Die Windows Mobile Navi-Software iGO My way 8 glänzt nicht nur mit einer spektakulären 3D-Darstellung, sondern überzeugt als Lotse für Handy, PDA und Smartphone.

iGO My way 8 wird mit Tele Atlas Kartenmaterial von 43 Ländern Europas ausgeliefert. Die Software befindet sich auf einer microSD-Karte, zusätzlich enthält der Lieferumfang einen miniSD- bzw SD-Adapter. iGO My way läßt sich nicht auf eine andere SD-Karte kopieren, da die Lizenz an die Speicherkarte gebunden ist. Die 2 GB große Karte ist mit ca. 1,6 GB belegt.

Zum Testen wurde ein Sony Ericsson XPERIA X1 eingesetzt. iGO My way 8 (Version 8.3.2.64029) hat sich als absolut zuverlässig erwiesen, Abstürze oder Fehlermeldungen gab es während der gesamten Testphase keine.

Bedienung und Konfiguration von iGO My way 8

Die verzögerungsfreie Bedienung gehört zu den großen Pluspunkten von iGO My way 8. Trotz Menüanimationen und rechenintensiver 3D Darstellung laufen sämtlich Interaktionen mit Highspeed ab.

Hauptmenü iGO My way 8

Das Hauptmenü – unterteilt in “Suche”, “Route”, “Verwaltung”, “Einstellungen” – sowie sämtliche Untermenüs sind sehr übersichtlich gegliedert und mit Liebe zum Detail gestaltet. Einzigster Kritikpunkt ist das Aufrufen der vielen Funktionen von der Kartenseite aus. Es benötigt schon eine gewisse Eingewöhnungszeit, um alle Möglichkeiten intus zu haben.

iGO My way 8 bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten, wie unterschiedlichste Farbprofile, Einstellungen für die Routenaufzeichnung, konfigurierbare Geschwindigkeitswarnungen und vieles mehr. Es empfiehlt sich, nach erfolgter Konfiguration den “einfachen Modus” zum Reduzieren der Menüvielfalt zu aktivieren.

Die Icons sind in der Regel groß genug, um die Software auf dem hochauflösenden Display des XPERIA mit dem Finger zu bedienen. Lediglich zur Texteingabe greift man gerne zum Stylus.

Eingabe von Zielen

Auch in dieser Disziplin glänzt die Software mit vielen Pluspunkten. Alle “üblichen” Methoden zur Zieleingabe sind vorhanden, inklusive Koordinaten, Zielwahl über die Karte und eine umfangreiche POI-Suche. Die Adresseingabe mit Hilfe der QWERTZ-Tastatur überzeugt mit einer Buchstabenausblendung und einer schnellen Vorselektion möglicher Ziele.

Die POI-Datenbank ist in 20 unterschiedliche Hauptkategorien gegliedert. Die POI-Suche funktioniert tadellos, allerdings gibt es beim Auffinden von Geldautomaten ein Problem. Gibt man ein Ziel in der Münchener Innenstadt ein und plant, am Zielort Geld abzuheben, dann listet iGo My way nur Automaten in Österreich auf! Bei einem Ziel in Hamburg werden Geldautomaten mit Standorten in Holland angezeigt.

Alles zum Thema Routen

Bei der Routenberechnung überzeugt iGo My way mit einer guten Performance, Beispiele (Einstellung: schnelle Route):

  • Autobahn/Stadt kombiniert, 50 km: 4,2 Sek.
  • Fernverkehr, 400 km: 9,6 Sek.
  • Fernverkehr, 810 km: 27 Sek.
  • Fernverkehr, 1.000 km: 55 Sek. (Autobahn und Landstraße)

Folgende Einstellungen stehen zur Verfügung:

  • Fahrzeug: PKW, Taxi, Bus, Notfall, Fußgänger, Fahrrad.
  • Straßenart (jeweils aktivierbar): Unbefestigte Straßen, Autobahnen, Fähren, Grenzübergänge, Genehmigung notwendig, Mautstraßen, Gebühr/Vignette
  • Methode: Schnell, leicht, sparsam, kurz.

Auf das Ausschlußkriterium “Gebühr/Vignette” sollte man sich nicht hundertprozentig verlassen. Wenn Sie beispielsweise Rom als Ziel angegeben und “Gebühr/Vignette” deaktivieren, dann werden Sie hinter Innsbruck trotzdem über die Brennerautobahn geführt. Bei einer Fahrt in die Schweiz gibt es dagegen keine Probleme, der Pfändertunnel in Österreich und die Schweizer Autobahnen werden gemieden.

Ansonsten sind die berechneten Routen ganz hervorragend. “Sparsam” entspricht eher einer kurzen Strecke mit der Tendenz zu Autobahnen statt Landstraße, “leicht” (= möglichst wenig Abbiegungen) stimmt vielfach mit der schnellen Strecke überein. Es empfiehlt sich, mit den Optionen zu spielen, um die optimale Einstellung zu finden.

