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Garmin Edge Explore 2 Test auf Straßen, Schotter & Trails!

Beim Testen zählen nur Kilometer und Höhenmeter!

Letztes Update: 7. August 2022

Garmin Edge Explore 2 & Edge Explore 2 Power im ausführlichen Test: Zwei neue Fahrrad-Navis für Tourenradlerinnen und Tourenradler – sei es mit dem Gravel- oder Mountainbike, Renn- oder Tourenrad!

Die beiden Newcomer basieren auf dem Edge Explore, bieten aber ein paar fundamentale Neuerungen: nicht nur für gemütliche Radtouren, sondern auch für sportliche Ausritte!

In diesem Test schaue ich mir ein Edge Explore 2 näher an. Vom Edge Explore 2 Power unterscheidet es sich nur in einem grundlegenden Feature!

Garmin Edge Explore 2 Test
Garmin Edge Explore 2 Test – Befestigung am Ahead-Vorbau

Garmin Edge Explore 2 vs. Garmin Edge Explore Power

Beim Edge Explore 2 Power sind in dem Adapter zum Einsetzen in eine Fahrradhalterung fünf elektrische Kontakte integriert. Über die Kontakte lässt sich das Explore 2 Power während der Fahrt mit Strom versorgen:

  • Über einen Garmin Charge Strompack (ein externer, in die Garmin-Fahrradhalterung integrierbarer Akku) sowie
  • über das Edge Power Mount, eine spezielle Halterung die sich via Kabel
    • mit Shimano STEPS und Bosch Gen. 2 E-Bikes,
    • Cannondale SmartSense Systemen und
    • externen Akkus mit USB-A Buchsen verbinden lässt.

Die Power Mount Halterung wird für die Stromversorgung per Kabel zwingend benötigt. Ein Befestigen des Explore 2 Power am Ahead-Vorbau (Abbildung unten) bei gleichzeitiger Stromzufuhr über eines der speziellen Kabel ist nicht möglich.

Garmin verzichtet beim Explore 2 auf die Kontakte – eine für mich nicht verständliche Endscheidung, da somit ein späteres Nachrüsten unmöglich ist. Wer also ultimative Akkulaufzeiten braucht sollte gleich zum Edge Explore 2 Power greifen!

Dies bedeutet einen Aufpreis von mindestens €100.-: Das Edge Explore 2 Power kommt auf €399,99, das getestete Edge Explore 2 auf €299,99 (alles UVP). Aber aufgepasst, das separate Kabel zum Anschliessen an eine Stromquelle treibt den Preis noch einmal um €50.- nach oben. Für die komplette Power-Variante sind somit kernige €449,98 hinzulegen.

Der Lieferumfang fällt beim Explore 2 Power dementsprechend umfangreicher aus. In Ergänzung zu einer Standardhalterung, einem USB- zu USB-C Kabel und einer Befestigungsleine gehört noch die Power Mount Halterung dazu (plus das optionale Kabel).

Garmin Edge Explore 2 Power
Garmin Edge Explore 2 Power mit Power Mount
Garmin Edge Explore 2 Test
Garmin Edge Explore 2 Test

Garmin Edge Explore 2 Test – Einrichten, Bedienung, Menü

Die initiale Einrichtung via Connect App ist schnell erledigt: Inklusive einem Übernehmen von schon mit einem anderen Edge verbundenen Sensoren. Zudem erlaubt es die Connect App viele wichtige Einstellungen des Edge vorzunehmen. Dabei gefällt mir besonders gut, dass die Konfiguration auf dem Smartphone und auf dem Edge erfolgen kann. Die Änderungen werden in beide Richtungen synchronisiert.

Die Benutzeroberfläche des Explore 2 hat Garmin gegenüber dem alten Edge Explore an vielen Stellen überarbeitet und hier und da mit pfiffigen Details angereichert.

