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Garmin Montana 700, 700i, 750i – Erster Test

Joachim Bardua
5. August 2020

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Garmin Montana 700, Garmin Montana 700i, Garmin Montana 750i – The Next Generation!

Garmin bringt die Montana-Serie auf den neuesten Stand! Die drei Outdoor-Navigationsgeräte teilen mit den "Oldies" der Vorgängerserie – die immerhin seit 2015 auf dem Markt sind – (fast) nur noch den Namen. Im Rahmen der Montana-Neuauflage hat Garmin Technik und Funktionen umfassend angepasst – insbesondere der Größenzuwachs beim Display von 4 auf 5 Zoll assoziiert den Slogan:

DO WHAT YOU LOVE. BIGGER.

Garmin Montana 7×0 Serie – dahinter stecken robuste Outdoor-GPS-Handgeräte für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche.

Für welche Aktivitäten? Darauf gehe ich weiter unten im ersten Test und Erfahrungsbericht näher ein.

Montana 700i – Das exzellente & riesige 5-Zoll Display erlaubt eine super Übersicht (auf dem Screen: Garmin Alpenvereinskarten)

Wesentliche Neuerungen Montana 700, 700i, 750i

 

(in Klammern, kursiv: Vorgängermodelle Montana 610/680/680t)

 

  • GPS / Iridium Antenne: Quad-Helix-Antenne, externe Antenne möglich* (Patch-Antenne, ext. Antenne)
  • GNSS: GPS / GLONASS** / GALILEO (GPS / GLONASS)
  • Displaygröße: 5 Zoll, 6,4 x 10,8 cm (4 Zoll, 5,0 x 8,9 cm)
  • Display Typ: WVGA, transflektiv, kapazitiv (resistiv)
  • Displayauflösung: 480 x 800 Pixel (272 x 480 Pixel)
  • Abmessungen: 8,7 x 18,3 x 3,2 cm (700) bzw. 9,1 x 18,3 x 3,2 cm (700i, 750i) (7,4 x 14,4 x 3,6 cm)
  • Gewicht: 397 g (700) bzw. 410 g (700i, 750i) (289 g)
  • Speicher: 16 GB + microSD-Karte (3 GB + microSD-Karte)
  • Konnektivität: ANT+, Bluetooth, Micro-USB, Wi-Fi (ANT+, USB)
  • Schutzarten: IPX7, nach Militärstandard MIL-STD-810G geprüft (Temperatur, Schock, Wasser, Vibration) (IPX7)
  • Batterien: Li-Ionen Akku (wechselbar), AA-Batterien** (Li-Ionen Akku, AA-Batterien)
  • Batterielaufzeiten: Bis zu 18 Std. im GPS Modus, im Expeditionsmodus bis zu 2 W. (bis zu 16 Std.)

*nur Montana 700i/750i

**nur Montana 700

 

Dazu kommen:

  • Montana 700, Montana 700i, Montana 750i: Barometrischer Höhenmesser, 3-Achsen-Kompass, vorinstallierte TopoActive Karte Europa*, Smartphone-Konnektivität, Connect IQ & Explore App Kompatibilität … und quasi alle Funktionen analog zu dem ausführlich getesteten GPSMAP 66s & 66st, ergänzt um weitere spezifische Montana Features.
  • Montana 700i, Montana 750i: inReach-Technologie (2-Wege-Kommunikation über das Iridium Satellitensystem mit Textnachrichten, SOS, Live-Tracking & Live-Wetter), vorinstallierte CityNavigator-Karten* zur Straßennavigation.
  • Montana 750i: 8 MP Kamera

*inkl. kostenlosen Updates

 

Hinweis: Das Montana 700 hat keinen Anschluss für eine externe Antenne und keine CityNavigator Karten, dafür lässt er sich mit AA Batterien betreiben und ist minimal kleiner bzw. leichter.

Montana 700 – Das Fehlen des Anschlusses für die externe Antenne dürfte so mancher Anwender bedauern, z.B. beim Einsatz hinter einer den GPS-Empfang einschränkenden beheizbaren Frontscheibe (die externe Antenne würde sich z.B. an der Seitenscheibe platzieren lassen). 

