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komoot Test – Tourenplanung & Navigation für Fahrrad & Wandern

In dem aktuellen Test schaue ich mir komoot an, eine Plattform um Fahrradfahrerinnen und Wanderinnen bei ihren Tages-, Wochenend- und Urlaubsausflügen zu unterstützen – beim Planen und Navigieren!

komoot Logo (©komoot)
komoot Logo (©komoot)

Welche Stärken hat komoot!

komoot ist universell – die deutsche, in Potsdam beheimatete Softwareschmiede stellt ihren Nutzern eine Webseite mit Routenplaner & Community sowie eine Smartphone App für Android und iOS zur Verfügung.

komoot ist beliebt – insbesondere bei Fahrradfahrerinnen und Wanderinnen. Dafür sprechen nicht nur die Bewertungen und Downloadzahlen in Google Play – 185.860 Downloads bei 4,6 Sternen – sowie im App Store – 96.293 Downloads bei 4,7 Sternen – sondern auch die ADFC Radreiseanalyse 2021, nach der komoot die beliebteste App unter Radausflüglerinnen, Streckenradlerinnen und Regioradlerinnen ist.

komoot ist günstig – Webseite und App sind kostenlos, für eine sinnvolle Nutzung braucht’s aber kostenpflichtige Kartenpakete. Zum Einstieg gibts ein Kartenpaket für eine kostenlose Schnupperregion (bei mir "Bad Tölz – Wolfratshausen"), weitere Karten lassen sich in Form von Einzelregionen (je €3,99*) bzw. Regionen-Paketen (je €8,99*) erwerben. Ein Welt-Paket kostet €29,99*. Eine weitere Option mit diversen Goodies ist komoot Premium für €59,99 jährlich.

komoot ist universell – mit komoot geplante Fahrrad- und Wandertouren lassen sich einerseits auf einem Smartphone mit installierter komoot App einsetzen, andererseits gibt’s eine clevere Integration in GPS-Fahrradcomputer (Bryton, Garmin, Hammerhead, Lezyne, Mio, Sigma, Wahoo), GPS-Handgeräte (Garmin), GPS-Smartwatches (Apple, Garmin, Polar, Samsung) und E-Bikes (Bosch- & Yamaha-Systeme, Specialized, weitere).

komoot ist progressiv – ob GPX-Import & GPX-Export, Off-Grid Luftlinien-Navigation, E-Bike Routenplanung, Internationalisierung oder Kartenupdates (z.B. vom März 2021 mit einer Differenzierung von Nationalparks, der Kennzeichnung von nicht zugänglichen Straßen, besseren Erkennung von Radwegen etc.), komoot wird sukzessive verbessert.

* einmalige Gebühr

Die kostenlose App gibt es in

  • Google Play unter dem Namen "Komoot — Fahrrad, Wander & Mountainbike Navi"
  • und im App Store unter "Komoot — Fahrrad & Wander Nav‪i‬".

Nach der Installation gilt es sich als Erstes anzumelden:

  • via Facebook-Konto
  • oder per E-Mail.

Wer die E-Mail Variante wählt, muss zum Erstellen eines neuen Profils Namen, E-Mail-Adresse und Passwort angeben.

Nach erfolgter Anmeldung landen Sie in einem aus fünf Seiten bestehenden Hauptmenü. Die Auswahl erfolgt komfortabel über die Menüleiste am unteren Bildschirmrand.

Der erste Kontakt mit der komoot App
Der erste Kontakt mit der komoot App

Wie ist das komoot Menü aufgebaut?

  • Entdecken– Auswählen von Touren inklusive Zugriff auf Collections wie z.B. "Acht Tausender im Bayerischen Wald".
  • Planen – Erstellen von individuellen Touren.
  • Aufzeichnung – Aufzeichnen der aktuelle Strecke.
  • Profil – Übersicht zu geplanten und gemachten Touren, persönliche Einstellungen und weiteres.
  • Mehr – Zugriff auf die freigeschalteten Pakete sowie Kaufen von weiteren Kartenregionen.

Was kann die komoot App?

  • Planen von individuellen Touren
  • Navigieren entlang bereits fertig geplanter Touren
  • Navigieren zu beliebigen Zielen
  • Routenberechnung
  • Import von Touren im GPX-, FIT, TCX-Format
  • Export von Touren im GPX-Format
  • Verwendung von Offline-Karten
  • Aufzeichnen von Touren
  • Sprachnavigation
  • Teilen in sozialen Medien
  • Zugriff auf die komoot Community
  • … und vieles mehr!

komoot Test – Wie lässt sich die komoot App bedienen?

