ViewRanger – eine App zur Outdoor-Navigation mit Smartphones wie zum Beispiel dem Land Rover Explore!

Die Outdoor-App gibt es in GooglePlay unter dem Namen “ViewRanger – Routenführer zum Wandern & Radeln“. Entwickler und Anbieter ist die britische Augmentra Ltd.

ViewRanger wird in GooglePlay mit immerhin 4,2 von 5 Sternen bewertet (bei aktuell 33.073 abgegebenen Stimmen; Stand 02/2018).

ViewRanger steht kostenlos zur Verfügung. Bei “kostenlos” bleibt es auch, solange der Anwender OpenStreetMap Karten, Satellitenbilder oder die “ViewRanger Landschaft” Karte verwendet.

ViewRanger: Die ersten Schritte

Die App wurde auf einem Huawei Smartphone mit Android 5.1.1 ausprobiert. Eine genaue Angabe zur erforderlichen Android-Version wird in GooglePlay nicht gemacht.

Die Anmeldung kann mit

  • einem Facebook Account,
  • einem Google Account
  • oder über ein separates Benutzerkonto erfolgen (dazu werden eine E-Mail-Adresse und ein Passwort benötigt).

Nach der Anmeldung – in unserem Fall per ViewRanger Benutzerkonto – kommt noch eine Abfrage zum Synchronisieren von Inhalten. Wenn bejaht lassen sich z.B. alle auf der Webseite my.viewranger.com geplanten Routen herunterladen und zum Navigieren einsetzen. Auf my.viewranger.com kann man sich mit seinem Account ebenfalls anmelden.

ViewRanger lässt sich auch ohne Benutzerkonto verwenden – dann stehen aber wichtige Funktionen nicht zur Verfügung.

ViewRanger Anmeldung
ViewRanger, synchronisieren von Tracks

ViewRanger Test: Topografische Karten

Kartografie – eine der großen Stärken von ViewRanger!. Es stehen kostenlose und kommerzielle Karten aus vielen Ländern der Welt zur Verfügung.

Für die ersten Schritte mit ViewRanger für Android bieten sich kostenlose Online-Karten an. Zur Auswahl stehen:

  • ViewRanger Landschaft
  • OpenCycleMap
  • OpenStreetMap (nur online)
  • Globale Satellitenkarte
  • Skikarte
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Bing Luftaufnahmen (nur online)

ViewRanger: Download einer Offline-Karte

ViewRanger: Download einer Offline-Karte

Die Karten lassen sich im Online-Modus betrachten und mit Hilfe der Funktion “Zur Offline-Verwendung speichern” auf dem Smartphone speichern (Abbildung oben) – eine ideale Voraussetzung für den Outdoor-Einsatz! Der Download erfolgt am besten Zuhause per WLAN, wer über eine Datenflatrate verfügt kann natürlich auch unterwegs Karten nachladen. In den Einstellungen der ViewRanger App lässt sich zudem die Größe des Karten-Caches anpassen.

Wem die kostenlosen Karten nicht ausreichen, hat die Auswahl unter vielen hochwertigen ViewRanger Premium-Karten. Dabei handelt es sich um Rasterkarten von unterschiedlichen Anbietern, die ViewRanger in unterschiedlichen Maßstabsbereichen vorhält.

Die Premium-Karten stehen für folgende Länder zur Verfügung und lassen sich per In-App Shop kaufen (alternativ über shop.viewranger.com).

Die Auswahl lautet (Stand: 02/2018):

  • Australien
  • Belgien
  • Deutschland
  • Dänemark
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Italien
  • Irland
  • Kanada
  • Niederlande
  • Madeira (Portugal)
  • N-Irland
  • Neuseeland
  • Norwegen
  • Österreich
  • Schweden
  • Schweiz
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechische Republik
  • USA

Beispiel: Kartenangebot für Deutschland

Die Karten vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie gibt es im Maßstab 1:25.000 bzw. 1:50.000, außerdem wird eine kostenlose Übersichtskarte angeboten.

Ein paar Beispiele für Kartenpakete:

  • Gesamt-Deutschland 1:25.000: €151,25
  • Bayern-Süd 1:25.000: €30,23
  • Naturpark Altmühltal 1:25.000: €8,06
  • Gesamt-Deutschland 1:50.000: €100,83
  • Hessen 1:50.000: €20,16

Praktisch – Custom Maps

Benutzerdefinierte Karten lassen sich mit der Anwendung “ViewRanger Map Chooser” zusammenstellen (Download via viewranger.com). Die Custom Maps lässt sich herunterladen oder auf CD bzw. microSD-Karte bestellen.

ViewRanger Test: Funktionen

ViewRanger führt den Outdoorer mit Hilfe von Wegpunkten – in der App als POI bezeichnet – und Routen zum Ziel. Die Wegpunkte werden mittels direkter Luftliniennavigation angesteuert, ein automatisches Routing entlang des OSM-Wegenetzes bietet ViewRanger App nicht.

Wegpunkte und Routen lassen sich direkt auf der Kartenseite anlegen (s.u.) oder von einer gpx- bzw- loc-Datei importieren. Die Importdateien müssen sich im default ViewRanger-Verzeichnis befinden (Funktion “GPX / LOC importieren“) oder können sich irgendwo im Dateisystem oder z.B. in einem Cloud-Verzeichnis wie Google Drive befinden. In diesem Fall erfolgt der Import mit der Funktion “Externe Datei importieren“.

