Garmin Edge Explore – Wichtige Einstellungen für die Tour

von | 26. Oktober 2018 | 0 Kommentare

Edge Explore Toureinstellungen

Edge Explore Toureinstellungen

Garmin Edge Explore Einstellungen – Der Garmin Edge Explore lässt sich umfangreich konfigurieren und somit an die persönlichen Vorlieben anpassen. Ein wichtiges Menü sind die “Toureinstellungen”. Dahinter verbergen sich grundlegende Edge Explore Einstellungen, die jeder Edge Explore Nutzer in- und auswendig kennen sollte.

Die Edge Explore Toureinstellungen sind über das Hamburger-Symbol unten links im Hauptmenü zu erreichen, es gibt folgende Optionen:

  • Trainingsseiten: Einrichten von Seiten (Karte, Datenseiten, …)
  • Alarme: Definieren von Alarmen
  • Auto-Funktionen: Einrichten von Automatik-Funktionen
  • Timerstartmodus: Startmodus für den Timer zum Aufzeichnen der aktuellen Aktivität (“Fahrradtour”)
  • Navigationsmeldungen: Anzeige von Meldungen zu Abbiegungen.
  • Karte: Zahlreiche Einstellungen für die Kartenansicht

In dem folgenden Artikel gehen wir ausführlich auf alle Garmin Edge Explore Einstellungen für die nächste Fahrradtour ein und geben zahlreiche Tipps für die Praxis!

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Garmin Edge Explore Einstellungen – Trainingsseiten

Edge Explore, Beispiel für Trainingsseiten

Edge Explore, Beispiel für Trainingsseiten

In diesem Menü werden die unter „LOS!“ angezeigten Seiten definiert. Das Minimum sind zwei Seiten: Die Karte und eine weitere, aus den folgenden Typen auswählbare Seite.

  • Datenseite
  • Kompass
  • Höhe
  • eBike Metrics
  • STEPS Metrics
  • GroupTrack-Liste

Da zwei Datenseiten möglich sind lassen sich also maximal acht Seiten definieren.

Außerdem kann die Reihenfolge der Seiten (über das Symbol unten rechts) und das Layout der einzelnen Seiten (= Anzahl an Datenfeldern und deren Inhalt) durch ein Antippen festgelegt werden. Die in der Liste ganz oben angeordnete Seite wird nach einem Starten von „LOS!“ zuerst angezeigt.

Als Datenfelder lassen sich auch aus dem Garmin Connect IQ Shop ausgewählte und installierte „Data Fields“ verwenden.

Für die Kartenseite gibt es ein Extra und zwar kann unter „Trainingsseiten > Karte > Karte“ ausgewählt werden ob die Karte immer oder nur bei einer aktiven Zielführung angezeigt wird – „immer“ stellt die in der Regel sinnvolle Auswahl dar. „Nur beim Navigieren“ ist z.B. bei einem Einsatz des Edge Explore auf einem Rollentrainer sinnvoll (die Karte wird automatisch ausgeblendet da auf einem Trainer eh nicht navigiert wird).

Garmin Edge Explore Einstellungen – Alarme

Edge Explore Einstellungen für Alarme

Edge Explore, Einstellungen für “Alarme”

In diesem Menü lassen sich Alarme definieren, bei Eintreten der Vorgabe wird der Fahrradfahrer optisch und akustisch gewarnt.

Für die akustischen Hinweise ist ein Aktivieren der Töne unter „System > Töne“ notwendig. Die Hinweise sind allerdings sehr leise und werden schnell überhört, insbesondere beim Mountainbiken.

Beispiele

Alarm: Trinken – Wer in der Regel zu wenig trinkt kann sich alle 30 Minuten darauf hinweisen lassen.

HF-Alarm – Die zugrundeliegenden Herzfrequenzbereiche lassen sich jederzeit unter „Eigene Statistiken > Trainingszonen > Herzfrequenz-Bereiche“ oder in der Garmin Connect App definieren.

