Garmin Edge 130 Test & Erfahrungen

Garmin Edge 130 Test

von Joachim Bardua
30. Mai 2018

Preis bei Test

ab € 199,99

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Garmin Edge 130 – der ultrakleine und ultraleichte GPS-Fahrradcomputer von Garmin. Wir hatten bereits die Möglichkeit uns den neuen Garmin Edge 130 für ein paar Tage etwas näher anzuschauen – hier sind unsere ersten Testergebnisse und Erfahrungen!

Der 2018er Edge 130 ist mit aktueller Garmin Technik & Funktionalität ausgestattet:

  • GPS / GLONASS / Galileo,
  • barometrischer Höhenmesser, Beschleunigungsmesser,
  • ANT+ bzw. Bluetooth LE zum Verbinden mit einem Smartphone, diversen Geräten (z.B. Garmin VARIA Licht & Radar) und zahlreichen Sensoren,
  • Connect IQ Datenfelder wie z.B. Strava Suffer Score (aber keine Connect IQ Apps und Widgets),
  • bis zu fünf Datenseiten mit bis zu acht Datenfeldern pro Seite plus Seiten mit Karte / Kompass / Höhe / Wetter / Smartphone-Benachrichtigungen,
  • STRAVA Live-Segmente,
  • LIVE Tracking via App,
  • manuelle Unfallbenachrichtigung,
  • Navigationsfunktionen (aber ohne Karte)

Der Garmin Edge 130 wiegt bei Abmessungen von 4,1 x 6,3 x 1,6 cm gerade einmal 33 g. Wie klein er ist zeigt sich am besten in einem direkten Vergleich mit dem Garmin Edge 1030, der bei Abmessungen von 5,8 x 11,4 x 1,9 cm 123 g wiegt. Zwischen den beiden GPS-Fahrradcomputern liegen Welten – die folgenden Abbildungen zeigen es!

Garmin Edge 130 Test

Garmin Edge 130 Test

Garmin Edge 130 vs. Garmin Edge 1030

Garmin Edge 130 Test - Rückseite

Garmin Edge 130 Test

Garmin Edge 130 vs. Garmin Edge 1030, Rückseite

Garmin Edge 130 Test

Garmin Edge 130 Test

Garmin Edge 130 vs. Garmin Edge 1030

Garmin Edge 130 Test: Technik

Klein und leicht – Abmessungen, Gewicht und Form prädestinieren den Garmin Edge 130 für einen Einsatz an Rennrad-Boliden.

Befestigt wird er über den bei Garmin Fahrrad-GPS-Geräten üblichen, in die Rückseite integrierten Vierteldrehungs-Adapter. Zum Lieferumfang gehört eine Standardhalterung, beim Mountainbike-Bundle dagegen eine spezielle Mountainbike-Halterung. Eine Aero-Halterung gibt es als Zubehör (UVP: €39.-). Bei Bedarf kann am Gehäuse eine dünne, zum Lieferumfang gehörende Sicherungsschlaufe befestigt werden.

Ansonsten gibt es noch einen staub- und wasserdichten Micro-USB Anschluß (kein USB-C!) und fünf Tasten.

Das kleine, aber hochauflösende Display erweist sich als ganz hervorragend ablesbar, die Hintergrundbeleuchtung wird in der Regel nicht benötigt.

Zu Positionsbestimmung stehen drei GNSS zur Verfügung: GPS, GLONASS, Galileo. In den Einstellungen sind folgende Kombinationen möglich:

  • GPS
  • GPS + GLONASS
  • GPS + Galileo

Das Aktivieren von zwei GNSS dürfte auch beim Edge 130 den Stromverbrauch leicht erhöhen.

