TomTom Adventurer

Die erste TomTom Outdoor GPS-Uhr im Test!




von Joachim Bardua
14. Dezember 2016

Preis bei Test

TomTom Adventurer:

ab € 271,-

Amazon

"Lebe das Abenteuer" mit diesem Slogan bewirbt TomTom seine erste Outdoor GPS-Uhr, die Adventurer!

Mit diesem Outdoor-Novum tritt TomTom gegen veritable Mitbewerberprodukte von Garmin und Suunto an. Garmin fenix 3 HR, Garmin fenix 3, Suunto Spartan, Suunto Ambit3 und Suunto Traverse lautet die Auswahl.

Die TomTom Adventurer bietet aber wie keine andere Outdoor GPS-Uhr eine einmalige Kombination an Funktionen: GPS, integrierter Herzfrequenzsensor, integrierter Musikplayer mit 3 GB Speicher, Aktivitätstracking, die Unterstützung zahlreicher Sportarten und eine Routingfunktion.

Über einen integrierten Herzfrequenzsensor verfügt derzeit nur die Garmin fenix 3 HR, ein Musikplayer ist bei keinem aktuellen Mitbewerberprodukt zu finden!

TomTom Adventurer Test: Unterschiede zu anderen TomTom GPS-Uhren

Neben der Adventurer hat TomTom mit der Runner 3 und der Spark 3 noch weitere GPS-Uhren im Programm. Die Runner 3 Modelle vermarktet TomTom als Laufsportuhren, die Spark 3 Modelle als Fitnessuhren.

Die Adventurer unterscheidet sich von diesen beiden Serien durch:

  • Die Unterstützung weiterer Sportarten: Traillauf, Wandern, Ski, Snowboard (weitere Infos wie z.B. Anstiegs- / Abstiegshöhenmeter, Anzahl Abfahrten, Höhe, Neigung).
  • Eine automatische Lifterkennung (Anzeige einer Zusammenfassung der vorherigen Abfahrt: Höchstgeschwindigkeit, Gefälle, maximale Neigung).
  • Einen barometrischer Höhenmesser zum Erfassen von Höhendaten.
  • Durch eine extra lange Akkulaufzeit (im Modus Wandern laut TomTom bis zu 24 Stunden; ohne Nutzung von Musik oder Herzfrequenz).
  • Ein leicht anderes Gehäuse/Displaydesign (im Vergleich zur Runner / Spark wird damit ein besserer Schutz des Displays erreicht, siehe folgende Abbildungen).
  • Die Adventurer gibt es nur in der Armbandgröße L; die Runner / Spark ist in S und L erhältlich.

Abbildungen: links Adventurer, rechts Runner 3

TomTom Adventurer Display
TomTom Runner 3 Display

Einen weiteren Unterschied gibt es bei der Modellvielfalt. Während bei der Runner 3 / Spark 3 mehrere Varianten in unterschiedlichen Preisklassen zur Auswahl stehen, bietet TomTom die Adventurer nur in einer Ausführung an.

Die folgende Tabelle zeigt – auf Basis der Spark 3 Cardio + Music bzw. der Runner 3 Cardio + Music – sämtliche Unterschiede zwischen den Produktlinien.

Vergleich: Spark 3, Runner 3, Adventurer
Spark 3Runner 3Adventurer
Modelle
  • Spark 3
  • Spark 3 Music + Kopfhörer
  • Spark 3 Cardio
  • Spark 3 Cardio + Music
  • Runner 3
  • Runner 3 Music + Kopfhörer
  • Runner 3 Cardio
  • Runner 3 Cardio + Music
  • Adventurer
Hardware
Integrierter Herzfrequenzsensor
GPS
Barometer
Kompass
Wasserdichtigkeit (40 m, 5 ATM)
Austauschbare Armbänder
Integrierter Musikplayer
Besonders lange Akkulaufzeit
1-Knopf-Steuerung
Sportarten
Laufen
Laufband
Traillauf
Wandern
Radfahren
Indoor-Rad
Schwimmen
Ski
Snowboard
Studio
Freestyle
Stoppuhr
Trainingsmodi
Ziele (Distanz, Zeit, Kalorien)
Intervalltraining
Runden (Zeit, Distanz, manuell)
Bereiche (Tempo, Geschw., Puls, Kadenz)
Rennen (letzte, My Sports, persönl.)
Weitere Funktionen
24/7 Aktivitätstracking (Herzfrequenz, Schritte, aktive Minuten, Kalorien)
Audiofeedback zur Leistung
Automat. Lifterkennung
Automat. Schlafaufzeichnung
QuickGPS
Kabelloses Synchronisieren
Routenfunktion
Sonstiges
AmazonSpark 3Runner 3Adventurer

