p

5 Gründe für die Fitbit Surge

  • Komfortabel dank integriertem Herzfrequenzsensor
  • Unkomplizierte Bedienung und Konfiguration
  • Für viele Fitness-Aktivitäten, von Fahrrad bis Yoga
  • Motivierendes Dashboard
  • Vom Marktführer für Fitness-Wearables

Fitbit – ein US-amerikanischer Hersteller von Fitness-Armbändern – steigt mit der Surge in das Geschäft mit GPS-Smartwaches ein.

Die Fitbit Surge, von Fitbit als die "absolute Fitness-Superwatch" beworben, kann Strecken per GPS aufzeichnen, mit einem integrierten Sensor die Herzfrequenz messen, als Fitness-Armband Aktivtäten tracken, die Schlafphase überwachen, auf eingehende SMS und Anrufe hinweisen, Uhrzeit sowie Datum anzeigen und als täglicher Fitness-Motivator dienen.

Wie sich die Fitbit Surge im Alltag und als Fitness-Superwatch bewährt, soll dieser ausführliche Test zeigen!

Multisport-GPS-Smartwatch Fitbit Surge

Multisport-GPS-Smartwatch Fitbit Surge mit Anzeige der Uhrzeit

Fitbit Surge: Unboxing

Zum Lieferumfang der Fitbit Surge gehören:

  • GPS-Smartwatch
  • USB-Ladekabel
  • USB-Dongle zum Synchronisieren von Daten
  • Mini-Anleitung für die allerersten Schritte
Fitbit Surge mit USB-Kabel und USB-Dongle

Fitbit Surge mit USB-Ladekabel und USB-Dongle

Fitbit Surge: Alltagsuhr, Gehäuse, Bedienung, Technik

Um ihre Aufgabe als Aktivitätstracker erfüllen zu können, muss die Fitbit Surge möglichst dauerhaft getragen werden – Tag und Nacht. Vom Tragekomfort spricht – zumindest tagsüber – nichts dagegen, das elastische Armband passt sich gut dem Handgelenk an. Die Frage ist jedoch, wie der Tragekomfort im Hochsommer sein wird – das Armband weist keine Belüftungslöcher auf. Beim Kaufen ist zu beachten, dass es eine S- (14 – 17 cm Armumfang) und eine L-Variante (16,1 – 19,3 cm) gibt. Mit 51,4 g (nachgewogen) liegt die Surge im grünen Breich, mit reinrassigen, leichtgewichtigen Fitnesstrackern kann sie aber nicht mithalten.

Ob man eine Uhr im sportiven Technik-Look auch im Alltag tragen möchte ist eine Frage, die jeder für sich beantworten muss – im Vergleich zu vielen GPS-Sportuhren ist sie dieser Anforderung aber eher gewachsen. Als Alltagsuhr bietet die Surge eine Uhrzeit und Datumsanzeige, per Smartphone-App lassen sich Alarme definieren und auf der Smartwatch de-/aktivieren. Auf sie wird per Vibration hingewiesen.

Die Bedienung erfolgt mittels drei Tasten bzw. Touchscreen. Die gesamte Handhabung ist schnell erlernt und stellt auch nicht technikaffine Anwender vor keine unüberwindbaren Herausforderungen. Ein leichtes Wischen über das Display genügt und schon wird die nächste Seite angezeigt, z.B. statt Uhrzeit & Datum die zurückgelegten Schritte. Der Wechsel zurück ist auch ganz einfach und im Alltag sehr praktisch: Nach 10 Sekunden wird automatisch wieder zur Uhrzeit gewechselt.

Sensoren zum Messen und Aufzeichnen von Aktivitäten sind in der Surge in großer Zahl verbaut:

  • GPS: zum Aufzeichnen von Strecken.
  • 3-Achsen-Beschleunigungsmesser: mit seiner Hilfe werden u.a. die zurückgelegten Schritte gezählt.
  • 3-Achsen-Gyroskop: vermutlich ebenfalls zum Erkennen von Bewegungen.
  • Digitaler Kompass: zum Erkennen von Richtungsänderungen.
  • Optischer Herzfrequenzmonitor
  • Höhenmesser: zum Erfassen von Höhenunterschieden und zum Zählen von Etagen.

