5 Gründe für das TomTom VIA 52

  • Top Verkehrsinformationen
  • Übersichtliche Routenleiste
  • Kostenlose Kartenupdates
  • Live-Dienste via Smartphone
  • TomTom MyDrive Anbindung

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Gesamtbewertung

TomTom VIA 52 und Tom VIA 62 – zwei neue Mittelklasse-Navigationssysteme von TomTom! Für unseren aktuellen Test haben wir uns das VIA 52 herausgepickt, das sich vom VIA 62 nur in einem Punkt unterscheidet: 5-Zoll statt 6-Zoll Display.

Die beiden neuen VIAs heben sich von der aktuellen TomTom Produktlinie durch zwei interessante Merkmale ab: Ein üppiger interner Speicher mit 16 GB (bei allen anderen Modellen 8 GB) und erstmals wieder eine Freisprecheinrichtung!

Dazu kommen lebenslang kostenlose Kartenupdates von Europa, ein 3-Monate gültiges Schnupper-Abo für Radarkameras und – analog zum TomTom GO 510/610 – TomTom Traffic via Smartphone. Über die Smartphone-Verbindung finden aber nicht nur Verkehrsmeldungen, sondern auch Ergebnisse einer Online-POI-Suche, Radarkamera-Updates und – für eine schnelle Positionsbestimmung – QuickGPSFix Satellitendaten ihren Weg auf das VIA 52.

TomTom gibt für die Datenverbindung einen durchschnittlichen Verbrauch von etwa 10 MB pro Monat an. Diese im Smartphone-Zeitalter als vernachlässigbar einzustufende Datenmenge sollte selbst auf Auslandsfahrten kein Problem darstellen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt von Tarifen mit EU weiten Flatrates.

TomTom VIA 52 (©TomTom)

TomTom Via 52 (©TomTom)

TomTom VIA 52 Test: Halterung, Hardware

Das TomTom VIA 52 verfügt über eine in das Gehäuse integrierte Fahrzeughalterung. Die Halterung fällt extrem kurz aus, bei Anbringung an der Windschutzscheibe gerät das VIA – je nach Fahrzeug – leicht außer Reichweite des Fahrers. Es gibt aber eine Alternative: Die Saugnapfhalterung lässt sich abnehmen und umdrehen, das Gerät kann dann mit Hilfe von Klebeplatten in der Nähe des Fahrers auf dem Armaturenbrett platziert werden.

Die Ausstattung des Vollkunststoffgehäuses ist auf das Nötigste beschränkt: Ein/Aus-Taster, microUSB-Buchse für das Stromkabel und einen gut versteckten Slot für eine microSD-Karte. Die Speicherkarte nimmt weiteres Kartenmaterial auf und dient zum Speichern von Strecken, die mit dem VIA aufgezeichnet wurden.

Der GPS-Empfang ist hervorragend, die Sprachqualität ist gut – bis zu diesem Punkt gibt es nichts zu meckern.

Als erster Negativpunkt ist das sehr langsame Berechnen von Strecken zu erwähnen. Längere Strecken brauchen schnell mal 30 bis 40 Sekunden bis sie vorliegen, beim Rerouting (Abweichen von der Strecke) macht sich das gemütliche Tempo dagegen nicht bemerkbar. Beim Berechnen von bis zu zwei Alternativrouten wird vom Anwender ebenfalls Geduld abverlangt.

Der zweite Kritikpunkt betrifft das resistive Kunststoffdisplay. Die maximale Helligkeit reicht nicht aus, um bei schwierigen Lichtbedingungen – z.B. starker Sonneneinstrahlung oder diffusen Licht – für eine gute Ablesbarkeit zu sorgen. Unter solchen Bedingungen erscheint das VIA Display flau und kontrastarm. Wie dunkel das Display ist zeigt das folgende Bild im Vergleich zu einem TomTom GO 5100.

Display Helligkeit: TomTom VIA 52 vs. TomTom GO 5100

Display Helligkeit: TomTom VIA 52 vs. TomTom GO 5100

Zum Verbinden mit einem Smartphone gibt es in den Bluetooth-Einstellungen des VIA 52 zwei Optionen: Freisprechen und Netzwerk.