Für Radtouren hat sich eine Einstellung bewährt, bei der nur bei Erreichen des maximalen Bereichs 5 gewarnt wird. Als Einstellung wird für die „Alarmzone für maximale Herzfrequenz“ der Bereich 4 gewählt. Auf eine untere Grenze wird verzichtet um weniger Meldungen zu erhalten.

Mit der Funktion „Neu hinzuf.“ lassen sich beliebige Alarme definieren; dabei wird der unter „Name“ eingegebene Text auf dem Display angezeigt.

Garmin Edge Explore Einstellungen – Auto-Funktionen

Auto Lap

Über diese Funktion wird das Starten einer neuen Runde eingestellt. Als „Auto Lap-Auslöser“ lässt sich z.B. eine Entfernung einstellen, allerdings ist dabei zu beachten, dass der minimale Wert 1.000 m beträgt. Für weitere Erläuterungen wird auf das Garmin Handbuch verwiesen.

Auto-Ruhezustand

Edge Explore Auto-Funktionen

Edge Explore, Einstellungen für “Auto-Funktionen”

Wenn aktiviert wird der Edge Explore nach fünf Minuten in den Ruhezustand versetzt. Dann werden Display, GPS, ANT+ sowie Bluetooth deaktiviert.

Der Ruhezustand wird allerdings nur eingeschaltet wenn keine Aktivität gestartet bzw. wenn das Aufzeichnen einer Aktivität pausiert ist (allerdings nur wenn keine Zielführung aktiv ist!).

Ein Einschalten des Auto-Ruhezustands ist dann zu empfehlen, wenn öfters längere Pausen gemacht werden – oder wenn nach einer Tour schon einmal das Ausschalten vergessen wird. Der Ruhezustand wird durch ein Drücken der Ein/Aus-Taste beendet.

Auto Pause

Die Auto-Pause sorgt für ein Anhalten der Aktivitätsaufzeichnung bei Stillstand („Wenn angehalten“) oder bei Unterschreiten einer benutzerdefinierten Geschwindigkeit. Bei erneuter Fortbewegung oder bei Erreichen des definierten Schwellenwertes läuft die Aufzeichnung weiter.

Auf eine aktive Auto-Pause wird unter anderem durch eine farbliche Umrandung der Trainingsseiten hingewiesen.

Diese Funktion kann bei Fahrten durch Ortschaften mit vielen Ampeln oder Verwenden eines Aufzeichnungsintervalls von „1s“ sinnvoll sein.

Achtung, je nach Einstellung kann die Auto Pause bei einem langsamen den Berg Hochkurbeln zuschlagen!

Auto-Seitenwechsel

Der Auto-Seitenwechsel sorgt für ein automatisches, langsames oder schnelles Wechseln der Trainingsseiten – ein Funktion die eher überflüssig ist, da immer die „falsche“ Seite angezeigt wird.

Garmin Edge Explore Einstellungen – Timerstartmodus

Das Aufzeichnen einer neuen Aktivität wird über die Timer-Taste gestartet. In dem Menü „Timerstartmodus“ gibt es dazu ein paar interessante Optionen:

Manuell – Wenn aktiv ist ein Starten nur per Taste möglich.

Auswahl – In diesem Fall gibt es bei Erreichen einer definierten Startgeschwindigkeit (Minimum: 10 km/h) einen Hinweis zum Starten des Timers per Taste. Diese Option hat den deutlichen Nachteil, dass beim Fahren ohne Aufzeichnung es ständig zu Meldungen zum Aktivieren des Timers kommt.

Automatisch – Der Timer wird bei Erreichen einer definierten Startgeschwindigkeit automatisch gestartet (Minimum: 10 km/h).

Bei einem Pausieren der Aufzeichnung per Timer-Taste wird der Timer auch in der Einstellung „Automatisch“ nicht neu gestartet; die Taste muss erneut gedrückt werden.

Garmin Edge Explore Einstellungen – Navigationsmeldungen

Edge Explore, Anleitung, Navigationsmeldungen

Edge Explore, Navigationsmeldungen

In der Einstellung „Nur Text“ wird oben auf der Kartenseite ein Hinweis wie „70 m links Weg/Pfad“ angezeigt.

