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Garmin Instinct Solar Test – Ultraläufer mit Sonnenpower!

Garmin Instinct Solar Test – Seine GPS-Smartwatch im stylischen "Casio-Look" hat Garmin im Rahmen der DO WHAT YOU LOVE. LONGER Solaroffensive deutlich aufgewertet.

Die Instinct Solar – eine Lifestyle-Sportuhr für zahlreiche Sportarten inklusive trendigen Aktivitäten wie Trail Running und SUP – kann jetzt richtig lange. Dank Solarmodul werden die auch so schon guten Akkulaufzeiten noch einmal getoppt.

Aber das ist nicht alles. Gegenüber der bisherigen Instinct ohne Solar kommen noch folgende Features dazu:

  • Power Manager zum Steuern des Energieverbrauchs
  • Expeditionsmodus für wochenlange Aktivitäten
  • Pulse Ox Messung zum Erfassen der Sauerstoffsättigung des Bluts
  • Herzfrequenz-Messung unter Wasser
  • Body Battery Energielevel (eine Firstbeat-Metrik)

Dazu hat sich bei der Technik einiges getan: Mit dem Solarmodul gibts einen Wechsel von chemisch verstärktem Uhrglas zu Corning Gorilla Glas, der Herzfrequenzsensor gehört der neuesten Generation an, der GPS Chip kommt jetzt von Sony (*).

(*) Quelle: dcrainmaker.com

Weitere Neuerungen betreffen die Modellvielfalt. Neben einer Standard-Solarversion gibt es Tactical, Camo und Surf Editionen mit speziellen Farbkombinationen und weiteren spezifischen Funktionen.

Der aktuelle Test basiert auf einer gelb/schwarzen Instinct Solar. In Ergänzung empfehle ich meinen Test der "normalen" Instinct zu lesen.

Die Garmin Instinct Solar im Outdoor-Einsatz (das um das Display angeordnete Solarmodul ist anhand seiner bräunlich-grauen Farbe gut erkennbar)

Garmin Instinct Solar Test – Solarmodul & Akkulaufzeiten

Die sogenannte "Power Glass" Solar-Ladelinse ist zwischen Glas und Display verklebt. Als Glas kommt ein DX-behandeltes Corning Gorilla Glas zum Einsatz, das eine besondere Kratzfestigkeit, die Vermeidung von Fingerabdrücken und erhöhte Antireflexionseigenschaften verspricht.

Das Solarmodul ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Ein äußerer Ring rund um das Display nutzt die Sonnenenergie mit maximaler Effizienz, die gesamte Displayfläche mit semitransparenter Photovoltaik-Technologie unterstützt das Aufladen des Akkus.

Das um das Display angeordnete Solarmodul hebt sich bei seitlicher Betrachtung anhand der dunkelgrauen Farbe vom Rest ab, z.B. von dem schwarzen Bereich mit dem "Garmin" Aufdruck (Abbildung oben).

Die von Garmin angegebenen Laufzeiten Instinct Solar vs. Instinct lauten:

Akkulaufzeiten Instinct Solar

  • Smartwatch: Bis zu 24 Tage/54 Tage mit Solarladung*
  • Energiespar-Uhrmodus: Bis zu 56 Tage/unbegrenzt mit Solarladung*
  • GPS: Bis zu 30 Stunden/38 Stunden mit Solarladung**
  • Maximaler GPS-Akku-Modus: Bis zu 70 Stunden/145 Stunden mit Solarladung**
  • GPS-Expeditionsaktivität: Bis zu 28 Tage/68 Tage mit Solarladung*

* Mit Solarladung; es wird von einer ganztägigen Tragezeit mit einem Aufenthalt von 3 Stunden im Freien bei 50.000 Lux ausgegangen.
** Mit Solarladung; es wird von einer Verwendung bei 50.000 Lux ausgegangen.

Akkulaufzeiten Instinct

  • Smartwatch-Modus: Bis zu 14 Tage
  • GPS-Modus: Bis zu 16 Stunden
  • UltraTrac-Modus: Bis zu 40 Stunden

Die verbesserten Laufzeiten der Instinct Solar gegenüber der Instinct – z.B. im GPS-Modus von 16 Stunden auf 30 Stunden – dürften auf einer neuen energiesparenden Technik basieren, inklusive des oben erwähnten Sony GPS-Chips.