Trotz der hilfreichen Menüleiste am unteren Rand braucht es schon etwas Zeit und Übung bis alle Funktionen verinnerlicht sind. Manche Funktionen sind versteckt, um beispielsweise Karten für den Offline-Einsatz verfügbar zu machen ist folgender Pfad maßgeblich: "Mehr > Freigeschaltete Pakete > Region wählen > Offline verfügbar".

Was kann der komoot Routenplaner der App?

Der Tourenplaner ist das Highlight der komoot App. Auf detaillierten Karten lassen sich umfangreiche Touren planen.

Zum Setzen von Zielen gibt es zahlreiche Optionen – besonders gut gefällt mir das Planen via Karte. Durch das Setzen eines Startpunkts und dem sukzessiven Versetzen des Zielpunkts lassen sich sehr komfortabel Rundtouren basteln. Dazu gehört auch das Verschieben von Wegpunkten sowie das Verändern einer Tour durch das Setzen weiterer Zwischenziele über die Funktion "zur Tour hinzufügen".

Garmin Edge 1030 Unisex Hand Gps - Erwachsene, Schwarz und Weiß*
  • Fahrradcomputer mit 3,5 Zoll großem Display, umfassenden Navigationsfunktionen sowie Leistung- und...
  • Trendline Popularity Routing zeigt basierend auf Milliarden von Kilometern an Streckendaten von...

* Anzeige - Aktualisiert: 16.03.2021 / Der Preis kann mittlerweile gestiegen sein / Affiliate Links / Bild(er): ©Amazon / Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen / Haftungsausschluss

Das Planungstool mach Spaß, das Berechnen von Routen ist extrem schnell erledigt, die vorgeschlagenen Routen, egal ob zum Wandern, Radfahren oder Mountainbiken, erweisen sich in der Summe als sehr plausibel.

Für jede Strecke gibt es ein Höhenprofil und umfangreiche Informationen wie beispielsweise zu den Wegetypen, zur Oberfläche (naturbelassen, Kies, etc.) und zum Anspruch (Können, Kondition).

Einzigster wirklicher Nachteil: Trotz Offline-Karten ist eine Mobilfunkverbindung nötig – ansonsten lässt sich der Routenplaner nicht nutzen! Ein Navigieren mit vorab offline gemachten Touren ist aber möglich.

Das Navigieren erfolgt via Kartenseite – dort gibt es eine deutlich eingezeichnete Strecke, Navigationshinweise und mehrere durch ein rechts / links Wischen anzeigbare Datenfelder (aktuelle / durchschnittliche Geschwindigkeit, zurückgelegte / verbleibende Strecke usw.). Zusätzlich kann sich der Fahrradfahrer oder Wanderer per Sprachansage führen lassen ("Folge dem Weg 70 Meter").

Praktisch: Beim Abweichen von der Strecke wird die Tour automatisch umgeplant – vorausgesetzt die Funktion "Automatisch Umplanen" ist aktiviert. Im Offline-Modus – also ohne Mobilfunknetz – gehts aber nur per Luftlinie zurück zur Tour, das automatische Umplanen steht dann nicht zur Verfügung.

Eine hilfreiche Funktionen ist das Zurückfinden zum Ausgangspunkt einer Tour. Dazu ist ein Stoppen der Navigation und Aufrufen der Funktion "Route zurück zum Startpunkt" nötig; dann besteht die Auswahl zwischen "Direkte Route zum Startpunkt" und "Zurück entlang geplanter Route".

Was in der Praxis nicht so gut funktioniert ist – zumindest beim Wandern – das automatische Ausrichten der Karte in Bewegungsrichtung. Ob es am verwendeten Android Smartphone (mit kalibriertem Kompass), der App oder dem Zusammenspiel liegt sei dahin gestellt. Auf jeden Fall lohnt es sich für ein besseres Verständnis die komoot Support-Seite zu studieren.

In der Summe kann ich komoot Novizen*innen nur empfehlen, alle Funktionen vor der Haustür auszuprobieren – inklusive einem Navigieren im kompletten Offline-Modus.

