Falk LUX30 im Outdoor Einsatz

Falk LUX30 im Outdoor Einsatz (Bild zum Vergrößern anklicken). Ideal für Linkshänder, die seitlichen Tasten sind dann mit dem Daumen leicht zu erreichen sind.


Komfort wie bei einem Auto-Navi? Automatisches Routing zum Ziel? Navigieren mit Sprachansagen? Wenn Sie alle drei Fragen mit "ja" beantworten, dann sollten Sie sich unbedingt das neue Falk LUX30 näher anschauen! Das LUX30 bietet aber noch mehr: beispielsweise paperless Geocaching, Navigieren mit Tracks, Routen und Wegpunkten, Höhenmesser, Kompass, Vektor- und Rasterkarten.

Das LUX ergänzt die IBEX Modellreihe von Falk (IBEX 30 und IBEX 30 Cross). Im Gegensatz zum IBEX sieht der Neuling unter den Falk-Navis aber eher wie ein klassisches Outdoor-Navi aus, das vom Äußeren gut mit Outdoor-Lotsen wie dem Garmin Oregon und dem Magellan eXplorist vergleichbar ist.

Inhalt:

  1. Gehäuse, Bedienung
  2. Energieversorgung
  3. Speicher, Prozessor, GPS, Schnittstellen
  4. Display
  5. Benutzeroberfläche
  6. Kartenmaterial
  7. Navigation
  8. Sinnvolle Software
  9. Lieferumfang
  10. Zubehör
  11. Fazit, Leser-Bewertung

Falk LUX 30 Test: Gehäuse, Bedienung

Das schwarze Falk LUX30 – durch rote Design-Elemente optisch aufgepeppt – wird über einen resistiven Touchscreen und drei Hardware-Tasten bedient. Die Abmessungen von ca. 6,5 x 12 x 3 cm fallen für ein Touchscreen-Navi mit 3-Zoll Display relativ groß aus, das Gewicht beträgt 235 g (inkl. eneloop Akkus). Das hochwertig verarbeitete Gehäuse liegt gut in der Hand, die strukturierten Seitenflächen sorgen für einen sicheren Halt. Das Lux eignet sich vor allem für "links tragende" Outdoorer, die Tasten befinden sich dann gut in Daumenreichweite.

Ein Bügel an der unteren Längsseite dient zum Einfädeln einer Schnur, zwei Rillen auf der rechten bzw. linken Seite des Gehäuses werden zum Befestigen an der Fahrradhalterung benötigt. Das Öffnen des rückseitigen Batteriefachdeckels gestaltet sich schwierig. Wegen des in den Deckel eingelassen Drehverschlusses ist ein Einsatz des Fingernagels unumgänglich. Mit Handschuhen – egal ob dünn oder dick – ist ein Öffnen nicht möglich und unterstreicht somit den Einsatzzweck des Lux als Komfort-Outdoor-Navi zum Wandern, Radfahren und Geocachen unter gemäßigten Bedingungen.

Das Batteriefach wird durch eine umlaufende Dichtung vor Feuchtigkeit geschützt, unter der Aufnahme für die Batterien befindet sich der microSD-Karten Slot. Den USB-Anschluß (an der Rückseite unten) schützt eine auswechselbare Gummikappe vor Feuchtigkeit. Das Gerät ist insgesamt nach IPX7 spezifiziert (= zeitweiliges Untertauchen in Wasser, 30 Minuten in 1 m Tiefe).

Falk LUX 30 Test: Energieversorgung

Zwei AA Akkus bzw. Batterien sorgen für Power. Es lassen sich unterschiedliche Batterietypen verwenden, im Setup besteht die Auswahl zwischen Alkaline, Lithium und NiMH. Die spannende Frage lautet natürlich: Wie lange hält das Falk Lux im Outdoor-Betrieb durch? Interessanterweise macht Falk auf seiner Webseite keine Angaben zur Betriebsdauer!

Im Test mußte das LUX30 im Zusammenspiel mit Alkaline Batterien und unterschiedlichen NiMH Akkus seine Ausdauer beweisen.