Während des Garmin Edge Explore 2 Tests hat sich die neue gestaltete Startseite als richtig gut und übersichtlich herausgestellt (folgende Abbildungen). Die Startseite bietet:

  • Auswahl eines der drei Profile (Rennrad, Off Road, Indoor)
  • Zugriff auf die zuletzt gemachte Tour oder eine neu importierte Strecke
  • Diverse Übersichten und Menüs wie Navigation, Positionssuche, Protokoll, Erholungszeit, Fitnessalter …
  • Öffnen des Hauptmenüs
Edge Explore 2 -Startseite(1)
Startseite(1) – Profilauswahl, letzte Radtour, Übersichten
Edge Explore 2 -Startseite(2)
Startseite (2) – Übersichten
Edge Explore 2 - Startseite (3)
Startseite (3) – Übersichten
Edge Explore 2 Test - Hauptmenü
Hauptmenü (via Hamburger-Symbol)

Durch ein Streichen über das Display von oben nach unten wird wie gehabt das Widget-Menü geöffnet. Dort stehen zahlreiche weitere Funktion zur Verfügung – inklusive eines ganz neuen Widgets zum Steuern der Musikwiedergabe auf einem Smartphone. Beim Biken lässt sich die Musik beispielsweise über ein mit dem Smartphone gekoppeltes Bluetooth-Headset anhören; gleiches gilt für Navigationsanweisungen.

Das Edge Explore 2 wird primär per Touchscreen bedient. Der Touchscreen reagiert sensibel, die Handhabung mit langen Fahrradhandschuhen gelingt gut.

Dazu kommen drei Tasten:

  • Oben links an der Seite: Ein-/Ausschalten, Ruhezustand aktivieren, Display sperren, Notfallmeldung auslösen
  • Unten links an der vorderen Schmalseite: Lap-Taste zum Starten einer neuen Runde (die wahrscheinlich 99% aller Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer nicht brauchen)
  • Unten rechts an der vorderen Schmalseite: Timer-Taste zum Starten / Stoppen / Unterbrechen von Aktivitäten.

Das Edge Explore 2 verfügt über drei Aktivitätsprofile mit jeweils unterschiedliche Einstellungen. Gegenüber dem alten Explore – bei dem es keine Profile gab – ist dies eine deutliche Steigerung. Weitere Profile lassen sich nicht hinzufügen, was für manche Nutzerinnen und Nutzer eine Einschränkung sein kann. Die Profile lassen sich zwar individuell benennen (z.B. Rennrad in Gravel), in Garmin Connect wird eine gespeicherte Aktivität trotzdem als "Rennrad" bezeichnet und als Aktivitätstyp "Rennradfahren" klassifiziert. Bezeichnung und Aktivitätstyp lassen sich in Connect zwar manuell ändern – aber wer macht das schon?

Die einzelnen Profile lassen sich umfangreich konfigurieren. Dazu gehören auch diverse Trainingsseiten.

Die Auswahl lautet: Karte, Höhe, ClimbPro, Kompass, Rundenübersicht, GroupTrack-Liste STEPS-Werte, E-Bike-Werte. Dazu kommen bis zu 10 Datenseiten mit jeweils bis zu 10 Datenfeldern!

Richtig klasse finde ich dass es sogar grafische Datenfelder gibt (Abbildung). Die Auswahl an Datentypen ist natürlich nicht so riesig wie bei einem Edge 1040, wichtige Typen wie z.B. Trittfrequenz und 3s Leistung sind aber vorhanden. Ein Datenfeld habe ich während des Garmin Edge Explore 2 Tests allerdings vermisst: VAM, also die Anstiegsgeschwindigkeit.

Edge Explore 2 - Datenfelder (2)
Edge Explore 2 – Grafische Datenfelder (Leistung, Herzfrequenz, Trittfrequenz)

Garmin Edge Explore 2 Test – Technik

Gehäuse

Die entscheidende Botschaft lautet: Das Gehäuse ist weiß, dazu kommen schwarze Seitenstreifen 🙁 Ein – nach meinem Geschmack – zu vielen Bikes besser passendes komplett schwarzes Gehäuse wäre vorteilhaft. Da bleibt nichts anderes übrig als eine farblich passende Hülle überzustreifen.