(Vergleich auf Basis Spark 3 Cardio + Music/ Runner 3 Cardio + Music)

TomTom Adventurer Test: Technik

Die bis zu 40 m Tiefe wasserdichte TomTom Adventurer gibt es in zwei Farbvarianten: mit einem schwarzen bzw. einem orangen Armband. Die Adventurer besteht quasi aus zwei Teilen, dem Armband und die eigentliche Uhreneinheit. Letztere muss zum Aufladen des Akkus bzw. Synchronisieren mit einem PC / Laptop per Kabel aus dem Armband entfernt werden (siehe Abbildung unten).

Die Adventurer sieht – z.B. im Vergleich zu einer Garmin fenix 3 HR – aufgrund ihres Kunststoffdesigns bzw. der unter dem Display ("im Übergang zum Armband") angeordneten 4-Wege-Taste weniger schick bzw. nicht so wertig aus. Dafür ist ihr Verkaufspreis deutlich geringer (UVP € 299.- gegenüber UVP € 599.-).

Die Kombination Uhr / Armband wiegt 55,5 g, eine fenix 3 HR kommt auf satte 89 g. Das geringe Gewicht sorgt für ein angenehmes Tragegefühl, ihre spezielle Konstruktion mit der großen Taste stört aber beim Einsatz als Schlaftracker.

Akkulaufzeiten

TomTom gibt folgende Zeiten an:

  • Aktivitäts-Tracking: bis zu 3 Wochen
  • GPS: bis zu 11 Stunden (bis zu 24 Stunden im Wandermodus)
  • GPS + Herzfrequenz + Musik: bis zu 5 Stunden

Die 24 Stunden im Wandermodus konnten im Test nicht ganz erreicht werden. Unter günstigen Rahmenbedingungen sind wir auf 15:40 hh:mm (Herzfrequenz aus, Telefon-Sync an) bzw. 20:35 (Herzfrequenz aus, Telefon-Sync aus) gekommen. Im Laufsportmodus waren mit Herzfrequenz und permanent aktiviertem Musikplayer immerhin 04:50 hh:mm drin.

GPS & Höhenmesser

Der GPS-Empfänger der Adventurer sorgt dank QuickGPSFix für eine schnelle Positionsbestimmung. Die Aktualisierung der bis zu drei Tage gültigen QuickGPSFix-Daten erfolgt via MySports Connect bzw. über die MySports App – es empfiehlt sich also, die Adventurer regelmäßig mit dem PC / Laptop bzw. Smartphone zu verbinden.

Wie genau fallen die mit der Adventurer aufgezeichneten Strecken aus? Die Adventurer kann mit den anderen im Test verwendeten Sportuhren mithalten – davon kann sich jeder anhand unserer Beispiele in der interaktiven Karte selber überzeugen (siehe unten, Abschnitt Herzfrequenz; direkt vergleichbar sind aber nur die jeweils am Arm getragenen Uhren!). Eines ist auffällig: Beim Wandern werden feine Wegdetails nicht unbedingt erfasst. Siehe Abbildung rechts, die rot eingezeichnete Adventurer kürzt die Serpentinen einfach ab.

Der barometrische Höhenmesser der Adventurer lässt sich, wie es bei Outdoor-Uhren üblich ist, vom Nutzer nicht manuell kalibrieren. Die Kalibrierung erfolgt sehr wahrscheinlich automatisch über die GPS-Höhe. Die aufgezeichneten Höhendaten stimmen mit anderen Testkandidaten gut überein. Beispiel 6 (siehe Karte), die Adventurer kommt auf 806, die fenix 3 HR auf 767 Anstiegshöhenmeter.