Dazu kommen noch ein Vibrationsmotor, der beispielsweise bei eingehenden Nachrichten aktiv wird und ein Umgebungslichtsensor für die Hintergrundbeleuchtung. In der Einstellung "Auto" entscheidet er beim Antippen des Touchscreens oder Drücken einer Taste, ob Beleuchtung nötig ist oder nicht.

Externe Sensoren (Herz- / Trittfrequenz / Geschwindigkeit) lassen sich mit der Surge derzeit nicht verbinden. Dieses Feature ist aber bereits angekündigt und soll zusammen mit der Einführung von Radsport-Funktionen kommen.

Das monochrome, ca. 2,1 x 2,4 cm große LCD-Display läßt sich in der Regel gut ablesen. Die Wasserdichtigkeit der Fitbit Surge wird mit bis zu 5 ATM (= 50 m Wassertiefe) angegeben. Fitbit empfiehlt aber, die Uhr weder beim Schwimmen noch beim Duschen zu tragen.

Zur Speicherkapazität: Laut Fitbit speichert die Surge sieben Tage detaillierter, minutengenauer Bewegungsdaten und trackt die Tagesgesamtwerte der vergangenen 30 Tage. Herzfrequenzwerte werden während einer Trainingsaufzeichnung in 1-Sekunden-Intervallen gespeichert, ansonsten in 5-Sekunden-Intervallen. Im Handbuch findet sich noch der Hinweis, dass bis zu 35 Stunden an GPS-Daten gespeichert werden können.

Fitbit Surge: Akku

Fitbit gibt folgende Akku-Laufzeiten an:

  • Als Aktivitätstracker mit kontinuierlicher Anzeige der Herzfrequenz (ohne GPS): 7 Tage
  • Aufzeichnen von Aktivitäten mit GPS: 5 Stunden

Im Test sind wir im ersten Fall (Alltagsuhr + Fitnesstracker) auf ziemlich genau 7 Tage + 15 Stunden gekommen (unter Verzicht auf eine Synchronistaion mit einem Smartphone), im zweiten Fall immerhin auf 08:50 hh:mm bzw. 09:10 hh:mm!

Die Surge wird über das mitgelieferte USB-Kabel aufgeladen. Bei dem USB-Anschluß auf der Gehäuserückseite handelt es sich um eine proprietäre Ausführung mit vier Kontakten. Vorteil: auf eine Gummidichtung zum Schutz vor Feuchtigkeit kann verzichtet werden, Nachteil: ein Laden ist nur mit dem Fitbit-Kabel möglich. Außerdem passiert es beim Laden recht häufig, dass der Stecker aus der Surge-Buchse rutscht.

Fitbit Runsense: GPS-Empfang

Die Surge unterscheidet sich von den Fitbit Fitness-Armbändern unter anderem durch den integrierten GPS-Empfänger. Genaue Angaben zu GPS-Chip, Antenne etc. macht Fitbit nicht – macht nichts, entscheidend ist die Performance.

Bei guten GPS-Empfangsbedingungen vergehen in der Regel 10 bis 20 Sekunden, bis die Surge die Position bestimmt und zum Aufzeichnen von Outdoor-Aktivitäten (Wandern, Gehen etc.) bereit ist – ein guter, praxistauglicher Wert.

Wie genau zeichnet die Fitbit Surge Strecken auf? Eine visuelle Auswertung aller während des Test zurückgelegten Strecken zeigt, dass die Fitbit Surge mit anderen GPS-Sportuhren im Großen und Ganzen auf Augenhöhe liegt, z.B. mit der kürzlich getesteten Epson Runsense SF-810. Es kommen zwar immer mal wieder längere Abschnitte mit einer Abweichung von bis zu 10 m vor, aber dieses Verhalten können andere GPS-Uhren auch zeigen. Für die insgesamt gute GPS-Performance sprechen auch die exakten Übereinstimmungen bei den gemessenen Streckenlängen, Beispiele siehe nächster Abschnitt.