Garmin hat bei der neuen Explore-Generation die USB-Buchse analog zu anderen Edge-Modellen zwischen den beiden Tasten an der schmalen Frontseite angeordnet. Die Öse für die Sicherungsschlaufe befindet sich jetzt im USB-Fach.

Garmin Edge Explore 2 Test - USB-C Anschluß
Garmin Edge Explore 2 Praxistest – USB-C Anschluß (links: Lap-Taste; rechts: Timer-Taste)

Akku, Laufzeiten

Garmin gibt für das Explore 2 eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden an. Mit den entsprechenden Einstellungen dürften 16 Stunden und mehr erreichbar sein. Ein paar Optionen um das letzte Quentchen an Saft herauszuholen lauten: Beleuchtung reduzieren, GPS statt Multi-GNSS, Bluetooth aus, Datenseite statt Karte am Bildschirm, intelligente statt 1s Datenaufzeichnung.

Zwei Beispiele von Touren (von der angegebenen Beleuchtung abgesehen ohne Energiesparmaßnahmen)

  • Dauerhaft 100% Beleuchtung: Nach genau 3 Std. ist der Akku bei ca. 50% (*).
  • Dauerhaft 70% Beleuchtung: Nach 3 Std. 45 Min. kommt der Akku auf 68% (*).
  • Dauerhaft 70% Beleuchtung: Nach 4 Std. liegt der Akku bei 67% (*).
  • Dauerhaft 70% Beleuchtung: Nach 3,5 Std. hat der Akku noch 73% (**).

(*) ohne jegliche Energiesparmaßnahmen; (**) nur GPS (kein Multi-GNSS), ohne weitere Energiesparmaßnahmen

Die Displaybeleuchtung hat also einen bedeutenden Anteil … weiteres dazu im Folgenden!

Display

Das Display kommt – analog zum Vorgänger Edge Explore – auf eine Größe von 3 Zoll, die Auflösung beträgt ebenfalls 240 x 400 Pixel. Damit liegt’s bezüglich seiner Größe zwischen dem Edge 1040 (3,5 Zoll) und dem Edge 530/830 (2,6 Zoll).

Was zeigt mein Garmin Edge Explore 2 Praxistest bzgl. der Ablesbarkeit?

Garmin verbaut wie bei allen Edge-Modellen ein transflektives Display, dessen große Stärke lautet: Wenn die Sonne im richtigen Winkel aufs Display knallt ist die Ablesbarkeit sagenhaft gut!

Falls die Sonne allerdings schräg von der Seite kommt, sich das Edge im Körperschatten befindet oder wenn schwierige Lichtverhältnisse herrschen kann es mit der super Ablesbarkeit dahin sein. Eine getönte Brille, Fingertapser mit Bananengeschmier 🙂 … tragen ihren Teil dazu bei.

Da mir beim Flitzen über Singletrails oder flottem Graveln ein möglichst gut ablesbares Display wichtig ist lautet deshalb meine Einstellung: dauerhaft 100% Beleuchtung (*). Selbst dann kann die Ablesbarkeit je nach Situation suboptimal sein. Zudem wird der Akku schnell leergesaugt.

* Da haben alle Bikerinnen und Biker ihre eigenen Präferenzen!

Als Abhilfe gegen ein Aussaugen des Akkus lässt sich die Beleuchtung reduzieren, beispielsweise auf 70%. Dies reicht vielfach aus, beispielsweise bei dunklem Himmel. In bestimmten Situationen – z.B. beim frühmorgendlichen Biken mit tief stehender Sonne – ist dann aber herzlich wenig zu erkennen.