Display, Hintergrundbeleuchtung

Die Ablesbarkeit des Graustufendisplays ist an sich sehr gut, bei dunkler Umgebung ist ein Einsatz der Hintergrundbeleuchtung aber unumgänglich. Zum temporären Aktivieren ist ein Abdecken der Adventurer per Hand nötig. Einerseits funktioniert dies nicht immer, andererseits wäre ein Einschalten z.B. durch ein Antippen des Displays praxisgerechter. Alternativ lässt sie sich durch ein Aktivieren des Nachtmodus dauerhaft für eine Aktivität anschalten.

TomTom Adventurer – Die wichtigsten Fakten

  • GPS, QZSS, QuickGPSFix
  • Display 22 x 25 mm, 144 x 168 Pixel
  • Wasserdicht bis 40 m (5 ATM)
  • Gewicht 55 g
  • Akku bis zu 24 Stunden im Wandermodus
  • 3 GB Speicher für Musik
  • Kompass, barometrischer Höhenmesser
  • Beschleunigungsmesser + Gyroskop
  • Herzfrequenzsensor
  • Bluetooth Smart
  • Externe Sensoren: Herzfrequenz, Geschwindigkeit- / Trittfrequenz (kein Laufsensor)
  • Smartphone Schnittstelle über TomTom MySports App
  • Aktivitäts-Tracking
  • Zahlreiche Sportarten (kein Triathlonmodus)
Adventurer (rot): Streckenaufzeichnung im Modus Wandern

Streckenaufzeichnung beim Wandern (rot: Adventurer; grün: fenix 3 HR; blau: Polar M400)

TomTom Adventurer Test: Bedienung

Unsere bisherigen Tests von TomTom Sportuhren haben es schon gezeigt: Die Bedienung ist genial einfach! Mittels einer 4-Wege-Taste – von TomTom als Ein-Knopf-Steuerung bezeichnet – greift man auf ein streng hierarchisch aufgebautes, schnell verinnerlichtes Menü zu.

In der Praxis zeigen sich bei der Bedienung aber ein paar Nachteile, Beispiel Aktivität "Laufen":

  • Durch die Datenseiten bewegt man sich mit einem "nach oben“ bzw "nach unten". Beim Erreichen der jeweils letzten Seite geht es mit der Taste in die Gegenrichtung. Ein Endlos-Scrollen nach oben oder unten wäre äußerst praktisch.
  • Die – je nach Einstellung – 10 oder 12 Datenseiten bestehen jeweils aus einem großen Datenfeld (Uhrzeit, Dauer, Distanz, Tempo, durchschn. Tempo, Geschwindigkeit, durchschn. Geschindigkeit, Kalorien, Herzfrequenz, Pulsbereich, Neigung, Anstieg) und zwei kleinen, etwas schwerer ablesbaren Datenfeldern (konfigurierbar, aber für alle Seiten gleich; z.B. links Dauer, rechts Distanz). Diese Flut an Informationen wird nicht unbedingt benötigt, oftmals reichen eine oder zwei Datenseiten mit gleich großen, individuell konfigurierbaren Feldern durchaus aus. Vier Datenfelder pro Seite, um sich z.B. gleichzeitig die aktuelle Herzfrequenz, den Pace, die Gesamtzeit und die Gesamtdistanz anzuzeigen zu lassen, sind nicht vorgesehen.
TomTom Adventurer, Armband, Sensor

TomTom Adventurer – Armband, Uhr & Sensor (grün)

TomTom Adventurer Test: Herzfrequenz

Die Adventurer verfügt über einen integrierten optischen Sensor zum Messen der Herzfrequenz. Bei Bedarf kann via Bluetooth Smart ein externer Sensor gekoppelt werden (ausprobiert mit einem Herzfrequenzsensor von Suunto).

Die wohl wichtigste Frage lautet: Wie genau fallen die mit dem integrierten Sensor gemessenen Werte aus?

In zahlreichen Tests sind wir bislang zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Manchmal stimmen die Herzfrequenzwerte mit den Ergebnissen von Sportuhren mit separaten Herzfrequenzsensoren sehr gut überein, manchmal weichen sie deutlich voneinander ab.

Bei der Adventurer fallen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus (siehe Diagramme).

Beispiel 1 (Laufen): Die TomTom Adventurer zeigt eine sehr gute Übereinstimmung mit der Referenz (Garmin fenix 3 HR mit externen HF-Sensor), der Garmin Forerunner 235 weicht schon eher mal ab. Rahmenbedingungen: angenehme Außentemperatur, Uhren wie empfohlen etwas höher am Arm getragen.