Folgende Laufzeiten wurden ermittelt:

Alkaline Batterien (Duracell)Standard NiMH Akkus (Ansmann, 2.700 mAh)LSD-NiMH Akkus (eneloop HR-3UTGA, 2.000 mAh)LSD-NiMH Akkus (eneloop HR-3UWX, 2.500 mAh)
Minimal04:5107:1507:18, 07:29, 07:4208:49
Maximal03:0404:5004:47, 04:50, 05:1005:51
(Minimal: minimaler Energieverbrauch, d.h. Trackaufzeichnung an, keine aktive Navigation, Karte nach N, Bildschirm ausgeschaltet; Maximal, maximaler Energieverbrauch, d.h. Trackaufzeichnung an, aktive Navigation, Karte in Fahrtrichtung, Display permanent mit maximaler Beleuchtung)

 

Die Werte fallen eher enttäuschend aus, vergleichbare Geräte wie das Garmin Oregon 450 kommen auf zwei- bis dreimal so lange Laufzeiten! Wer mit dem Lux unterwegs ist, sollte also möglichst hochwertige Akkus wie die eneloop HR-3UWX wählen bzw. für ausreichenden Ersatz sorgen. Außerdem sollte zum Schonen der Energiereserven unbedingt die Funktion "Bildschirm Auto-Abschalten" genutzt werden. Dann schaltet sich der Bildschirm nach einer vorgegebenen Zeit aus, Trackaufzeichnung und Navigation laufen aber weiter. Schließlich ist das Display einer der größten Verbraucher.

Das Lux läßt sich auch mit externen Stromquellen betreiben, z.B. mit einem Powerakku wie dem PowerMonkey Extreme oder über eine Kfz-Steckdose. Die Versorgung erfolgt über die USB-Buchse, in den Lux eingelegte Akkus werden dabei aber nicht aufgeladen!

Falk LUX 30 Test: Speicher, Prozessor, GPS, Schnittstellen

Falk LUX30 Rückseite (Bild: Navigation-Professionell.de)

Falk LUX30 Rückseite (Bild: Navigation-Professionell.de)(zum Vergrößern anklicken)

Falk hat den Lux mit einem 4 GB großen Speicher ausgestattet. Der Windows-Explorer zeigt 3,63 GB an, davon sind immerhin rund 1,5 GB vom Anwender nutzbar. Eine optionale, bis zu 32 GB große microSD-Speicherkarte (SDHC) erweitert die Speicherkapazität deutlich. Beide Speicherplätze – intern wie extern – lassen sich für GPS-Daten und zusätzliche Karten nutzen. Platz gibt es also mehr als ausreichend!

Zum Starten benötigt das Lux – mit einigen Geocaches und Tracks an Bord – rund 55 Sekunden. Wer auf Tour eine Pause einlegen möchte, sollte das Gerät besser in den Stand-by Modus versetzen. Durch ein Antippen des Ein/Aus-Schalters ist es dann sofort einsatzbereit.

Der im Falk Lux verbaute Prozessor sorgt für ein verzögerungsfreies Verschieben und Zoomen der vorinstallierten Vektorkarte. Mit Rasterkarten gibts ebenfalls keinerlei Tempo-Einschränkungen. Beim Berechnen von Routen sind allerdings teils lange Wartezeiten hinzunehmen.

Zum Empfangen von GPS-Signalen setzt Falk auf einen bewährten SiRF III Chip in Kombination mit einer Patch-Antenne. In dieser Disziplin zeigt das LUX30 keine Schwächen, die Position wird in der Regel schnell und zuverlässig bestimmt, Trackaufzeichungen fallen akkurat aus. Was das Lux leider nicht bietet: Eine Seite mit ausführlichen Infos zu den Satelliten. Zwar gibt es Daten zur GPS-Qualität, Anzahl an Satelliten, Position, Höhe und Geschwindigkeit, aber nicht zur Position der Satelliten am Himmel bzw. deren Signalstärke.

