Garmin eTrex im Outdoor EinsatzFür Radler, Wanderer, Alpinisten, Fernreisende, Mountainbiker und Paddler lautet bislang die entscheidende Frage beim Kauf eines Outdoor-Navis: Soll es ein Gerät von Garmin oder Magellan sein? 2009 sieht die Lage schon ganz anders aus: Garmin bietet eine fast schon unüberschaubare Palette an Outdoor-Navis an, Magellan steht mit den Triton-Modellen parat und es kommen zahlreiche neue Marken und Modelle auf den Markt.

Der folgende Artikel wird nicht mehr aktualisiert!

Eine aktuelle Version gibts als PDF zum Download:

Dazu gehören:

  • Satmap Active 10 (bereits erhältlich)
  • MyNav 600 Professional (bereits erhältlich)
  • Lowrance mit der Endura-Serie (Sierra, Safari, Outback) (Ende Juli)
  • CompeGPS TwoNav Aventura (ab Juni)
  • Oregon 550 (soll bald kommen)

Andere Outdoor-taugliche GPS-Geräte werden in diesem Artikel außen vor gelassen. Zum Beispiel GPS-Uhren, Datenlogger, Trainingscomputer und die Handy-/Smartphone-Familie.

Diese Kaufberatung kann nur Tipps zum Kauf des richtigen Outdoor-Navis geben. Das perfekte Gerät wird am Ende des Artikels nicht herauspurzeln – dafür gibt es zu viele Möglichkeiten und zu unterschiedliche Anforderungen!

Um sich einen Überblick über alle Geräte zu verschaffen, empfiehlt es sich, die Marktübersicht Outdoor GPS-Geräte herunterzuladen – aber nicht erschrecken, das Angebot ist immens!

Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung der wichtigsten Funktionen mit vielen Hinweisen, die Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen können.

Hinweis: Die Ausführungen beziehen sich in erster Linie auf alle von Navigation-Professionell getesteten Outdoor-Navis. Die Vor- und Nachteile neuer Geräte werden sukzessive in den Artikel aufgenommen.

Handhabung und Menüführung

Die Handhabung von Outdoor-Navis ist ein spannendes Kapitel. Der eine will einen Touchscreen (Garmin Oregon, Magellan Triton 1500/2000, myNav 600, CompeGPS TwoNav), der andere ist ein Tastenklicker. Auch läßt sich nicht jedes Gerät mit jeder Hand, ob zart oder grob, auf’s einfachste bedienen – am besten im Geschäft ausprobieren!.

Lowrance Endura OutbackDie Aktivität spielt bei der Wahl des Wunschnavis eine große Rolle:

  • Radfahrer: Das am Lenker befestigte Navi sollte gut mit einer Hand bzw. einem Finger bedienbar sein. In dieser Disziplin glänzen die Garmin GPSmap Serie (z.B. das 60CSx), die Garmin Oregon-Serie und das Satmap Active 10.
  • Paddler/Seekayaker: Das Gerät muß auch in einem Aquapac bedienbar sein. Empfehlenswert: Garmin GPSmap 60Cx/60CSx/76Cx/76Csx. Die GPSmap 76 Reihe ist auch ohne Aquapac schwimmfähig.
  • Alpinisten und Wintersportler:
    • Lassen sich die Tasten oder der Joystick noch mit dicken Handschuhen drücken? Empfehlenswert: Satmap Active 10, Garmin GPSmap 60Cx/60CSx, Garmin Oregon.
    • Wie sicher ist das Gerät zu greifen, flutscht es leicht aus der Hand? Empfehlenswert: Alle Garmins.
  • Wanderer: Die wichtigste Anforderung ist die Bedienung mit einer Hand.
  • Nächtliche Einsätze: Ist die Tastatur beleuchtet? Verwirklicht beim GPSmap 60Cx/CSx/76Cx/76CSx/Touchscreen des Oregon/Triton 1500/2000.

Beim Menü hilft nur ausprobieren. Am einfachsten zu bedienen ist die Garmin Oregon-Serie – perfekt für Einsteiger! Auch das Satmap spielt in dieser Diasziplin seine Stärken aus.

Garmin eTrex Vista HCx, Foto: Garmin

Abmessungen und Gewicht

Beide Faktoren spielen je nach Aktivität eine Rolle. Nicht nur für Weight Weenies sind leichte und kleine Geräte interessant. Auch auf langen Trekking-Touren und Expeditionen zählt jedes Gramm. Allerdings ist nicht nur das Gewicht des Gerätes zu betrachten, sondern auch die Zahl der Akkus und Batterien, die im Rucksack Platz benötigen (siehe unten, Akkulaufzeit).