Beispiel 2 (Laufen): Gleiche Bedingungen wie zuvor, die TomTom Adventurer und der Garmin Forerunner 235 weichen von der Referenz teils deutlich ab.

Beispiele 3 + 4 (Laufen): Gleiche Strecke, die Diagramme weichen teils drastisch von der Referenz Polar M400 ab. Die Rahmenbedingungen lauten: frostige Außentemperaturen, Uhren aufgrund eng anliegender Kleidung direkt oberhalb vom Handgelenksknochen getragen. Ob die Abweichungen – trotz Aufwärmen – in den niedrigen Temperaturen (schlechte Durchblutung der Extremitäten) bzw. der Trageposition begründet sind, sei dahingestellt.

Beispiel 5 (Wandern): Beide Kandidaten weichen deutlich voneinander ab; die HF-Werte sind größtenteils sehr unrealistisch (winterliche Temperaturen, beide Uhren unter der Kleidung getragen).

Beispiel 6 (Wandern): Im Aufstieg bei angenehmen Plustemperaturen waren die Adventurer und fenix 3 HR anfangs direkt über dem Handgelenksknochen befestigt, die Ergebnisse fallen im Vergleich zur Referenz katastrophal aus; im weiteren Verlauf wurden beide Uhren weiter oben und etwas straffer angebracht, die Ergebnisse sind entsprechend besser. Beim Abstieg waren beide GPS-Uhren aufgrund der niedrigen Außentemperaturen (Wetterwechsel) unter mehreren Lagen Kleidung verborgen bzw. sind am Arm immer wieder leicht verrutscht; die HF-Werte fallen wenig hilfreich aus.

Fazit: Auch bei der TomTom Adventurer zeigt sich, dass die Genauigkeit der Pulsmessungen von vielen Faktoren abhängt. Dazu gehören: Trageposition, Temperatur, Aufwärmen vor der Aktivität, Art der Aktivität, Kleidung (und damit auch die Trageposition) und vermutlich weitere Faktoren persönlicher Art!


rot: Adventurer; grün: fenix 3 HR / Forerunner 235; blau: Polar M400 bzw. fenix 3 HR mit HF-Brustgurt

Herzfrequenz
Höhenprofil

Script: GPX-Viewer (J. Berkemeier)

Zu den Vorteilen eines integrierten Herzfrequenzsensors gehört ein komfortables 24/7 Tracking der Herzfrequenz. Nicht so bei TomTom. Die Adventurer zeigt beim Einsatz als Alltagsuhr bzw. Fitnesstracker keine Werte wie die aktuelle Herzfrequenz bzw. Ruheherzfrequenz an. Wer die aktuelle Frequenz auf der Uhr angezeigt bekommen möchte, muss deshalb eine Aktivität wie z.B. "Studio" starten.

Dass eine kontinuierliche Aufzeichnung aber stattfindet zeigt das regelmäßige Aufleuchten der LEDs des Sensors (alle 10 Minuten). Die Ergebnisse werden aber nur in TomTom MySports als "durchschnittliche Ruhephasen" pro Tag ausgewiesen (Abbildung rechts, MySports App).

TomTom Adventurer Test: Aktivitätstracking

Als Aktivitätstracker weist die TomTom Adventurer folgende Werte aus: zurückgelegte Schritte, Zeit mit physischer Aktivität, verbrannte Kalorien, zurückgelegte Distanz. Dazu kommt eine Schlafaufzeichnung.

Zum Anzeigen der Daten gibt es mehrere Screens. Eine Serie von jeweils fünf Screens für die Tagesdaten bzw. die Wochenwerte. In der Praxis stört die Verteilung auf mehrere Seiten und das nervige Hochzählen der Werte, bis zum Anzeigen z.B. des Wochenwertes für die zurückgelegten Kilometer vergehen schon ein paar Sekunden.

Im Test wurden drei Parameter – Schritte, Kilometer, Kalorien – mit einer Garmin fenix 3 HR verglichen. Die Ergebnisse sind sehr gut reproduzierbar, z.B. weist die Adventurer immer mehr Schritte, aber weniger Kalorien aus.

