Garmin vivoactive 3 Music Test

8. März 2019
von Joachim Bardua
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Garmin vivoactive 3 Music Test und Erfahrungen

Garmin vivoactive 3 Music Test – Sie suchen eine voll ausgestatteten, alltags- und sporttauglichen Unterhaltungskünstler? Dann könnte die Garmin vivoactive 3 Music die richtige Begleitung für Sie sein!

Warum? Für rund 250.- Euro bietet die vivoactive 3 Music ein wahres Funktionsfeuerwerk!

Dazu gehören nicht nur alle Funktionen eines Fitness-Trackers inklusive 24/7 Herzfrequenzmessung, sondern auch das Aufzeichnen von zahlreichen Sportarten sowie praktische Helferlein für den Alltag, angefangen von Alarmen bis hin zu Smartphone-Benachrichtigungen.

Das ist aber noch nicht alles. Die Garmin vivoactive 3 Music kommt mit Garmin Pay zum kontaktlosen Bezahlen und einem integrierten Musikplayer, mit dem sich beispielsweise Spotify Playlisten abspielen lassen – und das ganz ohne Smartphone!

Anzeige - Aktualisiert: 17.11.2019 / Affiliate Links / Bild(er): Amazon

Garmin vivoactive 3 Music Test & Erfahrungen

Garmin vivoactive 3 Music Test

Mit einem Gewicht von 39 g und Abmessungen von 43,1 x 43,1 x 13,6 mm überzeugt die vivoactive nicht nur als angenehm zu tragende Alltagsuhr – da leicht und klein kann sie auch mal nachts am Handgelenk bleiben, um ihre Aufgabe als 24/7 Fitness-Tracker zu erfüllen. Dazu trägt das leicht elastische, auswechselbare 20 mm Silikonarmband seinen Teil bei. Auch die Optik stimmt, das schwarze Gehäuse aus Polymer ist “tageslichttauglich” und sorgt für einen sportiven Look. Alternativ gibt es die Music in granitblau mit Teilen in rosegold.

Das runde Display (30,4 mm Durchmesser) bietet eine Auflösung von 240 x 240 Pixel, ist durch Gorilla Glas bestens geschützt und in der Regel bestens ablesbar – dazu gibt es diverse Einstellungen wie z.B. ein automatisches Aktivieren der Hintergrundbeleuchtung durch eine schnelle Handgelenksbewegung.

Kommen wir zu der Bedienung! Dank Touchscreen und einem übersichtlichen Menü lässt sich die vivoactive 3 Music spielerisch bedienen. Die einzigste Taste ermöglicht durch ein längeres Drücken den Zugriff auf das praktische Steuerungsmenü – darin lassen sich wichtige Funktionen wie z.B. ein Aktivieren des DND-Modus (Do Not Disturb) anordnen – bzw. durch ein kurzes Drücken auf das Aufzeichnen von Aktivitäten, z.B. einem Lauftraining.

Die Batterielaufzeiten gibt Garmin wie folgt an:

  • Smartwatch-Modus: bis zu 7 Tage
  • GPS-Modus mit Musik: bis zu 5 Stunden
  • GPS-Modus ohne Musik: bis zu 13 Stunden

Die 7 Tage im Smartwatch-Modus erscheinen etwas optimistisch, die vivoactive 3 Music muss “gefühlt” schon wesentlich früher ans Stromnetz. Beim Aufzeichnen von Aktivitäten ohne Musik sind wir in mehreren Durchgängen auf rund 09:30 hh:mm gekommen (GPS + GALILEO aktiviert, Telefon verbunden); unter den gleichen Bedingungen – aber mit Musik – sind es ziemlich genau 5 Stunden.

Zur weiteren Technik – in dieser Disziplin bleiben eigentlich keine Wünsche offen:.

  • GPS / GLONASS / GALILEO zur Positionsbestimmung
  • Koppeln von Sensoren und Geräten per ANT+ bzw. Bluetooth LE (Kopfhörer***, Herzfrequenz**, Geschwindigkeit/Trittfrequenz**, Laufsensor**, Temperatur*, VIRB Actionkamera*, VARIA Radar & Leuchten*)
  • NFC für Garmin Pay
  • USB & Wi-Fi zum Datenaustausch
  • Barometrischer Höhenmesser, Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Thermometer
  • Herzfrequenzsensor

(*** nur Blueooth, * ANT+ & Bluetooth, * nur ANT+)

Wichtig zu erwähnen – die Smartphone-Verbindung per Bluetooth funktioniert äußerst zuverlässig (getestet mit einem Xiaomi Mi 8 Phone mit Android 9). Alle damit im Zusammenhang stehenden Funktionen sind also durchgängig nutzbar – weiteres dazu im Abschnitt “Garmin Connect App”.