Das eine Ende der Skala markiert die Garmin eTrex-Serie (ca. 180 g inkl. Akkus), das andere Ende das Satmap Active 10 mit ca. 270 g inkl. Akkus oder das MyNav 600 (ca. 300 g mit Akkus). Bei den Schwergewichten gibt es dafür aber ein 3,5-Zoll Display. Der Gewichtsunterschied entspricht einer Tafel Schokolade – ein entscheidender Faktor bei langen Touren!

Akkulaufzeit

Das perfekt Gerät mit einer extrem langen Laufzeit ist das Garmin eTrex Vista HCx (oder seine Geschwister), dem Dauerläufer unter den Outdoor-Navis. Ansonsten gilt: Funktionen wie elektronischer Kompass und Multimedia sind wahre Stromfresser. Auch die Auflösung des Displays wirkt sich aus. Hochauflösende Displays brauchen mehr Energie, ein Manko von Oregon, Colorado, Triton und Co.

Der Einsatzzweck ist ebenso von Bedeutung. Wer sein Gerät jeden Tag 8 Stunden zum Aufzeichnen von Tracks benötigt, braucht bei einem langen Urlaub viele Reserven. Wer das Gerät allerdings nur ab und zu anschaltet, um die Position zu bestimmen oder um einen Wegpunkt abzuspeichern, kann – wie die eigene Erfahrung lehrt – einen dreiwöchigen Wildnistrip mit einem Satz Lithium-Batterien überleben. Das Gerät war natürlich ein eTrex! Wer primär zu Tagestouren aufbricht, den sollte das Thema Energie weniger tangieren.

Ein sinnvolles Feature ist die Option, im Setup des Gerätes den Batterie-/Akkutyp einzustellen, um die Energiequelle optimal auszunutzen. Garmin bietet als derzeit einzigster Hersteller die Wahl zwischen Alkaline, Lithium und NiMH an.

GPS-Empfang

Besonders positiv fällt der Oldie Garmin GPSmap 60Cx/CSx mit ausgesprochen akkuraten Trackaufzeichnungen und insgesamt sehr ausgewogenen Empfangseigenschaften auf. Das Garmin Colorado verhält sich hingegen ab und zu zickig. Alle anderen Geräte schenken sich im Großen und Ganzen nicht viel.

Bei der Zeit bis zur ersten Positionsbetimmung gibt es dagegen gewaltige Unterschiede. Je nach Anwendungszweck kann diese Disziplin sehr wichtig sein. Wer das Gerät z.B. beim Wandern einsetzt, um ab und zu die Position zu bestimmen und ansonsten das Navi ausschaltet, freut sich über einen schnellen Bootvorgang und eine kurze Zeit bis zur Positionsbestimmung. Mit der aktuellen Firmware befinden sich das eTrex, GPSmap 60 und Oregon auf Augenhöhe, lediglich beim Colorado dauert es einen Tick länger. In der Rangliste folgen das MyNav 600 und die Tritons, zuletzt das Satmap Active 10, bei dem der Anwender Geduld mitbringen muß.

Hinweise: Die Rangliste basiert auf Messungen inklusive der Startzeit der Geräte. Beim dem Vergleich wurde allerdings nicht berücksichtigt, daß die Tritons und das MyNav einen Standby-Modus besitzen, so daß der langsame Startvorgang wegfällt und sie sich besser platzieren können.

Durch Firmware-Updates kann sich das Verhalten beim GPS-Empfang jederzeit ändern!

Ablesbarkeit des Displays

Die Ablesbarkeit des Displays bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen ist ein entscheidendes Kaufkriterium. Viele moderne Geräte haben ihre Probleme, dazu gehören die Oregons, der Colorado, die Tritons, das MyNav und das Satmap. Garmin reagiert darauf und wird den Oregon 550 mit einem “enhanced sunlight-readable touchscreen” auf den Markt bringen. Geräte wie die eTrex- oder die GPSmap-Serie sind dagegen unter allen Bedingungen perfekt ablesbar.

Reflexionen können das Vergnügen schnell trüben. Abhilfe schafft eine reflexionsmindernde Folie, die auch zum Schutz des Displays beiträgt.