Garmin Edge 130 Test – Die wichtigsten Fakten

  • GPS: GPS, GLONASS, Galileo, A-GPS
  • Display: 1,8 Zoll, 27 x 36 mm, 303 x 230 Pixel
  • Gewicht: 33 g (Angabe Garmin), 32,8 g (nachgewogen)
  • Abmessungen: 4,1 x 6,3 x 1,6 cm
  • Wasserdichtigkeit: IPX7
  • Bedienung: Fünf Tasten
  • Sensoren: Beschleunigungsmesser, Höhenmesser
  • Schnittstellen: ANT+ (Sensoren, VARIA Radar & Licht, Lichtsysteme, Fernbedienung), Bluetooth LE (Smartphone, Sensoren), Micro-USB (Aufladen, Datenaustausch)
  • Aufzeichnungsintervall: Jede Sekunde
  • Akkulaufzeiten: bis 15 Std.
  • Speicher: angezeigt 24,9 MB, frei 24,4 MB

Garmin Edge 130 Test: Akkulaufzeiten

Die Akkulaufzeit gibt Garmin mit bis zu 15 Stunden an. Um die maximal mögliche Laufzeit zu ermitteln haben wir den Edge 130 mit den Parametern “Hintergrundbeleuchtung 10 s, nur GPS, Aufzeichnung, keine Navigation, keine Sensoren, kein Smartphone” geprüft; in diesem Fall sind 15:45 hh:mm herausgekommen.

Werden dagegen möglichst viele Verbraucher aktiviert (Displaybeleuchtung dauerhaft an, GPS & Galileo, Smartphone & HF-Sensor gekoppelt, Navigation, Aufzeichnung) ergibt sich eine bescheidene Laufzeit von 04:00 hh:mm. Bei dem gleichen Test – aber Hintergrundbeleuchtung auf 10 s gesetzt – ergeben sich dagegen 11:15 hh:mm.

Die Displaybeleuchtung scheint also ein großer Energiefresser zu sein – aber zum Glück braucht man sie nur selten.

Da die Beleuchtung bei jedem Tastendruck aktiviert wird, wäre noch eine Einstellung “aus” sinnvoll. Aktuelle gibt es im Setup nur die Optionen “Bleibt an, 10s, 30 s“.

Garmin Edge 130 Test: Externe Sensoren und Geräte

Zum Koppeln von Sensoren und Geräten stehen beim Garmin Edge 130 zwei drahtlose Schnittstellen zur Verfügung: ANT+ und Bluetooth LE.

Folgende Typen lassen sich mit dem Garmin Edge 130 verbinden:

  • ANT+ Edge-Fernbedienung
  • ANT+ / BT Geschwindigkeit / Trittfrequenz kombiniert
  • ANT+ / BT Geschwindigkeit
  • ANT+ / BT Trittfrequenz
  • ANT+ / BT Herzfrequenz
  • ANT+ / BT Leistungsmesser
  • ANT+ Licht (z.B. Garmin Varia)
  • ANT+ Radar (Garmin Varia)
  • BT Smartphone

In dem Menü “Sensoren” lässt sich ein Pool an Sensoren anlegen. Jeder Sensor wird durch ein Symbol charakterisiert (z.B. ein Herz), lässt sich aktivieren bzw. deaktivieren aber nicht umbenennen. Beim Verwenden mehrerer Sensoren vom gleichen Typ wird die Liste unübersichtlich, denn wer merkt sich schon welcher Sensor hinter “F2.69.D0.22.00” steckt – ein “Problem” das allerdings nur für wenige Nutzer relevant sein dürfte.

Wir haben den Edge 130 mit zahlreichen Herzfrequenz-Brustgurten von Garmin / Polar / Suunto, Herzfrequenz-Armbändern von BerryKing / Polar / Wahoo und Geschwindigkeits-/Trittfrequenzsensoren von Garmin / Teasi ausprobiert – funktioniert ohne Wenn und Aber!

Garmin Edge 130 Test: Navigation

Welche Möglichkeiten zum Navigieren bietet der Edge 130?