Das Verbinden, ausprobiert mit einem Lumia 640 Windows-Phone, ist schnell durchgeführt, ein erneuter Connect nach dem Einschalten des Navis erfolgt zuverlässig. Zum Abrufen der LIVE-informationen ist auf dem Smartphone eine Internetfreigabe nötig, die beim erneuten Verbinden mit dem VIA automatisch aktiviert wird.

Die Datenübertragung via Smartphone, z.B. von Verkehrsmeldungen, erfolgt mindestens so schnell wie bei einem TomTom GO 5100 mit seiner integrierten SIM-Karte!

Wer auf online Verkehrsmeldungen verzichten will, hat noch eine Alternative: In das Ladekabel ist eine Antenne zum Empfangen von TMC-Verkehrsnachrichten integriert. Allerdings: TMC ist wahrlich keine Alternative zu TomTom Traffic!

TomTom VIA 52 Test: Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung

Einee Freisprecheinrichtung gehört bei vielen Anwendern zu den wichtigsten Navi-Funktionen. TomTom hat bei seinen Modellen in den letzten Jahren darauf verzichtet und führt sie beim VIA 52 & VIA 62 erstmals wieder ein.

Tippt man im Hauptmenü auf das Telefonsymbol macht sich erst einmal Ernüchterung breit. Das Freisprechmenü ist sehr rudimentär gehalten und macht optisch nicht viel her. Da gibt es eine “Call History” und eine “Frequent Contacts” Liste sowie ein Feld zum Durchsuchen der Listen. Was fehlt ist ein Feld zum Eintippen einer Telefonnummer, geschweige denn einen Direktwahlbutton für “Zuhause” oder einen beliebigen Favoriten bzw. Anruflisten wie z.B. für verpasste Anrufe. Vergleicht man Optik und Funktionsumfang mit Mitbewerbern … oder mit einem TomTom GO 950 LIVE Jahrgang 2009 … TomTom, da besteht Verbesserungsbedarf!

Bei eingehenden Anrufen bietet das VIA 52 dagegen mehr Komfort; sie lassen sich auf dem Navigationsbildschirm komfortabel annehmen und beenden. Die Sprachqualität ist klar und deutlich, auf Seite des Angerufenen soll die Lautstärke aber zu niedrig sein.

Ein weiteres Sorgenkind ist die Sprachsteuerung … insbesondere wenn man die elegante, unkomplizierte und treffsichere Sprachsteuerung bei Garmin kennt! Die Erkennungsrate ist beim VIA nicht die beste, zum Suchen einer Adresse reicht nicht ein einfaches “Adresse“, es muss der Befehl “Fahre zu einer Adresse” aufgesagt werden – außerdem steht eine wichtige Funktion nicht zur Verfügung: ein Steuern per Freisprecheinrichtung!

TomTom VIA 52 Test: Navigation & Co.

Zum Eingeben von Zielen hat der Anwender diverse Möglichkeiten. Er kann im Hauptmenü zwischen den Buttons “Zum Heimatort fahren“, “Letztes Ziel“, “Meine Orte“, “meine Routen“, “Parken“, “Tankstelle” und “Suchen” wählen, außerdem lässt sich ein Ziel über die Karte bestimmen.

Bei der Suchfunktion hat sich TomTom eine besondere Vorgehensweise einfallen lassen, die man schätzt oder eben nicht. Ausprobieren! In eine Zeile lässt sich eine komplette Adresse oder ein Begriff wie “Pizza” eintippen, darunter werden während des Tippens in Frage kommende Adressen bzw. POIs aufgelistet. Bei Bedarf lassen sich POIs auch online suchen oder die Suche auf einen Bereich eingrenzen, z.B. “In der Nähe” (Suchradius wird auf ca. 10 km begrenzt) oder “Entlang der Route“. Da ist allerdings aufpassen angesagt, eine Suche nach “Hamburg” führt nun einmal zu keinem Ergebnis, wenn man sich in Bayern befindet und “In der Nähe” voreingestellt ist! Geografische Koordinaten können in unterschiedlichen Formaten ebenfalls in die Suchzeile eingegeben werden.

Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet. Besonders positiv sind die großen, sich auf vier Screens verteilenden Symbole. Die Reihenfolge der Symbole lässt sich individuell festlegen. So kann die erste Seite z.B. aus den Funktionen “Zum Heimatort fahren, Suchen, Letztes Ziel, Telefon” bestehen. Wünschenswert wäre noch ein auffälliger und eindeutiger “Hilfe, wo bin ich” Button!

