Suunto Spartan Sport Wrist HR

Amazon cyber monday

von Joachim Bardua
05. Mai 2017

Preis bei Test

ab € 426.-

Amazon

Die Suunto Spartan Sport Wrist HR ist der jüngte Spross der Suunto Spartan Kollektion. Die Wrist HR verfügt als einzigstes Modell der Kollektion über ein derzeit schwer angesagtes Feature: einen integrierten optischen Herzfrequenzsensor.

Die Spartan Familie gibt es in drei Produktlinien: Spartan Sport, Spartan Sport Wrist HR und Spartan Ultra. In jeder dieser Linien stehen unterschiedliche Modelle zur Auswahl. Bei der Sport Wrist HR sind dies im Einzelnen:

  • Forest Special Edition (549,00€ UVP)
  • Copper Special Edition (549,00€ UVP)
  • Blue (499,00€ UVP)
  • All Black (499,00€ UVP)
  • Sakura (499,00€ UVP)

Die fünf Modelle unterscheiden sich nur bei den Armbandfarben, dem Gewicht und den verwendeten Materialien. Bei den Spezialeditionen sind die Edelstahllünette sowie die Knöpfe und Verschlüsse mit Kupfer überzogen.

Die Spartan Sport Wrist HR ist nur unwesentlich teuer als die Spartan Sport (449,00€ UVP), erweist sich gegenüber der Spartan Ultra aber fast schon als ein Schnäppchen. Die Preise für die Spartan Ultra Modelle variieren immerhin zwischen 699,00€ und 869,00€ (UVP).

Was sind die Unterschiede zwischen den drei Modellreihen?

Neben den verwendeten Materialien (und somit beim Gewicht) gibt es noch Unterschiede bei den Funktionen (und somit bei den Akkulaufzeiten): Die Wrist HR verfügt über einen integrierten Herzfrequenzsensor, die Ultra über einen barometrischen Höhenmesser. Mit diesen Add-ons stehen zwar noch weitere Features in Verbindung, z.B. bei der Wrist HR eine Anzeige der verbrauchten Kalorien und der Herzfrequenz über die letzten 12 Stunden, in der Summe halten sich die Unterschiede aber in Grenzen (siehe: Suunto Produktvergleich). Insofern gelten viele unserer Wrist HR Testergebnisse auch für die anderen Spartan Modelle!

Suunto Wrist HR: Optischer Herzfrequenzsensor von Valencell

Suunto Sport Wrist HR – Optischer HF-Sensor

Suunto Spartan Sport Wrist HR: Hardware

Gehäuse

Unsere Testuhr, eine Sport Wrist HR All Black, bringt 75,18 g auf die Waage (nachgewogen). Ihre Abmessungen betragen 50 x 50 x 16,8 mm, die Lünette besteht aus Edelstahl, das Display aus Mineralglas, das Gehäuse aus Polyamid, das Armband aus einem weichen, aber Schmutz anziehenden Silikon.

So weit so gut, wie sieht es aber mit dem Tragekomfort aus? Sehr angenehm! Die Wrist HR erweist sich auch im Alltag als eine gern getragene Sportuhr – insbesondere im Vergleich zu einer Garmin fenix 3 HR, deren Armband für einen straffen Sitz deutlich enger gezogen werden muss. Dies dürfte vor allem dem deutlich höheren Gewicht von 90,1 g geschuldet sein. Ein weiteres feines Detail: Die Schließe des Suunto-Armbands fällt im Gegensatz zur fenix 3 HR recht flach aus, damit verbessert sich der Tragekomfort z.B. beim Arbeiten am Laptop.

