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Casio G-Shock GBD-H1000 Test

"Extravagantes Design, individuell, stabil, robust, Solar" sind Assoziationen die ich seit jeher mit Casio Uhren verbinde.

Um so interessanter ist die jüngste Neuerscheinung von Casio, die G-Shock GBD-H1000, eine Uhr mit Solarzellen, GPS-Empfänger, Herzfrequenzsensor, Kompass, Höhenmesser, Temperatur- & Beschleunigungssensor sowie Smartphone-Anbindung per Bluetooth.

Eine G-Shock, deren Spezifikationen dafür sprechen, die Uhr nicht nur bei Lauftrainings, sondern auch bei Outdoor-Aktivitäten wie Biken und Wandern einzusetzen!

Spannend ist auch ein Vergleich zu aktuellen Sportuhren von Garmin, insbesondere unter dem Aspekt, dass Garmin erst kürzlich eine Solar-Offensive gestartet hat!

Casio G-Shock GBD-H1000 – Getestet wird bei jedem Wetter!

Casio G-Shock GBD-H1000 Test – Äußerlichkeiten

Zugegeben, anfangs empfand ich die typische Casio Optik als "Herausforderung" … mit der Zeit konnte ich der G-Shock GBD-H1000 sogar einiges abgewinnen, mittlerweile empfinde ich die Uhr als individuelle Note und irgendwie gut!

Die GPD-H1000 wiegt stolze 99,9 g und liegt damit nur ganz knapp vor der Garmin fenix 6X Pro, die 96,3 g auf die Waage bringt – die Garmin Instinct Solar ist mit 54,1 g dagegen ein Leichtgewicht.

Die Casio Uhr wirkt mit Abmessungen von 63 mm x 55 mm x 20,4 mm am Handgelenk schon sehr dominant – die fenix 6X Pro ist mit 5,1 x 5,1 1,49 cm zwar auch groß, drängt sich aber nicht so in den Vordergrund.

Als Einschränkung empfinde ich aber den Tragekomfort: Das große Gehäuse erscheint im Verbund mit dem vergleichsweise nur wenig elastischen, eher steifen Armband fast schon als ein Fremdkörper. Beim Sport kann daraus ein Nachteil resultieren – selbst wenn das Armband fest angezogen ist:

Wie der Casio G-Shock GBD-H1000 Test zeigt tendiert die Uhr aufgrund ihrer Masse einerseits zu einem "Wackeln", andererseits kann sie – bei einem Tragen von einem bis zwei Finger breit oberhalb vom Handgelenkknochen – durch die Armbewegungen schon einmal nach unten rutschen. Negative Auswirkungen auf die Genauigkeit der über den integrierten Sensor erfassten Herzfrequenzmesswerte sind somit nicht auszuschliessen!

Robust & stabil – um dies zu gewährleisten setzt Casio auf kratzresistentes Mineralglas und Resin, ein bei Gehäuse und Armband zum Einsatz kommendes Kunstharz. Das Gehäuse wird als stoßfest bezeichnet, die Wasserdichtigkeit mit 20 Bar angegeben, was einer Tiefe von 200 m entspricht.

Casio GBD-H1000 – Einrichten & Bedienung

Meinen Erfahrungen nach ist die Casio G-Shock nichts für notorische "Nicht-Handbuchleser" – eine Studium der Bedienungsanleitung ist unumgänglich, um die GBD-H1000 sicher bedienen bzw. alle Funktionen verstehen und einsetzen zu können. Davon abgesehen, in dem PDF-Dokument finden sich viele wertvolle Informationen, beispielsweise zu der Höhenmessung.

Die Casio Uhr lässt sich zwar über das Menü konfigurieren, einfacher geht dies aber über die G-Shock Move App – eine Smartphone-App, die im Vergleich zu dem was z.B. Garmin & Polar bieten allerdings sehr lieblos wirkt.

In der App lassen sich alle Einstellungen wie z.B. zum Benutzerprofil oder zum GPS-System durchgehen und anpassen – dies gestaltet sich allerdings als recht langwierig, da die Daten nach jeder noch so kleinen Änderung gespeichert und mit der Uhr ausgetauscht werden.

Die Bedienung der G-Shock GBD-H1000 erfolgt ausschließlich mittels der fünf Tasten. Welche Taste ist wozu da? Wo findet sich Funktion X? – diese Herausforderungen gilt es am Anfang zu meistern! Dies gibt sich zwar mit der Zeit, dazu muss die Uhr aber laufend benutzt und das Handbuch konsultiert werden!