Fitbit Surge: Optischer Herzfrequenz-Sensor

Wie misst die Fitbit Surge die Herzfrequenz? Fitbit beschreibt die Technik wie folgt: "Mit jedem Herzschlag erweitern sich aufgrund von Veränderungen im Blutvolumen deine Kapillaren und ziehen sich wieder zusammen. Das von der Haut reflektierte Licht der PurePulse-LEDs an deinem Tracker erfasst diese Veränderungen." (Quelle: Fitbit).

Zum Erzielen möglichst optimaler Ergebnisse empfiehlt Fitbit, mit der Position am Handgelenk zu experimentieren. Bei Benutzung als Alltagsuhr wird eine einfingerbreite Position oberhalb des Handwurzelknochens empfohlen. Ansonsten gilt, die Uhr noch ein paar Zentimeter höher zu tragen, da dort die Herzfrequenz besonders genau gemessen werden kann. Außerdem soll die Surge während sportlicher Aktivitäten fest, aber nicht zu fest getragen werden.

Im Test wurden diese Empfehlungen berücksichtigt, es ist allerdings anzumerken, das die "weiter oben" Trageposition nicht immer möglich ist. Die Sportuhr rutscht schon einmal nach unten, außer wenn das Armband sehr fest angezogen wird. Bei enger, langärmeliger Sportkleidung ist es sowieso nicht immer möglich, die Surge so weit oben zu tragen.

Fitbit Surge Rückseite

Rückseite der Fitbit Surge mit optischen Herzfrequensensor (Mitte), USB-Anschluss (links)

Die Fitbit Surge wurde unter verschiedensten Bedingungen getestet: bei stark bzw. nur wenig schweißtreibenden Aktivitäten, bei strömenden Regen oder trockenen Bedingungen, auf kurzen oder längeren Strecken sowie in Ruhe. Die weiteren Testkandidaten: Garmin Forerunner und fenix mit Herzfrequenzgurt, Epson Runsense mit einer ebenfalls optischen Herzfrequenzmessung.

Es zeichnet sich ab, dass bei der Surge die Tendenz zu größeren Schwankungen besteht. Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten weicht die Herzfrequenz schon einmal 20, im Extremfall sogar 30 Schläge ab. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es bei der Surge ein paar Sekunden dauern kann, bis sich die Werte angleichen. Diese Verzögerung dürfte methodisch bedingt sein. Davon unabhängig scheinen die Herzfrequenzwerte bei der Surge tendenziell niedriger auszufallen (gut zu sehen bei Aktivität 3). Eine weitere Beobachtung: Es kommt vor, dass auf dem Display kurzzeitig keine Herzfrequenz angezeigt wird (im Diagramm gibt es aber keine Lücken).

Insgesamt gesehen ist das Ergebnis eher unbefriedigend – ob es an einer vermeintlich falschen Trageposition, der Temperatur, der Feuchtigkeit oder der eigenen Anatomie liegt sei dahingestellt. Möglicherweise ist die Herzfrequenzmessung bei der Fitbit Surge auch anders ausgelegt: Im Gegensatz zu Sportuhren mit Herzfrequenz-Brustgurt (wer trägt den Gurt schon beim Schlafen?) ist die Surge nicht nur auf sportliche Aktivitäten, sondern auch auf Alltag, Schlaf und ruhige Bewegungen wie z.B. beim Yoga ausgerichtet.

Dass die Unterschiede aber nicht unbedingt am optischen Herzfrequenzsensor liegen müssen, zeigt unser Test der TomTom Runner Cardio; dort stimmen die Herzfrequenzkurven zwischen unterschiedlichen GPS-Sportuhren sehr gut überein.

