5 Gründe für den Falk Tiger Geo & Tiger Pro

  • Optik & Größe
  • Übersichtliches Menü
  • Interessante Funktionen
  • Automatisches Routing
  • Gute Akkulaufzeiten

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Gesamtbewertung

2015 hat Falk die neue Falk Tiger Geräte-Plattform für Outdoor-Navigationssysteme angekündigt. Die neue Tiger Gerneration soll

  • über eine in das Gehäuse integrierte Fahrradhalterung,
  • ein kapazitives Display
  • und über Bluetooth Low-Energy verfügen
  • sowie auf Android basieren.

Bei den ersten beiden 2016er Modellen – Tiger Geo und Tiger Pro – verzichtet Falk allerdings auf Bluetooth und Android. Als Betriebssystem kommt wie gehabt Windows CE zum Einsatz. Die integrierte Fahrradhalterung und das kapazitive Display sind aber bei den neuen Modellen umgesetzt.

Aktuell – Falk Tiger GEO im Sonderangebot!

  • Media Markt: 99.- Euro
  • Lidl Online: 129.- Euro

Zum Vergleich, im Falk Online Shop kostet der Tiger GEO 199,95 Euro!

Nichtsdestotrotz sind wir auf die neuen Tiger gespannt, da sie den betagten Falk LUX ablösen und eine interessante Ergänzung zu dem noch erhältlichen Falk IBEX sind!

Wie unterscheiden sich der Tiger Geo und der Tiger Pro?

Beim Pro ist zusätzlich die detaillierte Premium Outdoor Karte für Deutschland vorinstalliert, sein interner Speicher beträgt 8 GB gegenüber 4 GB, sein Arbeitsspeicher 256 MB gegenüber 128 MB – das war es auch schon! Stop, der Preis ist auch anders, für den PRO verlangt Falk 299,95 Euro, für den GEO 199,95 Euro. Die Premium Outdoor Karte für Deutschland lässt sich für den Tiger Geo aber separat erwerben, sie kommt auf stolze 149,95 Euro – insofern ist der Pro das durchaus interessantere Angebot.

Welche Zielgruppen will Falk mit den Tigern ansprechen?

Auf der Falk Webseite wird der Tiger als "Der TIGER GEO ist dein perfekter Lotse für Radtouren aller Art" beschrieben, die vorinstallierte Basiskarte Plus als "zum Radfahren, Radwandern, Geocachen und Wandern" geeignet.

Damit ist klar: Die Tiger sind primär Navis für Fahrradfahrer, lassen sich aber auch für andere Aktivitäten einsetzen. Unter den Fahrradfahrern sollen sich eher die Genuss-/Freizeit-/Tourenradler und weniger die ambitionierten Sportler angesprochen fühlen, für die Sportler gibt es schließlich noch den Falk Pantera.

Falk Tiger Geo und Tiger Pro

Falk Tiger Geo & Tiger Pro Test: Gehäuse, Technik

Gehäuse

Das Tiger Gehäuse lässt sich mit "schick, handlich, schlank, stabil, hochwertig" charakterisieren. Gegenüber dem "alten" Falk IBEX ist der Tiger ein optisches Highlight. Das Kunststoff-Display schließt – analog zu aktuellen Touchscreen-Geräten von a-rival und Garmin – mit dem Gehäuse bündig ab.

Hinsichtlich der Bauform erinnert der Tiger Geo an Fahrradnavigationssysteme von Mitbewerbern, allen voran das a-rival Teasi One².

Der neue Tiger wiegt 178,5 g (nachgewogen), die Abmessungen betragen 1,1 x 7,1 x 2,1 cm. Zum Vergleich, das Teasi One² kommt auf 143 g und 1,1 cm x 6,4 cm x 2,1 cm.

Der microSD-Kartenslot und der USB-Anschluß werden von einer auswechselbaren Gummikappe vor Staub und Feuchtigkeit geschützt. Die Kappe lässt sich – im Gegensatz zum alten IBEX – mit dem Finger leicht öffnen. Die Wasserdichtigkeit gibt Falk mit IPX5 an. Damit bietet der Tiger das gleiche Schutzniveau wie das Teasi, verfügt aber nicht über das bei Outdoorgeräten eher übliche IPX7 Rating.

