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a-rival TEASI one (Bild: a-rival)

a-rival TEASI one (Bild: a-rival)

Auf der Suche nach einem Fahrrad-Navi für kleines Geld? Das Funktionen wie ein Auto-Navi bietet? Und Karten von Europa an Bord hat? Dann könnte das a-rival Teasi one einen Blick wert sein!

Das Teasi one wird von a-rival als Navigationssystem für Radfahrer, Wanderer und Fußgänger beworben. Sein herausragendes Merkmal ist die Turn-by-turn Navigation entlang des gesamten Wegenetzes des Kartenmaterial – eine Komfortfunktion, die sich vor allem viele Fahrradfahrer wünschen!

Das Teasi berechnet Routen für Rennradler, Mountainbiker, City-Biker und Fußgänger. Als Basis dient OpenStreetMap-Kartenmaterial von 27 europäischen Ländern.

Und der Preis? Das Teasi gibts für schlappe 160 Euro in zahlreichen Online-Shops wie Amazon.de, Otto.de oder Conrad.de oder läßt sich in Rahmen eines Zeitschriften-Abos als Prämie an Land ziehen.

NEU – Der Nachfolger im Test: a-rival Teasi One 3

a-rival TEASI one: Technik

Mit einem Gewicht von rund 120 Gramm und Abmessungen von ca. 10 x 6,5 x 1,8 cm fällt das Teasi one schön handlich aus. Seine Form prädestiniert es eher als Navi zum Fahrradfahren als zum Wandern. Die geringe Bauhöhe ist auch dem integrierten, nicht auswechselbaren 1.550 mAh Lithium-Akku geschuldet, der laut a-rival – in Abhängigkeit von der Hintergrundbeleuchtung – für eine Laufzeit von 10 bis 12 Stunden sorgen soll. Im Test sind wir auf knapp sechs Stunden gekommen (Hintergrundbeleuchtung dauerhaft 100%, aktive Navigation und Trackaufzeichnung); wird die Beleuchtung dauerhaft auf 50 % reduziert, läuft das Teasi rund eine Stunde länger.

Die Laufzeit läßt sich aber durch Einsatz eines Timers verlängern. Dann wird die Beleuchtung nach einer individuell vorgegebenen Zeit ausgeschaltet und durch ein Antippen des Displays wieder aktiviert. Ein zusätzlicher Schlaf-Timer sorgt dafür, dass das Teasi one in längeren Pausen in den Stand-by-Modus übergeht. Auf langen Touren ist es möglich, das Teasi mit einen externen Akku aufzuladen. Dieser wird per USB an das Teasi angeschlossen; während der Fahrt ist ein Aufladen allerdings nicht möglich, da die Fahrradhalterung die USB-Buchse verdeckt.

Wird das Teasi im ausgeschalteten Zustand aufgeladen, gibts auf dem Display keinen Hinweis zum Ladestand. Ein kleines, aber durchaus störendes Detail.

Das Touchscreen-Display bietet mit einer Größe von 3,2-Zoll angenehm viel Fläche. Seine große Schwäche ist allerdings die Ablesbarkeit. Bei richtig schönem Sonnenschein – dann wenn die meisten Freizeitradler unterwegs sind – ist das Display auch bei maximaler Hintergrundbeleuchtung nur schlecht ablesbar. Das stark spiegelnde Display, aber auch die orange-schwarze Farbgebung der Menüs tragen ihren Teil dazu bei. Bei dunkler Umgebung gibt es dagegen wenig zu beanstanden.

Zum Empfangen von GPS-Signalen hat a-rival einen bewährten SiRF Atlas V Chip verbaut. Die Position wird in der Regel sehr schnell und zuverlässig bestimmt, Trackaufzeichnungen fallen akkurat aus. Eine Schwachstelle ist dagegen die Systemstabilität. Das Navi ist im Test hin und wieder eingefroren und konnte nur durch einen Reset wieder zum Leben erweckt werden. Zum Starten benötigt das auf Windows CE basierende Teasi one flotte 22 Sekunden, auch wenn bereits einige gespeicherte Touren an Bord sind.

Das Teasi ist im Gegensatz zu den meisten Outdoor-Navis nur spritzwassergeschützt (nach IPX5). Die Verarbeitung hinterläßt einen guten Eindruck, sogar die Abdeckungen für die miroSD-Karte und den USB-Anschluß sind auswechselbar. Das Teasi sollte nicht mit dem Display nach unten abgelegt werden. Das Display schließt mit dem Gehäuse nahezu bündig ab, somit besteht die Gefahr, es zu verkratzen. Idealerweise wird eine Displayschutzfolie verwendet.