Als einzigste Schnittstelle steht einen USB 2.0 Anschluss zur Verfügung. Wird das Lux über das mitgelieferte USB-Kabel mit einem PC verbunden, geht es sofort in den Massenspeichermodus über, sodass Zugriff auf den Speicher besteht (intern bzw. Speicherkarte). Beim Anschliessen an ein USB-Ladegerät wird es nicht nur mit Energie versorgt, sondern bleibt auch weiterhin bedienbar.

Falk LUX 30 Test: Display

Das Touchscreen-Display des Lux bietet die gleiche Größe wie seine Mitbewerber Garmin Oregon 450/550 bzw. Magellan eXplorist 510/610/710: 3-Zoll und eine Auflösung von 240×400 Pixel.

Auf dem klaren, nicht matten Display werden alle Kartenelemente, Schriften und Symbole hochauflösend und scharf dargestellt. Ohne Hintergrundbeleuchtung geht allerdings nichts. Wird der Regler auf 0% gestellt, ist auf dem Display fast nichts erkennbar. In dunkler Umgebung (Räume, Schatten, Wald) reicht eine Einstellung von ungefähr 20% Helligkeit vollkommen aus, wird der Regler auf volle Power gestellt, ist die Ablesbarkeit ganz hervorragend. Bei Sonne, eventuell noch kombiniert mit Schnee, aber auch bei diffusem Licht, kommt das Display selbst bei 100% Hintergrundbeleuchtung an seine Grenzen. Da es zusätzlich zum Spiegeln neigt, ist z.B. die Karte teilweise nur schwierig ablesbar. Auch erscheint das Display bei praller Sonne und direktem Licht nicht so brilliant und kontrastreich wie man es sich wünschen würde.

Falk LUX 30 Test: Benutzeroberfläche

Zu den Vorzügen des Falk Lux gehört die einfache Bedienung – auch Einsteiger in die Materie sollten sich schnell zurecht finden! Wichtigstes Bedienelement ist die Leiste unterhalb der Karte. Mit einem Klick wird in das übersichtliche Hauptmenü gewechselt, alternativ lassen sich mit Hilfe des frei konfigurierbaren Schnellzugriff- Menüs häufig benötigte Funktionen aufrufen, z.B. das Starten der Trackaufzeichnung oder Aktivieren des Kompasses.

Tipp: Durch ein längeres Drücken des Hauptmenü-Buttons werden nahezu alle Buttons und Datenfelder auf der Kartenseite ausgeblendet.

Das Scrollen durch Listen geht flott über die Bühne, der Inhalt wird spielend mit dem Finger verschoben; zum Blättern durch das Hauptmenü langt eine Wischbewegung quer über den Bildschirm. Die elegante Bedienung leidet etwas darunter, dass so mancher Button recht klein ausfällt. Da ist Tippen mit "spitzen Fingern" angesagt! Mit dünnen Fingerhandschuhen läßt die Trefferquote schon nach, mit dicken Winterhandschuhen geht gar nichts mehr.

Schriften und Karten-Symbole (z.B. POIs) fallen ebenfalls ziemlich klein aus. Manch ein Anwender – Generation 50+ – könnte damit ein Problem haben. Ausprobieren!

Falk LUX 30 Test: Kartenmaterial

Das Falk LUX30 Deutschland wird mit einer auf allen Wegen und Straßen routingfähigen Outdoorkarte von Gesamt-Deutschland ausgeliefert. Alternativ gibt es noch die Modelle LUX30 Austria und LUX30 Schweiz mit den jeweiligen Landeskarten.

Die Topo-Karte dürfte vor allem Freizeit-Navigatoren ansprechen. Sie ist sehr übersichtlich gehalten und enthält – zumindest im Testgebiet – alle wichtigen Wanderwege, Forststrassen etc. Zahlreiche POIs lassen sich bedarfsweise ein- oder ausblenden. Hier und da wünscht man sich allerdings eine stärkere Differenzierung der Karte, z.B. werden keine Moorflächen oder Schrofen ausgewiesen. Wer mehr Infos auf der Karte braucht, sollte sein Lux mit Rasterkarten von MagicMaps erweitern, die beim Zoomen unterhalb eines Maßstabbalkens von 400 m automatisch eingeblendet werden. Wege, POIs und Höhenlinien der Topo-Karte überlagern dann die Rasterkarte und ergänzen sie bestens.

