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Garmin Enduro Test – Ultimative Ausdauer für Ultrasportler*innen!

Sie sind Ausdauersportler*in und suchen eine Multisportuhr mit phänomenalen Batterielaufzeiten? Dann sollten Sie weiterlesen – aber Achtung, die Garmin Enduro macht ausdauersüchtig!

Garmin hat mit der Enduro eine spezielle "Ultra Performance GPS Multisport Smartwatch" (*) herausgebracht, die insbesondere alle Ultras unter den Ausdauersportlern*innen ansprechen soll.

(*) Quelle: Garmin Produktseite zur Enduro

Die Garmin Enduro basiert auf der fenix Serie – der Funktionsumfang fällt identisch aus. Die Enduro lässt sich gut mit der fenix 6X Pro Solar bzw. der fenix 6 Solar vergleichen.

Garmin Radcomputer 1030 Plus Unbekannt (0) 0*
  • Batterieverordnung: Batterieverordnung Sie sind gesetzlich verpflichtet, Batterien zurückzugeben....
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Gegenüber der 6X Pro fehlen der Enduro die Premium-Funktionen, gegenüber der 6 Solar zeichnet sich die Enduro durch das größere Gehäuse aus (51 mm vs. 47 mm). Stopp, einen wichtigen Unterschied gibt es noch: den Farbakzent in limettengrün!

Zu den fehlenden Premium-Funktionen der fenix:

  • Wi-Fi zum Datenaustausch – nicht so ganz wichtig
  • Karten (inkl. weiterer Funktionen zur Zieleingabe und Navigation) – eines der fenix Killer-Features
  • Speicher für Onboard-Musik – meines Erachtens ebenfalls verzichtbar

Die Enduro gibts in zwei Varianten:

  • In Grau/Silber mit einer Lünette aus Edelstahl, einem grauen Ultrafit-Nylon-Armband sowie einem Gehäusegewicht von 65 g (UVP: €799,99)
  • In Schwarz/Schiefergrau mit einer Lünette aus Titan mit DLC-Beschichtung, einem schwarzen Ultrafit-Nylon-Armband sowie einem Gehäusegewicht von 55 g (UVP: €899,99)

Im Gegensatz zur fenix stehen keine kleineren 47 mm bzw. 42 mm Gehäusevarianten zur Auswahl. Sportler*innen mit zarten Handgelenken haben das Nachsehen.

Die Robustheit und Widerstandsfähigkeit der fenix hat die Enduro geerbt – ob tagelanger Dauerregen & Schnee beim Wandern, Feuchtigkeit & Matsch beim Biken, Schweißbäche beim Trail Running & Speed Hiking, bei mir hat die fenix seit über 1,5 Jahren alles überlebt. Da braucht sich niemand Sorgen machen.

Garmin Enduro vs. Garmin fenix 6X Pro
Garmin Enduro vs. Garmin fenix 6X Pro

Leicht & Komfortabel – Das Ultrafit-Nylon-Armband

Die Garmin Enduro ist leicht. Der Gewichtsvorsprung gegenüber der fenix ist aber nur dem Ultrafit-Nylon-Armband geschuldet, dem ich bereits einen extra Artikel gewidmet habe.

Um es kurz zu machen: Das Armband ist – da elastisch & anschmiegsam – super bequem und sorgt beim Sport für einen sicheren Sitz. Aber auch im Alltag hat es eine riesige Stärke. Durch den Verzicht auf eine Schnalle trägt es praktisch nicht auf, was sich beispielsweise beim Arbeiten am PC positiv bemerkbar macht.

Alternativ lassen sich 26 mm QuickFix-Armbänder verwenden.

Garmin Enduro Test – Batterielaufzeiten

Um noch bessere Batterielaufzeiten zu erreichen setzt Garmin auf eine neue Plattform mit einem stromsparenden Prozessor sowie einen leistungsstärkeren Akku.

Ein Vergleich zur 6X Pro Solar zeigt den Vorsprung (Angaben jeweils "bis zu").

ModusEnduro6X Pro Solar
Smartwatch50 Tage / 65 Tage (*)21 Tage / 24 Tage (*)
Energiesparmodus130 Tage / 1 Jahr (*)80 Tage / 120 Tage (*)
GPS-Modus70 Stunden / 80 Stunden (*)60 Stunden / 66 Stunden (*)
Maximaler GPS-Modus200 Stunden / 300 Stunden (*)120 Stunden / 148 Stunden (*)
Expeditions GPS-Modus65 Tage / 95 Tage (*)46 Tage / 56 Tage (*)
(*) 2ter Wert mit Solar

Auf die unterstützende Solartechnik gehe ich hier nicht mehr ein, Interessierte sollten meinen fenix 6 Pro Solar Test lesen!