Im nächsten Schritt lässt sich die Beleuchtungsdauer von "bleibt an" z.B. auf 30 Sekunden herunterschrauben. Damit holt man sich allerdings ein anderes Problem ins Haus: Nach der eingestellten Zeitdauer ist praktisch nichts mehr zu erkennen. Selbst wenn ein neuer Hinweis zu einer Abbiegung kommt bleibt’s dunkel. Dann gilt es auf das Display zu tippen oder die Edge Fernbedienung einzusetzen – denn die lässt sich so einrichten dass die Beleuchtung bei Knopfdruck anspringt!

Die vielleicht beste Lösung für das Beleuchtungs- & Akkudilemma könnte lauten: Explore 2 Power. Mit einer dauerhaften Stromversorgung per E-Bike Akku, dem Garmin Charge Akkupack oder einem externen Powerakku – der beispielsweise in einer Lenker- oder Rahmentasche lümmelt – sind Akkusorgen von gestern, das Display lässt sich dauerhaft erhellen. Diese Lösungen haben natürlich ihren Preis in Form von Euros.

Die folgenden Bilder zeigen das Explore 2 bei voller sowie bei automatisch heruntergefahrener Beleuchtung. Die Bilder offenbaren aber noch etwas anderes, sehr positives: Bei 100% Leuchtpower ist das Edge Explore 2 heller als das Edge 1040 Solar (gleiches gilt für das Edge 1030 Plus und mit Sicherheit auch für das Edge 1040).

Und bevor die Frage "Hat das Explore 2 eine Helligkeitsregulierung per Umgebungslichtsensor" gestellt wird: Nein, es gibt keine "Auto-Helligkeit".

Volle Beleuchtung - Edge 1040 Solar vs. Edge Explore 2
Volle Beleuchtung – Edge 1040 Solar vs. Edge Explore 2
Lichter aus - beim Explore 2 ist nach Ablauf der eingestellten Beleuchtungsdauer nichts mehr zu erkennen
Licht aus – Beim Explore 2 ist nach Ablauf der eingestellten Beleuchtungsdauer nichts mehr zu erkennen (gleiches würde für das 1040 auch gelten!)

GPS-Empfang

Beim GPS-Empfänger* setzt Garmin auf aktuelle Technologie: Es werden die Signale von mehreren GNSS verwendet, laut Spezifikationen Galileo, GLONASS und GPS.

Der Einsatz von Multi-GNSS führt zu genauen Aktivitätsaufzeichnungen. Nach meinen Tests liefern ein Edge 1040 (in der Einstellung Multi-GNSS) bzw. eine fenix 7X (mit Auto-GNSS) Aufzeichnungen die noch einen Tick genauer ausfallen – dies spielt in der Praxis aber praktisch keine Rolle.

Sogar die Einstellung "Nur GPS" reicht meines Erachtens vielfach aus. In dichten Wäldern kann es zwar zu geringfügigen Abweichungen kommen – dafür hält der Akku länger durch.

Weitere Details erspare ich mir an dieser Stelle, Beispiele zum Selbststudium lassen sich hier anschauen: GPS-Genauigkeit von Fahrrad-Navis & GPS-Trainingscomputern

Edge Explore 2 - GNSS-Einstellungen
Edge Explore 2 – GNSS-Einstellungen

Barometrischer Höhenmesser & Kompass

Wunderbar, Garmin hat dem Edge Explore 2 einen barometrischen Höhenmesser spendiert, der für exakte Höhenangaben sorgen kann – beispielsweise zu den An-/Abstiegshöhenmetern einer Tour.

Der Höhenmesser lässt sich manuell durch das Eingeben der Meereshöhe oder über ein digitales Höhenmodell kalibrieren. Alternativ erfolgt die Kalibrierung per GPS – und in dieser Hinsicht bringt das Explore 2 beste Voraussetzungen mit: Der Multi-GNSS Empfänger liefert erfahrungsgemäß sehr genaue Höhenangaben.