An Tagen mit längeren Aktivitäten (in diesem Fall Wandern) stimmen beide Sportuhren bei den zurückgelegten Schritten bzw. Kilometern erstaunlich gut überein, der Kalorienverbrauch* fällt bei Garmin aber deutlich höher aus. An "faulen" Tagen weichen beide Uhren bzgl. Schritte und Kilometer deutlich voneinander ab, gefühlt stimmen die fenix 3 HR Werte am ehesten mit der Realität überein.

*Kalorienverbrauch: Bei TomTom wird auf der Uhr nur der Gesamttagesverbrauch inklusive Grundumsatz angegeben; bei Garmin wird für den Vergleich der angezeigte Gesamtverbrauch herangezogen (auf der Uhr wird außerdem zwischen Kalorienverbrauch in Ruhe bzw. aktiv unterschieden).

(Daten links: Adventurer, rechts: fenix 3 HR; erste Reihe: Tage mit Aktivitäten; zweite Reihe: Tage ohne Aktivitäten)

TomTom Adventurer Aktivitätstracking Herzfrequenz
  • Schritte: 30.791 / 29.198
  • Kilometer: 22,84 / 23,6
  • Kalorien: 2.588 / 4.091
  • Schritte: 20.338 / 18.784
  • Kilometer: 15,26 / 15,2
  • Kalorien: 2.048 / 3.080
  • Schritte: 27.355 / 25.292
  • Kilometer: 20,25 / 20,7
  • Kalorien: 2.378 / 3.020
  • Schritte: 7.848 / 2.109
  • Kilometer: 5,95 / 1,74
  • Kalorien: 1.667 / 1.730
  • Schritte: 4.002 / 2.081
  • Kilometer: 3,1 / 1,7
  • Kalorien: 1.416 / 1.626
  • Schritte: 5.977 / 3.992
  • Kilometer: 4,73 / 3,4
  • Kalorien: 1.622 / 2.077

TomTom Adventurer Test: Routen & Navigation

Um bei Outdoor- und Sportaktivitäten nicht verloren zu gehen bzw. Neues zu entdecken lassen sich maximal 15 Routen auf die Adventurer kopieren. Dazu werden sie zunächst in Form von gpx-Dateien in die MySports-Webseite importiert; alternativ können bestehende Aufzeichnungen in Routen gewandelt werden. Nach dem nächsten Synchronisieren stehen die Routen dann auf der Adventurer bereit. Das Importieren funktioniert in der Praxis absolut problemlos (z.B. von Strecken, die mit einem separaten Tourenplanungsprogramm erstellt wurden).

Die so erstellten Routen lassen sich bei Aktivitäten wie Wandern, Trail-Running, Laufen oder Fahrrad zum Navigieren verwenden. Dazu bietet die Adventurer drei Screens: Eine Übersicht über die Strecke und eine Detailansicht, die z.B. beim Orientieren an Weggabelungen hilft. Ein zusätzlicher Kompass zeigt die Himmelsrichtungen an.

In der Outdoorpraxis klappt das Navigieren mit Routen prima, insbesondere die Detailansicht erweist sich dabei als wichtig. Da die zurückgelegte Strecke auf der Karte etwas auffälliger eingezeichnet ist, kann der Navigationsscreen auch gut zum Navigieren zurück zum Ausgangspunkt verwendet werden (siehe Abbildungen).

TomTom Adventurer Test: Musikplayer, Audio-Feedback

Die TomTom Adventurer bietet Platz für über 500 Songs; die genaue Speicherkapazität beträgt laut Windows-Explorer 3,13 GB. Die Playlisten – bis zu 20 sind möglich – werden via TomTom MySports Connect, einer Software für Windows und Mac, auf die Adventurer übertragen.

Wichtig zu wissen (Quelle: TomTom FAQ)

KANN ICH MUSIK-STREAMINGDIENSTE AUF MEINER GPS-UHR MIT MUSIKFUNKTION NUTZEN?

Ihre TomTom GPS-Uhr mit Musikfunktion kann Songs und Playlisten abspielen, die Sie besitzen und auf Ihrem Computer gespeichert haben.

Über Dienste wie Spotify, Apple Music, Deezer und SoundCloud können Sie Musik hören, Sie besitzen die Musik aber nicht. Diese Streamingdienste speichern die Musik nicht lokal auf Ihrem Computer, daher können sie nicht mit der TomTom GPS-Uhr mit Musikfunktion verwendet werden.