 

Was kosten das Garmin Montana 700, 700i & 750i?

 

  • Montana 700: 599,99 € (UVP)
  • Montana 700i: 699,99 € (UVP)
  • Montana 750i: 799,99 € (UVP)

 

Für die inReach Dienste des 700i bzw. 750i benötigen Anwender noch ein kostenpflichtiges Abonnement – alle anderen Funktionen dieser Handgeräte lassen sich auch ohne Abo nutzen!

 

Welches Zubehör gibt es zu der Montana 7×0 Serie?

 

Wie schon bei den Vorgängern sind diverse robuste Halterungen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke erhältlich.

 

  • Kfz-Halterung mit Lautsprecher (UVP: 99,99 €)
  • Fahrrad-Halterung (UVP: 29,99 €)
  • Boots-Halterung mit Anschlusskabel (UVP: 99,99 €)
  • Motorrad-Halterung mit Anschlusskabel (UVP: 99,99 €)
  • Robuste Halterung mit Kabel (UVP: 69,99 €)

 

Weiterhin gibt es ein AA-Batteriepack für das Montana 700 (UVP: 29,99 €), ein Li-Ionen Akkupack (UVP: 59,99 €), eine externe GPS/Iridium-Antenne mit Adapterkabel (UVP: 69,99 €) und ein separates Adapterkabel für eine externe Antenne mit SMA Connector (UVP: 17,99 €).

DO WHAT YOU LOVE. BIGGER. – Montana 700i vs. GPSMAP 66s (Displaybeleuchtung voll aufgedreht)

Garmin Montana 700, 700i, 750i – Erster Test & Eindruck

 

Für diesen ersten Test hat mir Garmin freundlicherweise ein Montana 700i zur Verfügung gestellt!

Wichtig: Bei der auf dem Montana installierten Software hat es sich um eine Beta-Version gehandelt, die im Handel erhältlichen Geräte können also von dem hier vorgestellten Montana 700i abweichen!

 

Das 700i wiegt stolze 410 g und ist mit Abmessungen von 9,1 x 18,3 x 3,2 cm alles andere als handlich – ich kann es mit einer "normalgroßen" Hand noch gut halten, den Touchscreen bediene ich aber lieber mit der zweiten Hand.

Gewicht und Größe spiegeln sich in den möglichen Einsatzbereichen wieder. Die Montana 7×0 Serie dürfte Garmin in erster Linie für Aktivitäten wie 4×4 (Geländewagen, Offroad-Wohnmobile etc.), Quading, Motorrad, Marine und ähnliches konzipiert haben.

Und nicht motorisierte Outdoor-Aktivitäten? Denkbar sind beispielsweise Geocacher, Tourenradler und Wanderer, die auf ein richtig großes Display Wert legen und Gewicht und Größe in Kauf nehmen. Schließlich gibt es für Fahrradfahrer eine robuste Halterung und Wanderer können sich eine größere Tasche  zum Befestigen am Rucksackträger besorgen – und wie meine Touren mit dem 700i zeigen: Das Gewicht fällt dann auch nicht mehr so auf!

Montana 700i – Rückseite (u.l. unter der Abdeckung ist der microUSB-Anschluss; links oben unter der offenen Abdeckung ist eine Antennenbuchse; neben der Quad-Helix Antenne gibt es eine große Öse; unten sind die elektr. Kontakte für diverse Halterungen zu sehen)

Garmin Montana 700i Test – Gehäuse

 

Die Optik wird – fast wie bei einem Smartphone – von dem 5-Zoll Display geprägt. Für einen typischen Look sorgt zudem die Quad-Helix-Antenne, die analog zu den Garmin GPSMAP Modellen für einen exzellenten GPS-Empfang sorgt – siehe unten.

 

Wie ist das Garmin Montana 700i aufgebaut?

Zunächst fällt auf: Es gib nur eine Taste, seitlich am linken Rand. Sie dient – analog zu dem GPSMAP 66s/st – zum Ein-/Ausschalten bzw. zum Aufrufen einer Statusseite (Regeln der Displaybeleuchtung, Zugriff auf Bluetooth, WLAN, Taschenlampe, Widgets etc.).