Diese Frage hat uns als erstes interessiert! Der Edge 130 verfügt über keine Karte und damit auch keine automatische Routenberechnung entlang des Wegenetzes. Er kann “lediglich”

  • per Luftlinie zu einem Favoriten führen (Wegpunkt, POI, etc.),
  • 1:1 einer gespeicherten Strecke oder einer aufgezeichneten Aktivität folgen,
  • Strava Live-Segmente verwenden,
  • den Radfahrer mit “Zurück zum Start” per Luftlinie oder entlang der aufgezeichneten Strecke zum Ausgangspunkt zurückführen,
  • die aktuelle Position als Favorit speichern
  • und mit der Funktion “Hierher setzen” die Position eines Favoriten ändern.

Wie kommen die Strecken und Favoriten auf den Edge 130?

Dem Anwender stehen zwei Optionen zur verfügung:

  • Manuelles Kopieren von GPX-Dateien (z.B. mit Tracks oder Wegpunkten) in den Ordner “NEWFILES” des Edge 130 Dateisystems (der Edge wird per USB-Kabel an einen Desktop-PC oder ein Laptop als Massenspeicher angeschlossen).
  • Ein Übertragen von Strecken mit Hilfe der Garmin Connect App (welche Möglichkeiten es gibt zeigt dieser Artikel: Garmin Connect App – Planen & Übertragen von Strecken).

Der Edge 130 erlaubt es nicht Garmin Connect IQ Apps zu installieren. Damit entfällt auch die Möglichkeit, Strecken z.B. mit Hilfe der Komoot App zu übertragen.

Was (derzeit?) ebenfalls nicht möglich ist, ist ein direktes Übertragen von Tracks oder Wegpunkten aus Garmin BaseCamp (Funktion “An Gerät senden“).

Als Speicherkapazität gibt Garmin 100 Wegpunkte (Favoriten), 15 Strecken und 100 Stunden Rundenverlauf an.

Wie wird mit dem Edge 130 navigiert?

Nach dem Auswählen einer Strecke (Menü: “Navigation > Strecken“) kann sich der Fahrradfahrer zunächst eine Übersicht verschaffen. Für jede Strecke gibt es Daten wie Zeit, Distanz etc., eine Übersichtskarte und ein Höhenprofil.

Wird die Strecke gestartet wird anschließend mit Hilfe der Kartenseite navigiert. Funktioniert, hat aber auch Schwächen. Da keine Karte hinterlegt ist kann es an eng beieinander liegenden Abbiegungen schon einmal zu Unsicherheiten kommen: “Ist es jetzt der rechte oder der linke Weg?” Außerdem unterscheidet sich die zu folgende Strecke nicht von der aktuellen Aufzeichnung – beide werden als durchgehende schwarze Linie dargestellt.

Die Navigation per Karte wird durch optische und akustische Hinweise unterstützt. Die Meldungen lauten z.B. “Streckenabweichung” oder “Auf richtiger Strecke“.

Die Karte lässt sich über die Tasten vergrößern bzw. verkleinern, was sich beim Fahren allerdings als zu umständlich herausstellt. Auch verschwindet der so voreingestellte Maßstab beim Blättern durch die Seiten. Außerdem: Im Vergrößerungsmodus wandert die aktuelle Position aus der Kartenansicht.

Eine weitere Hilfe – insbesondere bei einer Luftlinien-Navigation – ist der Kompass. Auf der Höhenprofilseite wird die aktuelle Position angezeigt; so lässt sich optisch abschätzen was noch so alles bevorsteht.

Garmin Edge 130 am Rennrad

Garmin Edge 130 Test

Garmin Edge 130 am Rennrad

Garmin Edge 130 Test: Was ist bislang noch aufgefallen?

Der Edge 130 bietet im Gegensatz zu dem Top-Modell Edge 1030 keine unterschiedlichen Aktivitätsprofile, z.B. ein Profil zum Mountainbiken und ein Profil zum Rennradfahren. Somit sind keine profilspezifischen Einstellungen – z.B. unterschiedliche Datenseiten – möglich.