Ein Exkurs zu dem Display: Das "Immer an" MIP-LCD Display (MIP: Memory-in-Pixel) lässt sich super ablesen, die teils kleinen Schriften und winzigen Symbole setzen aber Adleraugen voraus.

Casio GBD-H1000 Test – Technik

Von allen technischen Eigenschaften haben mich während des Casio G-Shock GBD-H1000 Tests insbesondere Akku, GPS und Herzfrequenz interessiert.

Akku – Laufzeiten

Casio gibt folgende Laufzeiten an (jeweils circa Werte):

  • 12 Monate im Uhrzeitmodus*
  • 66 Stunden im Uhrzeitmodus mit Pulsmessung*
  • 14 Stunden im Trainingsmodus (mit kontinuierlichem GPS und Pulsmessung)
  • 18 Stunden im Trainingsmodus (mit periodischem GPS und Pulsmessung)

*mit Stromsparfunktion und Bereitschaftsmodus für Herzfrequenzmessung

Die GBD-H1000 Casio verfügt über ein in das LCD-Display integriertes Solarmodul zum Laden des Akkus. Die Casio FAQ und das GBD-H1000 Handbuch verraten, dass sogar ein separater "sekundärer" Solarakku verbaut ist!

Ein Blick in das Handbuch zeigt, wieviel Solarenergie nötig ist, um die G-Shock GBD-H1000 per Sonnenenergie zu betanken.

Für eine eintägige Verwendung (allerdings ohne Angabe zu den verwendeten Funktionen) werden bei einer Beleuchtungsstärke von 50.000 Lux 9 Minuten, bei einer Beleuchtungsstärke von 500 Lux 14 Stunden benötigt. Um die Casio von der Ladestufe "Low" auf "Mid" zu bringen sind bei 50.000 Lux 3 Stunden (sonniger Tag im Freien), bei 5.000 Lux 31 Stunden nötig (bewölkter Tag neben einem Fenster).

Zur Orientierung: 50.000 Lux gelten bei uns für einen sonnigen klaren Tag im Sommer, 5.000 Lux für einen bewölktem Tag im Winter, 500 Lux für Büro-/Zimmerbeleuchtung (Quelle: Wikipedia).

Um die Akkulaufzeiten zu testen bin ich pragmatisch vorgegangen: Akku per Kabel aufladen und die Uhr anschliessend bei einem Mix aus Office (überwiegend), Beach, Berge und Sport einzusetzen. Nachts wurde die Uhr abgenommen, dann geht sie automatisch in einen Stromsparmodus über. Im Akkustand "Low" – wenn sich der Herzfrequenzsensor von selbst ausschaltet – ging’s wieder an die Steckdose.

Unter diesen Bedingungen bin ich bei mehreren Durchgängen auf Laufzeiten von vier bis maximal fünf Tage gekommen – inklusive Telefonverbindung per Bluetooth und bis zu acht Stunden GPS-Nutzung.

Dies sind eher enttäuschende Werte, da bin ich von Garmin-Uhren (auch ohne Solar) deutlich längere Laufzeiten gewohnt.

GPS – Genauigkeit

Beim GPS-Empfang setzt Casio auf einen Empfänger, der GPS / GLONASS / QZSS Signale auswertet. Über die Smartphone-App lassen sich Ephemeriden-Daten zum schnellen Bestimmen der Position nach dem Aktivieren des GPS-Empfängers aufspielen. Im Vergleich zu den Garmin-Uhren braucht die Casio GBD-H1000 allerdings immer etwas länger bis der GPS-Empfänger bereit ist – in der Outdoor-Praxis ist dies irrelevant, beim Laufen kann es schon mal vorkommen, dass die Laufkollegen/-innen etwas warten müssen.

Das GPS-Intervall lässt sich in den Einstellungen von "normal" (jede Sekunde) auf "lang" (jede Minute) abändern – dies dürfte zu längeren Akkulaufzeiten führen, liefert aber weniger detaillierte Daten, z.B. bei Trainings (nicht ausprobiert!).

Trackpunkte werden automatisch gesetzt, in der Regel zwischen 1 und 6 Sekunden.

Wie genau fallen GPS-Aufzeichnungen aus?

Mein Casio G-Shock GBD-H1000 Test zeigt: Unter schwierigen GPS-Empfangsbedingungen liefert die Garmin-Flotte bessere Trackaufzeichnungen (folgende Abbildungen), die Casio GBD-H1000 tendiert schon einmal zu Abweichungen, in den Beispielen bis zu 30 m. Unter guten Empfangsbedingungen liegen Casio und Garmin allerdings auf Augenhöhe.