Aktivität 1 (Fitbit Surge / Epson Runsense 810 / Garmin fenix)

  • Distanz: 12,39 / 12,37 / 12,54 km
  • Ø Herzfrequenz: 118 / 119 / 122 Schläge/Min.
Fitbit Surge: Herzfrequenz

Fitbit Surge

Garmin fenix: Herzfrequenz

Garmin fenix

Epson Runsense 810: Herzfrequenz

Epson Runsense 810

Aktivität 2 (Fitbit Surge / Epson Runsense 810 / Garmin Forerunner 210)

  • Distanz: 9,35 / 9,30 / 9,3 km
  • Ø Herzfrequenz: 121 / 123 / 125 Schläge/Min.
Fitbit Surge

Fitbit Surge

 

Garmin Forerunner 210

Garmin Forerunner 210

 

Epson Runsense 810

Epson Runsense 810

Aktivität 3 (Fitbit Surge / Epson Runsense 810 / Garmin Forerunner 210)

  • Distanz: 5,89 / 5,78 / 5,66 km
  • ØHerzfrequenz: 99 / 112 / 111 Schläge/Min.
Fitbit Surge: Herzfrequenzdiagramm

Fitbit Surge

 

Garmin Forerunner: Herzfrequenzdiagramm

Garmin Forerunner

 

Epson Runsense 810: Herzfrequenzdiagramm

Epson Runsense 810

Aktivität 4 (Fitbit Surge / Garmin Forerunner 210)

  • Distanz: 7,65 / 7,56
  • ØHerzfrequenz: 113 / 116
Fitbit Surge HF-Diagramm

Fitbit Surge

 

Garmin Forerunner 210 HF-Diagramm

Garmin Forerunner 210

NEU – Ein grundlegender Artikel zur optischen Herzfrequenzmessung: Genauigkeit, Grenzen, Herausforderungen!

Fitbit Surge: Konfiguration

Die Konfiguration der Fitbit Surge gehört zu den einfachsten Übungen. Im Menü der Uhr ist wenig einzustellen: Bluetooth Classic (ein / aus / verknüpfen), Nachrichten (ein / aus), Hintergrundbeleuchtung (ein / aus / automatisch), Herzfrequenz (ein / aus / automatisch). Über das Menü läßt sie sich noch ausschalten und es gibt diverse Versions-Infos.

Die wichtigsten Einstellungen werden – nach Anlegen eines Benutzerkontos und Verknüpfen des Kontos mit der Uhr – über die Fitbit-Webseite oder die Fitbit-App für iOS und Android vorgenommen: Design der Uhrzeitanzeige, wird die Surge an der dominanten Hand getragen oder nicht, Empfindlichkeitsauswahl für die Schlafaufzeichnung, Auswahl an Aktivitäten, Festlegen des täglichen Hauptziels (z.B. 10.000 Schritte), Herzfrequenzmessung (ein / aus / automatisch). Dazu lassen sich noch Alarme definieren, die den Nutzer per Vibration aufwecken. Auf der Webseite lassen sich zusätzlich Benachrichtigungen (z.B. Hinweis auf niedrigen Akkustand per E-Mail) aktivieren und persönliche Angaben (Alter, Gewicht etc.) hinterlegen. Wer auf dem Uhrendisplay Hinweise zu SMS und Mails (Push-Benachrichtigungen) erhalten möchte, muss dies in der App vornehmen.

Damit ist die Konfiguration abgeschlossen: einfach und übersichtlich, aber auch mit Einschränkungen. So lassen sich die Datenseiten bzw. Datenfelder nicht individuell anpassen (z.B. Anzahl Datenfelder pro Seite).