Auch an anderen Stellen hat Garmin kräftig abgespeckt. So gibt es für Auto-Pause und Auto-Lap nur ein An oder Aus, eine Auto-Start Funktion für den Timer fehlt, es gibt kein “intelligentes” Aufzeichnungsintervall, die Auswahl an Datentypen ist deutlich reduziert.

Dafür hat der Garmin Edge 130 einen großen Vorteil: Er ist schnell konfiguriert!

Eine auf der Produktseite wie folgt beschriebene Funktion ist aktuell noch nicht vorhanden, soll aber im Rahmen eines Software-Updates kommen: “Unterstützt externe Anzeigefunktionen mit kompatiblen Wearables“.

Was verbirgt sich dahinter? Die Antwort findet sich im amerikanischen Garmin Forum: “The extended display will take the first five data training pages that are on the watch and create them on the Edge. You can advance through the pages on the Edge. Using the same mechanism that you use to change pages on the Edge when it is not in extended display mode. In addition to the data data pages event messages are also passed across and displayed. E.g. Course points, start/end of segment, notifications and alerts.” (Quelle: forums.garmin.com).

Ein kleiner Tipp: Wer die Rundenfunktion nicht benötigt sollte die “Rundentaste” deaktivieren – dann lässt sich während der Fahrt mit einem Druck auf diese Taste schnell in ein wichtiges Submenü mit den Funktionen “Edit Data Page, Zurück zum Start, Position speichern, Hauptmenü” wechseln (anstelle eines längeren Drückens der “Nach Oben” Taste).

Garmin Edge 130 Test: Lieferumfang

Einzelgerät

UVP: €199,99

  • Edge 130
  • Lenkerhalterung
  • Befestigungsband
  • USB-Kabel
  • Schnellstartanleitung

HR-Bundle

UVP: €249,99

  • Edge 130
  • Lenkerhalterung
  • Premium Herzfrequenz-Brustgurt
  • Befestigungsband
  • USB-Kabel
  • Schnellstartanleitung

Mountainbike-Bundle

UVP: €249,99

  • Edge 130
  • Mountainbike-Halterung
  • Edge-Fernbedienung
  • Silikonhülle
  • Lenkerhalterung
  • Befestigungsband
  • USB-Kabel
  • Schnellstartanleitung
Angebot
Garmin Edge 130 HR Bundle GPS-Fahrradcomputer, Schwarz, M
  • Kompaktes und leichtes Design mit 33g, einfache Handhabung durch das 1, 8 Zoll große Display und Akkulaufzeit bis zu 15 Stunden
  • Navigationsfunktion mit Abbiegehinweisen bei Nutzung von Garmin Connect Strecken

Aktualisiert: 20.06.2018 / Affiliate Links / Bild(er): Amazon

Garmin Edge 130 Test: Erstes Fazit

Der Edge 130 ist ein interessanter GPS-Fahrradcomputer, der sich aus unserer Sicht vor allem zum Rennradfahren eignet und hinsichtlich seines Funktionsumfangs für zahlreiche Anwender vollkommen ausreichen sollte.

Mit einem Preis ab €199,99 (UVP) ist er ein direkter Konkurrent zu dem Wahoo ELEMNT BOLT, der gegenüber dem Edge 130 Vorteile wie OpenStreetMap-Karten und eine umfangreiche Konfiguration per App bietet.

Leserbewertung: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 GPS-Fans, ∅ Score: 73,33 %)

Mit einem Klick auf die entsprechende Anzahl an Sternen können Sie den Garmin Edge 130 bewerten!

Pro

L

Excellentes Display

L

Klein und leicht – ideal für Rennradler

L

Drei GNSS (GPS / GLONASS / GALILEO)

L

ANT+ & Bluetooth zum Verbinden mit Sensoren

L

Einfach zu konfigurieren

Contra

K

Keine unterschiedlichen Aktivitätsprofile

K

Teils zu verminderter Funktionsumfang

K

Hintergrundbeleuchtung verbraucht viel Akkuleistung

Garmin Edge 130 Test & Erfahrungen was last modified: Juni 6th, 2018 by Joachim Bardua
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