Weitere Elemente sind:

  • Micro USB-Anschluss
  • Diverse Aufnahmen für die aufgeführten Halterungen inkl. Kontakte für elektrische Anschlüsse
  • inReach-SOS-Taste
  • Linse für die Taschenlampe
  • MCX Antennen-Connector
  • Größere Öse zum Durchfädeln einer stabilen Sicherungsschnur

 

Das Akkufach wird per Drehverschluss über einen Handschuh freundlichen Flügel geöffnet. Unter dem mit dem Deckel fest verbundenen Akku befindet sich der Slot für die microSD-Karte. Wichtig: Nur beim Montana 700 lässt sich der 3.100 mAh Akku gegen AA-Batterien austauschen.

Insgesamt gesehen macht das nach IPX7 wasserdichte und MIL-STD-810G geprüfte Garmin Montana 700i einen wirklich stabilen und robusten Eindruck.

 

Montana 700i – Satellitenanzeige mit GPS + GALILEO Vögeln

Montana 700i Test – Technik

 

inReach – Für die Sicherheit auf Tour

Das 700i kommt wie das 750i mit inReach Technologie zur weltweiten 2-Wege-Kommunikation unabhängig vom Mobilfunknetz. Es können also Textnachrichten gesendet und empfangen, SOS-Meldungen getriggert, Live-Tracking Positionen übermittelt und Wettermeldungen gelesen werden.

Ein Ausprobieren war während des Tests nicht möglich, aber dafür habe ich bereits genügend Artikel zu dem Thema inReach geschrieben. Außerdem, inReach Geräte bewähren sich bei mir schon seit vielen Jahren auf zahlreichen Outdoor-Touren und haben bislang ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt! Und wie mir Anwender berichtet haben: Wenn nach dem Absenden eines inReach Notrufs ein Heli der Slysavarnafélagið Landsbjörg oder Alaska National Guard landet ist schon ein gewaltiges & beruhigendes Gefühl … !

Allerdings ist die Frage zu stellen, ob zwei Geräte – ein Handgerät in Kombination mit einem inReach Mini – nicht sinnvoller sind. Fällt ein Gerät aus geht wenigstens noch das andere.

 

Speicher – Mehr als ausreichend vorhanden

Garmin gibt als Speicherkapazität 16 GB an, unter Windows werden 14,3 GB angezeigt, verfügbar sind 2,42 GB. Den größten Teil nehmen die vorinstallierten Karten ein. Das Montana 700 verzichtet auf die CityNavigator Karten, der freie Speicher dürfte entsprechend größer sein. Da bei allen drei Modellen eine microSD-Karte (max. 32 GB) eingelegt werden kann besteht insgesamt kein Mangel an Speicherkapazität.

 

Folgende GPS-Daten sind möglich:

  • 10.000 Wegpunkte
  • Kein Limit an Geocaches
  • 2.000 GPX-Dateien
  • 300 FIT-Dateien
  • 250 gespeicherte Tracks
  • 2.000 archivierte Tracks (zählen nicht beim Limit an GPX-Dateien)
  • 20.000 Punkte pro Track
  • 250 Routen (250 Punkte pro Route, 50 Punkte pro Route bei Auto-Routing)
  • 15.000 Kartensegmente
  • 500 Custom Maps Kacheln
  • 250 BirdsEye-Bilder Dateien

 

Display – Das supergroße 5-Zoll Display ist DAS Montana 7×0 Highlight!

Die 2020er Montanas haben mit ihren 5 Zoll Displays nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal unter den Outdoor-Handgeräten, die Größe macht auch so manchem Smartphone Konkurrenz. Das Montana-Display hat gegenüber Smartphones aber einen Vorteil: Die Ablesbarkeit ist – soweit es sich bislang beurteilen lässt – bei allen Lichtbedingungen ganz hervorragend und mindestens auf Oregon 700 bzw. GPSMAP 66s Niveau!