In der Praxis besteht allerdings noch etwas Nachholbedarf. Wie meine während des Garmin Edge Explore 2 Tests aufgezeichneten Touren zeigen verlaufen die Höhenprofile teils unruhiger, die Höhenmeter können zu hoch ausfallen (siehe Link zur GPS-Genauigkeit; Tour 33: 1.030 Höhenmeter vs. 880 bzw. 860 Höhenmeter; Tour 37: 1.104 vs. 957 bzw. 967 Höhenmeter).

Einen Kompass hat das Explore 2 ebenfalls, aber keinen richtigen elektronischen, sondern einen auf GPS basierenden Kompass. Korrekte Richtungsanzeigen gibt’s deshalb nur in Bewegung.

Geschwindigkeit

Eine wichtige Funktion muss gleich erwähnt werden: Das Explore 2 verfügt analog zum Edge 1040 über einen Zwischenspeicher für berechnete Strecken. Beim Starten einer Strecke steht diese dann sofort zum Navigieren bereit. Wartezeiten sind in dieser Hinsicht von gestern.

Eine Schwäche zeigt sich beim Kartenaufbau. Bis die komplette Karte angezeigt wird gilt es hin und wieder mal zu warten. Die Abbildung zeigt ein Beispiel.

Von diesem Punkt abgesehen ist das Edge Explore 2 in der Summe flott unterwegs.

Problem beim Laden der Karte
Problem beim Laden der Karte

Sensoren

Per ANT+, ANT+ FE-C und Bluetooth lassen sich die unterschiedlichsten Geräte und Sensoren koppeln:

  • Herzfrequenz
  • Geschwindigkeit/Trittfrequenz (einzeln, kombiniert)
  • VIRB
  • Leuchten
  • Radar (besonders empfehlenswert: Varia Radar RTL 516)
  • Leistung
  • inReach
  • Edge Fernbedienung
  • Shimano Steps
  • E-Bike
  • tempe (Temperatur)
  • Smart-Trainer
  • Smartphone

Mit diesem umfangreichen Portfolio an Geräten und Sensoren dürften nicht nur Tourenradfahrerinnen und Tourenradfahrer glücklich werden, sondern auch Alle die gerne sportlich unterwegs sind, Herzfrequenz- und Leistungswerte verwenden sowie einen smarten Trainer einsetzen wollen.

Garmin Edge Explore 2 Test – Speicher, Karten & POI

Garmin verbaut beim Explore 2 16 GB Speicher (angezeigt: 15,3 GB; frei: 3,9 GB). Eine Speicherkarte lässt sich nicht einlegen.

Wer mehr Platz brauchen sollte kann über Garmin Express durch ein Deinstallieren von Karten Kapazität freischaufeln. So lässt sich die Karte von Gesamt-Europa gegen eine von Zentral-Europa austauschen (mit D-A-CH). Nach dieser Prozedur stehen auf dem Explore 2 ca. 9,45 GB zur Verfügung – beispielsweise für beliebige OSM-Karten.

Rasterkarten lassen sich nicht verwenden. Es gibt im internen Speicher zwar einen Ordner "Garmin\CustomMaps", dort hinein kopierte Karten lassen sich aber nicht wiederholt aktivieren. Zu den Alpenvereinskarten ist das Explore 2 laut Garmin nicht kompatibel (dafür würde der Speicher ohne Tricks auch nicht reichen).

Ähnliches gilt für POIs. Im internen Speicher ist kein Ordner "Garmin\POI" zum Aufnehmen von weiteren POIs vorgesehen. Auch wenn der Ordner angelegt und z.B. eine GPI-Datei mit den ADFC Bett+Bike POI reingeschoben wird tauchen diese POIs nicht als eigene Kategorie auf (wie z.B. beim Edge 1030 Plus), lassen sich aber über die Suchfunktion zusammen mit allen anderen Unterkünften aufspüren.

Edge Explore 2 Test - Karten via Garmin Express installieren
Garmin Edge Explore 2 Test – Karten via Garmin Express installieren

Die vorinstallierte, auf OSM-Daten basierende Fahrradkarte von Garmin reicht für Touren in heimischen Regionen vollkommen aus, zumal sie sich mit einer "Popularity Karte" mit Infos zu häufig gefahrenen Straßen und Wegen kombinieren und in unterschiedlichen Designs darstellen lässt (Abbildungen).