Um Aktivitäten auf der Surge auswählen und zum Tracken verwenden zu können, muss per App oder Webseite eine Vorauswahl getroffen werden. Es können insgesamt sieben Aktivitäten hinterlegt werden. Die Auswahl lautet: Wandern, Gehen, Yoga, Gewichte, Fahrradfahren, Ellipsentrainer, Spinning, Stepper, Zirkeltraining, Bootcamp, Pilates, Kickboxen, Tennis, Kampfsport, Golf, Training (= ein Platzhalter für sonstige Sportarten). Wintersportarten wie z.B. Skilanglauf fehlen interessanterweise.

Die folgenden Abbildungen zeigen die wichtigsten Displayansichten als Alltagsuhr bzw. Aktivitäts-Armband. Beim Aufzeichnen einer Aktivität, z.B. Laufen, wird eine Seite mit Angaben zur zurückgelegten Distanz und Zeitdauer angezeigt. Ein drittes Datenfeld ist per Fingerwischen auswählbar, zur Auswahl stehen: Anzahl Schritte, verbrauchte Kalorien, aktuelle Herzfrequenz, ØTempo, aktuelles Tempo und Uhrzeit.

Fitbit Surge: Funktionen

Welche Funktionen bietet die Fitbit Surge – eine Übersicht:

  • Alltagsuhr: Anzeigen von Uhrzeit (hh:mm, keine Sekunden) und Datum (mm:dd) (z.B. 15:29; APR 23) (je nach gewählter Darstellung), Alarme mit Weckfunktion per Vibration.
  • Aktivitätstracker: tägliche Statistiken zur Anzahl an Etagen und Schritten, verbrauchten Kalorien, zurückgelegten Kilometern und Anzeige der aktuellen Herzfrequenz.
  • Schlafaufzeichnung: Auswertung über Online-Dashboard bzw. Smartphone-App mit Angaben zu Einschlaf-/Aufwachzeitpunkt, Schlaf-/Unruhig-/Wachphasen, Schlafdauer (Anzeige sämtlicher Daten nur im Online-Dashboard bzw. der Fitbit-App).
  • Tägliche Ziele: je nach Vorgabe (z.B. 10.000 Schritte), Anzeigen des aktuellen Status (z.B. 3.231 Schritte), beim Erreichen des Ziels "10.000 Schritte" wird optisch bzw. per Vibration darauf hingewiesen.
  • Aufzeichnen von Trainings:
    1. Laufen: Auswahl zwischen "Frei Laufen" (mit GPS und Herzfrequenz), "Laufband" (nur Herzfrequenz), "Runde Laufen" (mit GPS und Herzfrequenz)(eine neue Runde wird durch Drücken einer Taste gestartet), während des Trainings werden auf einer Datenseite drei Datenfelder angezeigt: zurückgelegte Strecke (oben), Zeitdauer (Mitte, große Ziffern), Uhrzeit/Schritte/Kalorien/Herzfrequenz/ØTempo/Tempo (unten, Auswahl durch Wischen oder Antippen).
    2. Training: Auswahl je nach Voreinstellung, z.B. Wandern, Gehen, Yoga. Bei "Wandern" werden Daten analog zu "Frei Laufen" angezeigt, bei "Yoga" werden Kalorien (oben), Zeitdauer (Mitte, große Ziffern) und Uhrzeit/Herzfrequenz (unten, Auswahl durch Wischen oder Antippen) angezeigt.
    3. Zusammenfassung (nach jeder Aktivität): Infos zu Zeitdauer, Kalorien etc.
  • Musiksteuerung: Steuern der Musik-Player Funktion eines per Bluetooth Classik angeschlossenen Smartphones (iOS, Android).
  • Meldungen: Hinweise auf eingehende Anrufe bzw. Textnachrichten (max. 20 Meldungen werden gespeichert, Textnachrichten bis 160 Zeichen); auf die Meldungen wird optisch und per Vibration hingewiesen.

Was ist während des Tests aufgefallen?

