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Garmin fenix 6S Sapphire DLC Test

Garmin fenix 6S Sapphire DLC Test – Die fenix 6S Sapphire gehört neben der 6S Pro und 6S zu den "kleinsten" Vertretern der Garmin fenix 6 Serie.

"Klein" aber nur bei den äußeren Werten. Im Inneren entspricht die 6S Sapphire den größeren Modellen 6 Sapphire bzw. 6X Sapphire – von einer Ausnahme abgesehen: dem Akku!

Die fenix 6S dürfte aus meiner Sicht hauptsächlich die folgenden Zielgruppen mit einem fitness- bzw. outdoororientierten Lebensstil ansprechen:

  • Mit zarten Handgelenken gesegnete Individuen.
  • Sportler- & Outdoorerinnen – die 6S Sapphire gibt es auch in den femininen Farbkombinationen Beige/Weißgold, Schwarz/Rosegold, Grau/Rosegold.
  • Alle ♀ und ♂, die insbesondere im Alltag eine eher kleine & unauffällige Smartwatch bevorzugen.
Die fenix 6S Sapphire DLC (Mitte) im Vergleich zu der fenix 6X Pro (links) und der tactix Delta (rechts)

Beim Anlegen der fenix 6S – "S" wie Small – kommen Assoziationen wie süß oder schnuckelig in den Sinn. Insbesondere im direkten Vergleich zu einer 6X Pro oder tactix Delta.

Die Garmin fenix 6S Sapphire trägt sich nicht nur im Alltag äußerst angenehm – ihre Abmessungen liegen in etwa auf dem Niveau einer Garmin Venu, einer Smartwatch, die in unserem Test als besonders empfehlenswerte GPS-Uhr für Alltag, Fitness und Sport abgeschnitten hat. Die 6S hat zwar kein trendiges AMOLED Display, dafür toppt sie die Venu bei den Funktionen – aber auch beim Preis!

Aufgepasst – bei der Auswahl der passenden fenix 6 ist das Folgende zu beachten! Um bei sportlichen Aktivitäten möglichst genaue Herzfrequenzdaten mittels des integrierten Sensors zu erhalten, empfiehlt es sich, die Uhr ein paar Zentimeter weiter oben zu tragen. Da kann sich das mitgelieferte Armband der 6S aber als zu kurz herausstellen. Allerdings gibt es Abhilfe: Im Garmin Shop gibt es QuickFit Armbänder in Größe L für einen Handgelenkumfang von bis zu 235 mm.

Die genaue Bezeichnung unseres Testmodells lautet übrigens fenix 6S Sapphire Schwarz/Schiefergrau DLC.

DLC, dahinter verbirgt sich eine spezielle, vor Kratzern und Abnutzung schützende Beschichtung des Stahls (DLC = diamond like carbon). Im Zusammenspiel mit dem extrem kratzfesten Saphirglas sollte die Optik der 6S somit lange erhalten bleiben!

Außerdem gibt es noch – in unterschiedlichen Farbkombinationen – die 6S Pro mit einem gegenüber Saphirglas weniger kratzresistenten aber nicht so spiegelnden Gorilla-Glas und die 6S ohne Musikfunktionen, Karten und Wi-Fi.

Die wesentlichen Unterschiede zu den großen Geschwistern können Sie unserer Tabelle entnehmen (Quelle: Garmin):

fenix 6S Sapphire fenix 6 Sapphire fenix 6X Sapphire
Abmessungen 42 x 42 x 13,80 mm 47 x 47 x 14,70 mm 51 x 51 x 14,90
Gewicht (Stahl) 61 g 83 g 93 g
Armbandbreite 20 mm 22 mm 26 mm
Handgelenksumfang (Silikonarmband) 108 – 182 mm 125 – 208 mm 127 – 210 mm
Display Ø30,40 mm (1,20 Zoll) Ø33,02 mm (1,30 Zoll) Ø35,56 mm (1,40 Zoll)

Auf welche Batterielaufzeiten kommt die Garmin fenix 6S Sapphire?

Es gilt: Kleineres Gehäuse – Kleinerer Akku – Kürzere Laufzeiten!

Die Tabelle zeigt die Unterschiede zu den Schwestermodellen der fenix 6 Serie:

fenix 6S Sapphire fenix 6 Sapphire fenix 6X Sapphire
Smartwatch 9 Tage 14 Tage 21 Tage
GPS 25 Std. 36 Std. 60 Std.
GPS & Musik 6 Std. 10 Std. 15 Std.
Max. GPS Akku-Modus 50 Std. 72 Std. 120 Std.
Expeditions GPS-Modus 20 Tage 28 Tage 46 Std.
Energiesparmodus 34 Tage 48 Tage 80 Tage
  (alles "bis zu" Angaben)

Die Garmin 6X Sapphire ist zweifellos die "Königin der Batterielaufzeiten" – eine Smartwatch, die wie die Praxis zeigt weder im Alltag noch auf Tour kaum an’s Netz muss!