Die "High Contrast" Karte erweist sich beim Navigieren mit Strecken als vorteilhaft und bietet noch ein kleines Plus: Das Positionssymbol ist besser erkennbar.

Classic Kartendesign
Classic Kartendesign
High Contrast Kartendesign
High Contrast Kartendesign
Mountain Bike Kartendesign
Mountain Bike Kartendesign

Garmin Edge Explore 2 Test – Wichtige neue Funktionen

ClimbPro – Eine meiner Lieblingsfunktionen bei Edge Fahrradcomputern!

ClimbPro informiert zu Anstiegen entlang einer Strecke. Sei es auf einer separaten ClimbPro Trainingsseite mit allen Details zu einem Anstieg (je dunkler das Rot umso heftiger wird’s), in einem Höhenprofil auf der Kartenseite oder auf der Höhenseite mit einer Übersicht über die gesamte Tour – und hilft somit seine Kräfte einzuteilen oder motiviert in den Lenker zu beißen!

Ein ClimbPro Anstieg beginnt
ClimbPro Trainingsseite, der vierte Anstieg beginnt
Während des Anstiegs
Während des Anstiegs
Kartenseite mit Höhenprofil und Anstieg
Kartenseite mit Höhenprofil (Ausschnitt eines Anstiegs)
Trainingsseite mit Höhenprofil und Anstieg
Höhenseite mit allen ClimbPro Anstiegen
Edge Explore 2 Test - Der Anstieg ist abgeschlossen!
Der Anstieg ist abgeschlossen!

Verkehrsreiche Straßen

Verkehrsreiche Straßen ist eine ganz neue Funktion, die es in dieser Form noch auf keinem anderen Fahrrad-Navi von Garmin gibt.

Welche Funktionsvielfalt steckt hinter den verkehrsreichen Straßen?

  • Eine Warnfunktion beim Annähern an eine verkehrsreiche Straße.
  • Das Einblenden von verkehrsreichen Straßen auf der Karte.
  • Eine Option zum Ausschließen von verkehrsreichen Straßen beim Berechnen von Routen.

Die folgenden Screenshots zeigen wie sich diese Funktionen in der Praxis äußern. Weitere Infos lassen sich derzeit nicht liefern, da in der aktuellen Software-Version 5.09 keine verkehrsreichen Straßen mehr angezeigt werden!

Warnung vor verkehrsreichen Straßen aktivieren
Die Warnung vor verkehrsreichen Straßen aktivieren
Eine verkehrsreiche Straßen wird optisch hervorgehoben (+ Varia Radar Warnungen)
Eine verkehrsreiche Straße wird neben einem Fahrradweg (+ Varia Radar Warnung)
Warnung vor einer verkehrsreichen Straße
Warnung vor einer verkehrsreichen Straße
Anzeige von verkehrsreichen Straßen aktivieren
Das Anzeigen von verkehrsreichen Straßen aktivieren
Verkehrsreichen Straße wird deutlich angezeigt
Eine verkehrsreiche Straße wird deutlich hervorgehoben

E-Bike Kompatibilität

Das Edge Explore 2 lässt sich mit E-Bikes, die das ANT+ LEV Profil (z.B. von Specialized & Giant) bzw. das Shimano STEPS System unterstützen, koppeln.

Auf speziellen Datenseiten lassen sich folgende E-Bike Daten anzeigen:

  • Assistenzmodus
  • E-Bike-Akku (Ladestand)
  • Smart-Reichweite
  • Reichweite
  • Schalttipps

ANT+ LEV Bike

Ein Specialized Turbo Levo mit ANT+ LEV Profil liefert lediglich den Akku-Ladestand und den aktuell gewählten Unterstützungsmodus. Wie dies auf einer Datenseite mit allen möglichen E-Bike Datenfeldern aussieht zeigt die Abbildung.