Eine echte Powerfunktion ist das Erstellen von Routen auf der Karte. Im ersten Moment erscheint die Funktion als komplex und fehleranfällig, hat man den Dreh allerdings raus, erweist sie sich als Highlight. Die Routen lassen sich nachträglich erweitern, löschen, editieren, zum Navigieren in die Gegenrichtung umkehren oder als GPX-Datei exportieren. Und das Beste daran ist: Das Planen funktioniert auch im Offline-Modus.

Die Navigation mit Routen bietet einige Finessen. Dazu gibt es sogar Annäherungsalarme und einen sogenannten XTE-Alarm, der beim Abweichen von der Route warnt. Die pfiffigen Routenfunktionen werden im ViewRanger Online-Handbuch ausführlich beschrieben. Das Handbuch gibt es nur auf englisch, lässt sich aber über den integrierten Google Übersetzer übersetzen – an Phrasen wie “Senden Sie ihre Leuchtfeuer” darf man sich allerdings nicht stören.

ViewRanger: Navigation mit Routen, Funktionen

ViewRanger: Navigation mit Routen, Funktionen

ViewRanger bietet die Möglichkeit zum Aufzeichnen von Tracks. Dazu gibt es zahlreiche Optionen wie “Minimalabstand der Trackpunkte” oder “Trennung von Tracks“. Um sie gewinnbringend einsetzen zu können ist ein Studium des Handbuchs angeraten. Die aufgezeichneten Tracks lassen sich bearbeiten (z.B. “Track glätten“), als GPX exportieren oder zum Navigieren in eine Route umwandeln.

Beim Navigieren mit ViewRanger wäre es aber wünschenswert, wenn auf der Kartenseite große Datenfelder mit Informationen wie z.B. “Distanz zum Ziel” zur Verfügung stehen würden. Solche wichtigen Infos stehen zwar in einer Art tripcomputer zur Verfügung, dazu muss allerdings die Kartenseite verlassen werden.

BuddyBeacon – Standorte in Echtzeit

ViewRanger bietet aber noch einiges mehr. Mit der Funktion BuddyBeacon kann die Echtzeit-Position von anderen ViewRanger Nutzern verfolgt werden. Der Tripcomputer bietet zahlreiche Daten zur Tour, wie beispielsweise Reisezeit, Ankunftszeit oder Infos wie GPS-Höhe oder Sonnenuntergang/-aufgang. Die Datenfelder lassen sich individuell konfigurieren. Wünschenswert wäre noch eine Satellitenseite mit Infos zu den verwendeten Hightech-Vögeln.

my.viewranger.com – Viele weitere Funktionen

Eine zentrale Bedeutung hat die ViewRanger-Webseite my.viewranger.com. Nach erfolgter Registrierung können unter anderem Karten gekauft, das Konto verwaltet und – als Highlight – Routen geplant werden.

Routen lassen sich als beliebige Luftlinien-Routen oder entlang des eingezeichneten Wegenetzes planen, als Vorgaben stehen “Automatisch, Zu Fuß, Mit dem Fahrrad, Mit dem Auto” zur Auswahl. Grundlage sind Google und OSM-Karten, aber auch die gekauften ViewRanger Premium-Karten.

Die im ViewRanger-Konto gespeicherten Tracks und Routen lassen sich per WLAN oder Mobilfunkverbindung mit der Smartphone-App synchronisieren. Sinnvoll ist es, im persönlichen Viewranger-Profil die Standard-Einstellung für den Datenschutz auf “privat” zu setzen, damit die hochgeladenen Tracks nicht für jedermann sichtbar sind.

ViewRanger Test: Fazit

ViewRanger hat im Test ihr Können als eine leistungsstarke und vielseitige App für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Fahrradfahren unter Beweis gestellt.

Was sind die besonderen Vorteile von ViewRanger GPS?

Besonders hervorzuheben sind das Angebot an qualitativ hochwertigen Premium-Rasterkarten, die es in unterschiedlichen Maßstabsbereichen und zahlreichen Varianten gibt. Die Option, kostenlose OpenStreetMap-Karten offline nutzen zu können, macht ViewRanger für Android zusätzlich interessant.

Als eine besondere Stärke von ViewRanger erweist sich das Offline-Navigieren mit Routen und Wegpunkten. In diesem Zusammenhang sind das pfiffige Tool zum Erstellen und Editieren von Routen und die Alarmfunktionen zu erwähnen. Eine praktische Ergänzung ist das ViewRanger Online-Portal zum Planen und Verwalten von Touren, die jederzeit per Mobilfunkverbindung oder WLAN mit einem Outdoor-Smartphone ausgetauscht werden können.

Welche Schwächen hat ViewRanger?

Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, die App braucht einiges an Einarbeitungszeit. Außerdem ist die Benutzeroberfläche nicht unbedingt als intuitiv zu bezeichnen.

In der Summe seiner Eigenschaften ist ViewRanger eine empfehlenswerte Outdoor-App für Smartphones und Tablets, die auf dem neuen Land Rover Explore Phone sogar vorinstalliert ist.

ViewRanger Test: Leser-Bewertung

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Test: ViewRanger Outdoor App für Android was last modified: Juli 19th, 2018 by Joachim Bardua
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