Inbesonders Radler sollten auf die Eigenschaften des Displays achten. Wanderer haben mit der Ablesbarkeit weniger ein Problem, da das Gerät nicht am Lenker festgenagelt ist und mit der Hand optimal ausgerichtet werden kann.

Displaygröße: Bei kartenfähigen Geräten gilt: Je mehr, um so besser!

myNav 600 Professional

Digitale Karten

Eine Anmerkung zu Beginn: Auch mit einem Gerät ohne digitale Karten läßt es sich perfekt navigieren! Digitale Karten, im Zusamenspiel mit einem Farbdisplay, sind aber trendy und machen einfach mehr Spaß.

Die wichtigste Frage lautet: Gibt es für die Regionen, die ich bereise, digitale Karten für mein Traumnavi?

Das größte Angebot hat derzeit Garmin zu bieten. Bei den anderen Herstellern empfiehlt es sich zu googeln und das Angebot zu klären. Eine immer interessanter werdende Alternative sind kostenlos im Internet erhältliche Karten (einen guten Einstieg bietet dieser Link: Free Maps, GPS Webkatalog). Free Maps sind in erster Linie im Garmin-Format erhältlich – weltweit!

Die nächste Frage lautet: Will ich Raster- oder/und Vektorkarten für mein Outdoor-Navi?

Vektorkarten dominieren bislang die elektronische Outdoornavigation mit GPS-Handgeräten (von ein paar PDA Speziallösungen mal abgesehen). 2009 ist der Markt allerdings im Umbruch. Das erste reinrassige Rasterkartennavi ist das Satmap Active 10, das ab Sommer 09 sogar mit den bekannten Alpenvereinskarten gefüttert werden kann. Bei der neuen Endura-Serie kooperiert Lowrance sogar mit MagicMaps. Das bedeutet, daß auf den Lowrance-Navis außer Vektorkarten auch Rasterkarten einsetzbar sind, in diesem Fall von MagicMaps, Kompass und dem ADAC Tourguide (nach wie vor ein Geheimtipp unter allen digitalen Karten!).

Auch das CompeGPS TwoNav Aventura kann ab Juni mit Spannung erwartet werden. Im Zusammenspiel mit Touratech zeichnen sich tolle Möglichkeiten ab (siehe TTQV-Forum).
CompeGPS TwoNav Aventura
Welchen Vorteil haben Rasterkarten? An erster Stelle steht das Papierkarten-Feeling und der hohe Informationsgehalt. Viele Anwender – auch so mancher Outdor-Profi! – kann sich mit Rasterkarten besser orientieren. Besonders praktisch sind eingezeichnete Wanderwege (Alpenvereinskarten, Kompass-Karten), was in dieser Form in Vektorkarten noch nicht realisiert ist.

Die Nachteile lauten: Rasterkarten sind nur in einem bestimmten Maßstabsbereich scharf, beim Ausrichten der Karte in Fahrtrichtung, z.B. beim Radeln, steht der Text mitunter auf dem Kopf. Vektorkarten sind dagegen immer knackig scharf und bieten die Möglichkeit, weitere Informationen, z.B. Straßennamen, mit den Kartenelementen zu verknüpfen. Ein Routing entlang von Wegen und Straßen ist nur mit Vektorkarten möglich.

Eine spannende Frage lautet, wie wird sich Garmin beim Thema Rasterkarten verhalten? In Großbritannien gibt es diese Option bereits für die Oregons, bei uns werden Rasterkarten für den PC schon seit längerem angeboten ……?

Damit sind wir schon bei den nächsten Themen, dem Auto- und Outdoorrouting.

Outdoor-Routing

Dem Thema Outdoor-Routing gehört mit Sicherheit die Zukunft. Ziel eintippen, evtl. noch ein Zwischenziel markieren, und schon lotst das Outdoor-Navi den Wanderer oder Radfahrer über Wald-, Feld- oder Wanderwege zum Ziel.

Garmin hat in diesem Jahr seine Produktpalette an routingfähigen Karten deutlich erweitert. Dazu gehören die Topo Deutschland v3, Topo Österreich v2, Topo Schweiz v2, Topo France, Topo Belgien und Luxemburg, die Karten von Finnland und Tschechien sind auf Straßen routingfähig.

Mit der Topo Deutschland v3 sind 8.000 Kilometer Wanderwege und 60.000 Kilometer Radrouten für das Routing nutzbar. Die Topo Deutschland v3 ist als ein Evolutionsschritt zu sehen, eine v4 oder v5 wird sicherlich einige tausend Kilometer mehr zu bieten haben.