Das Edge berechnet zusätzlich die von Garmin folgendermaßen definierte smarte Reichweite: Die geschätzte verbleibende Distanz, die das E-Bike Assistenz bietet, wobei das Gelände vor Ort in Betracht gezogen wird.

Beim Starten einer Tour von knapp 50 km & 1.100 Höhenmetern – die das Levo mit 93% Akkuladung locker absolviert – zeigt das Edge lediglich eine Reichweite von 37 km an, zusätzlich schiebt sich eine Akku-Warnung in den Vordergrund.

Edge Explore 2 - E-Bike Daten
Garmin Edge Explore 2 Praxistest – E-Bike Daten (ANT+ LEV Bike)
E-Bike Akku-Warnung
E-Bike Akku-Warnung

Shimano STEPS Bike

Anders sieht’s bei einem E-Bike mit Shimano Steps Antrieb aus; jetzt wird zusätzlich die E-Bike-Reichweite angezeigt. Aber auch hier hat die vom Edge berechnete smarte Reichweite teilweise nichts mit der Realität zu tun.

Die während des Garmin Edge Explore 2 Tests gemachten Screenshots zeigen die STEPS-Datenseite am Anfang, in der Mitte und am Ende einer Tour; jeweils im niedrigsten und höchsten Unterstützungslevel. Die Smart-Reichweite beträgt zum Schluß nur noch 41,5 bzw. 23 km, der Akku könnte beim gleichen Streckentyp und der gleichen Fahrweise aber noch viele Kilometer unterstützen. Die angegebene E-Bike-Reichweite ist entsprechend realistisch.

Es ist aber auch anderes zu beobachten: So kann zum Schluß einer Tour die smarte Reichweite größer als die E-Bike-Reichweite sein.

Shimano Steps (1a) - Anfang
Shimano Steps (1a) – Anfang
Shimano Steps (1b) - Anfang
Shimano Steps (1b) – Anfang
Shimano Steps (2a) - Mitte
Shimano Steps (2a) – Mitte
Shimano Steps (2b) - Mitte
Shimano Steps (2b) – Mitte
Shimano Steps (3a) - Ende
Shimano Steps (3a) – Ende
Shimano Steps (3b) - Ende
Shimano Steps (3b) – Ende

Nach dem Speichern einer Tour zeigt Garmin Connect spezifische E-Bike Infos an (Akkuverbrauch, Unterstützungsstufen).

E-Bike Infos zu einer Tour in Connect
E-Bike Infos zu einer Tour in Connect

Training

Obwohl sich das Edge Explore 2 mit (teuren) Leistungsmessern und smarten Trainern koppeln lässt bietet es nicht so einen komplexen Funktionsumfang wie ein Edge 1040.

So gibt es keine Trainingspläne, Power Guides oder Intervalle, aber auch keine Strava- bzw. Garmin-Segmente. Insbesondere das Fehlen von Trainingsplänen wäre zu bemängeln – da besteht noch Luft nach oben.

Anwenderinnen und Anwender erhalten aber interessante Infos zu wichtigen Firstbeat-Messwerten: VO2max, Fitnessalter, Erholungszeit, Intensitätsminuten.

VO2max und Fitnessalter können das Ego streicheln, Erholungszeit und Intensitätsminuten helfen die Woche zu planen.

Intensitätsminuten auf dem Edge Explore 2
Intensitätsminuten auf dem Edge Explore 2

Das Edge Explore 2 ist wie das Edge 1040 primär auf ein Navigieren mit Strecken ausgelegt, die beispielsweise in Garmin Connect, in Komoot oder mit einem Online-Tool wie BRouter geplant wurden. Der Import kann je nach Quelle komfortabel per Garmin Connect App erfolgen. Strecken lassen sich zudem per Routenplaner bzw. per RoundTrip-Routing erstellen.

