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Amazfit GTS 3 Test – Auf Augenhöhe zu den Mitbewerbern?

Vielversprechende Spezifikationen, spannender Preis, stylisch – mit der neuen Amazfit GTS 3 versucht das chinesische Unternehmen Zepp Health im Segment der Budget-Smartwatches zu punkten und sich gegenüber den zahlreichen etablierten Mitbewerbern zu behaupten. Gelingt dies? Der Testbericht soll’s klären!

Die Amazfit GTS 3 hat Zepp Health zusammen mit der GTR 3 Pro und der GTR 3 auf den Markt gebracht – während die beiden GTR Modelle im klassischen runden Uhrendesign auftreten kommt die GTS 3 im Stil der Apple Watch.

(Tabelle zum Vergleichen der Modelle: Amazfit GTR 3 Pro & GTR 3 & GTS 3)

Der Verkaufspreis der GTS 3 beträgt €149,90 (UVP). Damit liegt sie auf dem Preisniveau einer Huawei Watch GT 2 oder einer Garmin Venu SQ, kostet aber weniger als eine Apple Watch 3.

Amazfit GTS 3 Test
Amazfit GTS 3 mit "Cafe" Ziffernblatt – Eines der vielen zur Auswahl stehenden Ziffernblätter

Amazfit GTS 3 Test – Design & Display & Bedienung

Leicht, schlank, unauffällig, schick, stylisch – so lässt sich die Amazfit GTS 3 charakterisieren. Mir gefällt das Design ausgesprochen gut, wenngleich es nicht an die Maßstäbe setzende Eleganz einer Apple Watch herankommt.

Die in den Farben "Graphitschwarz, Terra-Rosa & Elfenbeinweiß" erhältliche Smartwatch lässt sich aber noch pimpen. Ein Lederarmband*  steht ihr gut, ein Auswechseln des mitgelieferten, angenehm zu tragenden 20 mm Silikonarmbands ist schnell erledigt.

Das hochauflösende Ultra HD AMOLED Display sorgt für knackige und leuchtende Farben sowie ein tiefes Schwarz – dazu ist es selbst bei schwierigen Lichtbedingungen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln bestens ablesbar. Bei Bedarf lässt sich ein stromfressender Always-on Modus zum dauerhaften Anzeigen der Uhrzeit aktivieren. Der Bildschirm ist nicht ganz frei von einem schwarzen, aber "gut versteckten" Rahmen. Der auf dem Display zur Verfügung stehende Platz wird also nicht optimal ausgenutzt.

Die Bedienung erfolgt elegant per Wischen, bei Nässe kann dies allerdings schon einmal schwierig werden. Über ein beherztes Antippen des Displays lassen sich Detailseiten aufrufen, beispielsweise beim Wetter-Widget.

Der klassischen Krone kommt eine besondere Bedeutung zu. Mit ihr lässt sich durch einmaliges Drücken das Hauptmenü aufrufen und zum Ziffernblatt zurückkehren. Durch ein längeres Drücken wird – je nach Einstellung – beispielsweise die praktische "One-Touch" Messung von Puls, Blutsauerstoffgehalt, Atemfrequenz und Stresslevel gestartet. Die Krone kann aber noch mehr: Per Drehen wird durch das Hauptmenü gescrollt, gleiches gilt für die Datenseiten einer Aktivität wie "Outdoor-Laufen".

Die generelle Funktionsweise der GTS 3 ist schnell verstanden und der Bedienungsablauf verinnerlicht. Ein Verlaufen in manchen Menüs ist allerdings nicht ganz auszuschliessen. Alle Interaktionen und Funktionsaufrufe laufen schnell und flüssig ab, dafür sorgt sicherlich auch das hauseigene Betriebssystem "Zepp OS".

Für manche Anwender*innen könnten die insgesamt sehr kleinen Schriften ein Problem sein – da sind Adleraugen von Vorteil!

Zum Anpassen der Amazfit GTS 3 empfiehlt es sich auch in der Zepp App nachzuschauen. Dort lassen sich ebenfalls einige Optionen setzen. Das online erhältliche, nicht unbedingt überzeugende Handbuch hilft nicht bei jeder Frage, ähnliches gilt für die Supportseite.