Wird hingegen „Karte“ gewählt öffnet sich bei Abbiegungen eine separate Seite mit einer Detailansicht (Abbildung ganz rechts), die nach der Abbiegung wieder automatisch geschlossen wird. Diese Detailansicht wird beim Navigieren mit Routen sowie beim Navigieren mit Strecken angezeigt.

Die Einstellung „Karte“ hat folgenden Vorteil: Ist als Trainingsseite z.B. eine Datenseite oder das Höhenprofil im Vordergrund – und nicht die Karte – gibt es temporär eine nützliche Info zu der nächsten Abbiegung.

Garmin Edge Explore Einstellungen – Karte

  • Ausrichtung
  • Auto-Zoom
  • Navigationstext
  • Kartensichtbarkeit
  • Karteninformationen

Ausrichtung

„In Bewegungsrichtung“ ist die sinnvolle Einstellung, damit die Karte immer in Fahrrichtung ausgerichtet ist.

Bei Bedarf kann die Karte schnell mit einer Zweifingerdrehung nach Norden ausgerichtet werden – dies erleichtert z.B. das Suchen von Zielen über die Karte.

Auto-Zoom

Edge Explore, Einstellungen für "Karte"

Edge Explore, Einstellungen für “Karte”

Bei aktiviertem Auto-Zoom zoomt der Edge Explore bei einer Abbiegung in die Karte hinein. Die Abbiegung ist dann besser erkennbar.

Als Nachteil erweist es sich, dass anschließend nicht wieder automatisch herausgezoomt wird. Für eine bessere, großräumige Sicht auf die Strecke ist somit nach jeder Abbiegung ein manuelles Zoomen nötig.

Wer dauerhaft eine gute Übersicht über die vorausliegende Strecke haben möchte deaktiviert besser den Auto-Zoom und stellt einen Maßstab von 120m bis 300 m ein (= Maßstabsbalken in der Karte); damit wird ein guter Kompromiss zwischen Übersicht und Streckendetails erreicht. In Ergänzung wird zusätzlich „Navigationsmeldungen = Karte“ aktiviert, um Details zu den Abbiegungen zu erhalten.

Navigationstext

In der Einstellung „Nie anzeigen“ gibt es beim Navigieren keine Hinweise am oberen Kartenrand. Dies hat den Vorteil dass mehr Platz zur Verfügung steht bzw. dass die Übersicht besser ist.

Wird „Beim Navigieren“ gewählt gibt es die Hinweise nur bei einer aktiven Zielführung – dies ist die von uns empfohlene Einstellung.

„Immer anzeigen“ bedeutet, dass auch ohne Navigation ein Text wie „Hauptstraße voraus“ eingeblendet wird.

Kartensichtbarkeit

Es stehen drei Optionen zur Auswahl:

  • Automatisch
  • Hoher Kontrast
  • Benutzerdefiniert

„Benutzerdefiniert“ bietet zahlreiche Optionen zum Konfigurieren (ansonsten „Automatisch“ wählen):

Zoom-Maßstäbe

  • Kartenpunkte
  • Benutzerpositionen
  • Straßenname
  • Landbedeckung

Es wird empfohlen die Einträge auf „Auto“ zu lassen, alternativ lässt sich ein Maßstab (= Maßstabsbalken auf der Karte) einstellen, oberhalb von dem bestimmte Typen nicht mehr angezeigt werden (z.B. Kartenpunkte = POI). Mit „Off“ wird eine Anzeige verhindert.

Textgröße

Ausprobieren! Es kann z.B. hilfreich sein die „Straßennamen = Groß“ zu setzen.

Detailgrad

„Standard“ reicht in der Regel aus und sorgt für ein flüssiges Verschieben und Zoomen der Karte.

Plastische Karte

Die plastische Geländedarstellung von Garmin-Karten vermittelt einen anschaulichen Eindruck des Geländes. Die Karte erscheint in den „Schattenbereichen” allerdings dunkler, die Ablesbarkeit wird dadurch beeinträchtigt. Folge: Die Displaybeleuchtung wird eher höher gedreht, der Stromverbrauch steigt. Deshalb lautet die Empfehlung: „Nicht anzeigen”.

