Garmin vivoactive HR Test

Das ultimative Allround Fitness Wearable?

Garmin vivoactive HR – ein neues Fitness-Wearable von Garmin! Mit der vivoactive HR bietet Garmin derzeit 24 Fitness-Tracker, Golf-, Laufsport-, Schwimm- und Multisport-Uhren in einer Preisspanne von €89.- bis €699.- an. Eine umfangreiche Produktlinie, mit der Garmin für jeden Sportler, jede Aktivität und jedes Budget ein passendes Wearable bereithält!

Die vivoactive HR ist mit €269.- im Mittelfeld platziert – ihr umfangreiches Featureset macht aus ihr einen echten Allrounder, mit dem Garmin den Fitness-Tracker Marktführer Fitbit ein weiteres Mal herausfordert!

Ob ihr das gelingt? Unser Review soll es klären!

Multisportler

Laufen, Fahrradfahren, Schwimmen, Studio … für jeden ist etwas dabei!

Widgets

Daten und Informationen … individuell und vielfältig darstellbar!

Connect IQ

Jederzeit erweiterbar … Apps, Datenfelder, Widgets!

Garmin vivoactive HR (Bild: Garmin)

(Bild: Garmin)

Display

Farbiger Touchscreen und 2 Tasten … für eine elegante und einfache Bedienung!

Sensoren

Beschleunigung, GPS, Herzfrequenz, Höhe, Kompass … weitere externe Sensoren!

Smart Notifications

E-Mails, SMS, WhatsApp, Telefonate … ohne Limit!

Design, Tragekomfort

Funktion über Fashion – das unspektakuläre, sportiv-technische Design der vivoactive HR erinnert an die Surge, ein ebenfalls mit GPS und Herzfrequenzsensor ausgestatteter Tracker von Mitbewerber Fitbit.

Die Garmin vivoactive HR verfügt analog zur Surge über ein rechteckiges, fließend in das Armband übergehendes Gehäuse. Für das Gehäuse gibt Garmin Abmessungen von 30 x 57 x 12 mm an, das Gewicht liegt bei 49,1 g (XL-Armband, nachgewogen) bzw. 47,6 (Standard-Armband, nicht nachgewogen). Gegenüber der Surge lassen sich bei der vivoactive HR die Armbänder austauschen: statt dem schwarzen Standardband ist auch ein gelbes, weißes oder lavarotes Armband möglich. Kostenpunkt: 29,99 Euro pro Armband (UVP).

Der Vorgänger, die Garmin vivoactive, ist anders gebaut: quadratisch statt rechteckig, deutlich flacher (8mm gegenüber 12 mm) und rund 10 g Gramm leichter. Kein Wunder, die vivoactive verfügt schließlich über keinen optischen Herzfrequenzsensor. Bei ihr sind die Armbänder ebenfalls auswechselbar, im Vergleich zur vivoactive HR stehen aber weitere Farben zur Auswahl.

Ein weiterer Kandidat von Mitbewerber Fitbit ist die neue Blaze, ein Fitness-Tracker ohne GPS, dessen große Stärke beim Design liegt. Quadratisch wie die vivoactive und ebenfalls mit auswechselbaren Armbändern.

Tragekomfort – nach rund drei Wochen 24/7 Dauereinsatz lautet die Beurteilung: Angenehm und komfortabel, wenngleich flach gebaute Tracker wie die Garmin vivoactive oder Fitbit Blaze unauffälliger wirken und noch einen Tick bequemer zu tragen sind – vor allem nachts zur Schlafanalyse.

Garmin vivoactive HRGarmin vivoactiveFitbit SurgeFitbit Blaze
TestvivoactiveSurgeBlaze
UVP (€)269,99249.-249,95229,95
Jahrgang2016201520152016
Abmessungen30 x 57 x 12 mm43,8 x 38,5 x 8 mmn/aca. 40 x 45 x 25 mm
Gewicht49,1 / 47,6 g37,5 g51,6 g43,6 g
Wasserdichtigkeit50 m50 mwassergeschütztwassergeschützt
Wechselarmbänder
Herzrequenzsensor
GPS

Alle Bilder: Garmin bzw. Fitbit

Garmin vivoactive HR (links) vs. Garmin vivoactive (rechts)

Garmin vivoactive HR Test: Technik

Display

Das farbige Touchscreendisplay (28,6 mm x 20,7 mm, 205 x 148 Pixel) ist bei direkter Sonneneinstrahlung bestens ablesbar.

