Smartphones haben als Kommunikationszentrale und multimediale Spaßmaschine die Welt erobert. Mit einer Navigationssoftware aufgepeppt, machen sie sogar klassischen Navigationssystemen den Platz im Cockpit streitig. Vor allem die trendigen Android-Smartphones sind neben Apples iPhone ideale Kandidaten, um einen guten Job als Navigator zu machen.

Androiden bringen eine ideale Voraussetzung mit: Bedienung per Touchscreen. Alles andere, sprich ein Tasten-Smartphone, macht beim Einsatz als Navi erfahrungsgemäß wenig Sinn. Beispielsweise erweist sich das Eingaben von Adressen oder Aufrufen von Funktionen in der Regel als viel zu umständlich. Ein weiteres Plus: Viele Android-Smartphones haben ein großes Display. Es muß zwar nicht gleich das (angekündigte) Dell Streak mit seinem 5-Zoll Display sein, aber nach Meinung von Navigation-Professionell.de liegt die sinnvolle Untergrenze bei 3 bis 3,5-Zoll. In der Redaktion ist seit geraumer Zeit ein Motorola Milestone mit 3,7-Zoll Bildschirm im Einsatz; diese Dimension – in Kombination mit einer hohen Auflösung – läßt so manches ehrwürdiges Autonavi alt aussehen.

Was ist noch zu beachten? Spiegelt das Display des Androiden? In diesem Fall kann eine reflexionsmindernde Folie Abhilfe schaffen. Ein weiteres Kaufkriterium: Ist der Bildschirm hell genug? Auch die Akustik macht bei manchen Kandidaten Probleme. Reicht die Maximallautstärke für mein Auto und meine Gewohnheiten (fetzige Musik, …) aus? Wie steht es um die Klangqualität? Voll aufgedreht, kommt ein Smartphone schnell an seine Grenze. Dies sind ein paar Fragen, die man beim Kauf eines Android-Smartphones, das als Navigationssystem vorgesehen ist, unbedingt klären sollte.

Navigation mit dem Android-Smartphone: Zubehör

Außer der Navigationssoftware (siehe unten) wird in der Regel noch etwas Zubehör benötigt. An erster Stelle sei die Fahrzeughalterung genannt. Vom klassischen Frontscheibensaugnapf bis hin zu Befestigungen für das Lüftungsgitter gibts zig Varianten. Die Halterung für das Smartphone selber kann modellspezifisch ausfallen oder eine Universallösung sein. Gute Erfahrungen hat Navigation-Professionell mit dem PDA-Halter von Hr-Autocomfort gemacht (Tipp: Darauf achten, dass der USB-Anschluß für die Stromversorgung nicht durch Befestigungselemente der Halterung verdeckt wird). Weiterhin ist ein Ladekabel ein absolutes Muss, so dass in der Summe locker 20.- bis 30.- Euro zu veranschlagen sind. Eine Aktivhalterung mit integriertem Ladekabel kostet noch ein paar Euros mehr (z.B. für das HTC Desire: Brodit Aktiv-Halterung)

Navigation mit dem Android-Smartphone: Software

Die passende Navigationssoftware ist natürlich das A und O. Dabei ist zwischen Offboard- und Onboard-Navigationssoftware zu unterscheiden. Bei Offboard-Navigation wird kein Kartenmaterial auf dem Smartphone installiert, sondern bei jeder Routenberechnung neu vom Server des Anbieters heruntergeladen. Diese Lösung setzt in der Regel eine Datenflatrate voraus. Aber aufgepasst! Im Ausland sind die teuren Roaming-Gebühren zu berücksichtigen, so dass ein Einsatz von Offboard-Navigationssoftware nur im Inland zu empfehlen ist. Auch sollte bedacht werden, dass je nach Provider nicht überall eine flotte Mobilfunkverbindung zur Verfügung steht! Offboard hat aber auch Vorteile: Man hat automatisch Zugriff auf aktuelles Kartenmaterial und es entfallen somit kostenpflichtige Kartenupdates.
Navigon MobileNavigator für Android
Bei der Onboard-Variante wird dagegen das Kartenmaterial auf der Speicherkarte des Androiden installiert. Außer beim Abfragen von Live-Services (z.B. Verkehrsmeldungen, Google-Search) entfallen damit die Mobilfunkkosten. Das Android-Smartphone kann immer und überall ohne Mehrkosten eingesetzt werden.

Welche Android-Navigationssoftware gibt es? Offboard contra Onboard

Im Offboard-Lager gibts derzeit zwei wichtige Anbieter: skobbler und Google Maps Navigation. Beide Programme erledigen ihre Aufgabe, können allerdings ein Standalone-Navi oder eine gute Onboard-Software noch lange nicht ersetzen. Sie sind eher für Gelegenheits-Navigatoren geeignet. Ihr großer Vorteil: Die Software gibts im Android-Market für lau!

Bei der Onboard-Navigation für Android ist das Angebot größer. Navigon MobileNavigator, MotoNav von Motorola, Alk CoPilot Live, Sygic Mobile Maps und NDrive sind derzeit bei uns erhältlich. Beste Erfahrungen hat Navigation-Professionell.de mit dem Navigon MobileNavigator gemacht, auch nicht zu verachten ist MotoNav, vorausgesetzt, man hat ein Motorola Android-Smartphone im Einsatz. Die Preise variieren in Abhängigkeit vom Kartenmaterial. Beispiele: Sygic Mobile Maps 59,99 Euro (Europa-Karten), Alk CoPilot 28.- Euro (D-A-CH) bzw. 60.- Euro (Europa), MotoNav für Westeuropa 69,99.- Euro.

Mit Kartenmaterial, Halterung und Ladekabel kommt der Android-Besitzer schnell in die Preisregion eines günstigen PNAs. Welchem System – Android-Smartphone mit Onboard-Navigationssoftware oder PNA – man auch immer den Vorzug gibt: Von A nach B Navigieren können sie alle. Die Android-Software bringt gegenüber den günstigen PNAs noch einige Vorteile wie Live-Dienste mit (z.B. Google-Suche bei Navigon oder Alk) und hilft, den Gerätepark um ein Exemplar zu reduzieren.

Testberichte zu Android-Navigationssoftware:

Übersicht Android-Navigationssoftware:

Android-Smartphone als Navigationssystem was last modified: Dezember 4th, 2014 by Joachim Bardua
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