Das kapazitive und sensibel reagierende Display lässt ein Bedienen der Karte mit zwei Fingern per Multitouch zu, beispielsweise ein Drehen, Vergrößern und Verkleinern. In den Einstellungen gibt es einen separaten Eintrag für die Touchscreen-Empfindlichkeit, dort ist die Option "Glove" (Handschuh) wählbar; dazu wird folgende Info angezeigt: "Zur Verwendung mit Handschuhen ohne eTip. Am besten mit flachem Teil des Fingers bedienen.").

Mit langen MTB-Handschuhe lässt es sich prima bedienen – aber ehrlich gesagt, zum Biken würde ich mir eine Benutzertaste à la Oregon 700 wünschen, mit der sich per Tastendruck Seitenwechsel durchführen lassen (beim neuen Montana erfolgt ein Seitenwechsel über die Favoritenleiste unten am Bildschirm). Und wie sieht es am Motorrad aus? Dies muss die Moped-Fraktion beurteilen, da ich diesbezüglich keinerlei Erfahrungen habe!

 

Speed – Schnell dank verbessertem Prozessor

Geschwindigkeit, ein weiteres wichtiges Thema. Auch in dieser Hinsicht muss sich das Montana 700i vor der Smartphone-Welt kaum verstecken. Die vorinstallierte TopoActive-Karte lässt sich in den Einstellungen "Kartengeschwindigkeit schnell" & "Detailgrad normal" praktisch verzögerungsfrei verschieben und zoomen, POI-Listen stehen schnell zur Verfügung, die Routenberechnung erfolgt flott.

Schnittstellen – Ein Kommunikationstalent

Das Angebot lautet

  • ANT+,
  • Bluetooth LE,
  • USB und
  • Wi-Fi.

 

Zum Zeitpunkt des Test konnte ich noch nicht alle Möglichkeiten durchspielen, aber es zeichnet sich ein Funktionsumfang analog zu der GPSMAP 66 Serie ab – dazu kommen Montana Spezialitäten wie das Anbinden von Audio-Geräten. Spezielle Marine-Funktionen bleiben bei der Betrachtung außen vor, da ich mich damit nicht auskenne.

ANT+ verbindet Sensoren und Geräte (siehe unten) und erlaubt es, Daten mit einem kompatiblen Garmin GPS-Gerät auszutauschen. So lassen sich Wegpunkte, Routen, Tracks und Geocaches teilen, per Bluetooth zusätzlich Fotos und benutzerdefinierte Karten ("Custom Maps").

Bluetooth dient zum

  • Verbinden mit Sensoren (ausprobiert: Herzfrequenz-Brustgurt),
  • Koppeln mit einem Smartphone und damit einen Datenaustausch mit der Garmin Connect App und der Garmin Explore App; zu der Garmin Connect IQ App war das 700i nicht kompatibel, ich vermute dies wird aber in Kürze der Fall sein. Über die Apps stehen umfangreiche Funktionen wie Live-Track, Datenupload zu Connect & Explore, Live-Geocaching, Wetter, Telefonbenachrichtigungen, Import von Tracks, Routen & Wegpunkten und viele weitere Funktionen zur Verfügung.
  • Anbinden von Audio-Geräten.

USB zum Aufladen und Datenaustausch mit PC, Mac und anderen Geräten (inkl. NMEA Daten).

Wi-Fi zum Herunterladen von BirdsEye Satellitenbildern, Abrufen von Wetterdaten, Hochladen von Aktivitäten zu Garmin Connect, Durchführen von Software-Updates, Einspielen von EPO-Daten und Laden von Live-Geocache-Daten.

Mögliche Sensoren und externe Geräte (Menü "Sensoren")

  • tempe Temperatur
  • XERO Bogenschießeinrichtung
  • DogTrack
  • inReach-Fernbedienung
  • Herzfrequenzsensor
  • Geschwindigkeitssensor
  • Trittfrequenzsensor
  • Geschw./Trittfrequenzsensor kombiniert
  • VIRB Fernbedienung

Montana 700 – Einspielen eines Updates per Connect App

Sprachausgabe – Nur extern

Die neue Montana Serie verfügt "nur" über einen Piepser ("Buzzer") zum Ausgeben von Tönen, z.B. Abbiegehinweisen.