Aber auch die 6S kann sich sehen lassen. Bei einer von Garmin angegebenen Batterielaufzeit von bis zu 25 Stunden im GPS-Modus lässt sich locker ein Wochenende mit zwei langen Outdoor-Touren durchhalten. Zum Vergleich, bei einer Apple Watch ist bei rund 10 Stunden Schluss.

Wem dies nicht ausreicht sollte eine Powerbank in der Gewichtsklasse einer Tafel Schokolade  einpacken und die 6S Sapphire beispielsweise während einer längeren Pause nachladen.

Die von Garmin angegebenen 9 Tage für einen Einsatz als Smartwatch sind eine realistische Zahl, auch im Alltagsbetrieb muss die 6S kaum ans Netz. Eine Stärke, die sich insbesondere im Vergleich zu der Apple Watch Series 5 zeigt. Die Apple Watch muss ca. alle 1,5 Tage aufgeladen werden!

Ein nächtlicher Abstieg vom Berg: Mit "Zurück zum Start" gehts zum Ausgangspunkt der Tour.

Das Display – Reicht die Größe für Outdoor-Touren aus?

Wird die 6X Pro mit ihrem 1,4 Zoll Display als Vergleich herangezogen wirkt das 6S Sapphire Display mit seinen 1,2 Zoll wie ein Mäusekino. Auf der Karte ist einfach weniger zu sehen, gleiches gilt z.B. für die Widget-Ansicht (Abbildungen rechts: 6S oben, 6X unten).

Tourentscheidend ist dies allerdings nicht,  auch mit der fenix 6S Sapphire lässt sich z.B. mit Hilfe der Kartenseite prima Navigieren, sei es entlang einer Strecke oder mit "Zurück zum Start" wieder zum Ausgangspunkt der Tour (Abbildung oben).

Laufsportler können sich daran freuen, dass selbst bei der kleinen fenix bis zu vier Datenfelder pro Trainingsseite möglich sind – mit einem Blick lassen sich die wichtigen Daten "Pace, Herzfrequenz, Distanz & Zeit" ablesen.

Widgetübersicht fenix 6S Pro
Widgetübersicht fenix 6X Pro

fenix 6S Sapphire – GPS & Herzfrequenz 

 Auf dieses Thema bin ich schon in unserem ausführlichen 6X Pro Test eingegangen. Deshalb an dieser Stelle nur eine Kurzform.  

  • Die GPS-Position wird nach dem Starten einer Aktivität sehr schnell bestimmt.
  • Die Genauigkeit von (Aktivitäts-)Track-Aufzeichnungen liegt in dem bei Smartwatches üblichen Rahmen, d.h. eine Qualität wie bei einem Outdoor-Handgerät darf man nicht erwarten, reicht für Touren aller Art aber mehr als aus.
  • Die Qualität der über den internen Sensor erfassten Herzfrequenzdaten hängt von vielen Faktoren ab. Die Werte können ganz hervorragend – Beispiel Laufen – aber auch ganz miserabel ausfallen. Letzteres zeigt sich beispielsweise beim Verwenden von Skistöcken.

Garmin fenix 6S Sapphire DLC Test – Konnektivität

Dank ANT+, Bluetooth, NFC und Wi-Fi lässt sich die fenix 6S pro mit allen nur erdenklichen Geräten und Sensoren verbinden. Besonders hervorzuheben ist die Option, z.B. einen Herzfrequenzsensor via ANT+ oder Bluetooth koppeln zu können. Erwähnenswert ist auch die äußerst zuverlässige Verbindung zu einem Smartphone (während des Tests ist die 6S dauerhaft mit einem Xiaomi MI 9 verbunden).

Funktionen 

Die 6S Sapphire verfügt – analog zu den anderen Pro & Sapphire Modellen – über einen immensen Funktionsumfang. Sei es für den Alltag, für Fitness, Sport oder Outdoor.

Da es unmöglich ist dies alles zu testen und zu beschreiben verweise ich auf meinen 6X Pro Test bzw. auf die fenix 6 Themenseite.

Zu den von mir häufig genutzten Funktionen gehören

  • der ABC-Widget mit Höhen-, Barometer- und Richtungsanzeige,
  • der Gesundheitsstatistik-Widget mit Infos zur Herzfrequenz und Ruhepuls,
  • die vielfältigen Navigationsfunktionen, insbesondere das automatische Routing entlang des Wegenetzes der Karte
  • und die zahlreichen, in hohem Maße anpassbaren Aktivitäten wie Wandern, Backcountry Ski, Radfahren und Laufen.