Zum Anstöpseln an den PC muss das Teasi interessanterweise eingeschaltet sein; erst dann taucht die Abfrage “An PC anschliessen” bzw. “Nur aufladen” auf. Wird “An PC anschliessen” gewählt, dann geht das Teasi in den Massenspeichermodus über und ist im Windows-Explorer als Laufwerk “TFAT” sichtbar. Aber aufgepasst, am PC taucht die Meldung “Sie müssen den Datenträger … formatieren …” auf. Davon sollte man tunlichst die Finger lassen! Für den Fall der Fälle sollte deshalb unbedingt eine Sicherungskopie des Speicherinhalts angefertigt werden. Der Windows-Explorer gibt für das neue Laufwerk “TFAT” eine Speicherkapazität von 3,62 GB an; davon sind noch rund 360 MB nutzbar – Platz für Touren ist also ausreichend vorhanden.

a-rival Teasi one: Auf dem Display ist das übersichtliche Setup-Menü zu sehen

a-rival Teasi one: Auf dem Display ist das übersichtle Setup-Menü zu sehen

a-rival TEASI one: Bedienung

Die Bedienung des Teasi one erfolgt per Touchscreen bzw. mit Hilfe von zwei recht kleinen, seitlichen Tasten. Ein Wechsel zwischen einzelnen Funktionen – z.B. von der Karte zum Tripcomputer – ist nur mit Hilfe einer Taste möglich. Eine Softwarelösung per Button wäre praktischer, um eine flüssige Bedienung – insbesondere beim Biken – zu ermöglichen. Ansonsten ist die Benutzeroberfläche sehr übersichtlich gestaltet; auch wenig technikaffine Nutzer dürften sich mit dem Teasi one schnell anfreunden können.

Das Setup ist mit wenigen Klicks erledigt. Besonders wichtig ist das Einstellen der Profile, da diese Auswirkungen auf das automatische Routing haben. Für jedes Profil gibt es folgende Optionen: Bezeichnung (maximal 12 Zeichen), Typ (City-Bike, MTB, Rennrad, Fußgänger), Fahrergewicht, Radgewicht. Ein Anlegen von Profilen für unterschiedliche Benutzer, z.B. “Jan Rennrad” und “Lance MTB” ist möglich. Im Menü “Statistiken” werden Daten (maximale Höhe, Entfernung, …) für jedes Profil angezeigt.

a-rival TEASI one: Navigation

Das auf OpenStreetMap basierende Kartenmaterial umfasst 27 Länder: Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikanstaat. Ein Blick in den Kartenordner im Speicher des Teasi one offenbart, das zusätzlich Daten von Tele Atlas Verwendung finden

Wie oft die Karten kostenlos erneuert und den Anwendern zur Verfügung gestellt werden, gibt a-rival nicht an. Die auf dem Testgerät installierten Karten scheinen vom Oktober 2012 zu stammen, zumindest weisen die Dateinamen darauf hin (v20121024).

Die OpenStreetMap-Karten erscheinen durch ein integriertes Höhenmodell plastisch. Insgesamt gesehen machen die Karten aber einen sehr lieblosen Eindruck. Es gibt keinerlei POIs (Gaststätten, Parkplätze, …), auf Höhenlinien wird verzichtet, Unterschiede bei der Bodenbewachsung sind kaum vorhanden, nicht alle Ortsnamen werden angezeigt, unterschiedliche Wegearten lassen sich oft nicht auseinanderhalten (ist es eine Forststraße oder ein kleiner Wanderweg?), Flüsse hören einfach auf – aber was noch schlimmer ist: Kleinere Abschnitte von Landstraßen oder von Wegen bzw. Straßen in Innenstädten können fehlen (Beispiel: Innenstadt von Murnau am Staffelsee) – obwohl sie in dem ursprünglichen OSM-Kartenmaterial vorhanden sind!