Zur Streckennavigation gehört auch das Re-Routing. Gegenüber früher – als nervige Wendemanöver an der Tagesordnung waren – ist das Verhalten beim Abweichen von einer Strecke jetzt klasse. Dazu hat das Explore 2 den Funktionsumfang des Edge 1030 Plus bzw. Edge 1040 übernommen (zur Streckenneuberechnung stehen vier Optionen zur Auswahl).

Beim Folgen einer Strecke hat sich mit dem letzten Software-Update aber etwas getan. Und zwar ändert sich die Darstellung der Strecke. Die Abbildungen zeigen was passiert: An Stellen mit einem Ausrufezeichen-Symbol findet ein Wechsel statt. Was genau dahinter steckt gilt es noch herauszufinden! Der Garmin Edge Explore 2 Test wird entsprechend ergänzt.

Hinweis beim Abweichen von einer Strecke
Hinweis beim Abweichen von einer Strecke
Darstellung einer Strecke (1)
Darstellung einer Strecke (1)
Darstellung einer Strecke (2)
Darstellung einer Strecke (2)
Darstellung einer Strecke (3)
Darstellung einer Strecke (3)

Neben den Strecken lassen sich – analog zur Navigation mit einem Auto-Navi – auch Routen einsetzen. Beispiele sind das Navigieren zu Adressen (Garmin Deutschland lässt sich so durch das Eingeben von "Parkring 35" aufspüren), POIs oder Punkten auf der Karte. Die vom Edge vorgeschlagenen Routen nehmen einen sinnvollen, wenn auch nicht immer perfekten Verlauf. Das Ausschliessen von verkehrsreichen Straßen konnte noch nicht im vollen Umfang getestet werden (Einschränkung siehe oben), dem ersten Eindruck nach scheint es aber ganz gut zu funktionieren.

Garmin Edge Explore 2 Praxistest- Zubehör

Ein Thema bei dem eigentlich nicht viele Worte nötig sind: Dank des riesigen Angebots seitens Garmin und zahlloser Drittanbieter besteht kein Mangel an Zubehör. Halterungen, Schutzhüllen, Sensoren, Radar-Systeme – um nur ein paar zu nennen. Gleiches gilt für Karten, neben den kommerziellen Karten von Garmin sind die vielen kostenlos verfügbaren OSM-Karten erwähnenswert.

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Garmin Edge Explore 2 Test – Fazit

Mein Garmin Edge Explore 2 Test zeigt: Das Explore 2 hat das Potential sich zu einem Liebling unter Tourenradfahrerinnen und Tourenradfahrern zu entwickeln. Es ist zwar nicht in jeder Hinsicht perfekt, bietet aber einen super Funktionsumfang und ist in das riesige Garmin-Ökosystem eingebettet.

Die entscheidende Frage lautet: Edge Explore 2 oder Edge Explore 2 Power? Wenn das Bankkonto mitmacht würde ich gleich auf die Power-Version setzen. Das Edge während einer langen Tour auf einfache Weise dauerhaft mit Strom versorgen zu können hat seinen Reiz – insbesondere um die Displaybeleuchtung permanent voll aufdrehen zu können! Außerdem ist man gleich für alle Eventualitäten gewappnet, da das normale Explore 2 leider über keine elektrischen Kontakte verfügt.

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Edge Explore 2 – Pro

  • Schnelles & präzises GNSS
  • Kompakte Größe
  • Funktionsumfang für Touren
  • Umfangreiche Konnektivität
  • E-Bike Kompatibilität
  • Viel Zubehör
  • Großes Kartenangebot

Edge Explore 2 – Contra

  • Nur drei Aktivitätsprofile
  • Ablesbarkeit des Displays bei best. Lichtverhältnissen
  • Ladekontakte nur beim Explore 2 Power

Edge Explore 2 – Bewertung

  • GPS: 100%
  • Tempo: 80%
  • Batterie: 80%
  • Display: 80%
  • Handhabung: 80%
  • Navigation: 100%
  • Funktionen: 80%
  • Karten: 100%
  • Gesamt: 90%
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