In dunklen Umgebungen ist ein Aktivieren der Hintergrundbeleuchtung unumgänglich. Wenn in den Einstellungen der entsprechende Modus "Beleuchtung > Modus > Interaktionen" aktiviert ist, dann reicht ein Antippen des Displays oder einer Taste, damit die Displaybeleuchtung für ein paar Sekunden gestartet wird. Was allerdings nicht möglich ist (oder bei dem Testexemplar nicht funktioniert), ist ein Aktivieren per Armbewegung!

(Update: Ein Aktivieren der Beleuchtung über Gesten wird in der Garmin Connect App in den Geräteeinstellungen aktiviert)

Akku

Für den Akku gibt Garmin folgende Laufzeiten an: bis zu 8 Tage im Smartwatch-Modus (mit 24/7 Herzfrequenzmessung) und 13 Stunden im GPS-Modus.

Im GPS-Modus sind wir auf ziemlich genau 12 Stunden gekommen, was eine klasse Leistung für die Garmin vivoactive HR ist (Beleuchtung teilweise an, Bluetooth aktiv). Der Smartwatch-Modus wurde nicht explizit getestet, die Laufzeit dürfte aber Richtung 8 Tage gehen.

GPS-Empfänger

Garmin setzt bei der vivoactive HR auf einen kombinierten GPS / GLONASS Empfänger. Der GPS-Empfänger lässt sich für einzelne Aktivtäten komplett deaktivieren (z.B. Laufen an, Indoor Lauf aus), zusätzlich kann GLONASS separat aktiviert bzw. deaktiviert werden (z.B. Laufen aus, Gehen an).

Die Position wird nach dem Aufrufen einer Aktivität – wie bei Garmin-Geräten üblich – richtig schnell bestimmt, hinsichtlich der Genauigkeit liegt die Garmin vivoactive HR zu einem Boliden wie der fenix 3 HR mindestens auf Augenhöhe. Beispiele zum Vergleichen gibt es weiter unten in der interaktiven Karte.

Zu Erwähnen ist noch, dass die HR nur über den Aufzeichnungsmodus "intelligent" verfügt. Das Fehlen eines 1 s Modus kann schon einmal zum Abschneiden von Kurven führen.

Höhenmesser

Wozu der integrierte barometrische Höhenmesser verwendet wird, ist nicht näher spezifiziert. Vermutlich dient er einerseits zum Zählen von Etagen (als Aktivitäts-Tracker), andererseits zum Aufzeichnen von Höhenänderungen bei Aktivitäten.

In den Einstellungen gibt es unterschiedliche Kalibrierungsoptionen: Auto-Kalibrierung per GPS-Höhe und manuelle Kalibrierung durch Eingeben der aktuellen Höhe. Eine empfehlenswert Kombination für genaue Aufzeichnungen lautet: vor der Aktivität manuell, während der Aktivität automatisch kalibrieren.

Zwei Beispiele für gemessene Höhenmeter (An- / Abstiegshöhenmeter; Daten aus Garmin Connect; Höhenkorrektur in Connect deaktiviert; *: Gerät ohne barometrischen Höhenmesser):

  • vivoactive HR: 599 / 608 m
  • fenix 3 Hr: 603 / 611 m
  • Forerunner 235*: 617 / 615 m
  • vivoactive HR: 736 / 739 m
  • fenix 3 Hr: 750 / 755 m
  • Forerunner 235*: 1.441 / 1.447 m
Im Vergleich zur Wearable-Referenz fenix 3 HR liefert die vivoactive HR exakte Höhendaten; beim Forerunner gibt es einen ungewöhnlichen Ausreißer, ansonsten sind die Werte gut vergleichbar.