Beim Navigieren gefallen insbesondere die eindeutige Darstellung der vorausliegenden Strecke und die äußerst informative und übersichtliche Routenleiste am rechten Bildschirmrand. In der Einstellung „breit“ steht in der Routenleiste viel Platz für Verkehrsmeldungen, Hinweise auf Radarkameras, Tankstellen, Rastplätze und Parkmöglichkeiten sowie zur Route selber (verbleibende Entfernung und Zeit, Ankunftszeit, Uhrzeit, Verzögerungszeit durch Staus etc.) zur Verfügung – Top!

In unbekannten Gefilden ist ein ausschließliches Navigieren mit den TomTom-typischen Sprachansagen nicht immer möglich, Blicke auf das Display sind unumgänglich. Es stehen mehrere weibliche und männliche Stimmen zur Auswahl (Lisa, Werner, Yannick), die Teil der umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten sind.

Navigationssyteme von TomTom sind übrigens die einzigsten Navis, die von Navigation-Professionell.de in der Einstellung “Stets die schnellste Route nehmen” gefahren werden. Dieses ohne Wenn und Aber unterstreicht die Zuverlässigkeit der Routenführung in Kombination mit den excellenten TomTom Traffic Meldungen. Wenngleich man mit guten Ortskenntnissen und Bauchgefühl dem VIA hier und da schon einmal eine oder zwei Minuten abnehmen kann – oder auf die Nase fällt und in einem Stau stecken bleibt!

TomTom Traffic – besser geht es nicht!

TomTom Traffic Meldungen sind eines der Hauptargumente, sich ein TomTom Navigationssystem zu kaufen! Hat man sie erst einmal kennengelernt, erweisen sie sich schnell als unverzichtbar. Selbst auf dem täglichen Weg zur Arbeit können sie so manchen Frust ersparen, auf langen Autobahnstrecken helfen sie zu überleben: Während der eine oder andere Bleifuß-Fahrer auf der linken Spur munter Richtung Stauende donnert, ist der TomTom Fahrer schon längst vom Gas gegangen und rollt dem Ereignis ganz entspannt entgegen. Das TomTom VIA 52/62 weist den Fahrzeuglenker schließlich äußerst präzise auf ein Stauende hin – oder lotst ihn schon vorher auf eine andere Strecke.

Ein Auswahl an weiteren Funktionen:

 

  • Vorgeschlagene Ziele: Das VIA schlägt passend zu den Fahrgewohnheiten ein Ziel vor.
  • Löschen der aktuellen Zielführung
  • Berechnen von bis zu zwei Alternativrouten
  • Speichern von Routen
  • Gesperrte Straßen bzw. Teil der Route vermeiden
  • Zischenstopp zur aktuellen Route hinzufügen
  • Zwischenstopps manuell anordnen
  • Mehrzielrouten
  • Routenvorschau
  • Liste mit Navigationsanweisungen anzeigen
  • Parkplatzsuche (z.B. am Zielort)
  • Radarkamera melden
  • Melden von Kartenänderungen
  • Aufzeichnen der aktuellen Strecke und als gpx-Datei auf der microSD-Karte speichern
  • Import von gpx-Dateien und Nachfahren der Strecken
  • Zahlreiche Warnmeldungen (Geschwindigkeitswarnungen lassen sich aber nicht individuell konfigurieren, z.B. gibt es kein “Warne mich innerorts bei 10 km/h Überschreitung“)
  • TMC als Alternative zu TomTom Traffic (in das Ladekabel integrierte TMC-Antenne)

TomTom VIA 52 Test: TomTom MyDrive

Die Online-Plattform TomTom MyDrive bietet Nutzern eines VIA 52/62 einen deutlichen Mehrwert.

In MyDrive lassen sich POIs in Form von ov2-Dateien importieren (z.B. alle Aldi-Filialen) und auf das VIA übertragen. Auf dem VIA stehen sie in der Suchfunktion bzw. unter „Meine Orte“ zur Verfügung. Eine weitere Option ist das Anlegen und Sammeln von Favoriten. Es lässt sich eine Adresse eintippen und beliebig bezeichnen; alternativ wird ein Punkt auf der Karte angeklickt und als Favorit gekennzeichnet. Die Favoriten werden via Mobilfunk-Verbindung mit dem VIA synchronisiert.