Um die Batterielaufzeiten zu testen bin ich pragmatisch vorgegangen. Die Enduro ausgepackt, bis auf ein paar kleinere Tweaks (inklusive einem Wechsel von GPS + GLONASS zu GPS + GALILEO, dazu später mehr) alles beim Standard belassen, ein paar Tage zum Herumspielen getragen, voll aufgeladen und in einem 24/7 Mix aus Alltag, Sport und Outdoor eingesetzt (inklusive permanenter Smartphone-Verbindung). Das für das Solarmodul relevante Wetter war ein Gemisch aus Schnee, Regen, Sonne, Kälte, Wärme, trüb und blau. Bei den gewählten Standardeinstellungen ist der Energie saugende Pulsoximeter-Modus übrigens deaktivert.

Im komplett geladenen Zustand wurden beim Starten der Testphase für den Smartwatchmodus 50 Tage angezeigt, in der Aktivität "Trail Run" mit dem Energiemodus "normal" meldeten zwei entsprechend konfigurierte Datenfelder 100 % Akkukapazität und 68 Stunden Laufzeit (GPS + GALILEO statt GPS + GLONASS macht gegenüber den angegebenen 70 Stunden ein Minus von zwei Stunden aus).

Mein Garmin Enduro Test zeigt: Nach exakt 21 Tagen – inklusive ca. 26 Stunden GPS beim Trail Running, Mountainbiken & Wandern – zeigt die Enduro für den Smartwatchmodus noch 14 Tage bzw. in der Aktivität "Trail Run" eine verbleibende Akkukapazität von 28 % bzw. eine Restlaufzeit von 19 Stunden an. Als Smartwatch sind also noch zwei Wochen, im GPS-Modus 19 Stunden möglich (je nach Solaraktivität vielleicht noch etwas mehr).

Meine im Dauereinsatz getragene fenix 6X Pro hat mich in dieser Disziplin schon arg verwöhnt – die Enduro macht süchtig. Da kann der prüfende Blick auf die Akkuanzeige entfallen, eine Tour oder ein Training ist eigentlich immer möglich.

Noch ein paar Worte zur Energiesteuerung. Der Power Manager erlaubt es den Aktivitäten unterschiedliche Einstellungen zuzuweisen. So lässt sich beispielsweise ein Modus erstellen, der die angezeigten 68 Stunden auf 90 Stunden steigert (u.a. mit einem Trennen des Telefons).

Wo stehen mögliche Mitbewerber? Polar gibt für die Grit X eine Akkulaufzeit von bis zu 40 Stunden im Trainingsmodus an (= GPS, Herzfrequenzmessung am Handgelenk), Coros macht für die Vertix eine Angabe von 60 Stunden im GPS-Modus.

Garmin Enduro - Solarintensität
Garmin Enduro – Solarintensität

Garmin Enduro Test – Herzfrequenz

Bei meinem alpin geprägten Aktivitätenmix sind bei zahlreichen Tests (fenix 6X Pro, fenix 6 Pro Solar, fenix 6S, Instinct Solar) häufig enttäuschende Daten herausgekommen. Sprich: Die Herzfrequenzwerte lagen bei manchen Aktivitäten oft komplett daneben. Ohne externen Herzfrequenzsensor ging da nichts.

Ein Grund dafür ist beim Einsatz von Skistöcken im steilen Gelände zu suchen.

Der Garmin Enduro Test hat mich allerdings geflasht. Die Herzfrequenzdaten fallen so aus wie sie sein sollen! Auch bei der fenix 6X Pro!

Da bleibt nur die Vermutung: Garmin hat im Hintergrund an den Schräubchen gedreht und die Algorithmen geändert!

Vier Beispiele (als Referenz kommt eine fenix 5X Pro mit einem HRM-Run Herzfrequenz-Brustgurt zum Einsatz).

Die erste Aktivität (*) in einem konstanten Pulsbereich um die 160 mit einem Gipfelsprint für den finalen Herzfrequenzkick zeigt eine nahezu perfekte Übereinstimmung. Beim genauen Hinschauen zeigt sich lediglich, dass die optischen Pulssensoren Änderungen erwartungsgemäß teils verzögert wiedergeben.