Die Auswahl an topographischen Karten ist recht klein. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet Falk noch Karten von Südtirol und Mallorca an. Wer also außerhalb der deutschen Lieblings-Urlaubsreviere unterwegs sein will, hat das Nachsehen. Rasterkarten gibt es auch nicht viele. MagicMaps hat nur Karten von Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol und Luxemburg im Portfolio.

Da das Angebot an Karten – je nach geplanten Einsatzzweck – ein entscheidendes Kaufkriterium sein kann, hat Falk in dieser Disziplin gegenüber manchen Mitbewerbern einen Nachteil. Neben einer größeren Auswahl an Falk-Karten wäre es außerdem wünschenswert, wenn Falk die Installation von OpenStreetMap-Karten zulassen oder wie Lowrance und Medion eigene OSM-Karten anbieten würde. OSM-Karten haben zwar nicht in allen Ländern die Qualität wie in Deutschland, können aber trotzdem eine gute Hilfe sein.

Falk LUX 30 Test: Navigation

Was ist die große Besonderheit des Falk LUX? Wie anfangs schon erwähnt, bietet das Lux Komfort und Navigation wie ein Auto-Navi. Dies läßt sich schon am Menü "Zieleingabe" erkennen. Hier stehen folgende Optionen zur Auswahl: Adresse, Heimatadresse, Sonderziele, letzte Ziele, Position in Karte, Wegpunkte, Koordinaten, Ziele aus dem integrierten Reiseführer, Geocaches, Tracks und Touren – eine Menge Möglichkeiten!

Ist das Ziel gefunden, z.B. ein Punkt auf der Karte, bietet das LUX30 mehrere Berechnungsmethoden an: Fahrrad bzw. Fußgänger und jeweils mit den Optionen einfach, sportlich, kurz oder Luftlinie. Dann gibt es noch – je nach Profil – Kriterien wie Fahrradwege/Wanderwege/Starkes Gefälle/Klettersteige verwenden und Straßenverkehr/Fähren/Tunnel vermeiden.

Wie die Praxis zeigt, empfiehlt es sich, die unterschiedlichen Kriterien durchzuspielen. Entspricht die berechnete Route mal nicht den Wunschvorstellungen, dann läßt sie sich durch eine Änderung der Kriterien noch optimieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, zwei Alternativen berechnen zu lassen. Die während des Tests durchgeführten Touren zeigen, dass die vom LUX30 vorgeschlagenen Routen eine gute Hilfe sind, sich in unbekannten Gegenden zurecht zu finden.

Die Navigation erfolgt mit Hilfe von dezenten und gut verständlichen Sprachansagen oder Piepstönen. Auf der Karte weisen Richtungspfeile in Kombination mit Entfernungsangaben und der farbig eingezeichneten Strecke zum Ziel.

Das Lux kann aber noch mehr. Zum Beispiel das Planen einer Route durch Eingeben von Start und Ziel (inklusive Routensimulation) und das Planen von Touren mit zahlreichen Zwischenzielen. Letzteres eignet sich sehr gut dazu, schnell mal eine Strecke über die Karte zu planen: Tour anlegen, über die Karte die Zwischenstationen wählen – und ab gehts! Die Touren lassen sich auch komfortabel bearbeiten, z.B. die Fahrtrichtung ändern und Stationen hinzufügen oder löschen.

Falk LUX30 im Outdoor Einsatz

Falk LUX30 im Outdoor Einsatz (Bild zum Vergrößern anklicken). Ideal für Linkshänder, die seitlichen Tasten sind mit dem Daumen leicht zu erreichen.

Eine weitere Option ist das Navigieren mit Tracks, die z.B. aus Internetportalen stammen oder am PC geplant wurden. Auch bei der Tracknavigation gibt es mehrere Optionen: das Verwenden des Original-Tracks oder das Berechnen einer Alternativroute (von Falk als "erweiterte Tracknavigation" bezeichnet). Diese wird im ausführlichen Handbuch wie folgt beschrieben: "Mit der Funktion Alternativroute zum Track wird eine Alternativroute berechnet, die dem originalen Track so ähnlich wie möglich ist. Zudem bekommen Sie im Gegensatz zur standardmäßigen Tracknavigation dann Sprachansagen, die Sie mit Abbiegehinweisen führen. Zusätzlich werden Ihnen die Ankunftszeit und die reelle Entfernung angezeigt."