Neben dem Kartenslot befindet sich noch eine kleine Öffnung zum Durchführen eines Resets mit Hilfe einer Büroklammer – während des Test war diese Aktion nicht nötig! Bis auf eine Ausnahme ("Application Error") hat der Tiger seine Aufgaben zuverlässig verrichtet.

Auf der Gehäuserückseite befindet sich die Aufnahme für die 4QuickFix Fahrradhalterung, die für einen zuverlässigen Sitz sorgt und ein schnelles Befestigen am Fahrradlenker ermöglicht.

Auf der linken Gehäuseseite gibt es noch drei Tasten zum Ein-/Ausschalten, Regulieren der Beleuchtung, Starten einer Aufzeichnung und anderen Aktionen – mehr dazu im Abschnitt "Bedienung".

Speicherkapazität ohne Ende

Der Falk Tiger Geo bietet ausreichend Speicher. Im Windows-Explorer wird für den internen Speicher 3,55 GB angezeigt. Davon sind 2,54 GB bereits belegt, der Anwender hat noch 1,01 GB zur freien Verfügung. Falls die Speicherkapazität nicht ausreicht, kann eine bis zu 64 GB große microSD-Karte eingelegt werden, die in erster Linie den Einsatz von weiterem Kartenmaterial ermöglicht.

Energieversorgung

Seine Energie bezieht der Tiger aus einem integrierten, unterwegs nicht wechselbaren 2.400 mAh Lithium-Ionen-Akku. Angaben zur Laufzeit gibt es bei Falk interessanterweise nicht, im Test kommen wir auf folgende Zeiten:

  • Powermodus: rund 07:45 hh:mm (Beleuchtung dauerhaft 100%, Trackaufzeichnung, Karte in Fahrtrichtung)
  • Sparmodus: rund 13:30 hh:mm (Beleuchtung möglichst ausgeschaltet, Trackaufzeichnung, Karte nach Nord ausgerichtet)

In der Praxis liegen die zu erwartenden Laufzeiten – je nach Nutzerverhalten – zwischen diesen beiden Werten. Der Tiger eignet sich also gut für längere Tagestouren, bei darüber hinausgehenden Touren muss zum Nachladen ein Akkupack mitgeführt werden.

Noch ein Hinweis: Der Akku ist fest eingebaut. Wenn sein Lebensende erreicht ist, kann ihn der Nutzer aber wechseln. Dies ist im Handbuch beschrieben, allerdings wird nicht angegeben, um welchen Akkutyp es sich handelt. UPDATE: Der Schraubenzieher durfte ran; der Akkuwechsel dürfte nicht so einfach sein wie im Handbuch beschrieben (anscheinend verklebt & Lötverbindungen)!

Falk Tiger Galerie, anklicken (alle Bilder: Falk)

Display

"Wie gut lässt sich das Display bei wechselnden Lichtverhältnissen ablesen?" ist eine der wirklich wichtigen Fragen! Zum Vergleich werden der Garmin eTrex Touch 35 und das a-rival teasi One² herangezogen.

Was zeigt sich?

Die hohe Auflösung des Tiger Displays ermöglicht eine scharfe und feine Darstellung. Mit dem a-rival kann der Tiger zwar nicht mithalten (was sich in der Praxis nicht bemerkbar macht), den eTrex Touch steckt er dafür locker in die Tasche (was sich in der Praxis deutlich bemerkbar macht):

  • a-rival Teasi One²: 480 x 800 Pixel, ca. 4,6 x 7,5 cm (entspricht 11.130 Pixel/cm²)
  • Falk Tiger: 320 x 480 Pixel, ca. 4,9 x 7,3 cm (entspricht 4.294 Pixel/cm²)
  • Garmin eTrex Touch 35: 160 x 240 Pixel, 3,6 x 5,5 cm (entspricht 1.939 Pixel/cm²)

Wichtiger ist aber die Ablesbarkeit unter wechselnden Lichtverhältnissen. Der Tiger braucht generell ein gewisses Quantum an Hintergrundbeleuchtung. Bei Sonne und Schnee 100%, im Schatten so ab 20% aufwärts. Dann lässt es sich gut ablesen und liegt in etwa auf Teasi Niveau. Gegenüber dem eTrex Touch hat der Tiger den Vorteil einer deutlich höheren Beleuchtungspower. Das Tiger Display ist aber – insbesondere bei knackiger Sonne – bei seitlicher Betrachtung eher schlechter ablesbar, ein optimales Ausrichten zum Betrachter ist dann unumgänglich.