Sensoren

Die Garmin vivoactive HR verfügt über zahlreiche interne Sensoren (*). Weitere Sensoren bzw. diverses Zubehör lassen sich per ANT+ anschließen.

  • Herzfrequenz am Handgelenk*
  • Barometrischer Höhenmesser*
  • Kompass*
  • Beschleunigungsmesser*
  • Herzfrequenz-Brustgurt (z.B. Garmin HRM-Run)
  • Geschwindigkeit/Trittfrequenz
  • Laufsensor
  • tempe (Temperatur)
  • Lights (smarte Fahrradbeleuchtung)
  • Varia Vision (Garmin In-Sight Display)
  • Virb (Garmin Actionkamera)

Bedienung

Die Garmin vivoactive HR wird per Touchscreen bzw. über zwei Tasten gesteuert. Durch ein Ziehen oder Schieben des Touchscreens nach oben bzw. nach unten wird zwischen einzelnen Ansichten, z.B. von der Uhrenseite zum "Mein Tag" Widget, durch ein Antippen des Touchscreens wird nach rechts zu einer weiteren Seite gewechselt, z.B. von der 4 Stunden Herzfrequenz-Grafik zur 7 Tage Ruheherzfrequenz-Grafik.

Durch ein kurzes Drücken der rechten Taste gelangt man in die Aktivitätenauswahl, durch ein längeres Drücken in die Einstellungen. Ein "Zurück" wird durch ein kurzes Drücken der linken Taste bewirkt, durch ein langes Drücken gelangt man zu den Optionen "Do not disturb / Sperren / Ausschalten".

Die Bedienung ist mit etwas Spielerei schnell erlernt, während einer Aktivität wird mit einem kurzen Wischen lässig zwischen den einzelnen Datenseiten gewechselt.

Was für den einen oder anderen Anwender eine Einschränkung sein kann, sind die teils sehr kleinen Schriftgrößen.

vivoactive HR: Schritte Widget

Widgets

Zum Visualisieren von Daten bzw. Einblenden von Informationen stehen viele, teils interaktive Widgets zur Auswahl. Der Nutzer kann sie nach Lust und Laune ein-/ausblenden, anordnen sowie über Garmin Connect IQ weitere Widgets hinzufügen.

Die vorinstallierte Widget-Auswahl lautet:

  • Golfspielen
  • Herzfrequenz
  • Intensitätsminuten (basiert auf einen Vergleich der Herzfrequenz während einer Aktivität mit der durchschnittlichen Herzfrequenz in Ruhe)
  • Kalender
  • Kalorien
  • Letzte Aktivität
  • Letztes Lauftraining
  • Letzte Radtour
  • Letztes Schwimmen
  • Lights (Steuern von Fahrradbeleuchtung)
  • Mein Tag
  • Musikfunktionen (Steuern von auf dem Smartphone gespeicherter Musik)
  • Nachrichten (= Smart Notifications)
  • Schritte (Abbildung links)
  • Virb (Steuern einer Garmin Actionkamera)
  • Wetter (mehrere Screens: aktuell, stündlich, täglich)
  • Mehr von Connect IQ hinzufügen

Garmin vivoactive HR (links) vs. Fitbit Blaze (rechts)

Aktivitäts-Tracking

Als Aktivitäts-Tracker zeichnet die vivoactive HR über 24/7 die verbrauchten Kalorien, genommenen Etagen, zurückgelegten Schritte und Kilometer, die Herzfrequenz sowie den Schlaf auf. Die Daten lassen sich in unterschiedlichen Widgets direkt auf der Garmin vivoactive HR einsehen, alternativ in Garmin Connect abrufen (App bzw. Webseite).

Während des Tests haben wir die vivoactive HR herstellerübergreifend mit der Fitbit Blaze verglichen. Das Ergebnis lautet: Bei nahezu allen Parametern liefert die Fitbit höhere Werte!