(*) In steilen Bereichen mit Stöcken

Garmin Enduro - Herzfrequenz Trailrunning (1)
Herzfrequenz Trail Running (1) – fenix 5X Pro (blau), fenix 6X Pro (rot), Enduro (grün)

Bei den nächsten beiden Beispielen (*) – nur in teils anderen Pulsbereichen – offenbart sich ein ähnliches Bild. Lediglich die fenix 6X Pro (rot) fällt kurzzeitig in ihr altes Muster zurück, die Enduro (grün) kann ein paar Spitzen nach oben oder unten zeigen. Ansonsten wieder tolle Ergebnisse.

Garmin Enduro - Herzfrequenz Trailrunning (2)
Herzfrequenz Trail Running (2) – fenix 5X Pro (blau), fenix 6X Pro (rot), Enduro (grün)
Garmin Enduro - Herzfrequenz Trailrunning (3)
Herzfrequenz Trail Running (3) – fenix 5X Pro (blau), fenix 6X Pro (rot), Enduro (grün)

Zwei Ausschnitte von MTB-Touren: Von Ausreißern abgesehen (Bild 1: Enduro, grün; Bild 2: Edge 1030 Plus, blau) ergibt sich ebenfalls ein sehr gutes Bild. Dies zeigt, dass die Herzfrequenzmessung am Handgelenk auch beim Mountainbiken zufriedenstellende Ergebnisse liefert.

Herzfrequenz Mountainbike (2) - Edge 1030 Plus mit Polar Verity Sense Herzfrequenz-Armband (blau), Enduro (grün)
Herzfrequenz Mountainbike (1) – Edge 1030 Plus mit Polar Verity Sense Herzfrequenz-Armband (blau), Enduro (grün)
Herzfrequenz Mountainbike (2) – Edge 1030 Plus mit Polar Verity Sense Herzfrequenz-Armband (blau), Enduro (grün)

GPS-Genauigkeit

Wie bereits erwähnt habe ich in den Einstellungen bewusst GPS + GALILEO statt der Standardeinstellung GPS + GLONASS gewählt. Grund: Ich wollte einmal sehen, ob es gegenüber der fenix 6X Pro mit GPS + GLONASS Unterschiede bei der Genauigkeit von Aufzeichnungen gibt – an unterschiedlichen Tagen, bei abweichenden Satellitenkonstellationen und in vielfach anspruchsvollem "GPS-Gelände".

Nein, da ist selbst bei zahlreichen Aktivitäten nichts zu erkennen. Mal liefert die fenix, mal die Enduro eine bessere Performance. Die Abweichungen liegen in dem bei aktuellen Wearables üblichen Rahmen von bis zu 15 m.

Die beiden Abbildungen zeigen zwei Beispiele unter mittelprächtigen bis guten Empfangsbedingungen in den Voralpen (der Maßstabsbalken hilft beim Bewerten).

Aktivitätsaufzeichnung - Enduro (grün) vs. fenix 6X Pro (rot)
Aktivitätsaufzeichnungen – Enduro (grün) vs. fenix 6X Pro (rot) (blau: fenix 5X Pro außer Konkurrenz, da anders angebracht und somit nicht vergleichbar; da bei Schnee stimmen eingezeichneter Weg & Aufzeichnung nicht unbedingt überein)
Aktivitätsaufzeichnung - Enduro (grün) vs. fenix 6X Pro (rot)
Aktivitätsaufzeichnungen – Enduro (grün) vs. fenix 6X Pro (rot)
Garmin Enduro beim Winterbergsteigen
Mit der Garmin Enduro auf Tour

Bei einem Blick in das englische Garmin-Forum zeigt sich eine intensive Diskussion der Frage "Warum verfügt die Enduro über keine Karten?".

Ein Grund dürfte der Verkaufspreis sein. Durch ein Addieren des Preisaufschlags für die PRO-Funktionen analog zu der fenix würde die Enduro in der €900.- bis €1.000 Preisklasse landen. Ein weiteres Argument könnten die Batterielaufzeiten sein, da das Anzeigen und kontinuierliche Aufbauen der Karte Saft kostet.

Warum auch immer, das Navigieren ohne topografische Karten habe ich während meines Garmin Enduro Tests intensiv ausprobiert. Einerseits entlang komplett neuer Strecken, andererseits in nur sehr grob bekanntem Gelände.