Eines hat sich ebenfalls geändert: die Ladezeit. An’s gleiche Ladegerät gesteckt braucht die Instinct Solar ca. 02:10 hh:mm, die Instinct hingegen nur 01:05 hh:mm.

Angaben zur Akkukapazität der Instinct Solar macht Garmin nicht, im WWW sind aber Werte von 178 mAh zu finden.

Die per Solarladung zusätzlich erreichbaren Zeiten klingen sensationell – Garmin geht bei den Angaben von einer Beleuchtungsstärke von 50.000 Lux (lx) aus.

Wie ist eine Beleuchtungsstärke von 50.000 Lux einzuordnen?

Laut Wikipedia sind an einem klaren Sommertag 90.000 lx, an einem klaren Wintertag 20.000 lx möglich. Bei einem bedeckten Himmel dagegen 19.000 lx bzw. 6.000 lx (alle Werte: jeweils am Mittag & in Mitteleuropa). Für eine Büro-/Zimmerbeleuchtung werden 500 lx angegeben.

Die von Garmin angegebenen Laufzeitsteigerungen sind also nur unter idealen Bedingungen und bei vielen Outdoor-Stunden zu erreichen: Bei tollem sonnigen Wetter, möglichst im Sommer, beim Sport, beim Sonnenbaden, beim Arbeiten im Freien, einer idealen Ausrichtung der Uhr sowie keiner Abschattung des Solarpanels durch den Körper.

Den Akku der Instinct Solar per Sonne laden!

Um das Aufladen der Instinct Solar per Sonne überhaupt einmal auszuprobieren habe ich die Uhr bei einer Laufzeitanzeige von 15 Stunden auf einen ab Mittag sonnendurchfluteten Balkon gelegt – im August unter hochsommerlichen Bedingungen (Abbildung rechts, Darstellung der Solarintensität in der Connect App).

Nach 5x Sonnenbad – die Uhr befand sich dabei im Smartwatch-Modus – hat die Ladeanzeige immerhin schon 4 Tage (20%) angezeigt.

Dies zeigt: Der Akku der Instinct Solar wird – unter idealen Bedingungen – tatsächlich kräftig geladen. Ganz im Gegensatz zu einer fenix 6 Pro Solar, die sich meinen ersten Testergebnissen nach da ganz anders verhält.

Garmin Connect App – Solarintensität

Welche Praxiswerte sind zu erreichen?

Aufgrund der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten und unterschiedlichsten Anwendungsfälle lassen sich nur schwer Aussagen treffen. Generell habe ich aber bisher mit den Angaben von Garmin gute Erfahrungen gemacht, diese lassen sich also gut als Anhaltswerte heranziehen.

Ein Beispiel aus dem Testzeitraum:

Bedingungen: 24/7 getragen, Mix aus Office / Sport / Berge / Beach (alle Freizeitaktivitäten eher in den kühlen Morgen-/Abendstunden), aktive Smartphone-Verbindung, Pulsoximeter ein, Fitness-Tracker ein, kein Energiesparmodus, ansonsten alle Standardeinstellungen, über 11 Stunden eingeschaltetes GPS.

Unter diesen Vorgaben hat die Instinct Solar ziemlich genau 12 Tage durchgehalten. Eine super Wert, der sich durch entsprechende Einstellungen noch einmal deutlich steigern lässt.

Zu den tollen Akkulaufzeiten trägt – insbesondere im Vergleich zur fenix 6 Solar – das relativ kleine, monochrome MIP-Display seinen Teil dazu bei. Davon abgesehen, das Display ist unter allen Lichtbedingungen bestens ablesbar, erscheint gegenüber der Instinct ohne Solar aber etwas dunkler (Grund dürfte das Solarmodul sein).