Der Nutzer kann daran auch nichts ändern, da nur die a-rival eigenen Karten verwendbar sind bzw. keine Wegpunkte oder POIs importiert werden können. Dazu kommt, dass die Qualität der OSM-Karten in einigen Regionen (v.a. einigen europäischen Ländern) generell recht bescheiden ist. Dies ist aber bei allen Outdoor-Navis, die sich ausschließlich mit OSM-Karten bestücken lassen, von Nachteil. Der Anwender darf sich also nicht wundern, wenn er im Urlaub ohne Informationen dasteht.

Kernstück der Navigationsfunktionen ist das automatische Routing entlang der im Kartenmaterial enthaltenen Wege und Straßen. Grundlage sind die im Setup vorhandenen Profile Rennrad, MTB, City-Bike und Fußgänger. Je nach Profil wird der Anwender anders gelotst: der Rennradler nur auf Teerstraßen, der Mountainbiker auch auf Forststraßen und Nebenstrecken. In der Praxis zeigt sich, dass die vom Teasi berechneten Strecken eine Grundlage liefern, um von A nach B zu gelangen (Hinweis: das Teasi wurde hauptsächlich auf dem Land ausprobiert). Perfekte Strecken darf man nicht erwarten, schließlich enthalten die Karten keine ausgewiesenen Radwanderwege, in den Karten fehlende Straßenabschnitte führen zu interessanten Umwegen oder es kommt vor, dass der Mountainbiker auf einem steilen und unfahrbaren Weg zum Ziel geführt wird.

Zum Auswählen der Ziele stellt das Teasi unterschiedliche Methoden zur Verfügung: Adressen, eine POI-Sammlung (mit einigen Lücken), als Favoriten abgespeicherte Wegpunkte (sind aber nicht auf der Karte sichtbar), beliebige Punkte auf der Karte (das unzureichende Kartenmaterial macht allerdings das Suchen von möglichen Zielen schwierig) und das Eingeben von Koordinaten. Als praktisch erweist sich das Planen von Mehrzielrouten mit Hilfe der Karte, was sich besonders gut für Rundtouren eignet.

Alternativ lassen sich auch am PC geplante Touren verwenden. Diese müssen in Form von GPX-Dateien vom PC in den internen Speicher (Ordner: BikeNav\ImportedTrips) oder auf die microSD-Karte kopiert werden; anschließend stehen sie in den Menüs “Importierte Trips” bzw. “SD Card” zur Verfügung. Zum Planen von Touren empfiehlt a-rival Online-Tourenportale wie bikemap.net oder wandermap.net. Wer allerdings seine Touren unabhängig vom Internet planen möchte (z.B. in der Ferienwohnung ohne Internetanschluß), benötigt auf seinem Laptop eine Planungssoftware. Da a-rival keine entsprechende Software anbietet, empfiehlt sich ein Blick zur Konkurrenz. Ein empfehlenswertes und kostenloses Tool ist Garmin BaseCamp, das in Verbindung mit kostenlosen OSM-Karten dem Radler die notwendigen Funktionen bietet. BaseCamp benötigt allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit und die OSM-Karten unterliegen den bereits erwähnten regionalen Einschränkungen.

Startet der Radler oder Wanderer die Berechnung einer Strecke, dann kann er beim Teasi zwischen drei Varianten wählen (“Vorschlag, einfach, kurz“); zusätzlich erhält er Angaben zur Streckenlänge und den zu erwartenden Höhenmetern. Ein anschauliches Höhenprofil ergänzt die Informationen. Das Navigieren mit Hilfe von Trackaufzeichnungen wird durch pfiffige Funktionen erleichtert, beispielsweise in welche Richtung gefolgt werden soll (“Track Richtung Ende folgen, Track Richtung Anfang folgen“).

Das Navigieren erfolgt mit Hilfe von optischen und sehr leisen akkustischen Hinweisen. Auf der Kartenseite weist – in Ergänzung zu der farbig eingezeichneten Route – ein Richtungspfeil den Weg, zusätzlich gibt es zwei konfigurierbare Datenfelder (z.B. Entfernung zur Abbiegung und Geschwindigkeit) und ein ausblendbares Höhenprofil. Außerdem stehen noch ein konfigurierbarer Tripcomputer, ein Tachometer und ein Kompass zur Verfügung. Der Kompass funktioniert aber nur, wenn der Anwender in Bewegung ist. Schließlich handelt es sich nicht um einen elektronischen Kompass, der üblicherweise in teureren Geräten verbaut ist.