Ein YouTube-Video von www.freizeitalpin.at zeigt das Outdoor-Routing mit einem Garmin Oregon:

Einen anderen Weg schlägt MyNav ein. Die Alpstein-Karten erlauben ein Routing entlang sämtlicher in der topographischen Karte enthaltenen Wege, egal ob es sich um einen Wanderweg, Klettersteig oder eine Forststraße handelt – inklusive Sprachansagen beim Wandern, Radeln und Autofahren!

Autonavigation

Autonavigation ohne Sprachansagen bieten inzwischen einige Geräte, insbesonders von Garmin. Auf Abbiegungen weisen unterschiedliche Töne hin. Manche Garmin-Navis (Colorado, Oregon) bringen von der Kartenoptik sogar ein nüvi-Feeling mit.

Der neue Trend 2009 sind Outdoor-Geräte mit Sprachansagen. Modelle: MyNav 600 Professional, CompeGPS TwoNav Aventura, Lowrance Sierra.

Hinsichtlich dieser Fähigkeiten wurde bislang das MyNav 600 getestet. Das Fazit lautet: Anwender, die nur hin und wieder einmal ein Autonavi benötigen oder ihren Gerätepark auf ein Minimum beschränken wollen, dürften mit den Fähigkeiten des MyNav als Autonavigationssystem glücklich werden.

Magellan Triton 2000

Klassische Navigation

In diese Sparte gehören Begriffe wie Track, Trackback, Route, Wegpunkt, Wegpunkt-Projektion, Sight’N Go, Mann über Bord (MOB) und Mitteln von Wegpunkten – quasi die ureigenen Aufgaben von Outdoor-Navis.

Mit all diesen Funktionen sind viele Garmin-Geräte (eTrex, GPSmap, Oregon) ausgestattet. Vor allem der Oregon hat durch die jüngsten Firmware-Updates deutlich aufgeholt. Nicht nur das Mitteln von Wegpunkten macht bei ihm einen tollen Eindruck, auch die vielen Trackfunktionen wissen zu gefallen – im Gegensatz zum Garmin Colorado!

Besonders hervorzuheben ist das Satmap Active 10. Bei ihm wurde Augenmerk auf eine möglichst einfache Routenplanung gelegt, die sogar das Verschieben von Wegpunkten beinhaltet. Daraus resultiert der große Vorteil, daß der Anwender unabhängig von einem PC agieren kann.

Zur klassischen Navigation gehört auch die Speicherkapazität für Tracks, Routen und Wegpunkte. Geräte wie das eTrex oder das GPSmap 60 bieten zwar 10.000 Trackaufzeichnungspunkte (Active Log), können aber nur 20 Tracks mit maximal 500 Punkten abspeichern (je nach Modell werden Tracks auch auf der Speicherkarte abgelegt, sie lassen sich aber unterwegs nicht zum Navigieren verwenden). Im Vergleich zu modernen Geräten ist dies schon sehr archaisch, da inzwischen Tracks mit 10.000 Punkten üblich sind (Oregon, Colorado, Triton). Ein empfehlenswertes Gerät ist der Oregon 300, dessen interner, 850 MB großer Speicher zig Tracks aufnimmt, die beispielsweise vom PC auf das Gerät übertragen werden. Auch die SD-Karte des Oregons eignet sich zum Speichern von GPS-Daten. Besonders klasse verspricht auch das neue Oregon 550 zu werden, das 2.000 Wegpunkte, 200 Routen und 200 Tracks mit je 10.000 Punkten abspeichern kann.

Auch das Satmap glänzt beim Speichern von GPS-Daten. Der interne Speicher und die SD-Karte bieten nahezu unendlich viel Platz. Auch bei Aufzeichnung von Tracks sind Spitzenwerte zu verzeichnen, da mehr als 30.000 Trackpunkte möglich sind. Ähnliches ist vom MyNav 600 zu berichten.

Einen Tadel verdient Magellan, da es keine offiziellen Infosgibt, wieviele Tracks, Routen und Wegpunkte möglich sind – von fehlenden Funktionen mal abgesehen. Der potentielle Käufer ist auf Informationen in Foren oder Testberichte angewiesen (Links am Ende des Artikels).