Wenn Sie noch keine Musik besitzen, können Sie den iTunes Store oder andere Musik-Downloaddienste besuchen und dort Ihre gewünschten Songs und Playlisten kaufen.

Der im Test verwendete Bluetooth-Kopfhörer Mpow Swift wurde problemlos erkannt. Während unseres TomTom Runner 2 Tests ist es immer wieder zu Aussetzern bei der Musikwiedergabe, genauer gesagt bei der Übertragung via Bluetooth, gekommen. Ganz anders bei der Adventurer: Unterbrechungen sind praktisch nicht vorgekommen!

Beim Einsatz als Standalone-Musikplayer kann zwischen den Playlisten gewählt bzw. zwischen den einzelnen Titeln hin und her gesprungen werden. Während einer laufenden Aufzeichnung ist eine Playlistenauswahl nur durch ein Pausieren der Aktivität möglich. Die weitere Steuerung – Lautstärke, Ein/Aus – erfolgt über die Kopfhörer.

Die Adventurer gibt aber nicht nur Musik wieder, sondern unterstützt den Sportler zusätzlich mit (deaktivierbaren) Trainingsanweisungen. Wenn die GPS-Position bestimmt und die Uhr einsatzbereit ist, weist eine Frauenstimme mit "Ich bin bereit" oder "Los gehts" darauf hin. Während des Trainings gibt es mehr oder weniger sinnvolle, lockere Sprüche wie "Läuft wie geschmiert" oder "Du machst das richtig", wichtige Hinweise wie z.B. zu den einzelnen Abschnitten bei einem Intervalltraining gibt es nicht! Der Sportler bekommt entsprechende Hinweise "nur" am Handgelenk – optisch bzw. per Vibration.

TomTom Adventurer Test: Was fällt noch auf?

  • Die Adventurer bietet zahlreiche Trainingsmodi wie z.B. das Trainieren nach Herzfrequenzzonen (Übersicht siehe oben, Vergleichstabelle Adventurer / Runner / Spark). Es ist aber nicht möglich, eine Trainingsfunktion mit dem Navigieren entlang einer gespeicherten Route zu kombinieren. Allerdings werden drei Kartenscreens und der Kompass eingeblendet, sodass der Sportler jederzeit eine "Zurück zum Start" Hilfe zur Verfügung hat.
  • Aktivitäten lassen sich weder auf der Uhr löschen, noch besteht die Möglichkeit beim Beenden einer Aktivität zwischen Speichern und Löschen zu wählen (wie z.B. bei Garmin und Polar üblich). Nachteil: Die gespeicherten Aktivitäten werden ausnahmslos zu TomTom MySports hochgeladen.
  • Beim Erstellen von Intervalltrainings wäre eine abschließende Übersicht "Was habe ich eingestellt?" hilfreich.
  • Das TomTom Software-Ökosystem besteht aus der zentralen TomTom MySports Webseite, der MySports App (iOS, Android ab 4.4) und MySports Connect (Windows, Mac). Wenngleich der Funktionsumfang nicht mit Garmin Connect konkurrieren kann, bietet TomTom MySports die Vorteile, übersichtlich und einfach bedienbar zu sein. Besonders hervorzuheben sind die vielfältigen Möglichkeiten zum Exportieren von Trainings.
TomTom Adventurer bei Amazon

TomTom Adventurer

TomTom Adventurer Test: Fazit

Wenngleich die TomTom Adventurer nicht den immensen Outdoor-spezifischen Funktionsumfang wie z.B. eine Garmin fenix 3 HR bietet, gehört sie aus unserer Sicht zu den empfehlenswerten Produkten ihrer Art!

Die Adventurer punktet vor allem mit einem interessanten Preis und der Kombination von Musikplayer, Herzfrequenzsensor und GPS sowie der Unterstützung von zahlreichen Sport- bzw. Outdooraktivitäten.

Im Detail gibt es aber noch Verbesserungspotential – allen voran bei der Pulsmessung: der Herzfrequenzsensor funktioniert nicht immer so wie er sollte (davon ist aber nicht nur die Adventurer betroffen), zudem wäre eine 24/7 Anzeige der aktuellen Herz- bzw. Ruheherzfrequenz direkt auf der Uhr wünschenswert.

