Garmin Edge 1030 Test

von Joachim Bardua
21. Dezember 2017

Preis bei Test

ab € 515.-

Amazon

Garmin Edge 1030 – der aktuelle High End GPS-Fahrradcomputer von Garmin im Test! Der Edge 1030 wird bei Garmin für €599.- (UVP) gelistet. Für diesen knackigen Preis bietet er eine tolle und überzeugende Kombination an Technik und Navigations- bzw. Trainingsfunktionen und stellt mit zahlreichen Neuerungen den Vorgänger Edge 1000 in den Schatten.

Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Garmin Edge 1030 und dem Garmin Edge 1000?

Dazu gehören unter anderem

  • ein größeres Display (jetzt 3,5 Zoll vs. 3 Zoll) mit einer etwas höheren Auflösung (282x470 Pixel vs. 240x400 Pixel),
  • minimale Änderungen bei Größe und Gewicht (5,8 x 11,4 x 1,9 cm, 123 g vs. 5,8 x 11,2 x 2 cm, 115 g)
  • ein anderes Gehäusedesign,
  • Kontakte zum Verbinden mit einem Zusatzakku,
  • eine gesteigerte Akkulaufzeit (laut Garmin 2o Std. vs. 15 Std.),
  • mehr verfügbarer interner Speicher (8 GB vs. 2 GB),
  • die Unterstützung von Bluetooth Smart Sensoren,
  • Software-Updates per Wi-Fi,
  • Änderungen an der Benutzeroberfläche,
  • Notfall-Benachrichtigungen,
  • Nachrichtenversand zwischen Radfahrern,
  • Änderungen beim Navigieren mit Tracks,
  • sowie “Popularity Routing” als neue Funktion.

Eine weitere Änderung betrifft die Firstbeat Trainingsfunktionen. Sind beim Garmin Edge 1000 “nur” fünf an Bord, sind es beim Garmin Edge 1030 bereits neun Funktionen:

Edge 1000:

  • VO2max Fitnesslevel
  • HF-basierte Kalorienberechnung
  • Erholungsratgeber
  • Functional Threshold Power (FTP)
  • Lactate Threshold (Laktatschwelle)
Edge 1030:

  • VO2max Fitnesslevel
  • HF-basierte Kalorienberechnung
  • Aerober Traingseffekt
  • Anaerober Trainingseffekt
  • Trainingsbelastung
  • Trainingszustand
  • Echtzeit Performance Condition
  • Functional Threshold Power (FTP)
  • Quick Stress Level Test

Garmin Edge 1030 - Tasten

Garmin Edge 1030 Test

Tasten & USB-Abdeckung

Garmin Edge 1030 Test: Technik

Das formschöne Edge 1030 Gehäuse weist gegenüber dem Edge 1000 ein paar elementare Neuerungen auf. Die Taste zum Starten/Beenden einer Aktivität und die Taste zum Starten einer Runde hat Garmin an die untere Frontseite verlegt. Dies ist dem größeren Display geschuldet sein, denn somit können beim Garmin Edge 1030 die Gehäuseabmessungen in etwa gleich bleiben.

Das Fach für die MicroSD-Karte befindet sich beim Garmin Edge 1030 auf der Gehäuserückseite (Abbildung unten). Es wird mit einem Drehverschluss geöffnet, die Speicherkarte ist somit bestens vor Feuchtigkeit geschützt. Die zwischen den beiden Tasten angeordnete USB-Buchse wird durch eine auswechselbare Kappe vor Widrigkeiten bewahrt. Der integrierte Adapter für die Fahrradhalterung verfügt jetzt über fünf Kontakte zur Kommunikation mit einem Zusatzakku.

Das Gehäuse des Garmin Edge 1030 selber ist nicht mehr verschraubt sondern verschweißt. Ob gut oder schlecht, darüber lässt sich diskutieren. Unter dem Aspekt “Tauschen des Akkus” darf nicht vergessen werden, dass die gleiche Problematik für nahezu jedes Top-Smartphone gilt.

Das kapazitive Display des Garmin Edge 1030 lässt sich auch unter schwierigen Lichtbedingungen excellent ablesen. Topografische Karten erscheinen knackig scharf und fein dargestellt. Insgesamt befindet sich das Display auf Garmin Oregon Niveau – unserem bisherigen Favoriten.