Funktioniert nicht perfekt, aber erstaunlich gut – insbesondere in Kombination mit Orientierungsvermögen, Erfahrung und dem besten Navi das der Mensch hat …!

Bei Wegen die in einem engen Winkel voneinander abweichen kann schon einmal die Frage auftauchen: Nehme ich den rechten oder den linken Pfad? Da hat eine Karte nun einmal Vorteile, zumal sie zusätzliche Orientierungspunkte liefert.

Beim Biken, Laufen und Wandern mit der Enduro zeigen sich aber ein paar Verbesserungswünsche, die Garmin in einem Update hoffentlich nachliefert:

  • Das Positionsdreieck müsste – wie es eigentlich üblich ist – weiter unten auf der Seite angeordnet sein und nicht in der Mitte, sodass mehr von der vorausliegenden Strecke zu erkennen ist.
  • Kleine Chevrons oder ähnliches entlang der Strecke sollten deutlich auf die Richtung hinweisen (es gibt zwar einen kleinen roten Richtungszeiger, zusätzliche Elemente könnten aber nicht schaden).
  • Die Strecke sollte sich optisch deutlicher besser hervorheben (z.B. mit einer kräftigeren Farbe).
  • Liegt der Startpunkt einer Strecke etwas abseits wäre eine Luftlinie zum Startpunkt praktisch (analog zu der Polar Grit X).

Die folgenden Screenshots zeigen das Folgen einer Strecke, ausführliche Infos und viele Bilder enthält der Artikel komoot Touren auf der Garmin Enduro & der Garmin fenix.

Navigation entlang einer Strecke (1) - Garmin Enduro
Navigation entlang einer Strecke (1) (großer roter Pfeil = zeigt nach Norden)
Navigation entlang einer Strecke (2) - Garmin Enduro
Navigation entlang einer Strecke (2)(kleines rotes Dreieck = Richtungszeiger)
ClimbPro - Garmin Enduro
Ein Anstieg in ClimbPro
Höhenprofil einer Strecke - Garmin Enduro
Höhenprofil einer Strecke (grün = zurückgelegt, blau = steht noch aus(

Über Connect IQ Apps gibts Workarounds um Karten auf die Enduro zu bringen. Aktuell ist lediglich dwMap kompatibel (das mich aufgrund seiner Nutzungsbedingungen bislang aber nicht so überzeugt), eine weitere Option könnte Locus Map für Garmin sein, das derzeit aber ein Problem mit Garmin Connect 4.40 hat (eine Lösung steht noch aus, Stand April 2021).

Zurück zum Start

Wenn Sie wieder zum Startpunkt ihrer Aktivität zurückfinden wollen haben Sie zwei Optionen.

Mit "TracBack" navigieren Sie entlang der Aktivitätsaufzeichnung zum Ausgangpunkt, mit "Gerade Linie" lotst Sie die Enduro auf dem kürzesten Weg mit Hilfe einer Luftlinie zurück – also quasi "über Stock und Stein".

Luftlinie zum Startpunkt
Garmin Enduro Grau/Silbernes Gehäuse Solar mit grauem UltraFit-Nylon Armband...*
  • Ultraperformance GPS Multisport Smartwatch im robusten und leichten Design mit 1,4“ Display
  • Akkulaufzeit von bis zu 80h im Standard GPS Modus dank Power Glass TM mit Solar Ladelinse; Trail Run...

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Per Luftlinie zum Ziel

Die Enduro ist zu der Garmin Explore App kompatibel – daraus ergeben sich mehrere Optionen zum Navigieren.

Eine Möglichkeit ist das Starten von Strecken aus der App heraus, eine andere in der App einen beliebigen Punkt auf der Karte zu markieren und über die Funktion "Navigation" zur Enduro zu schicken.

Die Enduro berechnet dann eine Kurslinie zum Ziel. Anschließend lässt sich mit Hilfe der Karten- bzw. Wegweiserseite dorthin navigieren. Dazu ist es vorab aber nötig, in den Einstellungen als Navigationstyp "Kurs" zu setzen.

Die folgenden Abbildungen zeigen die Vorgehensweise. Ausführliche Infos zu dieser Navigationsfunktion gibts in einem separaten Artikel: Garmin fenix – Kompass, Luftlinie, Peilung, Kurs.