Display

Das Matrix-Farbdisplay mit einer Auflösung von 320 x 300 Pixel benötigt beim Einsatz der Wrist HR als Alltagsuhr stets ein gewisses Maß an Hintergrundbeleuchtung, um eine gute Ablesbarkeit unter wechselnden Bedingungen zu gewährleisten. Während des Tests war die Hintergrundbeleuchtung deshalb in der Regel auf mindestens 50% eingestellt. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass es nur eine recht kleine Auswahl an Zifferblättern gibt; zudem werden Ziffernblätter in einem “hellen Design” vermisst.

Beim Ausführen einer Aktivität kann die Hintergrundbeleuchtung dagegen heruntergeregelt werden. In der Einstellung “helles Motiv” ist die Ablesbarkeit in der Regel sehr gut.

Akku

Suunto macht folgende Angaben zu den Akkulaufzeiten (Quellen: Handbuch, Webseite):

  • 10 – 40 Stunden mit GPS, je nach Bedingungen
  • 8 Std. Batterielaufzeit bei bester GPS-Genauigkeit (GPS-Ortungsfrequenz: 1 Sek. bei Vollleistung)
  • 12 Std. Batterielaufzeit bei guter GPS-Genauigkeit (GPS-Ortungsfrequenz: 1 Sek. im Energiesparmodus)
  • 32 Std. Batterielaufzeit bei einer “ok” GPS-Genauigkeit
  • Batterienutzungsdauer im Modus “Zeit”: 10 Tage

Die Sport Wrist HR bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Tunen der Akkulaufzeiten:

  • Hintergrundbeleuchtung: “automatisch” (Aktivieren durch Berühren des Displays bzw. Tastendruck) bzw. “Schalter” (Aktivieren durch Antippen mit zwei Fingern); Standby ein / aus; Helligkeit zwischen 5% und 100% regulierbar
  • GPS-Genauigkeit (für jeden Sportmodus einstellbar): beste, gut, ok, GPS aus
  • GLONASS ein / aus (unabhängig von der GPS-Genauigkeit)
  • Modus “Reduzierte Farbe” aktivieren
  • Display-Timeout (automat. Abschalten des Displays nach 10 Sek., aktivieren durch Tastendruck)
  • Ausschalten der 24/7 Herzfrequenzmessung

Aufgrund dieser vielen Optionen haben wir nur einen Test durchgeführt: Durchführen einer Aktivität unter der Bedingung “alles an was zu einer kurzen Laufzeit führt” (Worst Case Szenario). Dabei sind wir im Rahmen von zwei Durchgängen auf ziemlich genau 5 Stunden gekommen. Größter Verbraucher dürfte dabei die Hintergrundbeleuchtung sein (permanent aktiviert, 100% Helligkeit).

Suunto Spartan Sport Wrist HR – Die wichtigsten Fakten

  • GPS: GPS, GLONASS, A-GPS, SiRF starV
  • Display: Mineralkristall, Matrix-Farbdisplay, 320 x 300 Pixel
  • Material: Lünette aus Edelstahl und Armband aus Silikon
  • Gewicht: 74 g (Angabe Suunto)
  • Abmessungen: 50 x 50 x 13,8 mm
  • Wasserdichtigkeit: bis 100 m Tiefe
  • Bedienung: Touchscreen, drei Tasten
  • Sensoren: Optischer Herzfrequenzsensor von Valencell, Beschleunigungsmesser, digitaler Kompass mit Neigungsausgleich, KEIN barometrischer Höhenmesser
  • Schnittstellen: Bluetooth Smart (Smartphone, Sensoren, Foot POD, Leistungsmesser), USB (Aufladen, Datenaustausch)
  • Aufzeichnungsintervall: 1 Sek. oder 10 Sek.
  • Akkulaufzeiten: 10 Std. bis 40 Std. (je nach GPS-Einstellungen)
  • Armband: austauschbar

GPS

Die Suunto Sport Wrist HR verfügt über einen kombinierten GPS/GLONASS-Empfänger. Um die Positionsbestimmungen zu beschleunigen, empfiehlt es sich die Spartan regelmäßig mit Suunto Movescount zu verbinden – dann wird die Uhr mit den aktuellen Satellitendaten gefüttert (A-GPS, Assisted GPS). In der Praxis macht sich dieses Tuning deutlich bemerkbar, die Position ist in der Regel sehr schnell bestimmt, beim Starten einer Aktivität gibt es keine nervenden Wartezeiten.