Und es ist möglich, Routen zu einem Ziel online zu planen und zum VIA zu senden. Eine weitere Funktion ist das Importieren von Strecken in Form von gpx-Dateien und anschließende Synchronisieren mit dem VIA 52.

Sämtliche MyDrive Daten (Favoriten, POIs) werden in der MyDrive Cloud gesichert. So kann man sich also von unterschiedlichen Geräten aus anmelden und hat jederzeit alle Daten parat. Über die MyDrive App für iOS und Android besteht ebenfalls Zugriff.

Routenplanung mit MyDrive

Routenplanung mit TomTom MyDrive

TomTom VIA 52 Test: Karten

Die vorinstallierten Karten umfassen folgende Länder (Quelle: TomTom):

Umfassende Abdeckung: Andorra, Belgien, Bulgarien 75%, Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madeira, Malta, Monaco, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen , Portugal, Rumänien 98%, Russische Föderation 75%, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien (einschließlich Kanarische Inseln), Tschechien, Türkei 92%, Ukraine 45%, Ungarn, Vatikanstadt, Vereinigtes Königreich (einschließlich Kanalinseln), Zypern, Österreich

Verbindungsstraßen/Land: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Moldawien, Republik Mazedonien

Das Herunterladen und Installieren der regelmäßigen Kartenupdates bedarf auch bei einer schnellen DSL-Leitung einiges an Geduld, eine Prozedur, die bei Mitbewerber Garmin deutlich schneller erledigt ist.

TomTom VIA 52 Test: Fazit

Testlogo TomTom VIA 52

Testlogo TomTom VIA 52

Unser TomTom VIA 52 Test bestätigt mal wieder: Das Hauptargument, sich ein Navigationssystem von TomTom zuzulegen, sind die excellenten, Maßstäbe setzenden Verkehrsmeldungen. Die TomTom Traffic Meldungen werden zudem schnell und zuverlässig empfangen, insofern steht das VIA 52 einem TomTom Navi mit integrierter SIM-Karte nicht nach.

Schwächen sind an anderen Stellen auszumachen: Ein recht dunkles Display, eine ungenügende Sprachsteuerung und eine verbesserungswürdige Freisprecheinrichtung. Wer sich an diesen Fakten stört, sollte sich besser bei Mitbewebern umschauen – muss dann allerdings auf das (entscheidende) Hauptargument verzichten!

Das TomTom VIA 52 ist derzeit zu einem Straßenpreis von 179.- Euro zu haben. Das nächstgrößere Modell VIA 62 kommt auf 199,99 Euro.

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Pro

  • Erstklassige Verkehrsmeldungen
  • Schneller, zuverlässiger Empfang der Live-Daten
  • Informative Routenleiste
  • Übersichtliche Navigationsansicht
  • Umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten
  • Funktionsumfang
  • Lebenslange Kartenupdates
  • Anbindung an TomTom MyDrive

Contra

  • Dunkles Display, bei Sonne bzw. diffusem Licht schlecht ablesbar
  • Langsame Routenberechnung
  • Kein Abdunkeln in Tunneln
  • Kein expliziter “Wo bin ich” Button
  • Rudimentäre Freisprecheinrichtung
  • Ungenügende Sprachsteuerung
  • Könnte einen Tick flotter reagieren

Leserbewertung

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (69 GPS-Fans, ∅ Score: 72,17 %)

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Unsere Bewertung

  • System 68%
  • Navigation 80%
  • Bedienung 80%
  • Ausstattung 60%
  • Gesamtbewertung 72%
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Bewertungskriterien

System (GPS-Empfang/Systemstabilität/Systemgeschwindigkeit/Dauer Routenberechnung), Navigation (Routenqualität/Visuelle- & akustische Zielführung/Verkehrsinfos), Bedienung (Montage/Anleitung/Benutzerführung), Ausstattung (Anzahl an Funktionen); jede Kategorie fließt zu 25% in das Endergebnis ein.

TomTom VIA 52 & VIA 62 Test – Per Smartphone online was last modified: Juli 24th, 2017 by Joachim Bardua

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