Sprachansagen – z.B. bei der Verwendung als Auto-Navigationssystem – gibt’s mit der Kfz-Halterung mit integriertem Lautsprecher oder über ein per Bluetooth angeschlossenes Audio-Gerät.

 

GPS – Schnell & präzise

GPS – zur Auswahl stehen GPS bzw. GPS + GALILEO. Beim Montana 700 kommt noch GLONASS dazu. GLONASS dürfte beim 700i und 750i aufgrund von Interferenzen mit dem Iridium-Signal fehlen. Eine weitere Option ist WAAS/EGNOS.

Wie nicht anders zu erwarten: Die Position steht nach dem Einschalten und Hochfahren quasi sofort zur Verfügung, Tracks fallen super akkurat aus.

Anhand der Karte mit zwei Touren in teils anspruchsvollem GPS-Gelände kann sich jeder Leser seine eigene Meinung bilden (Montana 700 i und GPSMAP 66s im Modus GPS + GALILEO).

Aufzeichnungsmodi: Handgeräte > Automatisch / Häufiger fenix 6X > 1s

Farben: Zum Anzeigen der Farbcodierung mit dem Mauszeiger "Tracks" ansteuern; dort lassen sich auch einzelne Tracks ausblenden.

Höhenprofil

 

Die Benutzeroberfläche bietet:

 

  • Eine Statusseite mit Zugriff auf Beleuchtungsregelung / Wi-Fi / Bluetooth / Taschenlampe, Markieren eines Wegpunktes, Sperren des Display, Aktivitätssteuerung, Connect IQ Widgets. Der Zugriff erfolgt per Ein-/Aus-Taste bzw. durch ein Wischen über das Display von oben nach unten.
  • Das Hauptmenü mit Zugriff auf alle Anwendungen inklusive Setup.
  • Eine Favoritenleiste unten am Bildschirm mit sechs Elementen (fünf davon lassen sich individuell belegen), über die sich z.B. von der Karte zum Hauptmenü zum Reisecomputer … wechseln lässt.

 

Wie bei Garmin üblich ist das Menü umfangreich anpassbar, so lassen sich beispielsweise nur die für die jeweilige Aktivität (Wandern, Mountainbiken, Jagen, Geocache, Driving, …) wirklich benötigten Anwendungen anzeigen bzw. zum Reisecomputer mehrere Seiten hinzufügen.

NEU 

Das Software-Update 3.10 bringt neue Möglichkeiten, so lässt sich die Einschalttaste jetzt individuell konfigurieren. "Einmal tippen" und "Zweimal tippen" sind jeweils andere Funktionen zuweisbar.

Mit dem Software-Update 4.20 kommt ein "Collections Manager" ("Sammlungs-Manager") zum Verwalten der Garmin Explore Sammlungen.

 

Die ersten beiden Abbildungen zeigen das Hauptmenü mit allen möglichen Anwendungen, die zwei nächsten Screenshots das komplette Einstellungsmenü.

 

Abbildungen zum Vergrößern anklicken.

Hauptmenü (1)

Hauptmenü (2)

Einrichten (1)

Einrichten (2)

Die Bildergalerie rechts zeigt alle wesentlichen Seiten des Einstellungsmenüs der installierten Beta-Software – Kenner sehen es sofort: Auch hier gibt es viele Ähnlichkeiten mit der GPSMAP 66 Serie, ergänzt um spezifische Montana-Funktionen:

 

  • Audio-Gerät per Bluetooth verbinden
  • Kartengeschwindigkeit justieren
  • LiveTrack & inReach Konfiguration
  • Ausgabe von Tönen wählen ("automatisch" bzw. "intern")
  • Touch-Empfindlichkeit einstellen

Montana 700 / 700i / 750i Test – Karten

 

Als alpennaher Outdoorer habe ich gleich die microSD-Karte mit den Garmin Alpenvereinskarten eingelegt – da kann ich nur sagen: WOW!

Die Karte lässt sich mit nur geringen Verzögerungen Zoomen und Verschieben, andererseits erscheint die Rasterkarte gestochen scharf, außerdem ermöglicht das Riesendisplay eine gute Übersicht – da können die AV-Papierkarten schon einmal daheim bleiben.