Wenn man – wie der Autor – noch nie einen Fitness-Tracker genutzt hat, zeigt es sich schnell, dass so ein Teil durchaus Spaß und Sinn machen kann! Entscheidend ist dabei nicht unbedingt die Genauigkeit der Werte, sondern der Motivationsfaktor. Spätestens beim nächsten "Telephone-Walking" merkt man: Der Fitness-Tracker zeigt seine Wirkung! Wer mag kann zusätzlich einen Motivationsturbo aktivieren und beispielsweise das Tagesziel "10.000 Schritte" hinterlegen. Die Surge weist auf den aktuellen Status bzw. auf die Zielerreichung hin.

Die Schlafaufzeichung ist dagegen anders zu beurteilen. Die Fitbit Surge gibt die Bettgeh- bzw. Aufstehzeiten sehr genau an. Für den dazwischen liegenden Zeitraum werden im Dashboard Informationen wie z.B. 2 Minuten wach, 18 Minuten ruhelos und die tatsächliche Schlafdauer ausgewiesen. Der Test zeigt aber, dass die angegebenen Werte nicht unbedingt etwas mit der tatsächlichen Schlafqualität zu tun haben – und nichts verspürt man mehr als eine schlecht verbrachte Nacht! Dazu braucht es nicht unbedingt eines Fitness-Trackers mit Schlafaufzeichnung, zumal die recht große Surge nachts nicht gerade zum Komfortgewinn beiträgt. Sinnvoll wäre eine weitergehende Analyse, z.B. Zusammenhänge zwischen Schlafqualität und zu viel oder zu wenig sportlicher Aktivität.

Ihren Zweck als Alltagsuhr erfüllt die Fitbit Surge im Großen und Ganzen einwandfrei. Besonders gut gefällt der automatische Wechsel von einem beliebigen Screen zur Uhrzeitanzeige. Verbesserungswürdig ist dagegen der Funktionsumfang bezüglich der Push-Benachrichtigungen. Die Surge weist zwar auf Anrufe hin und zeigt Textnachrichten an, Emails und Kalendereinträge sind aber außen vor. Am Design scheiden sich allerdings die Geister, nicht jeder mag im Alltag eine sportive Uhr tragen.

Nicht nur beim Aufzeichnen von Trainings macht sich die äußerst einfache Bedienung der Surge positiv bemerkbar. Wäre beim Funktionsumfang ein Wunsch frei, würde er lauten: Vibrationshinweise beim Verlassen der voreingestellten Herzfrequenzzone. Der dezente optische Hinweis in Form eines gefüllten bzw. nicht gefüllten Herzens reicht nicht aus.

Fitbit Surge: Software, Apps, Online-Portal

  • Fitbit Connect, Desktop-Software für PC und Mac: zum Synchronisieren der Uhr mit dem Fitbit.com-Benutzerkonto und Einspielen von Updates.
  • Fitbit App, für Android / iOS / Windows Phone: zum Einstellen der Uhr, Bearbeiten des Benutzerprofil, Synchronisieren, Anzeigen und Auswerten von Aktivitäten.
  • Fitbit.com, Webseite: Benutzerkonto mit Dashboard zum Anzeigen bzw. Auswerten der Aktivitäten.

Besonders gut gefällt das einfache und unkomplizierte Zusammenspiel aller Soft- und Hardware-Komponenten. Über den USB-Dongle erfolgt ein automatscher Datenabgleich zwischen der Fitbit Surge und dem Dashboard, die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone-App und Smartwatch wird einmal eingerichtet und muss danach nicht mehr beachtet werden. Analog zur Uhr fällt auch die Handhabung der Software insgesamt sehr überzeugend aus.

Fitbit App Dashboard

Fitbit App Dashboard: Übersichtlich und aufgeräumt; mit Herzfrequenz in Echtzeit.

Motivation im Fitbit Dashboard

Motivation im Fitbit Dashboard

Die Darstellung der gesammelten Daten wirkt sehr motivierend und optisch ansprechend. Auf einen Blick erhält man eine Übersicht über Schritte, Kalorien usw. Dies gilt auch für die einzelnen Aktivitäten, für jede Aufzeichnung gibt es eine Karte mit der zurückgelegten Strecke und Diagramme zu Tempo, Herzfrequenz, Herzfrequenzzonen und Kalorienverbrauch. Bei Bedarf kann eine Aktivität als tcx-Datei exportiert werden (beinhaltet Höhe, Teilstrecke, Fahrzeit, Geschwindigkeit/Teilstrecke. Richtung/Teilstrecke, Uhrzeit, Position, Herzfrequenz).