Zum Schonen der wertvollen Energievorräte gibt es ein automatisches Ausschalten des Displays, z.B. nach 30 Sekunden. Ein Antippen des Displays genügt und schon ist die Beleuchtung wieder da. Eine weitere sinnvolle Option ist ein automatisches Aktivieren der Hintergrundbeleuchtung bei Abbiegehinweisen bzw. -alarmen.

GPS-Empfang

Der Falk Tiger berechnet die Positionen mit Hilfe von GPS-Satelliten. GLONASS bietet er nicht, eine Technik die 2016 eher schon selbstverständlich sein sollte. Angaben zum verbauten GPS-Empfänger und zur Antenne macht Falk leider nicht (Update: Es handelt sich um eine Patchantenne direkt unter dem Tiger-Logo).

Die Position wird nach dem Einsschalten in der Regel ausreichend flott bestimmt, in dieser Hinsicht kann der Falk Tiger mit den Maßstäbe setzenden Garmin-Geräten aber in keinster Weise mithalten. Bei der Aufzeichnungsqualität von Tracks liegt er – getestet unter guten GPS-Empfangsbedingungen – in etwa auf Teasi One² und eTrex Touch Niveau, die Tracks hinterlassen aber einen etwas unruhigeren Eindruck.

Technik, sonstiges

An Schnittstellen bietet der Falk Tiger lediglich USB 2.0 zum Übertragen von Daten bzw. Aufladen des internen Akkus.

Zum Starten braucht das Windows CE System rund 35 Sekunden, an der gesamten Performance gibt es nichts zu meckern (z.B. Aufrufen von Funktionen, Suchen nach POIs, Berechnen von Strecken zu Zielen in Entfernungen bis zu ca. 40 km).

Falk Tiger Test: Bedienung, Menü

Kommen wir zu einem heiklen Thema!

Der Falk Tiger wird per Tasten und Touchscreen bedient. Die drei Tasten befinden sich mittig angeordnet an der linken Seite. Ihre Lage ist unglücklich gewählt, viel praktischer wäre eine Anordnung oben rechts bzw. links vom Display. Noch mehr stört aber, dass sie viel zu eng beieinander liegen bzw. sehr flach gebaut sind. Welche Taste man drückt ist fast schon Glückssache. In der Praxis neigt man deshalb dazu, das Gerät anzuheben und nach der richtigen Taste zu schauen – beim Wandern kein Problem, beim Fahrradfahren dagegen schon! Zusätzlich kommt es vor, dass eine der Tasten nicht anspricht und wiederholt gedrückt werden muss.

Der kapazitive Touchscreen erlaubt – nach dem Antippen eines Buttons – ein flottes Verschieben der Karte. Steuerungsgesten wie Drehen bzw. Zoomen sind nicht möglich. Per rechts/links Wischbewegung wird zwischen Kartenseite, Reisecomputer (zwei Seiten) und einem Höhenprofil der Strecke gewechselt. Dies funktioniert ganz gut, das Dilemma zeigt sich im Hauptmenü. Kennt man den Tiger noch nicht, dann hat man hier durchaus große Schwierigkeiten zwischen den Seiten zu wechseln, das Tiger-Display kann sich äußerst widerspenstig verhalten. Je nach Wischtechnik und Fingerspitzengefühl klappt der Seitenwechsel oder auch nicht. Am besten wird mit dem Daumen sanft von links nach rechts gewischt (Rechtshänder).

Ist das Display bzw. der Finger leicht feucht, ändert sich am Verhalten wenig. Ähnliches gilt für lange Fingerhandschuhe.

Die Bedienung kann einen insgesamt schon zum Verzweifeln bringen und führt dazu, das der Tiger derzeit nur schwer zu empfehlen ist! An den Tasten kann Falk nichts mehr ändern, die Touchscreen-Empfindlichkeit kann vielleicht noch ein Software-Update retten.