Nachtansicht, iGO My way 8

Unterwegs mit iGO My way 8

Die 3D-Darstellung ist eines der Highlights von iGO My way. Neben Sehenswürdigkeiten und Gebäuden in 46 Städten Europas werden Brücken und Landschaft dreidimensional angezeigt. Die Kartendarstellung heimst sich nicht nur wegen der 3D-Optionen viele Pluspunkte ein. Eine individuell konfigurierbare Perspektive, der Fahrspurassistent und die Beschilderungsanzeige (allerdings nur in blau) machen die optische Zielführung zum Vergnügen. Die Informationsvielfalt auf der Kartenseite ist allerdings etwas kleinteilig geraten, ebenso stört es, daß nur die aktuelle Uhrzeit und die Restkilometer zum Ziel eingeblendet werden.

Die Sprachansagen sind ebenfalls in der Oberliga angesiedelt. Die Hinweise sind sehr gut verständlich und präzise. Abbiegungen werden rechtzeitig angekündigt, nur die letzte Ansage ertönt ab und zu etwas spät. Ob das Ziel auf der rechten oder linken Straßenseite liegt, wird leider nicht mitgeteilt.

Richtig klasse ist das Verhalten beim Abweichen von der Route. Statt wie so manch andere Software mit Wendemanövern zu nerven, berechnet iGO My way 8 in null komma nichts eine neue Route – vorbildlich!. Ebenso lobenswert ist das automatische Abdunkeln beim Einfahren in einen Tunnel sowie das Weiterführen der Navigation im Tunnel.

TMC-Verkehrsnachrichten

iGO My way 8 gehört zu den wenigen Navi-Softwareprodukten, die den Anschluß eines externen TMC-Empfängers erlauben. Im Test wurde ein GNS 5843 TMC/GPS-Empfänger eingesetzt. Die Koppelung via Bluetooth funktioniert problemlos, allerdings kommt es hin und wieder vor, daß die Verbindung abbricht. Ob es an iGo liegt oder nicht, sei dahingestellt.

iGo My way 8 zeigt Störungen auf der Strecke durch realistische Symbole unterhalb bzw. neben des Richtungspfeils an. Über das Schnellzugriffmenü läßt sich das TMC-Menü aufrufen, welches sämtliche Störungen in einer Übersicht anzeigt. Je nach Einstellung werden z.B. nur für die Route relevante Einträge aufgeführt, auch sind für jede Meldung Detailinformationen abrufbar.

iGo My way TMC ÜbersichtiGo My way TMC Einstellungen
TMC Details, iGO My way 8

Weitere Funktionen von iGO My way 8

Hierzu gehören:

  • Individuell konfigurierbare Warnungen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen
  • Meldungen bei stationären Radarfallen (kostenlose Datenbank für 24 europäische Länder über www.naviextras.com erhältlich)
  • Aufzeichnen der gefahrenen Strecke inkl. NMEA/SiRF-Log
  • Anlegen eigener POI-Kategorien
  • Routen mit mehreren Zwischenzielen

Fazit

iGo My way 8 gehört eindeutig zu den Top-Programmen für Windows Mobile Phones. Trotz kleinerer Schwächen überzeugt iGO My way auf der ganzen Linie. Sinnvolle Routen, eine übersichtliche Zielführung und die schnelle Bedienung machen die Navigation mit iGO zum Kinderspiel.

Die spektakuläre 3D-Darstellung sowie die Option, einen externen TMC-Empfänger anschliessen zu können, heben die ungarische Software von vielen Mitbewerbern ab.

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Pro

  • 3D Darstellung
  • Externer TMC-Empfänger verwendbar
  • Viele Konfigurationsmöglichkeiten
  • Optische Zielführung
  • Individuell konfigurierbare Warnungen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen
  • Navigation geht in Tunnels weiter
  • Automatisches Abdunkeln vor Tunnels
  • Verhalten beim Abweichen von der Route
  • Viele Funktionen wie Routensimulation und -aufzeichnung, Sperren von Streckenabschnitten
  • Routen mit Zwischenzielen
  • Umfangreiches Kartenmaterial
  • Zwei Stimmen (männlich/weiblich) zur Auswahl
  • Aufzeichnen der gefahrenen Strecke
  • Eigene POI verwendbar
  • Schnellzugriff auf Telefonfunktionen

Contra

  • Fehler bei der POI-Suche
  • Nur Anzeige von Uhrzeit und Reststrecke zum Ziel
  • Routenfehler beim Ausschlußkriterium “Gebühr/Vignette”
  • Kein Handbuch verfügbar
Navi-Software iGO My way 8 für Windows Mobile im Test was last modified: Juni 3rd, 2013 by Joachim Bardua
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