GPS-Empfang – Casio G-Shock (grün), Garmin fenix Solar (hellblau)
GPS-Empfang – Casio G-Shock (grün), Garmin Instinct Solar (hellblau)

Herzfrequenz

Einen integrierten Herzfrequenzsensor zu testen ist immer wieder spannend, da die Genauigkeit von zahlreichen Parametern beeinflußt wird und immer wieder interessante und überraschende Ergebnisse herauskommen.

Ein ganz wichtiger und nicht zu vernachlässigender Punkt zum Erzielen optimaler Messungen ist die Trageposition. Es gilt die Uhr – straff angezogen – ein paar Zentimeter oberhalb des Handgelenkknochens zu befestigen.

Obwohl die Casio auf Laufsport ausgelegt ist habe ich sie bei unterschiedlichen Sportarten ausprobiert. Auf einen externen Herzfrequenzsensor als Referenz habe ich teils verzichtet, da ich bei hohen Temperaturen nur sehr ungern einen Gurt trage.

Beispiel 1 – Laufen: Die Casio schneidet überraschenderweise nicht so gut ab, die Herzfrequenzwerte liegen teils über dem Referenzgerät, einer Garmin fenix 5X mit Herzfrequenz-Brustgurt. Die fenix 6 Pro Solar liefert dagegen einwandfreie Messwerte.

Beispiel 2 – Mountainbike: Die Herzfrequenzdaten der beiden Uhren stimmen sehr gut überein, die Instinct Solar neigt hier und da aber zu Herzfrequenzspitzen.

Beispiel 3 – Wandern: Im ersten Teil weichen die Casio Werte deutlich ab, die fenix 6X Daten dürften der Realität entsprechen; im zweiten Teil stimmen beide Uhren gut überein (die fenix zeigt aber auf der ganzen Strecke ungewöhnliche Spitzen). Bei einer Aktivität wie "Wandern" – insbesondere im Zusammenspiel mit Skistöcken – kann es erfahrungsgemäß immer wieder zu Unstimmigkeiten kommen, ein Problem, das bis zu einem Software-Update auch die fenix 6 geplagt hat!

Die Casio GBD-H1000 liefert sehr unterschiedliche Ergebnisse – von sehr gut bis weniger zufriedenstellend. Dies ist auch unter dem Aspekt wichtig, dass die Herzfrequenzwerte für die Firstbeat-Metriken von grundlegender Bedeutung sind (siehe unten). Insofern ist es schade, dass sich zum Umgehen dieser Problematik kein Herzfrequenz-Brustgurt koppeln lässt – eine Funktion, die bei einer Sportuhr in dieser Preisklasse eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Sportart Laufen: Casio G-Shock GBD-H1000 (grün) vs. Garmin fenix 6 Pro Solar (hellblau) vs. Garmin fenix 5X mit HF-Gurt (rot)
Sportart Mountainbike: Casio G-Shock GBD-H1000 (grün) vs. Garmin Instinct Solar (hellblau)
Sportart Wandern: Casio G-Shock GBD-H1000 (grün) vs. Garmin fenix 6X (hellblau)

Casio G-Shock GBD-H1000 Test – Funktionen

Die Casio GBD-H1000 ist eine auf Laufsportaktivitäten ausgelegte Uhr. Es lassen sich – wie bei Garmin, Polar, Suunto & Co üblich – keine separaten Aktivitäten wie etwa Rennrad, Mountainbike, Wandern etc. starten!

Dies ist insbesondere unter einem Aspekt wichtig – den in die G-Shock GBD-H1000 integrierten Firstbeat Fitness- und Gesundheitsmetriken.

Meines Wissens verfügt die GBD-H1000 über die folgenden Firstbeat-Funktionen:

  • VO2max Fitnesslevel
  • Trainingsbelastung
  • Trainingsstatus
  • Aerober Trainingseffekt
  • Anaerober Trainingseffekt
  • Erholungsratgeber
  • Wettkampfzeitenvorhersage
  • Verbrauchte Kalorien

Aufgepasst! Wird die G-Shock beispielsweise beim Biken eingesetzt ändern sich die auf der Basis von Lauftrainings erfassten Werte; so kann z.B. der VO2max Fitnesslevel deutlich ansteigen und nicht mehr der Realität entsprechen.