Tag 1

  • Garmin vivoactive HR
  • 1.970 Kalorien
  • 8.559 Schritte
  • 6,8 Kilometer
  • 3 Etagen
  • Fitbit Blaze
  • 2.163 Kalorien
  • 9.066 Schritte
  • 6,38 Kilometer
  • 5 Etagen

Tag 2

  • Garmin vivoactive HR
  • 1.805 Kalorien
  • 3.972 Schritte
  • 3,2 Kilometer
  • 5 Etagen
  • Fitbit Blaze
  • 1.943 Kalorien
  • 5.031 Schritte
  • 3,3 Kilometer
  • 14 Etagen

Tag 3

  • Garmin vivoactive HR
  • 1.729 Kalorien
  • 4.720 Schritte
  • 3,8 Kilometer
  • 9 Etagen
  • Fitbit Blaze
  • 2.143 Kalorien
  • 6.845 Schritte
  • 4,41 Kilometer
  • 10 Etagen

Bei einem Vergleich zur Garmin fenix 3 HR zeigen sich ebenfalls teils deutliche Unterschiede, z.B. Anzahl Kalorien am zweiten Tag (Tag 1: aktiver Tag, Tag 2: fauler Tag). Bei  nur zwei Beispielen ist eine Interpretation schwierig, aber die fenix 3 Hr scheint – von den Kalorien abgesehen – zu größeren Werten zu tendieren.

 

 

Tag 1

  • Garmin vivoactive HR
  • 3.348 Kalorien
  • 15.360 Schritte
  • 12,5 Kilometer
  • 99 Etagen
  • Garmin fenix 3 HR
  • 3.035 Kalorien
  • 16.167 Schritte
  • 13,3 Kilometer
  • 110 Etagen

Tag 2

  • Garmin vivoactive HR
  • 1.654 Kalorien
  • 689 Schritte
  • 0,7 Kilometer
  • 0 Etagen
  • Garmin fenix 3 HR
  • 1.361 Kalorien
  • 775 Schritte
  • 1,0 Kilometer
  • 0 Etagen

Die Garmin vivoactive HR verfügt über eine Inaktivitätsanzeige auf der Start- / Uhrenseite.

Je länger die Inaktivitätsphase dauert, desto mehr weiße Segmente werden einem roten Balken hinzugefügt. Zusätzlich weist ein Vibrationsalarm auf den Bewegungsmangel hin. Durch ein paar Minuten Bewegung wird der Inaktivtätsalarm zurückgesetzt, der Balken ist dann wieder komplett rot.

Abbildung rechts: Roter Aktivätsbalken mit vielen weißen Segmenten

vivoactive HR: Aktivätsbalken mit weißen Segmenten

Ob das Aufzeichnen von Schlafphasen sinnvoll ist oder nicht sei einmal dahingestellt. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts kann die vivoactive HR durchaus auch nachts getragen werden.

Die drei folgenden Bilder zeigen Schlafaufzeichnungen, visualisiert in der Garmin Connect App. Die Daten spiegeln eigentlich nur das wieder, was am nächsten Tag eigentlich zu fühlen ist: ausgeschlafen und fit oder einfach nur gerädert!

vivoactive HR: Schlafaufzeichnung über sieben Tage
vivoactive HR: tiefer Schlaf
vivoactive HR: leichter Schlaf

Move IQ

Move IQ lautet die Bezeichnung für eine automatische Aktivitätserkennung für Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen und Training auf dem Crosstrainer. Die Aufzeichnung wird ohne Drücken des Startbuttons automatisch gestartet.

Die Move IQ Ereignise werden nur in der Connect App im Kalender angezeigt und tauchen z.B. nicht in der Aktivitätenliste auf. Wer dies möchte, muss eine entsprechende Aktivität per Timer starten (und damit auch den GPS-Empfänger aktivieren). Der Kalender zeigt für jedes Move IQ Ereignis deshalb auch nur rudimentäre Informationen an: ein Symbol, die Startzeit und die Gesamtzeit.

Die Erkennung und Datenaufzeichnung ist nicht sehr genau, wie die Abbildung unten zeigt, werden für einen Tag in den Bergen sogar mehrere Schwimmereignisse aufgezeichnet … vielleicht lag es ja an dem Dauerregen!