Die vorinstallierte CityNavigator Karte ist der ideale Partner für die Straßennavigation, die vorinstallierte TopoActive Karte ein guter Begleiter auf Outdoor-Touren, insbesondere beim Navigieren mit Tracks, aber auch zum Routing (Abbildung rechts).

Das Montana 700, das Montana 700i und das Montana 750i sind somit nicht nur Navigations- und Sicherheitssysteme, sondern auch mobile Kartenbildschirme!

Infos zu einer Hütte aus der Hütten-Datenbank

AV-Karte als Grundlage, Routing mit Hilfe der TopoActive Karte

Eine neue Funktion habe ich noch entdeckt und zwar gibt es in den Karteneinstellungen eine automatische Kartenerkennung (Funktion "Auto-Kartenwahl"). In Abhängigkeit von der gewählten Aktivität aktiviert das System die passende Karte – im Profil "Autofahren" also die CityNavigator Straßenkarte.

Die vier folgenden Screenshots zeigen die unterschiedlichen Karten (gleiche Position & gleicher Maßstab).

Garmin Alpenvereinskarte

Garmin TopoActive

Garmin TopoActive mit plastischer Karte

Garmin BirdsEye Satellitenbilder

Garmin Montana 700i Test – Erstes Fazit

 

Die Leserinnen und Leser haben es sicherlich schon bemerkt: Das Garmin Montana 700i kann begeistern!

Dies liegt in erster Linie an dem riesigen 5 Zoll Display, da (Raster-)Karten nicht nur gestochen scharf erscheinen, sich schnell und komfortabel zoomen und verschieben lassen, sondern auch eine tolle Übersicht über die weitere Umgebung möglich ist – Papierkarten können jetzt durchaus zu Hause bleiben!

Aber auch der Rest hat es in sich: Superakkurate Trackaufzeichnungen, umfangreiche Konnektivität, alle Garmin Outdoor-Funktionen, Tracks vom Smartphone laden …  nur bei Gewicht und Größe dürften sich die Geister scheiden – insbesondere bei allen Outdoorern zu Fuß!

Und die Motor-Fraktion? Da dürften das Montana 700, 700i und 750i an die Vorgänger anknüpfen und dank ihrer einmaligen Eigenschaften in so manchem 4×4 Cockpit oder an so manchem Lenker Platz finden!

Mit dem Montana 700, Montana 700i & Montana 750i hat Garmin außergewöhnliche & Maßstäbe setzende Outdoor-GPS-Handgeräte auf den Markt gebracht!Klicken zum Twittern

12 Kommentare

  1. 600 € für den 700er und nicht mal CN Karten? Ich fass es nicht…

    Antworten
  2. Das Handbuch erwähnt die Garmin-IQ-Funktionalität bereits. Wird also wohl kommen. Die Frage ist, wie responsiv die Apps sind und ob sie sich für die Displayauflösung eignen. Eine Anfrage dazu an Komoot habe ich gestellt – die Antwort steht aber noch aus.

    Antworten
  3. Hallo,
    dann drücke ich uns mal die Daumen das Garmin auch die Oregons auf Basis des Montana auffrischen wird, denn das Montana ist mir einfach zu gross und wuchtig.
    Was meinst du, können wir darauf hoffen? Oder geht das im kleineren Bereich eher in Richtung GPS-Uhren und GPS-Rad Computer?

    Viele Grüsse, Thomas

    Antworten
    • Hallo,

      da wird es sicherlich mal einen Oregon Nachfolger geben; wann ist allerdings ein Blick in die Glaskugel, ich schätze mal spätestens 2021 (die Oregon 7×0 Serie wäre dann 5 Jahre am Markt, das dürfte reichen).

      VG

      Antworten
      • Zur Zeit habe ich ein Montana 600 und die Vorstellung des 700 begeistert mich schon. Ich habe damals die Topo Karte mitbestellt, war aber davon enttäuscht bzw. hätte ich mir sparen können. Die OSM Freizeitkarten sind gerade für Radfahrer und Wanderer um ein vielfaches detailreicher.
        Wie gut sind denn beim 700er die vorinstallierten Karten falls man überhaupt eine Aussage treffen kann? Ist die Nutzung von freien Karten beim 700 genauso wie beim 600 oder gibt es da Beschränkungen z.B. Anzahl der Karten oder routing- /nichtroutingfähige Karten?