Weicht der Radfahrer oder Wanderer von der Strecke ab, versucht das Teasi ihn zur Route zurückzuführen. Sei es durch Wendemanöver oder dem Berechnen einer neuen Teilstrecke. Dabei kommt es aber schon einmal vor, dass es eine Querfeldein-Strecke vorschlägt, außer Tritt gerät oder nur sehr verzögert eine Alternative anzeigt.

Die aktuelle Tour zeichnet das Teasi one bei Bedarf auf, die einzelnen Trackpunkte werden jede Sekunde gesetzt. Das Aufzeichnungsintervall läßt sich nicht ändern.

a-rival Teasi one: Kartenseite mit aktiver Navigation

a-rival Teasi one: Kartenseite mit aktiver Navigation

a-rival TEASI one: Lieferumfang, Zubehör

Mitgeliefertes Zubehör:

  • Fahrradhalterung
  • Netzladestecker
  • USB-Daten-/Ladekabel
  • Kurzanleitung

Ein ausführliches Handbuch gibt es nur per Download. Das Handbuch ist zum aktuellen Zeitpunkt (April 2013) nicht auf dem neuesten Stand, alle Neuerungen des letzten Software-Updates Version 1.6.3 werden nicht beschrieben.

Die Fahrradhalterung hinterläßt einen überzeugenden Eindruck. Sie besteht aus der eigentlichen Lenkerhalterung und einem beweglichen Kopf mit einer Quickfix-Platte, in die eine Halteschale eingesetzt wird. Das Teasi one wird durch eine zusätzliche Schraube in der Halteschale gesichert. Vorteile der Halterung sind das schnelle Einsetzen bzw. Entfernen des Teasis inklusive Halteschale sowie das Ausrichten des Navis mit Hilfe eines Kugelkopfes. Manch ein Biker kann dagegen die hohe Bauweise als Nachteil ansehen, da das Teasi relativ weit über dem Lenker schwebt.

Wer mehr als ein Fahrrad bestücken möchte, kann weitere Fahrradhalterungen als Zubehör erwerben.

a-rival Teasi one: Fahrradhalterung von der Seite

a-rival Teasi one: Fahrradhalterung von der Seite

a-rival TEASI one: Fazit

Der aufmerksame Leser hat es sicherlich schon gemerkt: Der Autor ist von dem Teasi one nicht überzeugt. Im ersten Moment hat das Teasi zwar durchaus seinen Charme und es kann mit einem konkurrenzlosen Preis, der einfachen Bedienung, den Karten von Europa und der Turn-by-turn Navigation punkten. Die Nachteile des Teasi one zeigen sich erst so richtig auf Tour: Das Display ist bei Sonne schlecht ablesbar, die Karten weisen gravierende Fehler auf und glänzen durch einen geringen Informationsgehalt, die Software kann abstürzen und weist diverse Schwächen auf.

Das Testfazit lautet: nur bedingt empfehlenswert!

Was sind die Alternativen zum Teasi one? Die einzigen in der Preisklasse von 100.- bis 200.- Euro in Betracht kommenden Navis werden in dem Artikel Vergleichstest preiswerter Outdoor-Navis vorgestellt, allen voran die beiden Garmin Geräte. Sie benötigen zwar deutlich mehr Einarbeitungszeit als das Teasi one, garantieren auf Dauer aber mehr Navi-Spaß für kleines Geld!

NEU – Der Nachfolger: a-rival Teasi one2

a-rival TEASI one: Bewertung

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a-rival TEASI one: Pro und Contra

Pro

  • Automatisches Routing
  • Mehrere Profile (MTB, Rennrad, …)
  • Einfache Bedienung
  • OSM-Karten von vielen Ländern
  • Günstiger Preis
  • Gute Fahrradhalterung
  • Lieferumfang
  • 36 Monate Garantie

Contra

  • Systemabstürze
  • Bei Sonne schlecht ablesbares Display
  • Fehler im Kartenmaterial
  • Keine POIs/Favoriten in der Karte
  • Automatisch berechnete Routen mit Schwächen
  • Nicht ausgereifte Software
  • Kein Im-/Export von Wegpunkten und POIs möglich
  • Ungenügendes Handbuch, nur als Download erhältlich
  • Akku nicht auswechselbar

Getestete Software-Version: Bike-nav. 1.6.3.0 / 2013-04-03

a-rival TEASI one Test – Fahrrad-Navi für 160.- Euro was last modified: März 4th, 2017 by Joachim Bardua
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