Der Power Manager der Instinct Solar

Der Power Manager der Instinct Solar hilft den Energieverbrauch zu steuern. Es gibt einen Energiesparmodus sowie diverse Energiemodi:

  • Energiesparmodus (Abbildungen unten), der wenn aktiviert ein stromsparendes Displaydesign verwendet, das Telefon trennt sowie den Herzfrequenzsensor und die Displaybeleuchtung ausschaltet (Fitness-Tracker, Höhenmesser, Barometer, Kompass, Solarwidget gehen aber). In diesem Modus sind die angegebenen 56 Tage möglich, bei 3 Stunden Sonne mit 50.000 lx pro Tag dagegen eine unbegrenzte Laufzeit.
  • Energiemodus – Max. Battery: Wenn aktiviert befindet sich der GPS-Empfänger im UltraTrac-Modus (die GPS-Positionen werden seltener bestimmt), Telefon und angeschlossenes Zubehör sind getrennt, Herzfrequenzsensor und Beleuchtung sind aus, die Kartenseite ist deaktiviert. Jetzt sind die angegebenen 70 Stunden möglich (plus zusätzliche 75 Stunden per Solar).
  • Energiemodus – Jacket Mode: Im Jackenmodus ist eigentlich nur der Herzfrequenzsensor deaktiviert.

Der Energiesparmodus lässt sich wie die Energiemodi individuell anpassen, auch lassen sich weitere Energiemodi ergänzen und einzelnen Aktivitäten zuweisen.

Der GPS-Expeditionsmodus, mit dem bis zu 28 Tage/68 Tage möglich sein sollen werde ich in einem separaten Artikel besprechen.

Screenshots Energiesparmodus

Einstellungen Energiesparmodus
Uhrzeit, stromsparendes Design
Smartphone-Hinweise sind aus
Fitness-Tracker läuft
ABC-Widget geht

Garmin Instinct Solar Test – Herzfrequenz

Ein weiteres spannendes Thema – der integrierte Herzfrequenzsensor!

Wie schon erwähnt, Garmin verbaut bei der Instinct Solar analog zu der fenix 6 Serie einen Herzfrequenzsensor der neuesten Generation. Die Abbildung unten zeigt das Design im Vergleich zu der in der fenix 5X bzw. Instinct verbauten Vorgängerversion.

fenix 5X – Instinct – fenix 6 Pro Solar* – Instinct Solar* (* neue Version)

Die Instinct Solar erfasst – wie alle aktuellen Garmin Wearables – die Herzfrequenz einerseits über 24/7 (Abbildung rechts), andererseits bei Trainings bzw. Aktivitäten.

Zu Diskussionen führt immer wieder die Genauigkeit bei Aktivitäten. Darauf haben zahlreiche Faktoren Einfluss – im wesentlichen sind es vier Ebenen:

  • Individuelle körperliche Vorgaben
  • Herzfrequenzsensor (Hardware, Software, Algorithmen)
  • Trageposition
  • Umgebung (v.a. die Temperatur)

Gerade die Trageposition spielt eine wichtige Rolle, da leicht beeinflussbar: Die Sportuhr sollte fest angezogen ein paar Zentimeter oberhalb des Handgelenkknochens befestigt sein und während der Aktivität nicht verrutschen bzw. hin und her wackeln (kleine leichte Uhren wie die Instinct dürften da im Vorteil sein).

Was zeigt sich?

Die Instinct Solar liefert im Wesentlichen akkurate Messwerte (z.B. bei Aktivitäten wie Laufen und Mountainbiken), allerdings zeigt sich – analog zu der fenix 6 – das Garmin weiterhin ein Problem beim Verwenden von Skistöcken hat.

Abbildungen 1 + 2 – Mountainbike: Im Großen und Ganzen einwandfrei!

Abbildung 3 – Wandern mit Skistöcken (als Aktivitätstyp wurde "Wandern" gewählt): Die Herzfrequenzwerte der Instinct Solar und der fenix 6 Pro Solar stimmen in der Summe sehr gut überein (auf ein Referenzgerät wurde verzichtet), auffällig und störend sind allerdings die vielen kleinen Spitzen, die den Anwender kurzzeitig in eine andere Herzfrequenzzone katapultieren.

Abbildung 4 – Trailrunning, abschnittsweise mit Skistöcken (Aktivitätstypen, bei der fenix 6 "Laufen", bei der Instinct "Trail Run"): Beide Uhren versagen komplett.