Das Abspielen von auf der 6S gespeicherter Musik ist eine ebenfalls gern verwendete Komfortfunktion. Die fenix nimmt immerhin bis zu 2.000 Titel auf (ca. 18,2 GB des internen Speichers von 32 GB stehen noch zur Verfügung). Zum Testen verwenden wir dazu einen Jabra Elite 65t Bluetooth In-Ear Kopfhörer. Bei der 6X Pro gab es anfänglich noch Verbindungsschwierigkeiten – bei der 6S Sapphire dagegen nicht, egal wie der Arm bewegt wird, der Sound wird zuverlässig übertragen.

Die Garmin fenix 6S Sapphire im Vergleich zu der Apple Watch

Für den einen oder anderen Leser ist ein Vergleich zu der aktuellen Apple Watch Series 5 interessant – insbesondere auch unter einem Aspekt: Die Apple Watch ist die am meisten verkaufte Smartwatch!

Beim Gewicht liegen die fenix 6S Sapphire und die Apple Watch 44 mm in etwa gleichauf. Die eine ist rund, die andere rechteckig, die Apple Watch baut aber deutlich flacher.

Welches sind die jeweils wesentlichen Stärken & Schwächen? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

Die Stärken der Apple Watch Series 5

  • Perfekte Integration in das Apple Ökosystem
  • Ansprechendes Äußeres & Formfaktor
  • Hervorragend verarbeitet
  • Hochauflösendes, bestens ablesbares Retina Display mit knalligen Farben
  • Ion-X Glas (entspricht bei der Kratzfestigkeit in etwa Gorilla Glas)
  • Touchdisplay
  • Always-on Modus
  • Funktioniert ohne Wenn und Aber
  • Sehr schnelles Ausführen von Funktionen & Interaktionen
  • Sehr genaue Herzfrequenzmessungen
  • EKG Funktion
  • Viele integrierte Sensoren
  • LTE & UMTS Unterstützung
  • Riesiges Angebot an Apps im App Store
  • Unterstützung von zahlreichen Banken für kontaktloses Bezahlen
  • Kabelloses Aufladen
  • Zwei unterschiedlich lange Armbänder im Lieferumfang

Die Stärken der fenix 6S Sapphire

  • MIL-STD-810 für Temperatur, Stoß- und Wasserdichtigkeit
  • Extrem kratzfestes Saphirglas
  • Hochwertige Verarbeitung & Materialien
  • Sehr gut ablesbares MIP Display
  • Tolle Batterielaufzeiten
  • Umfassendes Batteriemanagement
  • Gut mit Handschuhen bedienbar
  • Verbinden mit den unterschiedlichsten externen Sensoren & Geräten
  • Zahlreiche integrierte Sensoren
  • Native Unterstützung von allen nur erdenklichen Sportarten
  • Umfassende Konfiguration
  • Umfangreiche Navigationsfunktionen
  • Vorinstallierte Offline Karten
  • Viele weitere kommerzielle & kostenlose Karten installierbar
  • Zahlreiche Firstbeat Metriken
  • Erweiterungen per Connect IQ Store
  • Garmin Connect Portal für Aktivitäten
  • Zu Android und iOS kompatibel

Die Schwächen der Apple Watch Series 5

  • Batterielaufzeiten im Alltag und bei Aktivitäten
  • Für einige Funktionen sind zusätzliche Apps nötig
  • Vergleichsweise nur wenige Offline Karten erhältlich
  • Nicht Android kompatibel

Die Schwächen der fenix 6S Sapphire

  • Genauigkeit des Herzfrequenzsensors bei bestimmten Aktivitäten
  • Braucht viel Einarbeitungszeit zum Konfigurieren und Erlernen aller Funktionen
  • Teurer als die Apple Watch

In einem Satz – Welche Uhr könnte sich für wen eignen?

  • Die Apple Watch für den iPhone Nutzer mit einem aktiven, fitness- & gesundheitsorientierten Lebensstil.
  • Die Garmin fenix 6S Sapphire für den Android oder iPhone Nutzer, bei dem Fitness, Sport & Outdoor ein essenzieller Teil des Lebens ist.
Garmin fenix 6S vs. Apple Watch

Garmin fenix 6S Sapphire Test – Fazit 

Die Garmin fenix 6S Sapphire hat sich während des Tests schnell als Liebling herauskristallisiert. Warum? Sie ist leicht, unauffällig & angenehm zu tragen und bietet den kompletten Funktionsumfang der Garmin fenix 6 Serie.

Gegenüber den größeren fenix 6 Modellen gilt: Mit den kürzeren – aber immer noch wirklich guten – Batterielaufzeiten der fenix 6S Sapphire  kann man sich arrangieren, die Größe des Displays reicht für viele Sport- und Outdoor-Aktivitäten im Grunde genommen vollkommen aus.

Die 6S ist rundum empfehlenswert, allerdings sollte – je nach Einsatzzweck – ein externer Herzfrequenzsensor gleich mit auf der Einkaufsliste stehen, beispielsweise der günstige Garmin Dual Herzfrequenz-Brustgurt 

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