Zum Steuern der GPS-Genauigkeit bietet die Wrist HR die Stufen “beste, gut, ok”. Die unterschiedlichen Stufen werden im Handbuch zur Wrist HR wie folgt beschrieben (Seite 42f):

Sie können zwischen folgenden Optionen für die GPS-Genauigkeit wählen:

  • Best: ca. 1 Sek. Signalintervall, bei voller Leistung
  • Good: ca. 1 Sek. Signalintervall, bei niedriger Leistung
  • OK: ca. 60 Sek. Signalintervall, bei voller Leistung

Wenn Ihr GPS auf Best eingestellt ist, nutzt Ihre Uhr das GPS bei voller Leistung. Im Modus volle Leistung kann das GPS Interferenzen ausfiltern und die beste Standortbestimmung erzielen. Dies führt zu höchstem Batterieverbrauch, bringt jedoch auch die beste Aufzeichnungsgenauigkeit.

In der Einstellung Good werden GPS-Standortbestimmungen immer noch jede Sekunde durchgeführt, aber mit reduzierter Genauigkeit, da das GPS nicht ununterbrochen bei voller Leistung arbeitet. Zwischen den Standortbestimmungen geht das GPS immer wieder in einen kurzen reduzierten Modus über,…

Dadurch wird die Batterielebensdauer verlängert, es bedeutet aber auch, dass dem GPS weniger Zeit zur Verfügung steht, eine gute Standortbestimmung zu erzielen und Interferenzen auszufiltern. Demzufolge ist das Streckenergebnis nicht so genau wie mit der Einstellung Best.

Mit OK wird das GPS-Signalintervall auf einmal je Minute reduziert. Dies steigert die Batterielebensdauer signifikant, führt jedoch auch zu einer weniger genauen Aufzeichnung.

Bei unseren Tests haben wir die Spartan in der Regel im Modus “beste Genauigkeit” eingesetzt (Beispiele in der interaktiven Karte im Abschnitt Herzfrequenz). Die Aufzeichnungen zeigen, dass die Suunto Wrist HR schon einmal zu einem Abdriften der Positionen von bis zu 40 m neigt (Beispiel “Laufen 3”).

Suunto Spartan Sport Wrist HR: Optischer Herzfrequenzsensor

Bei dem optischen Herzfrequenzsensor setzt Suunto auf Technologie des US-amerikanischen Herstellers Valencell.

Der HF-Sensor bietet nicht nur die Möglichkeit, die Herzfrequenz während einer sportlichen Aktivität zu messen, sondern zusätzlich über 24/7. Dazu gibt es einen Screen mit einer Herzfrequenzgrafik für die letzten 10 Minuten (inkl. Anzeige der aktuellen HF und einer Schätzung des ∅ Kalorienverbrauchs je Stunde) sowie einen Screen mit einer Herzfrequenzgrafik über 12 Stunden (inkl. Anzeige der niedrigsten HF während der letzten 12 Std. sowie des ∅ Kalorienverbrauchs / Stunde). Die 12 Std. Grafik visualisiert die durchschnittliche, im 24 Minuten Takt gemessene Herzfrequenz.

Was die Wrist HR – im Gegensatz zu vergleichbaren Garmin Uhren – nicht bietet ist eine Anzeige der durchschnittlichen Ruheherzfrequenz. Ebenso vermisst wird eine grafische Darstellung bzw. Analyse der Herzfrequenz in der Movescount App analog zu Garmin Connect.