Bei der Aktivität "Laufen" lässt sich das Verhalten tolerieren. Grund: Bei Garmin erfolgt die HF-Bestimmung auf Basis der Aktivität (und damit auf den zugrundeliegenden Algorithmen), beim "normalen" Laufen gehören Stöcke nun einmal nicht dazu.

Abbildung 5 – Trailrunning, abschnittsweise mit Skistöcken (Aktivitätstypen, bei der Polar Grit X "Geländelauf", bei der Instinct "Trail Run"): Gleiche Strecke wie zuvor, die Instinct ist komplett außen vor, lediglich beim Gipfelsprint scheint sie sich zu fangen.

Bei der Aktivität "Trail Run" dürfen die Abweichungen meines Erachtens nicht vorkommen, da auch Trailrunner im Gebirge oftmals Stöcke einsetzen (von anderen Aktivitäten mit Stöcken mal abgesehen, insbesondere im Winter). Da bleibt nichts anderes übrig als weiterhin auf einen Herzfrequenz-Brustgurt zu setzen.

Derart falsche Messwerte treten allerdings nicht immer auf, ein Beispiel gibt es in diesem Artikel: fenix 6, wichtiges Update für den Herzfrequenzsensor

Also: Bitte Garmin – etwas F & E, andere Hersteller können es auch!

Ruheherzfrequenz – Schlafen, Aufstehen, diesen Artikel schreiben …
Casio G-Shock GBD-H1000 Test, Herzfrequenzdaten Biken
Abb. 1 – Sportart Mountainbike: Casio G-Shock GBD-H1000 (grün) vs. Garmin Instinct Solar (hellblau)
Abb. 2 – Sportart Mountainbike: Garmin Instinct Solar (magenta) vs. Garmin fenix 6 Pro Solar (hellblau) vs. Edge 1030 Plus mit HRM-Brustgurt (rot)
Abb. 3 – Sportart Wandern: Garmin Instinct Solar (magenta) vs. Garmin fenix 6 Pro Solar (hellblau)
Abb. 4 – Sportart Trailrunning: Garmin Instinct Solar (magenta) vs. Garmin fenix 6 Pro Solar (hellblau) vs. fenix 5X mit HRM-Brustgurt (rot)
Abb. 4 – Sportart Trailrunning: Garmin Instinct Solar (magenta) vs. Polar Grit X (hellblau) vs. fenix 5X mit HRM-Brustgurt (rot)

Pulsoxymetrie – Instinct Solar

Die Pulsoxymetrie – also das Messen der Sauerstoffsättigung des Blutes – ist eine der neuen Instinct Solar Funktionen.

Die Instinct führt regelmäßige Messungen durch, eine wesentliche Funktion, das kontinuierliche Erfassen während des Schlafs, lässt sich zudem über den entsprechenden Widget ein-/ausschalten.

Die Abbildung rechts aus der Garmin Connect App zeigt Pulsoxymetriewerte beim Schlafen (daten gibt es zwischen dem "zzz" und dem "Wecker" in der Zeitleiste).

Was lässt sich mit der Pulsoxymetrie anstellen?

Garmin schreibt dazu, dass sich ein Anpassen des Körpers an Training und Stress bei Kenntnis der Sauerstoffsättigung besser ermitteln lässt. Dies dürfte insbesondere für Sportarten in großen Höhen gelten.

Instinct Solar – Pulsoxymetrie beim Schlafen

Body Battery – Instinct Solar Test

Dahinter steckt quasi eine "Tankanzeige", die den Nutzer über die ihm zur Verfügung stehenden Energiereserven informiert. Die Daten basieren auf einer Auswertung von Herzfrequenzvariabilität, Stresslevel, Schlafqualität und den durchgeführten Aktivitäten – daran zeigt sich, dass für ein genaues Analysieren ein 24/7 Tragen der Instinct nötig ist.

Die Daten werden einerseits in dem Body Battery Widget dargestellt (der zudem Stresswerte anzeigt), andererseits in der Connect App.

Body Battery Widget – Die Batterie ist aufgefüllt, es kann wieder los gehen!

Garmin Instinct Solar Test – GPS-Empfang

Der GPS-Empfang ist ein häufig kontrovers diskutiertes Thema … vor allem unter dem Aspekt "Genauigkeit". Dies hängt im Wesentlichen von den Ansprüchen der Nutzer ab: Ein Läufer hat andere Anforderungen als ein Mountainbiker oder Wanderer!