Vermisst werden hingegen weitere, tiefgreifende Analysen. Beispielsweise eine Darstellung aller aufgezeichneten Laufsportaktivitäten und die erzielten Fortschritte. Bei Bedarf läßt sich ein Ernährungsplan führen und ein Premium-Abo abschliessen (Kosten: 44,99 Euro pro Jahr). Dann erhält man zusätzliche Informationen wie z.B. einen Vergleich zu normalgewichtigen Männern in der gleichen Altersgruppe, einen Aktivitäts- und Schlafbericht für eine Woche und die Möglichkeit, seine Daten als xls- oder csv-Datei zu exportieren. Alles Zusatzinformationen, für die man nicht unbedingt 45.- Euro ausgeben muss.

Abschließend sei noch der Gedanke erwähnt, dass man eigentlich sehr persönliche Daten irgendwo in der Cloud ablegt …!

Fitbit Surge: USB-Dongle am MacBook

Fitbit Surge: USB-Dongle am MacBook – klein und unauffällig

Fitbit Surge: Fazit

Die Fitbit Surge besticht vor allem durch die unkomplizierte Bedienung und das gelungene Zusammenspiel von Hard- und Software. Der Funktionsumfang ist umfassend, von einer Alltagsuhr über einen Fitness-Tracker bis hin zu einer GPS-Sportuhr bietet die Fitbit Surge viel, ist von einer "Fitness-Superwatch" aber noch weit entfernt. Die Surge ist in erster Linie eine Multisport-GPS-Smartwach zum Motivieren und empfiehlt sich vor allem für Anwender, die in unterschiedlichen Disziplinen zu Hause sind und nicht den komplexen Funktionsumfang mancher GPS-Sportuhr benötigen. Gegen den Einsatz als Trainingscomputer sprechen auch die Abweichungen bei nder Herzfrequenzmessung.

Die Fitbit Surge kostet derzeit 249.- Euro. Damit steht sie vor allem in direkter Konkurrenz zur Garmin vivoactive, eine GPS-Smartwatch, die ohne Herzfrequenzgurt ebenfalls 249.- Euro kostet und ähnliche Ambitionen wie die Fitbit Surge hat – eine universelle Multisport-GPS-Smartwatch für Alltag, Fitness und Sport zu sein.

Empfohlener Online-Shop:

  • Fitbit Surge Amazon – Bestseller Nr.1 in der Kategorie Running GPS-Geräte!

Leser-Bewertung

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (102 GPS-Fans, ∅: 79,61 %)
Loading... Mit einem Klick auf die entsprechende Anzahl an Sternen können Sie die Fitbit Surge bewerten!

Fitbit Surge: Pro und Contra

Pro

Contra

  • Einfache Bedienung
  • Übersichtliche Konfiguration
  • Zusammenspiel der Software (App, Online-Portal)
  • Synchronisierung per USB-Dongle
  • Unkomplizierte Verbindung Smartphone/Surge
  • Schnell einsatzbereites GPS
  • Gute Akkulaufzeiten
  • Komfortgewinn durch Verzicht auf HF-Gurt
  • Motivierendes Dashboard
  • Ungenaue Herzfrequenzmessungen
  • Funktionsumfang (je nach Ansprüchen)
  • Nur Hinweise auf eingehende Anrufe und SMS
  • Auswertung von Aktivitäten im Dashboard
  • Keine vordefinierten Wintersportaktivitäten
Fitbit Surge – Multisport-GPS-Smartwatch im Test was last modified: Januar 12th, 2017 by Joachim Bardua

Pin It on Pinterest

Share This