GPS und Herzfrequenz

Die vivoactive 3 Music verfügt über einen GPS / GALILEO / GLONASS Empfänger. Für jede Aktivität – z.B. Laufen oder Radfahren – lässt sich zwischen den Kombinationen GPS only, GPS / GALILEO bzw. GPS / GLONASS wählen. Nach dem Starten einer Aktivität steht die Position schnell zur Verfügung, die Qualität der Aufzeichnungen liegt in dem für Wearables “üblichen Rahmen” – anhand der interaktiven Karte kann sich jeder Leser ein Bild machen (siehe Link unten).

Als Aufzeichnungsmodus lässt sich zwischen “jede Sekunde” und “intelligent” wählen; “intelligent” ist die in der Regel sinnvolle Wahl, “jede Sekunde” macht dann Sinn, wenn z.B. detaillierte Herzfrequenzdaten erfasst werden sollen.

Auf ein genaues Analysieren von Herzfrequenzdaten, die mit einem integrierten Sensor aufgezeichnet werden, verzichten wir bei unseren Tests mittlerweile. Grund: Die Ergebnisse fallen bei Aktivitäten wie Laufen, Fahrradfahren & Wandern häufig alles andere als zufriedenstellend aus (dies gilt für Wearables aller Hersteller), da nicht nur zahlreiche Faktoren die Herzfrequenzmessung am Handgelenk beeinflussen (z.B. Sensortechnik, Auswertungsalgorithmen, Art der Aktivität, körperliche Voraussetzungen des Anwenders), sondern das Handgelenk für diesen Zweck ein generell ungünstiges Körperteil ist. Die Diagramme unten zeigen wie die mit unterschiedlichen Wearables aufgezeichneten HF-Werte voneinander abweichen können.

Link: Trackaufzeichnungen und Herzfrequenzdiagramme

Garmin Connect – Die Power-App

Die Garmin Connect App fürs Smartphone ist die Info-, Auswertungs-, Statistik- und Verwaltungszentrale für die vivoactive 3 Music, mit der sich jeder Anwender intensiv auseinander setzen sollte (bzw. muss). Die App ist nicht nur eine großartige Hilfe beim ersten Einrichten der vivoactive, sondern auch im Alltag. Der gesammelte Funktionsumfang würde fast schon ein Buch füllen.

Zu den Online-Funktionen der vivoactive gehören Benachrichtigungen (z.B. WhatsApp), LiveTrack, Hochladen von Aktivitäten zu Garmin Connect, Software-Updates, Wettermeldungen sowie Connect IQ Displays / Widgets / Apps Datenfelder installieren und konfigurieren.

Wichtig sind die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten in der Connect App, beispielsweise für Smart-Notifications (zu finden unter “Einstellungen > Smart Notifications”), für Text-Antworten (um mit der vivoactive z.B. auf eingehende Anrufe zu antworten) und natürlich für Garmin Pay und die Musik-Funktionen.

Die vivoactive 3 Music als Fitness-Tracker

Welche Möglichkeiten die vivoactive 3 Music bietet zeigen schon die zur Verfügung stehenden Widgets, die jeder Anwender de-/aktivieren bzw. beliebig anordnen kann:

  • Herzfrequenz: Grafik für die letzten vier Stunden mit Hoch-/Tiefwert, aktuelle HF, durchschnittliche Ruheherzfrequenz mit Grafik für die letzten sieben Tage.
  • Mein Tag: Schritte, Kalorien, Stockwerke, Intensitätsminuten
  • Schritte: Schrittanzahl pro Tag plus Tagesziel für Schritte
  • Intensitätsminuten: Aufgebrachte Zeit für Aktivitäten mit mäßiger bis hoher Intensität, Wochenziel für Intensitätsminuten und Fortschritt zum Erreichen des Ziels.
  • Etagen: Anzahl der hochgestiegenen Stockwerke (barometrisch gemessen) bzw. den Fortschritt in Bezug auf das Tagesziel
  • Stress: Aktueller Stresslevel, Grafik zum Stresslevel, Entspannungsübung
  • Kalorien: Verbrauchte Kalorien (aktiv bzw. in Ruhe)

In der Connect App – an der so mancher Statistiker seine Freude haben dürfte – gibt es noch mehr Funktionen, inklusive einer Darstellung bzw. Auswertung von Schlafdaten.

Zu den Fitness-Tracking Funktionen zählen noch Move IQ (automatisches Erkennen von Aktivitäten wie Gehen & Laufen), Zielalarme, automatische Ziele und der Inaktivtätsalarm.

vivoactive 3 Music Test - My Day
Garmin Connect App – My Day (“Mein Tag”)

Aufzeichnen von Aktivitäten

Auf der vivoactive 3 Music sind zahlreiche Apps für Outdoor- und Indoor-Sportarten vorinstalliert, beispielsweise Laufen, Golfen, Bahnschwimmen, Langlaufen, SUP und Yoga. Die jeweiligen Aktivitäten sind mit individuellen Funktionen versehen (z.B. die Bahnlänge beim Schwimmen auswählen), lassen sich konfigurieren (z.B. die Trainingsseiten), mit Alarmen versehen oder mit Trainingsplänen verknüpfen.