Noch zu erwähnen ist die Integration von öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier darf man allerdings keine zu hohen Ansprüche stellen, exakte Fahrpläne mit An- und Abfahrtszeiten gibt es nicht (wäre etwas zu viel verlangt), auch stehen passende Daten nicht überall zur Verfügung, z.B. Busverbindungen auf dem Land.

Paperless Geocaching (papierloses Geocaching) ist ein weiteres Highlight des Falk Lux. Dazu haben wir bereits einen ausführlichen Artikel verfasst: Paperless Gocaching mit dem Falk Lux.

Ein paar verbesserungswürdige Punkte sind uns aufgefallen:

  • Nach einem Batteriewechsel ist ein Neustart der Trackaufzeichnung unumgänglich. Außerdem liegt die Tour dann in Form von zwei Tracks vor, ein Zusammenfügen am PC ist notwendig.
  • Einige Berggipfel werden nur als "Gipfelkreuz" bezeichnet (POI Kategorie: (Gipfel-)Kreuze)) und sind somit über die Suchfunktion nur schwer als Ziel auswählbar.
  • Mit dem Falk Lux erstellte Wegpunkte lassen sich nicht auf den PC kopierten (zumindest wurde die Möglichkeit nicht gefunden …).
  • Sollen die Trackaufzeichnungen des Lux (Ordner: \Navigator\RecordedTracks) mit einer PC-Planungssoftware analysiert werden, gibt es ein Problem mit den Bezeichnungen. Egal welche Software eingesetzt wird, der im Track-Manager des Lux angezeigte Namen wird nicht übernommen.
  • Die aktuelle Trackaufzeichnung wird nicht auf der Karte angezeigt.
  • Tracks lassen sich nur mit einem automatischen Modus aufzeichnen, Alternativen wie Trackaufzeichnung nach Zeit oder Distanz bietet das Lux nicht. Dafür trägt der Verzicht auf solche Optionen zu einer vereinfachten Bedienung bei.

Falk LUX 30 Test: Sinnvolle Software

Was wäre ein Outdoor-Navi ohne Zusatzsoftware? Nicht viel, denn erst mit der richtigen PC-Software wird das ganze Potential ausgeschöpft.

Falk selbst bietet den kostenlosen Falk Navi-Manager zum Durchführen von Software-Updates, Übertragen von Touren, POIs und GPX-Dateien an (als Download auf der Falk-Webseite erhältlich). Wer aber so richtig in die Tourenplanung einsteigen möchte, braucht ein leistungsfähiges Zusatztool. Zumal die vorinstallierte Karte des Lux nicht am PC nutzbar ist.

Dazu bietet sich der MagicMaps Tour Explorer an, eine Kombination aus PC-Software und Rasterkarten. Der Tour Explorer bietet viele Funktionen zum Planen und Verwalten von Touren und ist somit ein guter Begleiter des Falk Lux, zumal sich die Rasterkarten auf den Outdoor-Lotsen übertragen lassen. Beim Exportieren von Rasterkarten ist es allerdings nicht möglich, eine größere Region gleichzeitig in Form mehrerer Kartenkacheln zu exportieren um somit eine optimale Abdeckung ohne Lücken zu erreichen.

Den Tour Explorer gibt es in unterschiedlichen Ausgaben, beispielsweise mit Karten von Bayern (Maßstab 1:25.000) für 49,90 EUR, Karten von Norddeutschland ((Maßstab 1:25.000) für 129,90 EUR oder mit Karten von Gesamt-Deutschland im Maßstab 1:50.000 zum Preis von 99,- EUR.