In diesem Kontext kann ich nur festhalten: Die Instinct Solar liefert Trackaufzeichnungen in dem für Wearables üblichen Rahmen. Abweichungen von 10 m bis 15 m gegenüber einem Referenzgerät (bei mir aktuell das Garmin GPSMAP 66s) sehe ich als vollkommen normal an, insbesondere bei schwierigen Empfangsbedingungen!

Dazu muss man sich einfach mal vergegenwärtigen von welchen Faktoren der GPS-Empfang beeinflusst wird – und in dieser Hinsicht bringen Wearables meines Erachtens ungünstige Voraussetzungen mit:

  • GPS-Chip & seine Firmware
  • Software-Algorithmen seitens des GPS-Geräte Herstellers
  • Antennendesign
  • Die dem GPS-Empfänger zur Verfügung stehende Energie
  • Ausrichtung der Antenne (ein ganz wichtiger Faktor, durch das Tragen am Arm ist die Antenne in der Regel seitwärts gerichtet und zeigt nicht zum Himmel; dazu kommen mögliche Abschattungen durch den Körper)
  • Das verwendetete GNSS bzw. die zur Verfügung stehenden Satelliten (Anzahl, Geometrie)
  • Morphologie, Umgebung (Täler, Gebäude, Bewaldung, …)

Die Instinct Solar bietet drei GNSS Optionen an:

  • GPS
  • GPS + GLONASS
  • GPS + GALILEO

Ich teste Garmin Wearables in der Regel in der Einstellung "GPS + GLONASS". Dies ist die Garmin Standardeinstellung bei der ich davon ausgehe, dass die Geräte diesbezüglich optimiert sind.

Trackaufzeichnungen im Gebirge bei anspruchsvollen Bedingungen: GPSMAP 66s (blau), Instinct Solar (magenta), fenix 6 Pro Solar (hellblau); Abweichungen von unter 10 m in Bezug auf das GPSMAP
Trackaufzeichnungen beim Biken in teils dichtem Wald: Edge 1030 Plus (blau), Instinct Solar (magenta), fenix 6 Pro Solar (hellblau); Abweichungen von unter 10 m

Garmin Instinct Solar Test – Speicher

Garmin spendiert der Instinct Solar nur wenig Speicher. In den Spezifikationen steht für "Speicher/Protokoll" 16 MB. Ein bescheidener Wert, bei der Instinct Gen. 1 ist es schon mal vorgekommen, dass es beim Einspielen von Updates deshalb zu Speicherproblemen gekommen ist.

Garmin hat da mittlerweile etwas Abhilfe geschaffen, auf der Instinct selber lassen sich jetzt nicht benötige Sprachdateien direkt löschen.

Instinct Solar – Mögliche Aktivitäten & Sensoren

Was sich mit der Instinct Solar so alles anstellen lässt verrät ein Blick in die Aktivitätenliste – bis auf Multisportaktivitäten wie Triathlon ist eigentlich alles Wesentliche dabei:

  • Wandern
  • Mountainbiken
  • Navigieren
  • Expeditionsmodus
  • Tracker
  • Wegpunkt-Projektion
  • Flächenberechnung
  • Trail Run
  • Laufen
  • Laufband
  • Hallenbahn
  • Gehen
  • Bergsteigen
  • Radfahren
  • Indoor Rad
  • Schwimmbad
  • Freiwasser
  • Skifahren
  • Snowboarden
  • Langlaufen
  • Kajak
  • SUP
  • Rudern
  • Indoor-Rudern
  • Krafttraining
  • Cardio
  • Yoga
  • Crosstraining
  • Stepper
  • Treppensteigen
  • Taktisch
  • Boot
  • Angeln
  • Jagen
  • Sonstige

Die Instinct Solar erlaubt das Anschliessen von folgenden Sensoren und Geräte, die Auswahl dürfte für die meisten Anwender vollkommen ausreichen

  • Externe Herzfrequenz (via ANT+ bzw. Bluetooth)
  • Geschwindigkeit/Trittfrequenz (via ANT+ bzw. Bluetooth)
  • Laufsensor
  • VIRB Actionkamera
  • tempe Temperatur
  • inReach

Garmin Instinct Solar – Weitere Funktionen

Von den vielen weiteren Funktionen picke ich mir ein paar heraus, die für einige Anwender besonders interessant sein sollten.