Amazfit GTS 3 Test - Infos zum aktuellen Wetter
Amazfit GTS 3 Test – AMOLED Display mit leuchtenden Farben – Infos zum aktuellen Wetter

Amazfit GTS 3 Test – Technik

Akkulaufzeiten

Folgende Laufzeiten sollen möglich sein (Details zu den Nutzungsszenarien siehe GTS 3 Produktseite):

  • Typisches Nutzungsszenario: Bis zu 12 Tage
  • Starkes Nutzungsszenario: Bis zu 6 Tage
  • Akkusparmodus: Bis zu 20 Tage
  • Kontinuierliche GPS-Nutzung: Bis zu 20 Stunden

Drei Beispiele aus dem Test (Standardeinstellungen, GPS-System mit "Alle Systeme" & "Vorrang Genauigkeit"):

  • Nach knapp vier Tagen noch 17 % Akkuladung, 02:15 hh:mm GPS-Nutzung
  • Nach 1,5 Tagen noch 47% Akkuladung, 03:00 hh:mm GPS-Nutzung sowie dauerhafte Blutsauerstoffmessung
  • Nach einem halben Tag mit einer sechs stündigen Tour inklusive GPS-Nutzung, noch 67% Akku.

Das erste Beispiel entspricht in etwa dem typischen Nutzungsszenario, dessen Wert mir insgesamt zu optimistisch erscheint. Die kontinuierliche GPS-Nutzung von 20 Stunden dürfte unter Nutzung aller Energiesparmaßnahmen hingegen erreichbar sein. Im Vergleich zu einer Apple Watch sind die Zeiten als sehr gut einzustufen.

Beim Laden geht es recht flott zur Sache, dementsprechend stört es nicht, die Uhr zwischendrin mal kurz an ein Ladegerät zu hängen.

GPS-Genauigkeit

Beim GPS-System setzt Zepp Health auf ein modernen Multi-GNSS Empfänger. Die Amazfit GTS 3 kann gleichzeitig auf mehrere Satellitensysteme zugreifen:

  • GPS (USA)
  • GLONASS (Russland)
  • Galileo (EU)
  • BeiDou (China)
  • QZSS (Japan, lokal im pazifischen Raum verfügbar)

Dazu kommt A-GPS (Assisted GPS) zum Beschleunigen der Positionsbestimmungen; die benötigten Daten werden durch eine Synchronisation mit der Zepp App übertragen.

Die GPS-Einstellungen lassen sich im Einstellungsmenü umfangreich anpassen. Da besteht gemäß der Vorgabe "Je mehr Satelliten verwendet werden desto höher ist die Genauigkeit, aber umso höher ist auch der Stromverbrauch" eine Auswahl zwischen den Modi "Genauigkeit, Ausgewogener Modus, Stromsparmodus, Benutzerdefiniert".

Im benutzerdefinierten Modus stehen die Optionen "Stromsparendes GPS, GPS, GPS + BeiDou, GPS + GLONASS, GPS + Galileo, Alle Satelliten" zur Auswahl, die sich mit den Vorgaben "Vorrang Geschwindigkeit bzw. Vorrang Genauigkeit" kombinieren lassen.

Für den Test habe ich stets Einstellungen für eine optimale Genauigkeit gewählt (= Alle Satelliten + Vorrang Genauigkeit)

Was zeigt sich in der Praxis?

Die Positionsbestimmung nach dem Aktivieren eines Trainings erfolgt sehr schnell, hinsichtlich der GPS-Genauigkeit ergibt sich ein gemischtes Bild. Die interaktive Karte mit Aufzeichnungen von ein paar Touren unter teils anspruchsvollen GPS-Empfangsbedingungen hilft bei der Beurteilung.

  • Tour 1: In dem tief eingeschnittenen Tal läuft die GTS 3 der Garmin fenix 6X Pro den Rang ab (vermutlich weil die GTS 3 in der gewählten Multi-GNSS Einstellung deutlich mehr Satellitensysteme zur Verfügung hatte).
  • Tour 2: Im rechten Teil (beim flotten Downhill mit dem Bike) zeigt die GTS 3 eine ungewöhnliche Positionsdrift (Versatz nach rechts).
  • Tour 3: Hier kommt es bei der GTS 3 immer wieder zu deutlichen Abweichungen.
  • Tour 4: Eine überzeugende Leistung, aber auch hier (oben links, Schluß der Tour) zeigt sich abschnittsweise eine deutliche Positionsdrift.
  • Tour 5: Ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis.