Planen einer Rundtour
Planen einer Rundtour
Per Luftlinie zurück zur Tour
Luftlinie zurück zur Tour
Navigation entlang einer Tour
Navigation entlang einer Tour
Wichtige Navigationseinstellungen
Wichtige Navigationseinstellungen

komoot Tipps

  1. Nach einer komoot Schnuppertour auf Basis des beim Einstieg kostenlos erhältlichen Kartenpakets empfiehlt es sich von Anfang an das Welt-Paket zu erwerben. Denn: Touren lassen sich nur zum Navigieren einsetzen wenn die entsprechende Kartenregion freigeschaltet ist. Und wer das Welt-Paket hat muss sich keine Gedanken machen …!
  2. komoot bietet das Welt-Paket hin und wieder günstiger an – wer warten mag kann ein paar Euro sparen!
  3. Die Suchfunktion ist in komoot – App wie Webseite – nicht immer hilfreich, da nur eine Suche nach Orten möglich ist. Wenn Sie beispielsweise nach dem Donauradweg suchen sollten Sie lieber die Suchmaschine ihrer Wahl verwenden, z.B. Google "komoot Donauradweg".
  4. Touren am besten zu Hause in der komoot Webseite vorbereiten. Der Routenplaner der App ist zwar gut, an einem großen Bildschirm geht’s aber besser und schneller.
  5. Wenn Sie eine Tour entlang von markierten Fahrrad- und Wanderwegen planen wollen benutzen Sie am besten meinen Lieblings-Tourenplaner, exportieren die Tour als GPX-Datei und importieren sie anschließend in komoot. Alternativ können Sie komoot Premium inklusive seiner spezifischen Karten mit Fernradwegen etc. buchen.
  6. Um Touren offline nutzen zu können müssen sie vorab "Offline verfügbar" gemacht werden – zu finden in den Details zu den einzelnen Touren.

Webseite & Portal

Zur komoot Webseite muss ich eigentlich nicht viel sagen: Wenn Sie die App kennen ist die Webseite ein Kinderspiel (bzw. umgekehrt)!

Generell ist zu empfehlen, möglichst alle Vorbereitungen für eine Tour zu Hause per Browser durchzuführen – z.B. das Basteln einer Tour mit dem Routenplaner, den ich in diesem Artikel bereits ausführlich besprochen habe: komoot Routenplaner – Der beste Routenplaner?

komoot Test – Fazit

Die Top-Bewertungen und die Beliebtheit kommen nicht von ungefähr!

komoot ist leistungsstark und nach der obligatorischen Eingewöhnungszeit einfach zu bedienen – für die meisten Fahrradfahrerinnen und Wanderinnen dürfte der Funktionsumfang zudem mehr als ausreichen.

Besonders gut gefallen mir der Routenplaner und der unkomplizierte Austausch von Touren mit GPS-Geräten von Garmin, Hammerhead, Wahoo und anderen Anbietern – ich bin nun einmal kein Freund der Smartphone-Navigation!

komoot Test – Pro

  • Preisgünstig (max. €30.-, von Premium mal abgesehen)
  • Starker Routenplaner
  • Offline-Karten
  • Integration in viele GPS-Geräte & E-Bikes
  • GPX-/FIT-Import & GPX-Export
  • Zusammenspiel Webseite / App

komoot Test – Contra

  • Karten mit offiziellen Fahrrad- & Wanderrouten nur für Premium-Kunden
  • Routenplanung in der App nur online möglich
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6 Gedanken zu „komoot Test – Tourenplanung & Navigation für Fahrrad & Wandern“

  1. hallo joachim habe ein problem mit komoot,wenn ich eine route gehe und schaue auf die zeit,dann ist eine grosse abweichung in stunden gegeben war einmal 29.3km und laut komoot war ich nur7.2std unterwegs,habe den stop auch eingeschaltet……was kann man da tun?

    Antworten
    • Hallo Josef,
      ich vermute dass eine Bewegung unterhalb einer gewissen Schwelle (z.B. kleiner 2,5 km/h) nicht als Bewegung erkannt wird und somit auch die Zeit (in Bewegung) nicht stimmt – ändern lässt sich daran nichts – außer schnell gehen 🙂
      VG

      Antworten
      • Manchmal bin ich verblüfft und angenehm überrascht , wie supergenau die Führung ist. Andere Male bin ich verärgert, daß verwirrende Führungen mich unnötig herumirren lassen.🙄🙄🙄😳

        Antworten
        • Manchmal ist es am besten nicht auf das Display zu schauen und einer Tour sondern dem Gefühl zu folgen … 🙂

          Antworten
  2. Von wann ist der Artikel? Welche Version wurde getestet? Wer stellt sowas ins Netz ohne die wichtigsten Angaben?
    Mein Komoot Version 9.11.9 hat zwar kein Import Menü, wenn ich aber im Dateibrowser auf eine gpx-Datei doppelklicke wird sie in Komoot import. Man kann dann auswählen, ob in geplante Touren oder in gemachte Touren importiert werden soll.

    Antworten

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