Kalender Tagesdetails: Move IQ Aktivitäten

Garmin vivoactive HR (links) vs. Fitbit Surge (rechts)

Aktivitäten

Die Garmin vivoactive HR kann für nahezu jede Aktivität genutzt werden; eine Ausnahme ist z.B. Triathlon, da die HR über keinen Modus zum Verknüpfen von Disziplinen verfügt.

Besonders gut gefällt die Möglichkeit, die einzelnen Aktivitäten vielfältig konfigurieren zu können.

Beispiel Laufen:

  • Ein, zwei oder drei Trainingsseiten mit jeweils zwei oder drei Datenfeldern
  • Jedes Datenfeld lässt sich mit einem unterschiedlichen Wert belegen, zur Auswahl stehen zahlreiche Kategorien:
    1. Timer: Timer, Rundenzeit, Zeit letzte Runde, durchschnittliche Rundenzeit, verstrichene Zeit
    2. Distanz: Distanz, Rundendistanz, Distanz letzte Runde
    3. Pace: Pace, durchschn. Pace, Rundenpace, Pace letzte Runde
    4. Geschwindigkeit: Geschwindigkeit, durchschn. Geschwindigkeit, Rundengeschw., Geschw. letzte Runde, maximale Geschw., 30s durchschn. Vertikalgeschw., Vertikalgeschw.
    5. Herzfrequenz: Herzfrequenz, durchschn. HF, HF-Bereich, HF-%Max., durchschn. HFR, durchschn. HF & Maximum, durchschn. %HFR, HF-Runde, Runde HF % Max., Zeit in Bereich
    6. Schrittfrequenz: Schrittfrequenz, durchschn. Schrittfrequenz, Schrittfrequenz Runde, Schrittfrequenz letzte Runde
    7. Temperatur: Temperatur, max. Temp 24h, min Temp. 24 h
    8. Höhen: Höhe, Anstieg gesamt, Abstieg gesamt
    9. Andere: Kalorien, Richtung, Runden, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Uhrzeit, Schritte, Runde – Schritte
  • Alarme: Benutzerdefiniert (Trinken / Essen / Umkehren / Nach Hause), Herzfrequenz, Laufen / Gehen, Zeit, Distanz, Schrittfrequenz, Kalorien. Ein Beispiel sind Herzfrequenzzonen, beim Über- / Unterschreiten wird optisch bzw. per Vibrationsalarm darauf hingewiesen.
  • Runden: Automatisch (z.B. alle 1.000 m) oder manuell
  • Auto-Pause: Aus, wenn angehalten oder beim Unterschreiten eines voreingestellten Pace
  • Auto-Seitenwechsel: aus / langsam / mittel / schnell
  • GPS: aus / ein / GLONASS
  • Hintergrund: weiß / schwarz
  • Farbgebung: Auswahl aus 10 Farben
Für die meisten Laufsportler dürfte dieses Funktionsangebot vollkommen ausreichen. Wer dagegen fortgeschrittene Lauffunktionen (z.B. VO2max oder Intervalle) in Kombination mit einem optischen Herzfrequenzsensor benötigt, sollte besser zu einem Garmin Wearable wie dem Forerunner 235 greifen.

Die Auswahl an Aktivitäten lautet:

  • Cardio
  • Gehen
  • Golfspielen
  • Indoor Lauf
  • Indoor Rad
  • Indoor Gehen
  • Indoor Rudern
  • Krafttraining
  • (Ski-)Langlauf
  • Laufen
  • Radfahren
  • Rudern
  • Schwimmbad
  • Skifahren/Snowboard
  • Sonstige
  • SUP
  • Telefon Suchen
  • Mehr von Connect IQ herunterladen

Optische Herzfrequenzmessung

Die vivoactive HR verfügt über einen integrierten Garmin Elevate Herzfrequenzsensor zum komfortablen Aufzeichnen der Herzfrequenz: einerseits von Aktivitäten, andererseits zur 24/7 Kontrolle der Ruheherzfrequenz.