Suunto Wrist HR: 12 h Herzfrequenzgrafik

Suunto Spartan Sport Wrist HR – 12 h HF-Grafik

Wie fallen die Herzfrequenzmessungen bei sportlichen Aktivitäten aus?

Während unseres Tests haben wir die Genauigkeit der Herzfrequenzmessungen bei diversen Aktivitäten geprüft (siehe Karte und Grafiken weiter unten). Die Ergebnisse spiegeln unsere bisherigen Erfahrungen mit den Sportuhren zahlreicher Hersteller wider: Kommt es auf Genauigkeit an, ist ein Herzfrequenzbrustgurt nach wie vor die bessere Wahl.

Optische Herzfrequenzmessung am Handgelenk - Anmerkungen und weiterführende Informationen

1. Eine interessante Aussage seitens Valencell* zu den Testverfahren (was auch diesen Artikel betrifft!):

Sprich: Geräte mit optischen Herzfrequenzsensoren können bei unterschiedlichen Nutzern unter unterschiedlichen Bedingungen unterschiedliche Ergebnisse liefern ...

New wearables with optical heart rate monitors hit the market seemingly every week and with them come product reviews from the wearables, gadget and technology sites around the world. And nearly every one of these heart rate monitor reviews have a fundamental flaw: They are almost always tested ONLY by the reviewer themselves. ... However, in measuring heart rate every human being is different and these devices perform differently on different people and in different conditions. (Quelle: valencell.com)

2. Zur Platzierung von Sensoren, ein PDF von Valencell zu verschiedenen Körperregionen ... das Handgelenk ist zum Messen der Herzfrequenz eigentlich schlecht geeignet: valencell.wpengine.com

3. Zur Genauigkeit von Herzfrequenz-Brustgurten: valencell.com

4. Ein grundlegender Artikel von uns: Optische Herzfrequenzmessung – Genauigkeit, Grenzen, Herausforderungen

*: US-amerikanischer Anbieter von Sensoren zur optischen Herzfrequenzmessung

Zu den einzelnen Aktivitäten:

  • Laufen 1: Recht kalt und windig, Arm kühlt schnell aus, Uhren direkt oberhalb des Handgelenks
  • Laufen 2: Sonning und warm, Uhren etwas weiter oberhalb des Handgelenks getragen.
  • Laufen 3: Angenehm warm, Uhren etwas weiter oberhalb des Handgelenks getragen.
  • Wanderung 1 & 2: Die Aufzeichnungen fallen insgesamt sehr unregelmäßig aus und entsprechen häufig nicht der gefühlten Herzfrequenz. Unser bisheriger Eindruck bestätigt sich mal wieder, dass eine Herzfrequenzmessung am Handgelenk für derartige Aktivitäten ungeeignet zu sein scheint (enge Armbündchen können ein wiederholtes Verrutschen der Uhren bewirken, evtl. ein ungünstiges Bewegungsmuster der Arme durch das Verwenden von Skistöcken, kontinuierliches Anspannen der Sehnen / Muskeln im Unterarm) (Bedingungen: winterlich kühl).


Aufzeichnungsintervall: * 1 Sekunde, ** intelligent

GPS-Genauigkeit: Die mit der Polar M400 gemachten Aufzeichnungen sind nicht vergleichbar, da die Polar nicht am Handgelenk getragen wurden!

Herzfrequenz

Script: GPX-Viewer (J. Berkemeier)

Suunto Spartan Sport Wrist HR: Bedienung, Menü, Konfiguration

Die Spartan wird mittels Touchscreen bzw. über drei Tasten bedient – eine gelungene Kombination, die man mit der Zeit nicht mehr vermissen möchte!

Wie steht es um den Touchscreen bei Feuchtigkeit? Bei einem leicht feuchten Display gibt es keine Einschränkungen, selbst bei einem “gut nassen” Display funktioniert die Touchbedienung noch erstaunlich zuverlässig. Ein “Nichts geht mehr” tritt erst bei einem durchgängigen Wasserfilm auf.