Alternativ „Automatisch” einstellen, dann verschwindet die plastische Karte beim Vergrößern der Karte. Zum Anzeigen in allen Maßstabsbereichen „Zeigen wenn verfügbar” wählen.

Karteninformationen

Folgende Karten sind vorinstalliert:

  • INTL Standard Basemap (Basiskarte): Aktivieren
  • Garmin Cycle Map EU, North East (Fahrradkarte): Aktivieren
  • Garmin Cycle Map EU, South West (Fahrradkarte): Bei Bedarf aktivieren
  • Garmin DEM Map EU (Höhendaten): Aktivieren
  • Garmin Geocode Map EU (Adressdaten): Aktivieren

Wenn für das gleiche Land zusätzlich OSM-Karten installiert sind dann entweder die OSM- oder die Garmin Cycle Map aktivieren.

Garmin Edge Explore Einstellungen – Routing

Edge Explore, Einstellungen für “Routing”

Die Routing-Einstellungen sind für das automatische Routing wichtig (siehe Kapitel 22.3). Es gilt durch Ausprobieren das optimale Setup für die jeweilige Aktivität zu finden (Rennradfahren, Mountainbike, …).

  • Routing nach Beliebtheit
  • Routing-Modus
  • Berechnungsmethode
  • Auf Straße zeigen
  • Vermeidung einrichten
  • Neuberechnung

Routing nach Beliebtheit

Dahinter steckt ein bevorzugtes Routing entlang häufig befahrener Strecken („Heatmap-Prinzip“). Dies kann zu einer sinnvollen Streckenführung beitragen, es empfiehlt sich deshalb diese Einstellung zu aktivieren.

Routing nach Beliebtheit funktioniert allerdings nur in Verbindung mit der vorinstallierten Garmin Fahrradkarte.

Routing-Modus

Den Modus passend zu der aktuellen Aktivität einstellen (Offroad-Radfahren, Mountainbiken, …). „Gerade Linie“ bewirkt ein direktes Luftlinien-Routing „über Stock und Stein“ (ideal wenn keine topografische Karte installiert ist oder ein beliebiger Punkt abseits des Wegenetzes der Karte angesteuert werden soll).

Berechnungsmethode

Es besteht eine Auswahl zwischen “Distanz minimieren, Zeit minimieren, Geringer Anstieg“. Erfahrungsgemäß führt “Distanz minimieren” zu guten Ergebnissen.

Auf Straße zeigen

Bei Einschalten dieser Funktion wird das Positionssymbol auf den am nächsten gelegenen Verkehrsweg zentriert – unabhängig von der tatsächlichen Position. Diese Funktion macht am im Wesentlichen beim Rennradfahren Sinn.

Vermeidung einrichten

In diesem Menü werden die bei der Routenberechnung auszuschliessenden Verkehrswege definiert; die jeweilige Auswahl ist vom „Routing-Modus“ abhängig.

Neuberechnung

Für das Neuberechnen nach dem Abweichen von der eigentlichen Strecke bzw. Route gibt es drei Optionen:

  • Aus
  • Auswahl
  • Automatisch

Bei einem Abweichen taucht der Hinweis „Streckenabweichung“ am Display auf. Trifft der Fahrradfahrer wieder auf die ursprüngliche Strecke gibt es den Hinweis „Strecke gefunden“.

In der Einstellung „Automatisch“ wird ohne Nachfrage eine neue Route berechnet, in der Einstellung „Auswahl“ wird die Frage „Neuberechnung möglich?“ angezeigt, die es durch Antippen zu bejahen gilt. Diese Fragen nach einer Neuberechnung können aber durchaus stören … !

In der Praxis hat sich die Einstellung „Aus“ bewährt. Bei einem Abweichen ist eine Orientierung auch mit Hilfe der Karte bzw. der eigentliche Strecke / Route möglich.

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