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TomTom Adventurer Test – Vorteile

  • Übersichtliches Menü, praktische 4-Wege-Taste
  • Integrierte Herzfrequenzmessung
  • Musikplayer
  • Zuverlässige BT-Verbindung Uhr / Kopfhörer
  • Gute Akkulaufzeiten
  • Übersichtliche TomTom MySports App & Webseite
  • Umfangreiche Möglichkeiten zum Datenexport; Schnittstellen z.B. zu Strava.

TomTom Adventurer Test – Nachteile

  • Kein Endlos-Scrollen durch die Menüs / Screens
  • Nur drei Datenfelder pro Screen
  • Keine Smartphone-Benachrichtigungen
  • Zuverlässigkeit der Pulsmessungen
  • Keine 24/7 Herz- bzw. Ruheherzfrequenzanzeige direkt auf der Uhr
  • Kein Löschen von Aktivitäten auf der Uhr
  • Hochzählen der Fitness-Tracking Werte
  • Verbesserungswürdiges Audio-Feedback




Kurz vor Veröffentlichung dieses Artikels sind via Software-Update einige neue Funktionen bzw. Verbesserungen hinzugekommen, die wir bei unserem Test nur bedingt berücksichtigen können:

  • VERSION 1.3.254
  • Veröffentlicht am 13 Dezember 2016 Dieses Update gilt für: Adventurer / Spark 3 / Runner 3
  • Wir haben die Benutzung des Quasi-Zenith Satellite-Systems (QZSS) für Japan aktiviert.
  • Wir haben eine neue japanische Schriftart implementiert.
  • Wir haben die Zuverlässigkeit der Verbindungen mit Sensoren verbessert.
  • Wir haben die Erkennung der Schlafaufzeichnung verbessert, wenn der Tracker nicht am Handgelenk getragen wird.
  • Wir haben die Kalorienberechnung beim Schwimmen genauer gemacht.
  • Wir haben den Fahrrad-Demo-Modus verbessert. Zuvor wurde keine Geschwindigkeit angezeigt.
  • Wir haben im Norwegischen einige Verbesserungen vorgenommen.
  • Sie können jetzt durch langes Drücken durch das Aktivitätenmenü und durch die Anzeige für Aktivitätsdaten scrollen sowie Werte für die Einstellungen auswählen.
  • Wir haben einen Fehler behoben, bei dem die letzte Runde gelegentlich immer etwas zu kurz war.
  • Jetzt können Sie 20 Playlisten auf Ihrer Uhr verwenden.
  • Wir haben eine Reihe von Ursachen für die gelegentliche Zurücksetzung behoben.
  • Verschiedene Verbesserungen der Leistung und Fehlerbehebungen wurden umgesetzt.
  • Sie können Ihrer Route jetzt noch einfacher folgen mit Auto-Rotation. Jetzt sehen Sie Ihre Route in Ihrer Bewegungsrichtung. Diese Funktion können Sie in der Aktivitätseinstellung „Rotation“ ein- und ausschalten.
  • Routen werden jetzt mit einer dickeren grauen Linie angezeigt für eine bessere Ansicht.
  • Wir haben weitere Routen-Zoomstufen für jeden Aktivitätentyp hinzugefügt.
  • Wir haben Wegpunkte zum Kompass hinzugefügt. Es zeigt nun den Start einer Aktivität, den Anfang und das Ende einer Route sowie die Distanz zwischen diesen Punkten.
  • Es werden keine Kalorien mehr gezählt, wenn eine Aktivität unterbrochen wird.
  • Wir haben ein Problem behoben, bei dem der Name der Uhr als Fehler in den Bluetooth®-Einstellungen des Smartphones angezeigt wird.
  • Zusätzliche Adventurer-Funktionen:
  • Wir haben mehrere Übersichten zu den Wintersportaktivitäten hinzugefügt.
  • Wir haben Routen zu den Wintersportarten hinzugefügt.
  • In Freestyle-Aktivitäten können Sie jetzt nach Wahl die Höhe und den Abstieg anzeigen.
  • Wir haben die Genauigkeit der 3D-Distanz verbessert.
  • Wir haben die Genauigkeit der Geschwindigkeit/des Tempos bei Wanderaktivitäten verbessert.
  • Wir haben die Genauigkeit des Anstiegs und des Abstiegs verbessert.
TomTom Adventurer – Die erste Outdoor GPS-Uhr von TomTom im Test was last modified: Dezember 20th, 2016 by Joachim Bardua

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