Die erfassten Firstbeat-Werte werden einerseits auf der Uhr angezeigt, wesentlich ausführlicher aber in der G-Shock Move App. Dort lassen sich dann pro Training allerlei statistische Daten abrufen, inklusive der berechneten Erholungszeit und dem aeroben und anaeroben Trainingseffekt (Abbildungen).

G-Shock Move App – Details zu einer Aktivität (1)
G-Shock Move App – Details zu einer Aktivität (2)

Läufer können die Uhr per App umfangreich anpassen – dazu gehört auch ein Konfigurieren der Trainingsansichten (-seiten). Es sind aber immer nur drei Werte darstellbar; die für Läufer wichtige Kombination von Herzfrequenz / Distanz / Zeit / Pace lässt sich nicht auf einer Seite kombinieren. Mit "Auto-Run" steht noch eine automatische Lauferkennung zur Verfügung.

Nicht nur für Outdoorer hält die Casio G-Shock praktische Funktionen wie einen digitalen Kompass, Höhenmesser, Barometer und eine Temperaturanzeige bereit – Navigationsfunktionen gibt es hingegen nicht!

Als Fitness-Tracker misst die G-Shock GBD-H1000 lediglich die Schritte und zeigt die verbrauchten Kalorien an – weitere Funktionen wie z.B. ein Erfassen von gestiegenen Stockwerken sind nicht vorgesehen. Gleiches gilt für eine Schlafaufzeichung und -analyse; wobei allerdings die Frage zu stellen ist, ob die GBD-H1000 aufgrund ihrer Größe ein idealer Schlafbegleiter wäre …

An weiteren Funktionen sind Flugmodus, Vibrationsalarm, Tagesalarme, Stoppuhr, Wecker, Weltzeitfunktion, Phone-Finder und Smartphone-Benachrichtigungen vorhanden. Es wird z.B. auf eingehende Anrufe und E-Mails hingewiesen, aber nicht auf WhatsApp; auch ist es nicht möglich z.B. per Tastendruck mit vorgefertigten Nachrichten wie "Kann gerade nicht sprechen" zu antworten.

Ein wichtiges Thema – Datenhaltung

Noch ein paar Worte zu der Datenhaltung: Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass Anwender eine gewisse Datenhoheit haben. Zumindest sollte es möglich sein, mit der Uhr aufgezeichnete Aktivitäten exportieren und mit einem Tool der Wahl analysieren zu können – am besten komplett offline!

Via PC oder Mac besteht aber kein Zugriff auf das Dateisystem der G-Shock GBD-H1000; aus der G-Shock Move App lassen sich auch keine Daten exportieren (zumindest habe ich keinen Weg gefunden …).

Die einzige Möglichkeit besteht darin, die App mit Strava bzw. Google Fit zu verknüpfen. Strava – dazu reicht der kostenlose Account – erlaubt dann einen Export einzelner Trainings in Form von GPX-Dateien.

Aber auch Mitbewerber sind in dieser Hinsicht nicht optimal aufgestellt, ein Beispiel ist Polar, dort ist nur ein Zugriff via Cloud möglich (https://flow.polar.com). Eine rühmliche Ausnahme macht Garmin, dort hat der Anwender einen direkten Zugriff auf seine Trainingsaufzeichnungen nicht nur via Cloud (https://connect.garmin.com), sondern auch per PC.

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Casio G-Shock GBD-H1000 Test – Fazit

Meines Erachtens ist die Casio G-Shock GBD-H1000 in erster Linie eine Laufsport- und Alltagsuhr für überzeugte Casio-Fans, denen Design, Optik und Marke wichtiger sind als Funktionalität. Denn in dieser Hinsicht kann die GBD-H1000 mit Mitbewerber-Produkten von Garmin, Polar oder Suunto nicht mithalten – insbesondere unter Berücksichtigung der UVP von 399.- Euro!

Es wäre zumindest wünschenswert, wenn Casio die GBD-H1000 nicht nur auf Laufsport auslegen, ein Koppeln von externen Sensoren ermöglichen sowie die Smartphone-App mit einem modernen Design aufpeppen würde. Das grundlegende Potential bringt die GBD-H1000 dazu mit!

An der G-Shock GBD-H1000 gefallen mir insbesondere das markante Äußere, die Bedienung per Tasten, das top ablesbare Display und Funktionen wie Höhenmesser, Barometer und Kompass – insgesamt reicht dies aber leider nicht für einen expliziten Kauftipp!