Zum Thema Trackaufzeichnung: Prinzipiell gibt es unterschiedliche Modi zum Aufzeichnen von Tracks. Nach Zeit (z.B. jede Sekunde), nach Entfernung (z.B. alle 10 Meter) oder automatisch. Bei “automatisch” kann gewählt werden zwischen: Am häufigsten, häufiger, normal, seltener, am seltensten (Garmin) oder automatisch grob bzw. automatisch fortlaufend (Magellan Triton). Das Satmap bzw. das MyNav bieten hingegen nur eine Aufzeichnung nach Zeit.

Die Erfahrung lehrt, daß in der Regel die besten Ergebnisse mit dem Modus “automatisch, am häufigsten” erzielt werden.

Digitaler Kompass

Ein Digitalkompass zeigt auch im Stand die korrekte Richtung an. Besonders sinnvoll ist ein 3-achsialer Kompass, da er auch funktioniert, wenn das Navi nicht horizontal gehalten wird. Geräte mit 3-achsialem Kompass: Oregon 550, Triton 2000, Triton 500, Lowrance Endura Sierra und MyNav 600.

Barometer/Höhenmesser

Ein barometrischer Höhenmesser verspricht so manchen Vorteil. Korrekt kalibriert, liefert er sehr genaue Höhenmessungen. Das ist besonders praktisch zum Aufzeichnen der Auf- und Abstieghöhenmeter (empfehlenswerte Modelle: Garmin Oregon 300 oder 400, Colorado 300, eTrex Vista HCx, eTrex Summit HC, GPSmap 60CSx).

Das Barometer kann natürlich auch als Wetterstation dienen. Zu diesem Zweck eignen sich insbesonders Geräte, die den Luftdruck auch im ausgeschalteten Zustand messen (Garmin Oregon 300 oder 400, Colorado 300).
Garmin GPSMap 60CSx, Foto: Garmin

Messen von Herz- und Trittfrequenz

Diese Funktion bieten: Garmin Oregon 300 oder 400, Colorado 300. Die Wert haben nur informativen Charakter, sie werden nur angezeigt und abgespeichert. Wer ausgeklügelte Trainingsfunktionen braucht, sollte besser einen Spezialisten in Betracht ziehen (Garmin Edge, Forerunner).

Multimedia

Bildbetrachter, MP3, Digitalkamera, LED-Lampe, Spiele und was es sonst noch alles gibt. Solche Funktionen haben immer einen großen Nachteil: Sie nagen an den wertvollen Energievorräten. Ob man es braucht, muß jeder für sich entscheiden.
Garmin Colorado 300, Foto: Garmin

Schnittstellen

Die Schnittstelle zum PC dient zum Übertragen von Daten (Firmware-Updates, Karten, Tracks, Routen, Wegpunkte) zum Outdoor-Navi oder um das Laptop oder Netbook mit Positionsdaten zu versorgen.

Die Verbindung erfolgt üblicherweise per USB, den schnelleren USB 2.0 Standard unterstützen nur wenige Geräte (Satmap, TwoNav Aventura, Oregon 550). Auf Naviseite hat sich ein Anschluß vom Typ Mini-B als Standard etabliert, nur Magellan tanzt mit einem proprietären Stecker aus der Reihe.

Einen separaten, seriellen Anschluß haben nur noch wenige Geräte (Garmin GPSmap 60/76).

Drahtlose Verbindungen bietet Garmin beim Oregon und Colorado an. Mit der ANT-Technologie lassen sich Daten zwischen den Geräten hin- und herschieben. Bluetooth ist lediglich beim MobileMapper 6 von Magellan verwirklicht. WLAN sucht man in der Outdoor-Welt hingegen vergeblich, da der Stromverbrauch immens ist.

Weitere Funktionen

Von den vielen Möglichkeiten sei noch die Weckfunktion erwähnt, die sich beim Reisen immer wieder als sehr praktisch erweist. Kandidaten sind der Colorado 300 und die Oregons.

Zubehör zum Outdoor-Navi

Worauf ist bei diesem Thema zu achten?

  • Ein bombenfeste Fahrradhalterung ist ganz wichtig. Besonders positiv sticht die Satmap-Halterung hervor, die – wie die eigene Erfahrung lehrt – besser hält als so mancher Knochen …
  • Hat das Navi eine Möglichkeit, eine Handschlaufe anzubringen? (negative Ausnahme: Garmin Colorado 300)
  • Wie befestige ich das Gerät am Rucksackträger? Praktisch sind beispielsweise die Karabiner-Clips von Garmin (Oregon, Colorado).
  • Gibt es eine Kfz-Halterung?
  • Wird eine Tasche mitgeliefert? Lobenswert: Satmap, die Tasche läßt sich auch hervorragend am Rucksackträger befestigen!
  • Gibt es ein Handbuch, das wirklich alle Funktionen erklärt? Generell ist das Thema ein trauriges Kapitel ….!
  • Was befindet sich im Lieferumfang?