Garmin Explore App
Explore App – Setzen eines Ziels auf der Karte
Kurslinie zum Ziel
Wegweiser, Kurs (CDI)
Ein Hindernis wird rechts umgangen
Der Kursablageanzeiger (Mitte) wandert nach links

Weitere Funktionen der Enduro

Funktionen ohne Ende – ob Fitness-Tracking, das Aufzeichnen der unterschiedlichsten Aktivitäten (von Bouldern, über Skifahren & Surfen bis Yoga), Smartwatch-Features, Alltags-Helferlein (Bezahlfunktion, Timer, DND, Smartphone suchen, …), Barometer, zahlreiche Firstbeat-Metriken & Trainingsfunktionen, die Unterstützung aller nur erdenklichen ANT+ und Bluetooth Sensoren – die Enduro bietet wie die fenix eigentlich alles was angesagt und wichtig ist. Fast schon zu viel, denn sich in den immensen Funktionsumfang einzuarbeiten und die sportphysiologischen Hintergründe zu verstehen ist nicht ohne!

Eine Neuerung, die Garmin mit der Enduro eingeführt und dabei auch auf die fenix gebracht hat, ist die VO2max Bestimmung für die Aktivitäten Trail Run und Ultra Run, die sich in den jeweiligen Einstellungen separat de-/aktivieren lässt. Dies bedeutet aber nicht, dass es für diese Aktivitäten einen separaten VO2max gibt – die Analysedaten fliessen in den "normalen" VO2max fürs Laufen ein. Die Berechnung dieses speziellen VO2max ist komplex, die einzige Quelle mit Hintergrundinformationen zum Thema ist dcrainmaker.com – Interessierten empfehle ich seinen Review zu lesen.

Ebenso erwähnenswert ist das neue ClimbPro, das jetzt sogar Abstiege berücksichtigt, meines Erachtens aber noch etwas Feinschliff benötigt. Dazu habe ich ebenfalls schon einen Artikel verfasst: ClimbPro auf der Garmin fenix – Jetzt mit Abstiegen!

Was mir besonders gut gefällt – und was Garmin über die Zeit immer weiter entwickelt – ist das Feedback zu den Aktivitäten bzw. dem Trainingsstatus inklusive Empfehlungen für eine Erholung und für weitere Trainings.

Was ich mir allerdings noch wünschen würde: Intelligente Ernährungs- und Trinkalarme wie es sie beispielsweise bei Polar oder bei diversen Garmin Edge Modellen gibt. Da kann ich mir aber gut vorstellen dass dies bereits für die nächste Generation in der Pipeline ist …!

Außerdem wundert es mich etwas, dass es den neuen Pausentimer nur für die Ultrarun-Aktivität gibt – auch bei Streckenlängen unter 42 km kann diese Funktion hilfreich sein.

Enduro - VO2max & Erholungszeit beim Speichern einer Aktivität
VO2max & Erholungszeit beim Speichern einer Aktivität
Enduro - Trainingseffekt
Trainingseffekt
Enduro - Erholungsratgeber (1)
Erholungsratgeber (1)
Enduro - Erholungsratgeber (2)
Erholungsratgeber (2)

Garmin Enduro Test – Fazit

Kaufen oder nicht? Wenn ihnen die ultimativen Batterielaufzeiten wichtig sind, das Konto gefüllt ist und Sie auf die Premium-Funktionen der fenix Serie verzichten können ist die Enduro ein klarer Kauf. Mehr Laufzeit in Kombination mit allen erdenklichen Funktionen gibts derzeit nicht – weder bei Garmin noch bei einem Mitbewerber!

Wenn die Batterieausdauer bei ihnen nicht ganz so wichtig ist spricht nicht mehr so viel für die Enduro, da ist eines der vielen fenix 6 Modelle derzeit die sinnvollere und günstigere Option – insbesondere unter dem Aspekt "Karten".

Davon abgesehen, die bei der Enduro eingesetzte Hardware-Plattform dürfte die Basis für eine neue fenix Generation sein … lassen wir uns überraschen!

Garmin Enduro – Pro

  • Sagenhafte Batterielaufzeiten
  • Immenser Funktionsumfang
  • Akkurate Herzfrequenzdaten
  • VO2max für Trail- & Ultrarunning
  • ClimbPro mit Abstiegen
  • Umfangreiche Konnektivität (Sensoren, Geräte)

Garmin Enduro – Contra

  • Heftiger Preis
  • Streckennavigation mit Optimierungsbedarf
  • Pausentimer nur bei Ultrarun-Aktivität
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