Meines Erachtens hat die Amazfit GTS 3 in der Disziplin "GPS-Genauigkeit" noch Optimierungspotential, im Vergleich zu der Amazfit GTS 2e sind aber deutliche Fortschritte zu verzeichnen.

Übrigens, die GTS 3 zeichnet Aktivitäten in 1s Intervallen auf.

Referenz: Garmin GPSMAP 66sr Outdoor-Handgerät

Aufzeichnungsmodi: 1s

Farben: Zum Anzeigen der Farbcodierung mit dem Mauszeiger "Tracks" ansteuern; dort lassen sich auch einzelne Tracks ausblenden.

Das Laden der Tracks kann etwas dauern, da die umfangreichen Originaldateien hinterlegt sind!

Höhenprofil (Höhe / Zeit)

Barometer

Die auf den Touren gemessenen An-/Abstiegsmeter fallen sehr genau aus (die Höhenmeter lassen sich oberhalb der Karte unter "Tracks" ablesen); da steht die GTS 3 den Mitbewerbern von Garmin und Polar nicht nach.

Die in dem Höhenmesser-Widget angezeigte absolute Höhe wird barometrisch bestimmt, ein Kalibrieren erfolgt ausschließlich per GPS. Ein zusätzliches manuelles Kalibrieren wäre sinnvoll, da die Höhenangabe häufig bis zu 5% abweicht. Zusätzliche Infos auf dieser Seite sind der Luftdruck in Hektopascal, zudem lässt sich eine Unwetterwarnung aktivieren.

Herzfrequenz

Bei der GTS 3 hat Zepp Health aufgerüstet: Während beim Vorgänger GTS 2 noch ein BioTracker 2.0 PPG Sensor mit 2 Fotodioden zum Messen der Herzfrequenz und anderer Werte zum Einsatz kommt, ist jetzt ein BioTracker 3.0 PPG Sensor mit 6 Fotodioden verbaut.

Dem Herzfrequenzsensor kommt eine große Bedeutung zu, da die Genauigkeit sämtlicher physiologischen Messwerte darauf beruht (PAI, Stress, VO2max, aerober & anaerober Trainingseffekt, …).

Um die Genauigkeit bei sportlichen Aktivitäten herauszufinden habe ich die GTS 3 auf meiner Trailrunning-Hausstrecke mit diversen Smartwatches verglichen, als Referenz dient eine Uhr mit Herzfrequenzbrustgurt. Wichtig: Bei anderen Aktivitäten und Personen können die Werte durchaus anders ausfallen!

  • Diagramm 1: Die Herzfrequenzwerte der GTS 3 laufen vollkommen aus dem Ruder; die fenix 6X Pro kann dagegen überzeugen.
  • Diagramm 2: Für die GTS 3 sieht es deutlich besser aus; die Polar Grit X, die in dieser Disziplin eigentlich immer Top-Daten liefert, kann nicht mithalten.
  • Diagramm 3: Beide Testkandidaten liefern ein desaströses Ergebnis, was ich bei der Garmin fenix so nicht erwartet hätte.

Daraus lässt sich folgern: Um genaue Herzfrequenzwerte zu erhalten ist das Tragen eines separaten Herzfrequenz unerlässlich. Nur leider lassen sich an die Amazfit GTS 3 keine externen Sensoren anschliessen … ein Herzfrequenzbrustgurt wäre das mindeste.

Und wie sieht es mit dem kontinuierlich gemessenen Ruhepuls aus? Da stimmen die Werte zwischen der Amazfit GTS 3 und der Garmin fenix 6X Pro sehr gut überein!