        Antworten
  4. Ich benutze seit vielen Jahren den BMW Navigator Adventure (Montana 600) am Motorrad, beim Mountainbiken und bei Hiking Touren ohne irgendwelche Probleme und bin daher mit dem Gerät für diese Anwendungen sehr zufrieden.
    Anders sieht es leider aus, wenn ich das gerät mit der originalen Fahrzeughalterung im Auto benutze.
    Sowohl im Ford Kuga meiner Frau als auch in meinem eigenen Land Rover, beide Fahrzeuge mit heizbarer Frontscheibe, hat das Gerät leider nie zufriedenstellend oder störungsfrei funktioniert.
    Das Erkennen der Satelliten dauert ewig und oftmals werden nicht genug Satelliten für eine Navigation erkannt, obwohl es durch die Geländeformation keine Beeinträchtigungen geben dürfte.
    Kommt denn mal ein ausreichender Satellitenempfang zu Stande, ist die Abweichung sehr groß, oftmals 25m bis 30m und häufig kommt es dann wieder zu Abbrüchen.
    Obwohl Garmin bei seinen Produktbeschreibungen keine Funktionsbeeinträchtigungen durch beheizte Scheiben erwähnt, wurde mir vom Service die Verwendung einer zusätzlichen, externen Antenne, der GA25MCX als Verbesserung empfohlen.
    Leider verbessert diese Antenne den Empfang nur minimal, aber weiterhin nicht zufriedenstellend.
    Die Verwendung in Leihwagen mit unbeheizter Frontscheibe funktioniert dagegen tadellos.

    Sollte diese Nutzungsbeeinträchtigung beim Montana 700i nicht mehr gegeben sein, würde ich einen Ersatzkauf in Erwägung ziehen.
    Gibt es dazu bereits Erkenntnisse oder hast du eine solche Anwendung ausprobiert?
    Auf eine mündliche Aussage von Garmin würde ich mich auf Grund meiner bisherigen Erfahrungen ungern verlassen wollen.

    Antworten
    • Hallo,
      hast Du schon mal probiert die externe Antenne an einer Seitenscheibe zu platzieren? Ansonsten schätze ich dass das Problem auch beim neuen Montana auftritt (da kann Garmin auch nix machen, die GPS-Signale kommen halt nicht durch), da hilft es nur die externe Antenne draussen am Dach oder innen an der Seitenscheibe zu befestigen.

      VG

      Antworten
      • Die externe Antenne befestige ich immer ausserhalb des Autos auf dem Dach und habe damit in vielen Ländern (Afrika, Europa) sehr gute
        Erfahrungen gemacht. Auch die Genauigkeit stimmt. Die Gummidichtugen an den Türen schonen das Antennekabel, trotzdem muss man
        etwas sorgfältig das Kabel verlegen.

        Antworten
  5. Das Gerät könnte der Nachfolger für mein 276Cx sein 🙂 Super Gerät!
    Kann das Gerät auch Shaping Points und oder RPE verarbeiten? Das 276Cx konnte keine Shaping Points, aber RPE.

    Antworten
  6. Interessante Geräte. Da ich überwiegend zu Fuß unterwegs bin, ich mir das Gerät dafür aber zu schwer/unhandlich. Hast Du ja in der Praxis auch schon festgestellt. Ist ja aber auch eher für beräderte Fortbewegungsmittel/Boote gedacht. Mit wäre er aber ehrlich gesagt auch fürs Fahrrad zu groß/schwer, das ist aber Geschmackssache.

    Sieht so aus, als wäre mal vor Monaten einer von Garmin mit `ner Walze über ein 66i gefahren und hat dann eine Idee bekommen… 🙂

    Antworten
    • Interessant finde ich ja auch, dass sie jetzt den bei der GPSmap 66 Serie wegrationalisierten Anschluss für eine externe GPS Antenne jetzt wieder eingeführt haben. War wohl doch nichts gut durchdacht, das wegzulassen….

      Antworten

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