Die Bedienung des gGarmin Edge 1030 funktioniert selbst mit langen Fahrradhandschuhen bzw. bei einem feuchten Display noch ausgesprochen gut, hier empfiehlt es sich mit der Touchscreen-Empfindlichkeit zu experimentieren.

Garmin gibt für den Edge 1030 als Akkulaufzeit bis zu 20 Stunden an. Im Test sind wir bei permanent aktivierter Hintergrundbeleuchtung, Herzfrequenzmessung, Trackaufzeichnung und aktiver Navigation auf ca. 09:00 bis 09:30 hh:mm gekommen. Im Energiesparmodus kommen wir unter ähnlichen Bedingungen auf rund 28 Stunden. Je nach Anwendungsszenario, Hintergrundbeleuchtung, Sensoren etc. dürften 15 bis 16 Stunden eine realistische Zahl sein.

Mit dem optionalen Garmin Charge AkkuPack sollen laut Garmin bis zu 40 Stunden möglich sein.

Garmin Edge 1030 Test – Die wichtigsten Fakten

  • GPS: GPS, GLONASS, A-GPS
  • Display: 58 x 114 x 19 mm, 282 x 470 Pixel
  • Gewicht: 123 g (Angabe Garmin)
  • Abmessungen: 58 x 114 x 19 mm
  • Wasserdichtigkeit: IPX7
  • Bedienung: Drei Tasten, Touchscreen
  • Sensoren: Beschleunigungsmesser, Höhenmesser, Temperatur, Umgebungslicht
  • Schnittstellen: ANT+ (Sensoren, Geräte, Licht, Schaltungen), Bluetooth LE (Smartphone, Sensoren), Micro-USB (Aufladen, Datenaustausch), Wi-Fi (Daten-Upload, Software-Updates)
  • WiFi: 2,4 GHz, 802.11 b/g
  • Aufzeichnungsintervall: 1 Sek. oder intelligent
  • Akkulaufzeiten: bis 20 Std., bis 40 h mit Akkupack
  • Speicher: 16 GB (angezeigt: 15,48 GB, davon 8,13 GB frei), MicroSD-Karte bis 32 GB

Garmin Edge 1030 - Rückseite

Garmin Edge 1030 Test

Adapter für Halterung & MicroSD-Slot

Garmin Edge 1030 - Rückseite

Garmin Edge 1030 Test

Edge 1030 - Excellent ablesbares Display

Garmin Edge 1030 Test: GPS

Der Garmin Edge 1030 verfügt über einen kombinierten GPS/GLONASS Empfänger. GLONASS lässt sich bei Bedarf in jedem Profil – z.B. Rennrad – abschalten.

In der Praxis fällt auf: Beim GPS-Empfang kann der Garmin Edge 1030 durchaus schwächeln. Im Vergleich zu einem Handgerät wie dem Oregon 700 verliert er unter schwierigen Empfangsbedingungen schon einmal die Verbindung zu den Satelliten. “Satelliten verloren” heißt es dann, begleitet von einem Alarmton.

Trackaufzeichnungen fallen nicht immer ganz so genau aus wie erwartet, was sonst noch passieren kann zeigt die Abbildung rechts. Bei einem Abdriften der GPS-Position kommt es vor, dass der Garmin Edge 1030 eine neue Strecke entlang eines anderen, abseits gelegenen Weges berechnet wird.

(Abbildung, rot: zum Navigieren eingesetzter Track, magenta: berechnete Strecke, hellblau: aktuelle Trackaufzeichnung)

Edge 1030: Schlechter GPS-Empfang, neue Strecke berechnet

Die GPS-Position driftet ab, der Edge 1030 berechnet eine neue Strecke.

Garmin Edge 1030 Test: Externe Sensoren und Geräte

Zum Koppeln von Sensoren und Geräten (z.B. Garmin VARIA Radar und Licht) stehen beim Garmin Edge 1030 zwei drahtlose Schnittstellen zur Verfügung: ANT+ und Bluetooth LE.