Der 2015 eingeführte Elevate Sensor ist mittlerweile in mehreren Garmin Wearables verbaut:

  • Approach X40
  • fenix 3 HR
  • Forerunner 235
  • Forerunner 735XT
  • vivoactive HR
  • vivosmart HR+
Die Genauigkeit des Sensors war anfangs nicht die beste, es ist aber zu beobachten, dass sie mit jedem Software-Update besser wird! Der Elevate Sensor sorgt bei der Garmin vivoactive HR beim Aufzeichnen von Aktivitäten – von ein paar Ausreißern abgesehen – für insgesamt überaus respektable Ergebnisse, die für die meisten Freizeitsportler vollkommen ausreichen sollten!

Wichtig: Die Genauigkeit hängt von vielen Faktoren ab, z.B. der Positionierung am Arm oder der Außentemperatur (siehe dazu Optische Herzfrequenzmessung – Genauigkeit, Grenzen, Herausforderungen).

Im folgenden Abschnitt können die Daten von ausgewählten Aktivitäten betrachtet und beurteilt werden, zusätzliche Informationen stehen auf dieser Seite zur Verfügung: Garmin wearables 2016: optical heart rate accuracy reviewed!). Bei jeder Aktivität wurden jeweils zwei Geräte mit Elevate Sensor und als Referenz ein Gerät mit einem HRM-Run Herzfrequenzbrustgurt eingesetzt.


HRM-Run: Wearable mit Garmin HRM-Run Brustgurt verwendet!

Herzfrequenz
Höhenprofil

Höhendaten: Autokalibrierung aktiviert, in Garmin Connect Höhenkorrektur deaktiviert

Herzfrequenz Broadcasting

Was verbirgt sich dahinter? Die von der Garmin vivoactive HR gemessenen Herzfrequenzwerte können zu einem kompatiblen Garmin-Gerät (z.B. Oregon 600, Edge 1000) übertragen und dort angezeigt werden. Dies ist auch möglich, wenn auf der vivoactive HR gleichzeitig das Aufzeichnen einer Aktivität gestartet ist.

Herzfrequenz Widget

Das Anzeigen der Herzfrequenzwerten ist eine der Schlüsselfunktionen der Garmin vivoactive HR. In einem speziellen Widget wird die aktuelle Herzfrequenz, die Ruheherzfrequenz, die minimale / maximale Herzfrequenz und eine farblich codierte Herzfrequenzgrafik über die letzten vier Stunden angezeigt (Abbildung rechts). Durch ein Antippen dieser Seite wird eine weitere Grafik mit der Ruheherzfrequenz der letzten sieben Tage eingeblendet.

Die Ruheherzfrequenz hat eine besondere Aussagekraft bezüglich Fitnesslevel ("je niedriger die Ruheherzfrequenz desto leistungsfähiger"), Gesundheit, Übertraining etc., siehe Ruheherzfrequenz.

Was allerdings auffällt, sind Unstimmigkeiten bezüglich der Ruheherzfrequenz (RHF). In der Abbildung rechts wird ein Herzfrequenzminimum von 44 bpm angezeigt, die Ruheherzfrequenz wird allerdings mit 57 bpm angegeben (zu erwarten wäre 44). Es wäre also interessant zu wissen, wie die angezeigte RHF berechnet wird oder ob ein Fehler vorliegt.

(Update: Die Ruheherzfrequenz wird mit der Zeit aktualisiert.)

Vergleicht man unterschiedliche Garmin-Geräte (rechter / linker Arm) beim Schreiben dieses Artikels, dann zeigt es sich, dass die aktuellen Herzfrequenzwerte in der Regel sehr gut übereinstimmen; ähnliches gilt im Vergleich zu einer Fitbit Blaze. Es zeigt sich aber, dass die Fitbit Geräte z.B. beim Faulenzen auf der Couch, deutlich häufiger messen. Die LEDs blinken im Sekundentakt, während es bei Garmin zu längeren Pausen kommt. Wie sich das auf die Genauigkeit auswirkt wäre eine interessante Frage!