Das an den Falk Pantera erinnernde Menü ist insgesamt sehr übersichtlich aufgebaut und gut strukturiert. Damit wäre der Tiger sehr gut für Einsteiger geeignet, ein schnelles Einarbeiten in die Bedienung und Nutzung der einzelnen Funktionen wäre möglich.

Eine Sache stößt allerdings auf. Es gibt ein Aktivitätstagebuch, einen GPX-Manager und den Button "Übertragene Tracks". Im Handbuch sind sie wie folgt definiert:

  • Unter Aktivitätstagebuch findest Du Deine aufgezeichneten Aktivitäten – auch Tracks genannt.
  • Unter Übertragene Strecken findest Du alle Strecken, die Du auf dein Gerät übertragen hast (Fehler: auf dem Gerät als "Übertragene Tracks" bezeichnet)
  • Im GPX-Manager sind alle GPX-Dateien verzeichnet, die sich auf Deinem Gerät befinden. Das können entweder selbst aufgezeichnete Tracks oder importierte GPX-Dateien sein.

Etwas weniger Vielfalt wäre wünschenswert, außerdem: Warum wird statt "Aktivität" nicht "Tracks" verwendet?

Noch ein paar weitere Kritikpunkte.

  • Die einzelnen Datenfelder des Tripcomputers, der Kartenseite, des Höhenprofils und der Kompasseite lassen sich individuell konfigurieren. Nur ist die Auswahl an Datentypen je nach Seite vorbelegt. So gibt es auf der Kompassseite die Datentypen "Zielkoordinate" und "Aktuelle Position" – auf der Kartenseite dagegen nicht. Geocacher würden sich über diese beiden Angaben durchaus freuen. Also, warum nicht die Beschränkung aufheben und dem Anwender die Auswahl überlassen?
  • Die GPS-Genauigkeit wird immer mir 0 m angegeben (… was sicherlich nur selten der Fall ist).
  • Tasten lassen sich nicht individuell belegen (z.B. längeres Drücken einer Taste zum Speichern der aktuellen Position als Wegpunkt)

Screenshots Falk Tiger (anklicken)

Falk Tiger Test: Funktionen

Beim Funktionsumfang ist zunächst zu erwähnen, dass Falk beim Tiger auf einige vom IBEX/LUX bekannte Funktionen verzichtet: Marco Polo Reiseführer, Bus&Bahn, Peakhunter. Dies ist größtenteils verschmerzbar, den einen oder anderen Falk-Freund dürfte es aber stören, dass es jetzt keine Sprachansagen mehr gibt. Jetzt weisen nur noch Töne, die v.a. beim Fahrradfahren durchaus lauter sein könnten, auf Abbiegungen hin.

Im Test gefallen v.a. Funktionen wie

  • das automatische Routing mit seinen gesamten Varianten (flach, bergig, kurz, Wanderwege bevorzugen, …),
  • das Berechnen von Alternativrouten,
  • die gelungene (wenn auch im Detail noch optimierbare) iGPX Navigation,
  • das Planen von Mehrzielrouten,
  • das einfache Hinzufügen von Zwischenzielen,
  • das Höhenprofil zur Strecke und
  • die automatische Bewegunsgerkennung.
In der Summe erlaubt der Falk Tiger ein zuverlässiges Navigieren zu beliebigen Zielen ohne allzu große Einarbeitungszeit!

Der Falk Tiger bietet papierloses Geocaching. Da Geocaching.com die wichtigste Quelle für Geocaches ist, haben wir uns in diesem Zusammenhang die direkte Schnittstelle "Send to My GPS" angeschaut (damit können einzelne Caches von Geocaching.com komfortabel auf das Gerät übertragen werden). Sie funktioniert aktuell nicht, die entsprechende Seite bleibt für Falk einfach leer, währenddessen es für andere Geräte (Garmin, Magellan, …) problemlos funktioniert. Ob es an Windows 10, den verwendeten Browsern oder einer inzwischen fehlender Unterstützung von Falk liegt sei dahingestellt.

Eine komplette Funktionsübersicht gibt es auf der Falk Webseite.

