Die Apple Watch im Outdoor Test

11. Februar 2020
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Apple Watch im Outdoor Test

Die Apple Watch Series 5 im Outdoor Test! Die Apple Watch ist als eine phantastische und perfekt in das Apple Ökosystem integrierte Smartwatch bekannt. Sie wird von Läufern verwendet, als Fitness-Uhr und im Alltag – nur wie schaut’s bei Outdoor-Aktivitäten aus? Wir haben uns die Apple Watch Series 5 unter diesem Aspekt näher angeschaut!

 

Unser Testexemplar – ein 44 mm GPS + Cellular Modell mit Aluminiumgehäuse in Space Grau – hinterlässt gleich von Anfang an einen tollen Eindruck. Die Apple Watch

  • sieht nicht nur gut aus,
  • ist excellent verarbeitet
  • und trägt sich angenehm,
  • auch der Lieferumfang gefällt.

Das Sportarmband kommt in zwei unterschiedlich langen Ausführungen (S/M bzw. M/L), damit eignet es sich für Handgelenke mit einem Umfang von 140 bis 220 mm.

Geladen wird die AW über ein magnetisches Ladekabel, von dem man sich am besten gleich ein zweites besorgt (€35.- bei Apple, ab €15.- von Drittanbietern). Warum? Dies besprechen wir im Abschnitt Batterielaufzeiten.

Für den Test haben wir uns für das 44 mm Modell entschieden, da uns etwas mehr Fläche – z.B. zum Anzeigen von Karten – wichtig ist. Alternativ gibt es die Watch mit einem 40 mm Gehäuse. Das Gehäuse wiegt 36,5 g, mit Armband 66,1 g bzw. 63,4 g – damit liegt die Apple Watch in etwa auf Garmin fenix 6s Pro Niveau (61 g).

Apple Watch Test – Bedienung

 

Die Bedienung erfolgt mittels Touchscreen, Digital Crown und einer Taste. Unter trockenen Bedingungen ist die Handhabung ein Vergnügen, allerdings gilt es erst einmal die Bedeutung der vielen Icons kennenzulernen (Abbildung unten). Mit feuchten Fingern bzw. einem nassen Display gestaltet sich die Bedienung zunehmend schwieriger, ähnliches gilt für dünne Fleecehandschuhe – da sind hundertprozentige Tasten-Smartwatches schlichtweg im Vorteil.

Die bis 50 m wasserdichte und fürs Schwimmen geeignete Apple Watch verfügt über einen speziellen Wasserschutz zum Schwimmen – der Bildschirm wird gesperrt, zum Entsperren reicht ein Drehen der Digital Crown. Dabei gibt die Uhr einen Ton aus und vibriert fast unbemerkt, eventuell vorhandenes Wasser wird aus der Uhr entfernt.

Die Apple Watch Series 5 reagiert extrem flott auf Interaktionen und führt Aufgaben ohne Verzögerungen aus, da macht sich auch der 64‑Bit Dual-Core Prozessor bemerkbar.

In der Watch App auf dem iPhone lässt sich je nach Trageposition die Anordnung der Digital Crown auswählen: entweder links unten oder oben rechts. Der Displayinhalt dreht sich entsprechend – ein cooles Feature.

Benutzeroberfläche der Apple Watch Series 5

Apple Watch Test – Technik

 

Das Retina Display ist unter allen Bedingungen exzellent ablesbar. In der Regel reicht die geringste Helligkeitsstufe, auf den Always-on Modus verzichten wir zugunsten der Batterielaufzeit. Zum Aktivieren des Displays nutzen wir die Option "beim Armheben" – so lässt sich das Display zum Ablesen von Daten schnell aufwecken. Ein Drehen der Digital Crown aktiviert das Display ebenfalls.

Die Batterielaufzeit ist wohl eines der Apple Watch Mankos. Im Alltagsbetrieb muss sie ca. alle 1,5 Tage auf die Ladestation. Schon alleine deshalb sollte ein zweites Ladekabel Pflicht sein, um die Uhr z.B. vor einer Tour im Auto noch einmal mit Energie füllen zu können.

Bei Outdoor-Touren kommen wir auf maximal 10 bis 11 Stunden. Eine lange Tagestour ist also machbar, in der Summe sind diese Werte aber unterirdisch – insbesondere unter dem Aspekt, welche Laufzeiten Smartwatches von Garmin, Suunto & Co bieten.

Wie sich diese Zeiten erreichen lassen haben wir bereits in dem Artikel Wie lassen sich die Akkulaufzeiten der Apple Watch bei Outdoor & Sport optimieren? erläutert. Dazu stehen diverse Energiesparmaßnahmen zur Verfügung.

An Sensoren sind verbaut:

  • Optischer und elektrischer Herzfrequenzsensor
  • Barometrischer Höhenmesser
  • Kompass
  • Beschleunigungssensor
  • Umgebungslichtsensor

Mit externen Sensoren sieht es weniger gut aus. Nur ein Bluetooth-Herzfrequenzsenor lässt sich direkt mit der AW koppeln. Läufer können aber einen Stryd Laufsensor via App verbinden, Radfahrer einen Leistungsmesser.

Wie unser Test von GPS & Herzfrequenzsensor allerdings zeigt, ist ein externer Herzfrequenz-Brustgurt nicht unbedingt nötig. Die Apple Watch liefert unter Outdoor-Bedingungen zuverlässig exakte Daten. Durch Ausschalten des internen Herzfrequenzsensors und Verwenden eines externen HF-Sensors lässt sich allerdings noch etwas Batterielaufzeit herausquetschen.