Bei Handschuhen gilt: Mit dünnen Fleece-Handschuhen ist keine Bedienung möglich, spezielle Touchscreen-Fingerhandschuhe sorgen aber für Abhilfe.

Das Menü ist sehr übersichtlich aufgebaut und schnell verinnerlicht. Von der Uhrenseite ausgehend geht es nach oben zu den Optionen Training (Starten einer Aktivität), Navigation, Logbuch, Stoppuhr und Einstellungen, nach unten zur Aktivitätsanzeige (Schritte, Herzfrequenz / Kalorien) bzw. Training und Erholung.

Diese Übersichtlichkeit hat mehrere Gründe. Einer dürfte der Funktionsumfang sein (dazu später mehr), einer die Online-Konfiguration. Wesentliche Einstellungen – inbesondere zu den einzelnen Sport-Modi – lassen sich nur online im Movescount-Account vornehmen. Unterwegs mal ein Datenfeld ändern, eine neue Datenseite hinzufügen oder das Aufzeichnungsintervall zu ändern ist nicht machbar.

Möglich ist es allerdings, bei jeden Sportmodus vor dem Starten einer Aktivität Autostopp ein- / auszuschalten, die GPS-Genauigkeit zu ändern, GLONASS ein- / auszuschalten, ein helle oder dunkle Anzeige zu wählen oder Einstellungen zum Stromsparen vorzunehmen. Andere auf der Wrist HR vornehmbare Einstellungen betreffen Datum, Zeit, Sprache, Einheiten, Töne, Vibration, Hintergrundbeleuchtung und das Benutzerprofil. Grundlegende Einstellungen lassen sich auch in der Movescount App vornehmen.

Display mit fünf Datenfeldern

Display mit vier Datenfeldern

Die Online-Konfiguration hat aber auch Vorteile. Ein neuer Sportmodus ist schnell erstellt, die einzelnen Displays lassen sich mit wenigen Klicks konfigurieren. Jeder Modus kann aus bis zu vier Seiten bestehen: einer Navigationsseite (nicht entfernbar) und bis zu drei Datenseiten. Für die Datenseiten stehen acht Displaytypen zur Auswahl: drei, vier, fünf oder sieben Datenfeldern, zwei oder drei Spalten bzw. zwei Intervallseiten mit drei oder sieben Datenfeldern. Die Datenfelder lassen sich zudem individuell belegen. Für die bereits vorkonfigurierten Sportmodi wie z.B. Triathlon Rennen, Laufen Basic oder Wandern Basic steht jeweils noch ein Display mit grafischen Infos zur Herzfrequenz, Höhe oder Geschwindigkeit zur Verfügung.

Auf diese Weise kann man sich schnell z.B. einen minimalistisch gehaltenen Laufmodus mit einer Datenseite und den vier Feldern aktuelle Herzfrequenz, Pace, Gesamtzeit und Gesamtdistanz zusammenklicken.

Die folgende Bilderserie zeigt die wichtigsten Optionen in Movescount.

Suunto Spartan Wrist HR: neuen Sportmodus laufen erstellen

Suunto Spartan Wrist HR: Neuen Sportmodus “Laufen” definieren

Suunto Spartan Wrist HR: Displaytyp auswählen

Suunto Spartan Wrist HR: Einen Displaytypen für den Sportmodus “Laufen” auswählen

Suunto Spartan Wrist HR: Sportmodus Einstellungen

Suunto Spartan Wrist HR: Sportmodus Einstellungen

Suunto Spartan Wrist HR: POI und Routen

Suunto Spartan Wrist HR: Navigation, POIs und Routen hinzufügen / verwalten

Suunto Spartan Wrist HR: Allgemeine Einstellungen

Suunto Spartan Wrist HR: Allgemeine Einstellungen

Suunto Spartan Wrist HR: Einheiten

Suunto Spartan Wrist HR: Einheiteneinstellungen

Suunto Spartan Wrist HR: Persönliche Daten

Suunto Spartan Wrist HR: Persönliche Einstellungen

Suunto Spartan Sport Wrist HR: Funktionen

Die Sportuhren der gesammelten Spartan Kollektion werden als für eine Vielzahl an Sportarten geeignet beworben. Dementsprechend sind mehr als 80 Sportmodi verfügbar, von Aerobic, über Hindernislauf, Ski alpin bis hin zu Zirkeltraining.