Falk Tiger Test: Karten

Der Falk Tiger Geo wird mit der vorinstallierten Basiskarte Plus ausgeliefert. Sie deckt 25 europäische Länder ab: DEU, AUT, BEL, BGR, CHE, LIE, CZE, DNK, ESP, GBZ, FRA, AND, MCO, HRV, HUN, ITA, SMR, VAT, LUX, NLD, POL, FIN, NOR, SWE, ISL (Quelle Falk).

Zusätzlich gibt es die beim Tiger Pro bereits vorinstallierte Premium Outdoor-Karte Deutschland.

Bei der Basiskarte Plus handelt es sich um – wie der Name schon sagt – eine Basiskarte. Riesige Erwartungen bezüglich des Inhalts darf man deshalb nicht haben, sie bietet aber deutlich mehr Informationen als die bei Garmin-Geräten vorinstallierte Basiskarte. Die Falk-Karte erweist sich als eine gute Hilfe z.B. beim Navigieren mit Tracks und ermöglicht ein automatisches Routing auf den eingezeichneten Wegen bzw. Straßen zu vorinstallierten Sonderzielen (Apotheken, Restaurants etc.), Geocaches, Wegpunkten, Koordinaten und Adressen (das Eingeben von Postleitzahlen ist allerdings noch fehlerhaft).

Die Basiskarte kommt allerdings schnell an ihre Grenzen, z.B. beim Suchen von Zielen über die Kartenseite. Da ist man aufgrund der fehlenden Detaillierung schnell verloren.

Update 08.04.2016

Mittlerweile konnten wir auch die Premium Outdoor-Karte Deutschland auf einigen Touren testen.

Was fällt auf? Unser Eindruck!

  • In den Einstellungen kann der Anwender zwischen der Premiumkarte und der Basiskarte wählen, es ist also möglich die Basis- anstelle der Premiumkarte zu aktivieren.
  • Die Premiumkarte verfügt über Höhenlinien und ein Höhenmodell.
  • Gipfel sind in beiden Karten und in der POI Datenbank jeweils nur als "Rundblick" verzeichnet!
  • Wege werden auf der Premiumkarte erst ab einem Maßstabsbalken von 200 m angezeigt, die Suche nach Zielen via Karte bzw. die Orientierung wird damit unnötig erschwert.
  • Bei 200 m werden Wirtschafts- und Wanderwege als sehr feine graue Linien dargestellt, die von Wasserläufen nur schwer zu unterscheiden und in Waldgebieten schlecht zu erkennen sind.
  • Ab 150 m gibt es keine Unterscheidung zwischen Wirtschaftswegen (Forststrassen etc.) und kleinen Wanderwegen/Pfaden, die Darstellung ist einheitlich; in der OSM Basiskarte gibt es hingegen Unterschiede. Die folgende Galerie enthält entsprechende Beispiele: Zwei Screenshots am Ende zeigen den Unterschied Basiskarte/Premiumkarte (rot gestrichelt: anspruchsvoller Wanderweg); der letzte Screenshot zeigt, wie in der OSM-Karte der anspruchsvolle Wanderweg rot differenziert wird (oben links im Bild).
  • Die Premium Karte weist nur wenig Differenzierungen auf (z.B. keine Feuchtgebiete/Moore).

Galerie Premium Outdoor-Karte Deutschland (anklicken)

Insgesamt gesehen ist die Premium Outdoor-Karte Deutschland eher enttäuschend und wird ihrem Premium Anspruch in keinster Weise gerecht – zumal sie mit 149,95 Euro (UVP) nicht gerade günstig ist!

Zum Charme eines kartenfähigen Gerätes gehört das Installieren von weiterem Kartenmaterial, z.B. für den nächsten Ulaub in Frankreich oder Italien. Aber nicht beim Falk Tiger!

Wer sich die Webseite zum Falk Tiger Geo bzw. Falk Tiger Pro aufmerksam anschaut stellt schnell fest: Es werden keine weiteren Karten erwähnt. Dies hat auch seine Gründe. Aktuell gibt es keine weiteren Premium-Karten und wie bei Falk-Geräten bislang üblich lassen sich auch keine MagicMaps-Rasterkarten installieren. Grund ist eines neuen Kartenformat, das zudem die Weiterverwendung älterer Premium-Karten verhindert.