Amazfit GTS 3 Test -Herzfrequenz (1) - Garmin fenix 5X mit HF-Sensor (rot); Garmin fenix 6X Pro (blau); Amazfit GTS 3 (magenta)
Herzfrequenz (1) – Garmin fenix 5X mit Herzfrequenzbrustgurt (rot); Garmin fenix 6X Pro (blau); Amazfit GTS 3 (magenta)
Amazfit GTS 3 Test -Herzfrequenz (2)
Herzfrequenz (2) – Garmin fenix 6X Pro mit Herzfrequenzbrustgurt (rot); Polar Grit X (blau); Amazfit GTS 3 (magenta)
Amazfit GTS 3 Test - Herzfrequenz (3)
Herzfrequenz (3) – Garmin fenix 5X mit Herzfrequenzbrustgurt (rot); fenix 6X Pro (blau); Amazfit GTS 3 (magenta)
Amazfit GTS 3 Test, Auswählen eines Trainings
Amazfit GTS 3 Test – Auswählen eines Trainings

Sportarten & Ausführen von Trainings

Die Amazfit GTS 3 unterstützt über 150 Sportmodi! Im Folgenden konzentriere ich mich auf die Aktivität "Outdoor-Laufen".

Was mir von Anfang an gefällt sind die vielen Konfigurationsmöglichkeiten, insbesondere was die Datenseiten angeht. So lassen sich individuelle Seiten mit jeweils bis zu sechs Datenfeldern ergänzen. Aber auch schon in der Grundkonfiguration haben Läufer*innen die wichtigen Infos "Zeit, Distanz, Herzfrequenz, Tempo" stets im Blick.

Zusätzlich lassen sich praktische Funktionen aktivieren: 3D-Datenmodus, Ziele, Auto-Pause (bei Stillstand oder nach Schrittentfernung), Auto-Runde (nach Distanz), virtuelle Pacer (nach Tempovorgabe), Trittfrequenz-Assistent und Alarme (z.B. Puls, Distanz, Trinken, Kalorienaufnahme).

Auf die Alarme wird optisch und per Vibration hingewiesen. Beim Vibrationsalarm wäre allerdings noch etwas mehr Power wünschenswert – das Vibrieren geht bei Trainings schnell unter.

Wenn sich das Display beim Laufen ausschaltet hilft zum erneuten Anzeigen eine flotte Drehung des Handgelenks (wenngleich die GTS 3 empfindlicher reagieren könnte), ein zweifaches Klopfen auf das Display oder ein Drücken der Krone. Alternativ lässt sich durch ein Aktivieren des Always-on Displays eine Daueranzeige einstellen.

Welche Datentypen sind möglich? Die folgende Übersicht informiert, allerdings gibt es im Amazfit-Handbuch keine Infos was genau dahinter steckt (z.B. "Bergauf gesamt" vs. "Gesamtaufstieg").

Mögliche Datenfelder – Beispiel "Outdoor-Laufen"

Dauerklasse

  • Gesamtzeit
  • Trainingszeit

Distanzklasse

  • Distanz

Tempoklasse

  • Tempo
  • Ø Tempo

Schrittklasse

  • Trittfrequenz
  • Ø Trittfrequenz
  • Schrittlänge
  • Ø Schrittlänge
  • Schrittzahl

Geschwindigkeitsklasse

  • Geschwindigkeit
  • Ø Geschwindigkeit
  • Maximale Geschwindigkeit
  • Vertikale Geschwindigkeit

Höhenklasse

  • Höhe
  • Max. Höhenmeter
  • Min. Höhenmeter
  • Ø Höhenmeter
  • Bergauf gesamt
  • Gesamtaufstieg
  • Gesamtabstieg

Anstiegsklasse

  • Steigung
  • Ø Anstieg

Verbrauchsklasse

  • Kalorien

Herzfrequenzklasse

  • Herzfrequenz
  • Ø Puls
  • Herzfrequenzbereich
  • Maximale Herzfrequenz (%)
  • Reservierte Herzfrequenz (%)
  • Ø maximale Herzfrequenz (%)
  • Ø reservierte Herzfrequenz (%)

Andere Klasse

  • Aerober TE
  • Anaerober TE
  • Trainingsbelastung
  • Aktuelle Zeit
  • Uhrzeit Sonnenaufgang
  • Uhrzeit Sonnenuntergang
  • Luftdruck
Amazfit GTS 3 - Vier Datenfelder auf einer Seite
Praktisch – Vier Datenfelder auf einer Seite

Amazfit GTS 3 Test – Funktionen ohne Ende

Die Amazfit GTS 3 bietet ein immenses Portfolio an Funktionen, die ich hier nicht im Einzelnen aufführen möchte. Für die meisten Nutzer*innen dürfte das Angebot für Alltag, Sport & Fitness mehr als ausreichen!