Smartphone-Konnektivität – Datenaustausch

Die Instinct Solar ist einerseits zu der Garmin Connect App, andererseits zu der Garmin Explore App kompatibel (zum Zeitpunkt des Test stand die Instinct Solar in der Explore App noch nicht zur Auswahl, dies dürfte aber bald folgen).

Die Connect App – ein unverzichtbares, extrem funktionsreiches Tool – ermöglicht das komfortable Übertragen von Strecken vom Smartphone auf die Instinct, allerdings nur wenn Mobilfunkempfang gegeben ist. Jetzt kommt die gewöhnungsbedürftige Explore App in’s Spiel, mit ihr lassen sich auch offline bzw. bei eingeschränkter Mobilfunkverbindung Daten wie Wegpunkte, Tracks, Routen & Aktivitäten mit der Solar austauschen.

Navigieren mit Strecken

Das Navigieren mit Strecken ("Tracks") erfolgt mit Hilfe einer Kartenseite, auf der die zur folgende Strecke in Form eines "Breadcrumb" Trails zu sehen ist (Abbildungen unten). Abbiegehinweise und Warnungen beim Abweichen von der Strecke erleichtern das Navigieren, untermalt von Sound und Vibration (aber zu leise und zu schwach).

In der Summe funktioniert diese Art der Navigation sehr gut, wenngleich es nicht an das Navigationserlebnis mit kartenfähigen Wearables wie der fenix 6 herankommt.

Screenshots – Navigation entlang einer Strecke ("Track")

In 75 m geht es rechts ab
Noch 91 m bis zur Abzweigung
Falsche Richtung!
Wieder zurück zur Strecke
Ankunft am Ziel

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Garmin Instinct Solar Test – Fazit

Mit der Instinct Solar hat Garmin eine weitere interessante Outdoor-GPS-Sportuhr für eine Vielzahl an Aktivitäten im Programm. Besonders gut gefallen die im Vergleich zu der "Instinct ohne Solar" deutlich verbesserten Akkulaufzeiten, die sich durch das wirkungsvolle Solarmodul weiter steigern lassen!

Dazu kommen das komplette Set an integrierten Sensoren sowie ein überzeugendes Navigieren mit Strecken – eine Funktion, die durch das Importieren von Strecken vom Smartphone noch einmal eine deutliche Aufwertung erfährt.

In der Summe ihrer Eigenschaften ist die Garmin Instinct Solar nicht nur ein stimmiges Gesamtpaket, sondern auch so ziemlich konkurrenzlos am Markt. Die erst kürzlich von mir getestete Casio GBD-H1000 kann mit der Instinct Solar – insbesondere bei den Funktionen – in keiner Weise mithalten. Und weitere Outdoor-Uhren mit Solar gibt es nur von Garmin im Form der fenix 6 Serie. Die fenix 6 spielt aber in einer anderen Preisliga. Davon abgesehen, wie meine ersten Tests zeigen, scheint das fenix 6 Solarmodul bei weitem nicht so effektiv zu sein wie bei der Instinct Solar!

Was wäre die beste Alternative zu der Instinct Solar? Meines Erachtens die Instinct der ersten Generation, deren Straßenpreis inzwischen überaus attraktiv ist – so lassen sich schnell mal rund €150.- sparen!

Garmin Instinct Solar – Pro

  • Robust & wasserdicht
  • Klein & leicht
  • Angenehm zu tragen
  • Tolle Akkulaufzeiten
  • Wirkungsvolle Solartechnologie
  • Funktionsumfang
  • Kompass, Höhenmesser, Barometer, Herzfrequenzsensor
  • Übersichtliches Menü & einfache Tastenbedienung
  • Garmin Connect App & Explore App kompatibel

Garmin Instinct Solar – Contra

  • Optik nicht für jedermann/jedefrau
  • Kein Multisportmodus
  • Kleines Display
  • Wenig Speicher
  • Herzfrequenzwerte bei bestimmten Aktivitäten

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