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7 Gedanken zu „Casio G-Shock GBD-H1000 Test“

  1. Hallo,

    ich habe eine Frage zum Thema Datenhaltung. Sie schreiben: "Aber auch Mitbewerber sind in dieser Hinsicht nicht optimal aufgestellt, ein Beispiel ist Polar. Eine rühmliche Ausnahme macht Garmin, dort hat der Anwender jederzeit via PC einen direkten Zugriff auf seine Trainingsaufzeichnungen."
    Da mir das Thema wichtig ist, habe ich beim Kundenservice der beiden Hersteller nachgefragt. Garmin gab an, ein Herunterladen der Daten auf den PC sei nicht möglich, weder direkt noch über den Umweg der Cloud. Polar nennt keinen direkten Weg, behauptet aber, ein Herunterladen aus der Cloud sei möglich.
    Wie passt das zu Ihrer Einschätzung?

    Mit freundlichem Gruß

    Michael

    Antworten
    • Hallo Michael,
      ich halte es für wichtig dass es einen direkten Zugang zu den aufgezeichneten Aktivitäten gibt und der Anwender sie in einem Tool der Wahl bearbeiten & speichern kann (z.B. Golden Cheetah) – also das Wearable an den PC anschliessen und kopieren … ohne Apps, ohne Cloud (siehe Serverausfall bei Garmin, da ging in der Cloud nix mehr; oder beispielsweise im Urlaub ohne Webzugang). Davon abgesehen, eine zusätzliche lokale Kopie kann nicht schaden ("shit happens").
      Bei Polar geht es über den Weg Wearable (z.B. die Grit X) > App > Cloud (https://flow.polar.com), dort lassen sich die Daten herunterladen.
      Bei Garmin lassen sich die Wearables (z.B. fenix 6 oder Instinct) an den PC anschliessen und die Aktivitäten kopieren … da bist du wohl an den falschen Support-Mitarbeiter geraten.

      Den Absatz in dem Test habe ich entsprechend geändert.

      VG

      Antworten
      • Hallo Joachim,

        vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin anscheinend zweimal an einen falschen Mitarbeiter geraten. Da mir das Thema wichtig ist, hatte ich noch einmal nachgefragt. Wie es aussieht, hat Garmin seine Strategie geändert. Auf den Supportseiten
        https://support.garmin.com/de-DE/?faq=SZ5HxKSIBLAYbsP2r8PtE6 finde ich den folgenden Text:
        "Importieren und Exportieren von Training Center Daten
        HINWEIS: Garmin Training Center für Mac und Windows wurde eingestellt. Wir ermutigen unsere Kunden dazu, wichtige Aktivitäten vom Garmin Training Center auf unsere wachsende Online-Community Garmin Connect zu verlagern, unsere umfassende Analysesoftware, die ständig neue und aufregende Funktionen hinzufügt."

        Das ist für mich ein Unding, da ich die Hoheit über meine Daten nicht aus der Hand geben will. Es ist schon ärgerlich genug, sie mit einer Firma teilen zu müssen.

        Gruß

        Michael

        Antworten
        • Hallo Michael,
          bei Garmin gibt es noch den Vorteil dass man den automatischen Upload von aufgezeichneten Aktivitäten zu Garmin Connect ausschalten kann!
          VG

          Antworten
  2. Hallo,
    die Uhr verschickt ja jede Menge Daten an das Smartphone und vielleicht auch weiter durch die Software. Mich würde einfach mal interessieren was mit den Daten alles passiert. Hat da eventuell Casio Zugriff auf die Daten oder gar andere Firmen. Könnte man auch soweit gehen das Casio anhand von versendeten Daten die Uhr dem Käufer zuordnen kann oder eventuell diese wiederfinden kann wenn diese verloren oder entwendet wurde.

    Antworten
    • Hallo,
      … dies kann nur Casio beantworten … dazu sollte eigentlich etwas in der Datenschutzerklärung zu der App stehen … im Zweifelsfall muss man von solchen Geräten die Finger lassen (davon abgesehen, ist bei Garmin, Polar … auch so).
      VG

      Antworten
      • Hallo,
        mich würde halt interessieren wie weit die Übermittlung geht.
        Ich dachte aber eher daran, das die Uhr eine Produktnummer (xxxxx)hat und man so sagen kann das explizit diese Uhr (xxxxx) die Daten gesendet hat. Oder eben nur die Daten von der App ohne das man rückschlüße auf die Uhr nehmen kann.

        Antworten
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