Falk LUX 30 Test: Lieferumfang

  • Falk LUX 30
  • 2x Alkaline Batterien
  • USB-Kabel
  • Fahrradhalterung
  • Kurzanleitung
  • Gutschein mit 20% Ermäßigung für MagicMaps Tour Explorer
  • Gutschein für 30 Tage Geocaching.com Premium-Mitgliedschaft

Software: Outdoor 2.1 (Buildnr. 4392), Kartendaten 2012-1 Outdoor
Ausführliche technische Daten enthält die Falk Navi-Galerie.

Falk LUX 30 Test: Zubehör

Falk Lux Fahrradhalterung

Falk Lux Fahrradhalterung, die Montage am Lenker erfolgt mit Hilfe von zwei Hebeln (Verschlusshebel vorne, Stellhebel oben unter dem Falk Symbol)(Bild anklicken)

Die zum Lieferumfang des Falk Lux gehörende Fahrradhalterung wurde witterungsbedingt nicht auf Tour ausprobiert. Die Praxistauglichkeit läßt sich deshalb nicht hundertprozentig beurteilen.

Eines zeigt sich gleich zu Anfang: Vor der Montage am Lenker sollte unbedingt die mitgelieferte Kurzanleitung gelesen werden! Dann spart man sich viel Ausprobieren. Ist die Montage gelungen, muss das Lux nur noch auf die Halterung geschoben werden. Das Lux 30 sitzt dann sicher und stabil auf der Halterung. Auf schlechten Wegen scheint aber aber ein Verdrehen der Halterung möglich zu sein.

Aber nicht nur Fahrradfahrer, sondern auch Wanderer wollen ihr Outdoor-Navi befestigen. Und der optimale Platz ist in der Regel am Rucksackträger. Aber leider bietet Falk in seinem Zubehör-Shop keine passende Tasche an.

Falk LUX 30 Test: Fazit

Das Falk LUX30 hebt sich mit seiner übersichtlichen und einfachen Bedienung von anderen Outdoor-Navis ab. Navigationsfunktionen wie das automatische Routing, die erweiterte Trackfunktion und das einfache Planen von Touren mit dem Gerät machen das Falk Lux vor allem für Komfort suchende Wanderer und Radfahrer interessant. Für Geocacher bietet das LUX 30 zudem einige pfiffige Funktionen, die in dieser Form derzeit kein anderer Mitbewerber bietet. Auf der anderen Seite schränken Nachteile wie die kurze Akkulaufzeit und das kleine Angebot an Karten den Einsatzbereich teils deutlich ein.

Unterm Strich bietet das Falk LUX30 für 379,95 EUR viel Navi fürs Geld. Zumal eine routingfähige Karte von Gesamtdeutschland sowie eine Fahrradhalterung zum Lieferumfang gehören. Allerdings sollte der kaufwillige Outdoorer bei der Budgetplanung den MagicMaps Tour Explorer miteinbeziehen. Die Software hilft bei der Tourenplanung am PC und erweitert den Falk LUX um Rasterkarten. Beide Produkte sind unter Bezeichnung Falk LUX 40 im Bundle erhältlich.

NEU: Falk LUX 32 – Der Nachfolger im Test

[Update 04/14] Neue Funktionen, Verbesserungen und Karten: Falk Software-Update für den LUX 30

Empfohlene Online-Shops:

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Pro

  • Automatisches Routing auf allen Wegen
  • Schnelle Routenplanung auf dem Gerät
  • Pfiffige Geocaching-Funktionen
  • Einfache Bedienung, übersichtliches Menü
  • Viel Speicher für Karten, Tracks etc.
  • Vorinstallierte Deutschlandkarte
  • Fahrradhalterung gehört zum Lieferumfang

Contra

  • Kurze Akkulaufzeit
  • Ablesbarkeit des Displays bei Sonne
  • Bedienung mit Handschuhen schwierig
  • Kleines Angebot an Karten
  • OSM-Karten lassen sich nicht verwenden
  • Vorinstallierte Karte nicht am PC nutzbar
  • Mit dem Lux erstellte Wegpunkte sind nicht auf den PC übertragbar
Falk LUX 30 Test – Outdoor-Navi mit Komfort was last modified: März 20th, 2016 by Joachim Bardua

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