Allerdings zeigt sich beim Testen, dass die Wrist HR diesem Anspruch nicht unbedingt gerecht wird. Hinsichtlich ihres aktuellen Funktionsumfangs kann die Wrist HR mit Mitbewerberprodukten wie der Garmin fenix 3 HR bzw. Garmin fenix 5 kaum mithalten; im Vergleich zu Produkten aus dem eigenen Haus gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede (siehe Funktionen im Vergleich zur Ambit3).

Aktivitätstracking

Die Wrist HR bietet folgende Funktionen (in Ergänzung zum 24/7 Aufzeichnen der Herzfrequenz):

  • Rund-um-die-Uhr Aufzeichnung der zurückgelegten Schritte (inkl. der bei Aktivitäten zurückgelegten Schritte).
  • Geschätzter Kalorienverbrauch des Tages (mit Unterscheidung in Grundumsatz und “aktive” Kalorien)
  • Grafische Anzeige des Kalorienverbrauchs und der Schritte über die letzten sieben Tage.
  • Einstellen eines Tagesziel für Kalorien und Schritte.

Ein Ring auf dem Aktivitätsdisplay weist optisch auf das Erreichen der Tagesziele hin. Weitere Hinweise gibt es nicht (z.B. einen separaten Screen beim Erreichen eines Ziels), Suunto verzichtet sogar auf den bei vergleichbaren Sportuhren üblichen Inaktivitätsalarm!

Die folgende Tabelle zeigt, wie unterschiedlich die Werte im Vergleich zu einer Garmin fenix 3 HR ausfallen können.

Tag / GerätKalorien gesamt / aktive KalorienSchritte
Tag 1: Wrist HR3.015 / 1.51123.362
Tag 1: fenix 3 HR3.246 / 1.41617.950
Tag 2: Wrist HR2.906 / 1.54825.885
Tag 2: fenix 3 HR2.588 / 93624.323
Tag 3: Wrist HR1.912 / 49910.758
Tag 3: fenix 3 HR1.951 / 2208,595
Tag 4: Wrist HR1.953 / 5997.369
Tag 4: fenix 3 HR1.779 / 1185.338

(Uhren wurden nur tagsüber getragen!)

Alle wesentlichen Navigationsfunktionen in der Übersicht:

  • Komfortables Erstellen / Planen von POIs (max. 250) bzw. Routen (max. 15) in Movescount und Übertragen auf die Wrist HR.
  • Elektronischer Kompass (inkl. Einstellung der Deklination)
  • 16 verschiedene Positionsformate.
  • Speichern des aktuellen Standortes als POI, inkl. Zuweisen einer POI-Kategorie (z.B. Parkplatz),
    Löschen einzelner POIs.
  • Luftlinien-Navigation zu einem POI (Kompass- bzw. Kartenansicht) (auch in Verbindung mit einer Aktivität).
  • Navigation entlang einer Route auf einer Kartenseite mit “Brotkrümel-Pfad” (auch in Verbindung mit einer Aktivität); Info bei Routenabweichung (alledings nur auf dem Display); Höhenprofil mit verbleibendem Auf- / Abstieg.

Das Navigieren entlang von Routen bzw. zu POIs funktioniert in der Praxis sehr gut, was allerdings fehlt ist das Navigieren mit Hilfe von aufgezeichneten Strecken bzw. eine “Zurück zum Start” Funktion. Allerdings kann vor dem Starten einer Aktivität der Ausgangspunkt als POI gespeichert und bei Bedarf als Navigationsziel gewählt werden.