Als praktisch sehe ich das automatische Erkennen und Starten folgender Aktivitäten an: Gehen, Indoor-Gehen, Outdoor-Laufen, Laufband, Outdoor-Radfahren, Beckenschwimmen, Crosstrainer, Rudergerät. Funktioniert zuverlässig, insbesondere in der höchsten Empfindlichkeitsstufe.

Zepp Health hat die GTS 3 mit einem "neuen, selbst entwickelten Bewegungsalgorithmus ausgestattet, der spezielle Daten wie die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max), die Zeit zur vollständigen Regeneration, die Trainingsbelastung und den Trainingseffekt auswertet" (Quelle: GTS 3 Produktseite). Mit dieser eigenen Entwicklung löst Zepp Health die bei früheren Modellen eingesetzten Firstbeat-Algorithmen ab. Ein Grund dazu könnte die Übernahme von Firstbeat durch Garmin sein.

Daten wie VO2max, Trainingsbelastung und Erholungszeit finden sich auf der Uhr im Menü "Trainingszustand".

Im Folgenden gehe ich noch auf ein paar spezielle Fitness-Features näher ein.

PAI Score

Eine wichtige Funktion ist der PAI Score. Damit haben Anwender*innen ein nützliches und hilfreiches Instrument zur Verfügung – auch ohne viel Hintergrundwissen lässt sich schnell checken, ob die tägliche Aktivitätsintensität für ein gesundes Leben ausreicht. Ein Score von 100 wird empfohlen.

Infos zum aktuellen PAI gibt’s einerseits auf der GTS 3, andererseits in der Zepp App.

Aktueller PAI in der Zepp App
Aktueller PAI Score in der Zepp App

Schlafaufzeichnung

Wer bereit ist die Amazfit Uhr 24/7 zu tragen erhält statistische Infos zum Schlafverhalten – vorausgesetzt die Schlafüberwachung ist aktiviert (am schnellsten in der Zepp App über "Profil > Amazfit GTS 3 > Gesundheitsmonitoring"). In der App stehen dann umfangreiche Infos, Daten, Diagramme und Tipps zur Verfügung.

Wie genau diese Daten sind lässt sich wohl nur in einem Schlaflabor herausfinden … im Vergleich zur Schlafaufzeichnung einer Garmin fenix zeigen sich Unterschiede, die hin und wieder deutlich voneinander abweichen können.

Was beim Schlafen stören kann ist die Displayhelligkeit. Deshalb empfiehlt es sich die automatische Helligkeitsregelung auszuschalten und eine manuelle Einstellung vorzunehmen.

Amazfit GTS 3 - Schlafaufzeichung (2)
Amazfit GTS 3 – Schlafaufzeichung
Garmin fenix 6X Pro - Schlafaufzeichung (2)
Garmin fenix 6X Pro – Schlafaufzeichung

Blutsauerstoff – SpO2

Das Messen des Sauerstoffsättigung des Bluts ist voll im Trend – kein Hersteller von Smartwatches verzichtet mittlerweile auf dieses Feature.

Die Amazfit GTS 3 kann diesen Wert – analog zu Herzfrequenz, Stress & Schlaf – automatisch erfassen.

Der Sauerstoffgehalt liegt bei Menschen in der Regel zwischen 95 – 100%, im Schlaf sind etwas niedrigere Werte möglich.

Die Abbildungen zeigen wieder einen Vergleich zur Garmin fenix. Bei einer Beobachtung über einen langen Zeitraum erscheinen mir die Amazfit Werte insgesamt plausibler, bei der fenix weichen sie manchmal ungewöhnlich stark nach unten ab.

Amazfit GTS 3 - Blutsauerstoffsättigung SpO2
Amazfit GTS 3 – Blutsauerstoffsättigung SpO2
Garmin fenix 6X Pro - Blutsauerstoffsättigung SpO2
Garmin fenix 6X Pro – Blutsauerstoffsättigung SpO2

Weitere Fitnessdaten

Den Vergleich zur Garmin fenix 6X Pro habe ich noch auf ein paar andere Fitnessdaten ausgedehnt: Schritte & Stufen. Das Ergebnis ist eindeutig. Die GTS 3 weist für jeden Tag mehr Schritte und weniger Stufen aus.