Folgende Typen lassen sich mit dem Garmin Edge 1030 verbinden:

  • Edge-Fernbedienung
  • Elektrofahrrad
  • Geschwindigkeit/Trittfrequenz
  • Geschwindigkeit
  • Herzfrequenz
  • Leistung
  • Licht
  • Radar
  • Schaltung (z.B. von Campagnolo oder SRAM)
  • Shimano Di2
  • Smartphone
  • Trittfrequenz
  • Varia Vision
  • VIRB
Edge 1030: ANT+ und Bluetooth Sensoren

Sensoren-Pool mit zwei aktivierten Bluetooth-Sensoren.

In dem Menü “Sensoren” lässt sich ein Pool an Sensoren anlegen. Alle Sensoren stehen in jedem Profil – sei es Rennrad, Mountainbike oder Indoor – zur Verfügung. Jeder einzelne Sensor kann aktiviert/deaktiviert sowie individuell benannt werden.

Welcher Sensor aktiv ist wird in dem “Sensoren” Menü übersichtlich angezeigt, eine weitere Statusinformation gibt es in dem “Widget-Menü”, welches durch ein Streichen über das Display von oben nach unten geöffnet wird.

Praktisch: Beim Hinzufügen eines neuen Sensors fragt der Edge ob eine zusätzliche benutzerdefinierte Datenseite erstellt werden soll!

Garmin Edge 1030 Hauptmenü

Hauptmenü

Garmin Edge 1030 Schnellzugriffs-Menü-Overlay

Schnellzugriffs-Menü-Overlay

Garmin Edge 1030 Widget-Menü

Widget-Menü

Garmin Edge 1030 Test: Bedienung

Die Bedienung des Garmin Edge 1030 gestaltet sich nach der obligatorischen Eingewöhnungsphase wunderbar einfach. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich aufgebaut, wichtig ist dabei die Trennung in Hauptmenü und Widget-Menü.

  • Hauptmenü (Abbildung oben links): Auswählen eines Profils, Navigation, Training, Protokoll, Statistiken, Einstellungen, Connect IQ
  • Widget-Menü (Abbildung oben rechts): Zugriff auf alle Einstellungen, Anrufe / SMS, Bedienelemente, Segmente

Das Hauptmenü des Garmin Edge 1030 wird während einer Tour bzw. eines Trainings via Schnellzugriffs-Menü-Overlay aufgerufen – dazu reicht ein Antippen des Displays und nachfolgend des Home-Symbols (Abbildung oben Mitte). Das Widget-Menü wird durch ein Streichen von oben nach unten über das Display oder über den Menü-Overlay erreicht.

Als extrem praktisch erweist sich beim Garmin Edge 1030 ein Sperren des Displays. Auch im gesperrten Zustand kann durch ein rechts/links Wischen über das Display zwischen den Seiten gewechselt werden; ein Zugriff auf die Menüs ist aber nicht möglich.

Besonders gut gefällt auch die Trennung in globale und profilspezifische Einstellungen (siehe: Garmin Edge 1030 Einstellungen – Setup Guide):

Globale Einstellungen

  • Aktivitätsprofile (mit Zugriff auf die profilspezifischen Einstellungen)
  • Sensoren
  • Online-Funktionen
  • Energiesparmodus
  • System
Profilspezifische Einstellungen

  • Name
  • Farbe
  • Trainingsseiten
  • Standardtyp der Tour
  • Segmente
  • Alarme
  • Auto-Funktionen
  • Timerstartmodus
  • Navigation
  • GPS-Modus
  • Touchscreen-Empfindlichkeit

Zu den Profilen: Es sind maximal 10 Profile möglich, das Anlegen erfolgt sehr komfortabel auf der Basis eines bereits existierenden Profils oder einer Vorlage (Rennrad, Mountainbike, Indoor, Gravel, Cyclocross, Arbeitsweg, Tourenrad, E-Bike, E-Mountainbike).

Kann der Garmin Edge 1030 auch für andere Aktivitäten wie Wandern eingesetzt werden?

Kein Problem – einfach ein entsprechendes Aktivitätsprofil “Wandern” erstellen und konfigurieren. In den Profil-Einstellungen kann z.B. “Offroad” als “Standartdtyp der Tour” gewählt werden – den Typus Wandern gibt es auf dem Garmin Edge 1030 nun einmal nicht. Nach dem Upload einer derartigen Aktivität zu Garmin Connect empfiehlt es sich aber, in Connect die Klassifizierung der Aktivität nachträglich zu ändern.