Software und Co

Ein paar Anregungen lauten:

  • Welche Software bietet der Hersteller an?
  • Auf welchem Betriebssystem läuft die Software (Windows, Mac, Linux)?
  • Kann das Navi zusammen mit diversen Planungsprogrammn (Fugawi, Touratech, MagicMaps TourExplorer, ADAC TourGuide, ..) verwendet werden, gibt es eine direkte Schnittstelle? Am besten funktioniert’s mit Garmin-Geräten, negativ fallen das Satmap (arbeitet nur mit dem Programm SatSYNC zusammen) und die Tritons (direkte Schnittstelle derzeit nur zu Magellan VantagePoint) auf.
  • Ein heikles Thema sind Firma-Updates. Eigentlich sollte man erwarten, daß ein Gerät bei Verkaufsstart fix und fertig ist …! Garmin bringt kontinuierlich Updates für seine Geräte heraus, nur der Colorado wird etwas stiefmütterlich behandelt. Negativ fällt Magellan auf, bei dem die User schon lange auf ein finales Update warten (Ergänzung 29.05.09: Mittlerweile gibt es ein Update für den Triton 200 bis 500).

Garmin Oregon 300

Zum Schluß gibt es noch eine Checkliste für den Kauf:

  • Wofür will ich mein Outdoor-Navi einsetzen?
  • Welche Funktionen sind mir wichtig?
  • Brauche ich digitale Karten auf meinem Outdoor-Navi?
  • Will ich Vektor- oder/und Rasterkarten?
  • Hat der Navihersteller von meinen bevorzugten Regionen Karten im Angebot (regional/Europa/weltweit)? Wenn nein, sind weitere Regionen geplant?
  • Wie sieht es mit der Ablesbarkeit des Displays bei wechselnden Lichtverhältnissen aus (Wanderer haben andere Ansprüche als Radler)?
  • Komme ich mit der Handhabung und Menüführung zurecht?
  • Akkulaufzeit: Reicht die angegebene Laufzeit für meine Aktivitäten aus (Tagestouren, Expeditionen, …)?
  • Gewicht/Abmessungen: Benötige ich ein besonders kleines und leichtes Gerät (am besten in Verbindung mit der Akkulaufzeit betrachten)?
  • Welches Zubehör gibt es (Handschlaufe, Rad-/Autohalterung, …)?
  • Läuft die notwendige Software nur unter Windows, oder auch mit Linux und Mac?
  • Welche Software setze ich am PC ein? Ist mein Wunschnavi dazu kompatibel?

Die abschliessende, ultimative Frage lautet:

  • Was kostet der Spaß (Gerät + digitale Karten + Software + Zubehör)?

Allerdings: Spätestens wenn der Outdoor-Freund sein Navi zum Brötchenholen mitnimmt (“Ich muß nur kurz etwas ausprobieren!”) und die Familie mit knurrendem Magen warten muß, steht fest, daß er unheilbar vom GPS-Virus befallen ist. Mit der Folge, daß irgendwann nicht nur ein Gerät mit von der Partie ist!
Satmap Active 10

Fazit

Noch nie war der Kauf eines Outdoor-Navis so kompliziert wie 2009! Da derzeit viel neue Modelle und neue Funktionen eingeführt werden, ist die Entscheidung nicht ganz einfach. Die Gefahr auf das falsche Pferd zu setzen und ein Navi zu kaufen, das auf Dauer den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird, ist gegeben. Das perfekte Gerät gibt es (noch?) nicht!

Die umfangreiche Kaufberatung gibt viele Hinweise und Tipps, was so alles zu beachten ist. Es ist geplant, den Artikel sukzessive um Erkenntnisse, die mit neuen Geräten gewonnen werden, zu erweitern.

Dieser Artikel ist auch als PDF-Download erhältlich: Download-Seite. Sie können ihn gerne an Freunde, Bekannte oder Kunden weitergeben; aber bitte die Copyright-Rechte beachten!

Weiterführende Links:

UPDATE Welches Outdoor-Navi soll ich mir kaufen? Die ultimative Kaufberatung für Outdoor GPS-Freunde! was last modified: Januar 12th, 2017 by Joachim Bardua
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