Sobald es Neuigkeiten zum Thema Karten gibt werden wir an dieser Stelle berichten!

Unser größter Wunsch an Falk wäre – analog zu den von Privatpersonen herausgegebenen kostenlosen Karten für Garmin-Geräte – die Verfügbarkeit von detaillierten OSM-Karten!

Falk Tiger Test: Zubehör

Der Lieferumfang fällt erfreulich umfangreich aus:

  • Komplette Fahrradhalterung
  • Netzladestecker und USB-Kabel
  • Tasche (leider ohne Befestigungselemente z.B. für Rucksack/Gürtel)
  • Kurzanleitung
  • 30-Tage Premium-Mitgliedschaft bei Geocaching.com
  • Newest Map Garantie (gilt nur 30 Tage nach erstem GPS-Empfang)
  • Ausführliches Handbuch per Download bzw. als PDF auf dem Gerät

Falk Tiger Test: Fazit

Auf einen Test des neuen Falk Tigers haben wir uns richtig gefreut – insbesondere unter dem Aspekt, dass etwas frischer Wind in den von Garmin dominierten Markt kommen könnte.

Der Falk Tiger wäre auch durchaus eine Empfehlung Wert! Der Tiger bietet Vorzüge wie ein übersichtliches Menü und interessante Navigationsfunktionen, eine Kombination, die vor allem für Einsteiger in die Materie wichtig ist.

Nur leider zeigt der Falk Tiger ein paar eklatante Schwächen, die ihn kaum konkurrenzfähig machen. Die zur Bedienung wichtigen Tasten sind unglücklich angeordnet, der kapazitive Touchscreen reagiert bisweilen äußerst störrich. Dazu sind einige Fragen bezüglich der Verfügbarkeit von weiteren Karten offen, die Premium Outdoor-Karte kann ihrem Anspruch nicht gerecht werden.

Update 07/16: Media Markt und Lidl verkaufen den Falk Tiger GEO aktuell für 99.- bzw. 129.- Euro. Zu diesen Preisen ist der Tiger GEO durchaus eine Überlegung wert – vorausgesetzt es wird kein weiteres Kartenmaterial benötigt und der Touchscreen stellt für die persönliche Art der Bedienung kein Hindernis da.

Falk Tiger (Bild: Falk)

Falk Tiger Geo/Pro

Pro

  • Optik, Größe
  • Übersichtliches Menü
  • Einfache out of the box Bedienung (außer siehe rechts)
  • Funktionen wie iGPX Navigation, Route ziehen, Planen von Mehrzielrouten
  • Integrierte Fahrradhalterung
  • Schnelles Berechnen von Strecken
  • Gute Akkulaufzeiten

Contra

  • Touchscreenempfindlichkeit/-bedienung
  • Anordnung/Haptik der Tasten
  • Kein GLONASS
  • Nur IPX5 Rating bzgl. Wasserdichtigkeit
  • Angebot an Karten, bisherige Premium-Karten sind nicht verwendbar.
  • Qualität der Premium Karte
  • Funktions/Menü-Wirrwarr: Übertragene Tracks & Aktivitätstagebuch & GPX-Manager

Leserbewertung

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Unsere Bewertung

  • GPS 60%
  • Akku 60%
  • Display 60%
  • Bedienung 40%
  • Navigation 80%
  • Ausstattung 40%
  • Karten 40%
  • Gesamtbewertung (gerundet) 50%
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Bewertungskriterien

GPS-Empfang (Zeit bis zur ersten Positionsbestimmung, Genauigkeit von Tracks), Akku (Laufzeiten mit eneloop Akkus), Display (Ablesbarkeit unter wechselnden Bedingungen, Auflösung), Bedienung (Einsteigerfreundlich, Anpassbarkeit, mit Handschuhen möglich, Touchscreenhandhabung/-empfindlichkeit), Navigation (Routing, Zielführung), Ausstattung (Anzahl an Funktionen), Karten (weltweit/regional, Raster-/Vektor-/Marine-, Satellitenbilder, kostenlose OSM-Karten); jede Kategorie fließt zu gleichen Teilen in das Endergebnis ein.

Falk Tiger Geo und Falk Tiger Pro – Ausführlicher Test! was last modified: Juli 17th, 2016 by Joachim Bardua

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