Navigation entlang einer Route

POI Navigation mit dem Kompass

Training

Eine sinnvolle Möglichkeit zum effektiven Trainieren sind Trainingsprogramme. Solche Trainingsprogramme lassen sich auf Movescount.com individuell planen, zusätzlich können bereits fertige Programme verwendet und auf die Sport Wrist HR übertragen werden (Beispiel: “Laufen Anfänger” mit einer Dauer von einer Woche und drei Moves). Einen derartigen Plan auf der Wrist HR zu verwenden ist uns allerdings nicht gelungen (das Handbuch erweist sich dabei auch nicht als große Hilfe). Anscheinend wird der Sportler im Menü “Trainings” nur über den nächsten Move informiert (z.B. Freitag 1 Std. Laufen). Es gibt keine Möglichkeit die Aktivität mit den entsprechenden Vorgaben direkt zu starten.

Mit dem letzten Software-Update hat Suunto der Wrist HR die Funktion mitgegeben, auf der Uhr Intervalle planen zu können. Es lässt sich die Anzahl an Wiederholungen, die Intervalldauer / -distanz bzw. die Erholungsdauer / -distanz einstellen.

Was nicht möglich ist, ist das spontane Planen einer Aktivität mit einem Ziel wie z.B. dem Laufen über eine bestimmte Distanz bzw. mit einem best. Pace. Zwar gibt es die Möglichkeit bei jedem Training eine Zeitvorgabe einzustellen (zwischen 10 Min. und 12 Std.), die Funktion ist aber unklar und wird auch nicht im Handbuch erwähnt.

Schmerzlich vermisst wird das Antreten gegen eine Aktivität aus dem Protokoll sowie das Fehlen von Warnhinweisen z.B. beim Über- / Unterschreiten einer Herzfrequenzzone. In Movescount lassen sich Zonen einrichten, die Wrist HR verfügt sogar über einen Vibrationsalarm …

Smart-Notifications

Das Anzeigen von Smartphone-Benachrichtigungen auf Sportuhren ist eine beliebte Funktion.

Wie ist sie auf der Suunto Spartan umgesetzt? Trifft auf dem Smartphone z.B. eine neue Textnachricht ein, dann wird auf der Spartan für ca. 10 Sek. ein Hinweis wie “3 neue Nachrichten”, kombiniert mit einem Hinweiston, angezeigt. Durch ein Antippen des Displays werden aber keine Details wie der Inhalt der Nachrichten eingeblendet. Verpasst man diese Meldung besteht zudem keine Möglichkeit, sich den Hinweis noch einmal anzeigen zu lassen. Bei eingehenden Anrufen wird der Name des Anrufers aufgeführt, weitere Interaktion wie ein Ablehnen des Anrufs sind nicht möglich – insgesamt gesehen bietet die Wrist HR nur eine sehr grundlegende Funktionalität!

Weitere Smartphone-Funktionen, wie z.B. ein Steuern des Musikplayers, sind nicht vorhanden.

Weitere Funktionen

  • Anzeigen einer zweiten Zeitzone
  • Stoppuhr & Alarmfunktion
  • Logbuch mit detaillierten Informationen zu den Aufzeichnungen
  • Angaben zur Erholungszeit nach einem Move

Movescount App

In der Movescount App für Android und iOS gibt es im Wesentlichen fünf Menüpunkte:

  • Ich: Bearbeiten des Benutzerprofils; Auflistung aller Moves inkl. Details zu jedem Move; Statisiken zu Schritten, Kalorien, Gefühlslage.
  • Karte: Karte mit der aktuellen Position bzw. Strecke und einer Heatmap für die unterschiedlichsten Sportarten.
  • Neuer Move: Starten / Aufzeichnen einer Aktivität, Herzfrequenz via Suunto HF-Brustgurt, Fotos zu einem Move hinzufügen.
  • Uhr: Grundlegende Einstellungen für die Wrist HR vornehmen.
  • Herzfrequenz: Smartphone mit einem Suunto HF-Sensor verbinden.