Der integrierte GPS-Empfänger (Satellitensysteme: GPS, GLONASS, Galileo, QZSS) erledigt seine Aufgaben ebenfalls überaus zufriedenstellend. Die Position bestimmt er nach dem Starten eines Workouts schnell genug, Trackaufzeichnungen fallen unter dem Aspekt "Genauigkeit" sehr gut aus, die Datenqualität reicht für Outdoortouren mehr als aus.

Bei dem barometrischen Höhenmesser ist die Frage zu stellen, ob die einzelnen Apps ihn überhaupt nutzen oder auf die GPS-Höhe setzen. Außerdem lässt sich der Höhenmesser – wie bei Sportuhren eigentlich üblich – nicht manuell kalibrieren. Vermutlich erfolgt das Abgleichen per GPS – Informationen gibt es dazu allerdings auch nicht. Ungeachtet dieser Einschränkungen liefert die Apple Watch exakte Höhendaten. 

Ohne zusätzliche Apps geht nicht viel

 

Die Apple Watch Series 5 kommt mit einer integrierten Workout-App für die unterschiedlichsten Sportarten: Laufen, Gehen, Fahrrad, Schwimmen, Yoga, Wandern und viele mehr.

Anpassungen lassen sich in der Watch App auf dem iPhone vornehmen, inklusive Ein-/Ausschalten von

  • Stromsparmodus (schaltet Mobilfunk & den Herzfrequenzsensor aus),
  • Auto-Pause,
  • Erinnerungen bei Trainingsbeginn/-ende,
  • Anhalten bzw. Fortsetzen eines Trainings über die Seitentaste & Digital Crown,
  • Entdecken von Sportgeräten (GymKit),
  • Aktivieren einer Trainings-Playlist.

Außerdem können an dieser Stelle die pro Workout Typ angezeigten Datenfelder konfiguriert werden. So lässt sich wahlweise die Darstellung nur eines Wertes (ein Wechsel erfolgt durch Drehen der Krone) oder die Anzeige von bis zu fünf Metriken auf der einzigen Datenseite einstellen. Zur Auswahl stehen – je nach Sportart – beispielsweise Dauer, Herzfrequenz, Strecke, Höhenmeter, aktueller Pace, durchschnittlicher Pace, Aktivitätskalorien, Gesamtkalorien, aktuelle Höhe. In Ergänzung zu der Datenseite gibt es noch eine Seite zur Musiksteuerung. Auf der Apple Watch selber lassen sich noch Ziele einstellen bzw. ein Pace-Hinweis einrichten.

Die Kompass App zeigt nicht nur allerlei Daten an, sondern erlaubt es auch eine Peilung einzustellen (Abbildungen unten).

Wer noch weitere Funktionen benötigt ist auf zusätzliche Apps angewiesen. Wir haben bereits einige Apps durchprobiert. Unser Outdoor-Favorit ist WorkOutDoors, eine App, mit der sogar Offline-Karten auf die Apple Watch kommen. Manche ausgefuchste Outdoor-Funktionen wie sie z.B. Sportuhren von Garmin bieten lassen sich aber auch nicht über Apps nachrüsten (oder wir haben sie im App Store nicht gefunden).

Nicht nur für Touren werden weitere Apps benötigt. Unsere Favoriten sind

 

  • "HealthFit" als Datenbroker,
  • "AutoSleep" zur Schlafaufzeichnung
  • und "HeartWatch" für Herzfrequenzanalysen.
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Was sind die wesentlichen Stärken bzw. Schwächen der Apple Watch?

Pro

 

  • Funktioniert & macht was sie kann
  • Perfekte Integration in die Apple Welt
  • Umfangreich konfigurierbar
  • Verarbeitungsqualität & Optik
  • Komfortabel zu tragen
  • Keinerlei Verzögerungen & schnelles Ausführen von Funktionen
  • Sensibler Touchscreen
  • Hochauflösendes & gut ablesbares Display
  • LTE Version
  • Akkurater Herzfrequenzsensor mit EKG Funktion
  • Drahtloses Aufladen
  • Lieferumfang inkl. 2 versch. langen Armbändern

 

Contra

 

  • Bescheidene Batterielaufzeiten
  • Schwierige Bedienung mit (dünnen) Handschuhen
  • An das Apple Ökosystem gebunden
  • Eingeschränkte Outdoor-Funktionalitäten
  • Keine umfangreichen physiologischen Metriken (wie z.B. von Firstbeat)
  • Für viele Aufgaben sind zusätzliche meist kostenpflichtige Apps nötig
  • Always-on Modus nicht mit Drittanbieter Workout-Apps nutzbar

 

Fazit – Apple Watch Outdoor Test

 

Keine Frage, die Apple Watch Series 5Amazon Shop ist eine phantastische Smartwatch und ein faszinierendes Technik-Gadget.

Sie eignet sich nicht nur als perfekte Smartwatch für den Alltag – insbesondere wenn man bereits in der Apple Welt zu Hause ist – und als Fitness-Tacker. Für eine Vielzahl an Anwendern dürfte die native Sport-Funktionalität vollkommen ausreichen. Davon abgesehen lässt sich der Funktionsumfang durch Drittanbieter Apps noch einmal deutlich steigern.

Nur für Outdoor-Aktivitäten ist sie nur eingeschränkt zu empfehlen. Mal eine Wanderung, eine Skitour, eine Radtour – ist alles möglich. Für einen intensiven Outdoor-Einsatz gibt es aber deutlich bessere Smartwatches, die die Apple Watch in Sachen Funktionalität und Batterielaufzeit deutlich hinter sich lassen. Dafür hat die Apple WatchAmazon Shop ganz andere Stärken!

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