(jeweils Schritte / Stufen)

Tag 1

  • GTS 3: 13.682 / 155
  • fenix: 11.965 / 180

Tag 2

  • GTS 3: 3.964 / 2
  • fenix: 3.361 / 6

Tag 3

  • GTS 3: 5.408 / 4
  • fenix: 4.738 / 11

Tag 4

  • GTS 3: 13.413 / 159
  • fenix: 12.419 / 177

Gut oder schlecht? Aus meiner Sicht kommt es nicht so auf die absoluten Werte an. Viel wichtiger ist es einen Motivationsschub zu erhalten und sich zu bewegen! Dabei kann die GTS 3 durch entsprechende Hinweise unterstützen. Einerseits optisch, andererseits per Vibrationsalarm.

Amazfit GTS 3 Test – Zepp App

Die Zepp App ist zum Betreiben der GTS 3 unverzichtbar: Einspielen von Software-Updates, Aktualisieren der A-GPS Daten, Konfigurieren der Smartwatch, Auswerten & Visualisieren von Daten.

Die Benutzeroberfläche braucht eine gewisse Übung – dazu ein Tipp: Oben rechts auf der Startseite im Kartenstil gibt es ein "Kleeblatt" Symbol. Darüber lassen sich viele wichtige Funktionen erreichen (z.B. Details zu allen Aktivitäten). Praktisch ist das Exportieren von Aktivitäten als GPX-Dateien und das Verknüpfen mit anderen Diensten (WeChat, Apple Health, Google Fit, Strava, Relive). Das Übertragen von Daten zu Strava funktioniert absolut zuverlässig und zeitnah. Gleiches gilt unter iOS für den Datenaustausch zwischen App und GTS 3.

Über die App besteht Zugriff auf den App Store, der allerdings noch nicht viele Inhalte bietet. Als praktisch kann sich der BMI-Rechner erweisen.

Was mir bei der App am wenigsten gefällt sind die Datenschutzbedingungen – auch als Nicht-Jurist würde ich die App nach dem Lesen am liebsten gleich wieder deinstallieren!

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Amazfit GTS 3 Test – Fazit

Mit der Amazfit GTS 3 hat Zepp Health eine weitere attraktive Smartwatch im Programm. Die GTS 3 überzeugt mich insbesondere hinsichtlich ihres Preis/Leistungsverhältnisses: Für 150.- Euro gibt es eine an Funktionen voll gepackte, zudem noch schick und nicht billig aussehende Smartwatch mit einem knalligen, bestens ablesbaren und voll im Trend liegenden AMOLED Display.

Auf der Contra-Seite steht für mich in erster Linie die fehlende Möglichkeit externe Sensoren anschliessen zu können – insbesondere einen Herzfrequenzsensor!

Im direkten Vergleich zu Smartwatches etablierter Hersteller wie Apple, Garmin und Polar hat die Amazfit GTS 3 das Nachsehen. Schaut man sich jedoch die Entwicklung GTS – GTS 2 – GTS 3 an dürfte der Abstand mit jeder Generation zunehmend kleiner werden.

Falls Sie mit einer Amazfit Smartwatch liebäugeln: Die neue GTS 3 würde ich allen Vorgängermodellen (GTS / GTS 2 / GTS 2e) jederzeit vorziehen!

Amazfit GTS 3 – Pro

  • AMOLED Display mit tollen Farben
  • Stylisch, leicht, klein
  • Flotte & flüssige Touchscreen-Bedienung
  • Funktionsumfang für Alltag & Sport
  • Umfangreich konfigurierbare Sportmodi
  • Hilfreicher PAI Score
  • Gute Akkulaufzeiten
  • Große Auswahl an Ziffernblättern
  • Anbindung an Strava

Amazfit GTS 3 – Contra

  • Ungenaue Herzfrequenzwerte beim Laufen
  • Kein externer Herzfrequenzsensor möglich
  • Kleine Schriften erschweren das Ablesen
  • Mäßiges Handbuch
  • Kleine Auswahl im App Store
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