Die App lässt sich also alleinstehend zum Aufzeichnen von Aktivitäten verwenden bzw. kann mit der Wrist HR synchronisiert werden und liefert dann detaillierte Informationen zu den einzelnen Moves sowie zum Aktivitätstracking.

Auch für die App gilt: Im Vergleich zu Apps von Mitbewerbern – v.a. Garmin – fällt der Funktionsumfang eher spartanisch aus (dafür ist sie sehr übersichtlich!).

Bildergalerie – die wichtigsten Funktionen der Movescount App

Suunto Spartan Sport Wrist HR Test: Fazit

Um es kurz zu halten: Die Suunto Spartan Sport Wrist HR ist eigentlich eine gern getragene Sportuhr mit ihren eigenen Vorzügen – ob sie sich allerdings derzeit gegen Mitbewerberprodukte wie der Garmin fenix 3 HR, der Garmin fenix 5, dem Garmin Forerunner 935 oder so mancher Android Wear Sportuhr durchsetzen kann ist zu bezweifeln.

Hauptgrund für diese Einschätzung ist der aktuelle Funktionsumfang der Uhr bzw. der Movescount App, den Suunto in absehbarer Zeit hoffentlich noch kräftig erweitern wird!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (30 GPS-Fans, ∅ Score: 74,67 %)

Mit einem Klick auf die entsprechende Anzahl an Sternen können Sie die Spartan Sport Wrist HR bewerten!

Suunto Spartan Sport Wrist HR – Vorteile

  • Tragekomfort
  • Touchscreen
  • Übersichtliches Menü
  • Ablesbarkeit des Displays bei Trainings
  • Grafische Anzeigen zur Herzfrequenz
  • Komfortable Online-Konfiguration (aber, siehe rechts)
  • Keine Abstürze, läuft zuverlässig

Suunto Spartan Sport Wrist HR – Nachteile

  • Der Funktionsumfang, der Funktionsumfang …
  • Minimalistische Smartphone App
  • Kein spontanes Ändern der Displays, da nur online möglich
  • Keine Installation von Suunto Apps vorgesehen

NEU: Suunto Spartan – Geplante Software Updates

Diesen Sommer legen wir den Schwerpunkt auf Leistungsverbesserungen im aktuellen Spartan Programm. Unser Ziel ist es, einige dieser Verbesserungen im Spätsommer bzw. Anfang Herbst liefern zu können. Später im Herbst, aktuell für Ende Oktober geplant, werden wir eine umfangreiche Version für Outdoor-Aktivitäten einführen.

Im weiteren Verlauf werden Software-Updates einmal im Vierteljahr (ca. alle drei Monate) veröffentlicht. Generell beziehen sich Updates sowohl auf Funktionen als auch auf Leistungsverbesserungen.

(Quelle: Suunto)

NEU: Suunto Spartan Software Update Juni 2017 – Version 1.9.36

(Quelle: Suunto)

  • Starten Sie geplante Moves auf Ihrer Spartan
  • Find-Back-Navigation
  • Benachrichtigungen zu Ihren täglichen Aktivitätszielen (Schritte und Kalorien)
  • Personalisierung des Triathlonmodus
  • „Nicht Stören“-Modus
  • Synchronisation der Aktivitäten über 30 Tage nach Software-Update
  • Verbesserte Uhr-App-Konnektivität (Verbesserungen bei Verbindungsherstellung und Synchronisation)
  • Weitere Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen
Suunto Spartan Sport Wrist HR Test was last modified: Oktober 4th, 2017 by Joachim Bardua
Share This