vivoactive HR: Herzfrequenz Widget

fenix 3 HR vs. vivoactive HR vs. Forerunner 235

Weitere Funktionen

  • Multiple Alarme, mit zahlreichen Optionen (einmal, täglich, Wochentag, Wochenende, benutzerdefiniert).
  • Timer
  • Stoppuhr
  • Speichern von Positionen (lassen sich aber nicht individuell Benennen).
  • GoTo Navigation zu den einzelnen Positionen mit Hilfe eines Richtungszeigers
  • Zurück zum Start Navigation, "Über Stock und Stein" entlang der kürzesten Strecke zum Ausgangspunkt zurück.
  • Protokoll zu den aufgezeichneten Aktivitäten (Details, Löschfunktion).
  • Rekorde, getrennt nach Laufen und Radfahren, z.B. längste Strecke.

Smart-Notifications

Das Empfangen und Anzeigen von Smart-Notifikations ist eine weitere starke Funktion der Garmin vivoactive HR. In der Garmin Connect App lässt sich einstellen, welche Nachrichten angezeigt werden. Ein restriktives Vorgehen erscheint sinnvoll, damit die vivoactive HR nicht permanent vibriert (Abbildung rechts).

Besonders gut gefallen nicht nur das Anzeigen von unterschiedlichsten Nachrichtentypen (was bei Fitbit sehr eingeschränkt ist) und die Zuverlässigkeit, sondern auch Optionen wie z.B. das Lesen von WhatsApp Nachrichten oder das Stummschalten von Anrufen.

Smart-Notifications: Riesige Auswahl

Garmin Connect App & Webseite

Auf Garmin Connect – App und Webseite – soll hier nicht in epischer Breite eingegangen werden. Zumindest ist festzuhalten, dass Garmin Connect umfangreiche Darstellungs- und Analysefunktionen bietet, die allerdings so komplex sind, das man bei jeder Benutzung immer wieder neue Funktionalitäten entdeckt.

Um den Vergleich zu Fitbit zu ziehen: Die Fitbit App bzw. der Dashboard sind wesentlich übersichtlicher und motivierender aufgebaut. Auf der anderen Seite bieten sie dafür nicht so viele Möglichkeiten!

Garmin vivoactive HR (Bild: Garmin)

Bild: Garmin

Garmin vivoactive HR

Garmin vivoactive HR Test: Fazit

Mit der vivoactive HR hat Garmin ein Allround-Wearable hingelegt, an dem sich Mitbewerber messen müssen! Die Garmin vivoactive HR macht alles was sie soll, ist einfach zu bedienen, bietet lange Akkulaufzeiten und einen Funktionsumfang, der für viele Sportler vollkommen ausreichen sollte.

Um den Vergleich zu Fitbit zu ziehen: Funktional und technisch zieht die vivoactive HR an den Fitbit-Trackern locker vorbei, wenngleich Fitbit in anderen Disziplinen glänzt. Die Produktwebseite ist interessanter gestaltet, Daten und Informationen werden in der App bzw. im Dashboard motivierender und übersichtlicher präsentiert und das Design – zumindest der Fitbit Blaze – ist attraktiver und alltagstauglicher.

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Kauftipp Garmin vivoactive HR

Garmin vivoactive HR Test – Vorteile

  • Für viele Sportarten geeignet
  • Toller Funktionsumfang
  • Lange Akkulaufzeiten mit GPS
  • Viele interne + externe Sensoren
  • Umfassende Smartphone Integration
  • Flüssige Bedienung per Touchscreen und Tasten

Garmin vivoactive HR Test – Nachteile

  • Kein Design-Highlight für den Alltag
  • Display: Auflösung, Ablesbarkeit in dunkler Umgebung
  • Sehr fest sitzende Ladeklemme
  • Move IQ mit eingeschränkter Funktionalität

Garmin vivoactive HR - Bei Amazon.de kaufen!

Verkauf und Versand durch Amazon.de (kostenlose Lieferung ist möglich) … Amazon!

Garmin vivoactive HR Test – Das ultimative Allround Fitness Wearable? was last modified: Juli 9th, 2016 by Joachim Bardua

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