Beispiel “Laufen”

Es sind bis zu drei Trainingsseiten plus einer Herzfrequenzskala möglich. Dazu gibt es unterschiedliche Layouts, die für alle Seiten gelten: Entweder ein, zwei oder drei große Datenfelder bzw. zwei kleine und ein oder zwei große(s) Datenfelder. So lässt sich eine Seite mit den vier wichtigen Feldern aktuelle Herzfrequenz, Pace, Gesamtzeit und Gesamtdistanz anlegen, dazu noch einen Herzfrequenz- oder Pacealarm – mehr braucht es zum Laufen eigentlich nicht!

Dieses Arsenal an Aktivitäten bzw. an damit zusammenhängenden Funktionen dürfte für die meisten Freizeitsportarten vollkommen ausreichen!

Wichtig zu wissen – Die Garmin vivoactive 3 Music hat vier Firstbeat Funktionen an Bord:

  • VO2max Fitness Level (VO2max Fitnesslevel)
  • All-day Stress & Recovery (Täglicher Stress & Erholung)
  • Calories Burned (verbrauchte Kalorien)
  • Fitness Age (Fitnessalter)

Um diese Messwerte nutzen zu können empfehlen wir, sich auf der Firstbeat Webseite in die Thematik einzulesen.

Mit der vivoactive 3 Music navigieren

Zum Navigieren stehen dagegen nur rudimentäre Features zur Verfügung. Es lassen sich Positionen als Favoriten (“Wegpunkte”) speichern und als Navigationsziele auswählen. Die Navigation erfolgt per Luftlinie, unterstützt durch eine separate Kompassseite (Abbildung unten rechts). Zusätzlich gibt es ein “Zurück zum Start”, der Anwender wird damit ebenfalls per Luftlinie zum Ausgangspunkt seiner Aktivität zurückgeführt.

Garmin vivoactive 3 Music - Ruheherzfrequenz
Garmin vivoactive 3 Music - Zurück zum Start

vivoactive 3 Music Test – Garmin Pay, Musikplayer

Garmin Pay erweist sich als durchaus praktisch, vor allem beim kontaktlosen Bezahlen von kleineren Beträgen – die Kreditkarte kann in der Tasche bzw. das Portemonnaie zu Hause bleiben. Es gilt nur die Anfangsscheu beim Bezahlen zu überwinden sowie sich durch das Einrichten einer Garmin Pay Brieftasche in Verbindung mit VIMpay oder boon. zu kämpfen. Dabei wird eine virtuelle Kreditkarte angelegt, die sich per PrePaid füttern lässt (wie gesamte Ablauf funktioniert beschreibt pocketnavigation.de).

Die vivoactive 3 Music bietet ca. 3,5 GB an Musikspeicher (Garmin gibt als Kapazität 500 Titel an). Dies können Dateien im MP3, M4A, AAC, ADTS, WAV, M3U, M3U8, WLP, ZPL, PLS Format mit Musik, Hörbüchern oder Podcasts sein. Außerdem werden Streaminganbieter wie Deezer und Spotify unterstützt. Insbesondere das Abspielen von Spotify Playlisten dürfte für Sportler, die eine musikalische Unterstützung beim Trainieren brauchen, ein Top-Feature sein – offline und ohne Smartphone, das somit auch mal zu Hause bleiben kann.

Wie Inhalte auf die vivoactive kommen haben wir bereits in zwei Artikeln ausführlich beschrieben (Spotify auf der vivoactive 3 Music, Musik auf Garmin Wearables bringen), die Bedienung erfolgt komfortabel per Musik-Widget inklusive einem lauter/leiser Stellen des Kopfhörers.

Die Verbindung zu dem während des Tests verwendete Mpow Bluetooth-Kopfhörer hat sich als zuverlässig herausgestellt, dabei ist es zu keinen Verbindungsabbrüchen gekommen.

Funktionen für den Alltag

Neben Garmin Pay, dem Musikplayer, dem Fitness-Tracker und den Smartphone-Benachrichtigungen hat die vivoactive 3 Music für den Alltag noch folgendes zu bieten: Telefon suchen, Wetterinfos via Smartphone, Stoppuhr, Timer und Alarme.

Sie lässt sich außerdem mit Connect IQ Displaydesigns, Datenfeldern, Widgets und Apps umfangreich individualisieren.

vivoactive 3 Music Test – Fazit

Kurzum: Die Garmin vivoactive 3 Music macht Spaß und gefällt! Angenehm zu tragen, leicht zu bedienen, immens viele Funktionen und Goodies wie Garmin Pay und offline Musik.

Während unseres Tests erweist sich die vivoactive 3 Music als ein idealer Kompromiss zwischen Alltag und Sport – mehr Smartwatch braucht es eigentlich nicht!

Was wäre eine gute Alternative? Die Garmin vivoactive 3, ohne Musikspeicher, aber dafür rund 50.- EUR günstiger!

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Pro

L
Tragekomfort
L
Bedienung per Touchscreen
L
Übersichtliches Menü
L
Funktionsumfang & Technik

Contra

K
Einrichten von Garmin Pay

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