zu vielen Datenseiten können verwirren.

Thema Herzfrequenz: Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es bei nahezu allen Sportuhren mit optischen Herzfrequenzsensoren zu Abweichungen bzw. ungewöhnlichen Herzfrequenzwerten kommen kann. Da dies diverse, teils sehr individuelle Ursachen haben kann lautet die generelle Empfehlung: Ausprobieren und gegebenenfalls zu einem Modell mit bewährter Herzfrequenzmessung per HF-Gurt wechseln.

Trotz dieser Einschränkungen macht die TomTom Spark Cardio + Musik Spaß! Die Bedienung ist rasch erlernt, die GPS-Position schnell bestimmt, der Akku hält lange durch und ein – wenn auch im Detail verbesserungswürdiges – Aktivitätstracking hilft, sich im Alltag zu mehr Bewegung zu motivieren!

Empfohlener Online-Shop:

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Pro

  • Einfache Bedienung
  • Übersichtliches Menü
  • Komfortable Herzfrequenzmessung
  • Praktischer Musikplayer
  • Motivierendes Aktivitätstracking
  • Akkurates GPS/GLONASS
  • Lange Akkulaufzeiten
  • Vielfältiger Datenexport

Contra

  • Funktionsumfang des TomTom MySports Portals
  • Abweichungen bei den Herzfrequenzmessungen
  • Kein Endlos-Scrollen durch Datenseiten
  • Eingeschränkte Konfiguration der Datenseiten
  • Keine Anzeige des Aktivitätsziels auf der Uhrenseite

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TomTom Spark / Runner 2 Test – Funktionsstarke GPS-Sportuhren was last modified: Juli 24th, 2017 by Joachim Bardua

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