Garmin Edge 1030 Test: Navigation

Welche Funktionen zum Navigieren bietet der Garmin Edge 1030?

  • Auswählen eines beliebiges Ziels auf der Karte
  • Navigieren mit Hilfe einer gespeicherten Strecke
  • Routenplaner zum Erstellen und Speichern von Routen auf dem Edge
  • RoundTrip Routing zum automatischen Berechnen von bis zu drei Routen
  • Suche nach POIs, Städten, Adressen, Kreuzungen
  • Eingeben von Koordinaten
  • Navigieren zu einem Favoriten
  • Speichern einer aufgezeichneten Tour aus dem Protokoll als Strecke
  • Zurück zum Start einer Tour

Wichtig – die Routing-Einstellungen

Je nach Routing-Einstellungen berechnet der Garmin Edge 1030 eine andere Strecke entlang des Wegenetzes der aktuell verwendeten Karte. Ein Ziel kann z.B. eine Adresse, ein POI oder ein beliebiger Punkt auf der Karte sein.

Für jedes Profil lassen sich individuelle Routing-Einstellungen hinterlegen. Da gibt es die Menüpunkte

  • Routing nach Beliebtheit (aktiviert),
  • Routing-Modus (Mountainbiken),
  • Berechnungsmethode (Distanz minimieren),
  • Auf Straße zeigen (Aus),
  • Vermeidung einrichten (Wichtige Autobahnen vermeiden an),
  • und Neuberechnung (Automatisch).

In Klammern: Unsere Einstellungen für ein Mountainbike Profil.

Eine neue Funktion beim Garmin Edge 1030 ist Routing nach Beliebtheit Dahinter verbirgt sich ein bevorzugtes Routing entlang häufig befahrener Strecken. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus Garmin Connect, die Funktion entspricht der bekannten Strava Heatmap.

Beispiel Mountainbike: Die Streckenführung des Garmin Edge 1030 begeistert nicht immer, der Biker wird zu oft entlang von Straßen geleitet anstatt z.B. auf Wirtschaftswegen. Routing nach Beliebtheit kann aber zu einer interessanteren und sinnvolleren Routenführung beitragen!

Deshalb – die Praxis zeigt: Beim automatischen Routing gilt “Ausprobieren” und die diversen Einstellungen durchzuspielen!

Navigation mit gespeicherten Strecken

Wesentlich interessanter und ein Top-Funktion beim Garmin Edge 1030 ist das Navigieren mit Hilfe von gespeicherten Strecken.

Wie kommen die Strecken auf den Edge 1030?

Dazu gibt es viele Möglichkeiten – die wichtigsten lauten:

  • Planen eines Tracks in Garmin BaseCamp und Übertragung auf den Edge 1030 (Funktion An Gerät senden).
  • Manuelles Kopieren einer GPX-Datei (Track) im Massenspeicher-Modus in den Ordner Garmin/NewFiles.
  • Planen einer Strecke in der Garmin Connect App und via Bluetooth zum Edge senden.
  • Import einer Strecke mit Hilfe von gimporter & gexporter.
  • Import einer Strecke über die Komoot App.

Das Navigieren wird im Hauptmenü über die Abfolge Navigation > Strecken > gespeicherte Strecken > Auswählen einer Strecke > Los! gestartet. Praktisch: Befindet sich der Biker nicht am Startpunkt der gewünschten Strecke wird er zusätzlich gefragt: “Zum Startpunkt navigieren? Ja/Nein“.

Nach dem Starten der Navigation wird der Biker vom Garmin Edge 1030 gemäß der gewählten Strecke entlang des Wegenetzes der Karte geführt. Die gewählten Routing-Einstellungen haben darauf übrigens keinen Einfluss. Das Navigieren mit Hilfe einer Strecke funktioniert in der Praxis wirklich top – lediglich die Abbiegehinweise sind inhaltlich nicht immer ganz korrekt. Beim Abweichen von der Strecke versucht der Garmin Edge 1030 den Biker allerdings immer wieder zum letzten Punkt zurückzuführen. Eine Neuberechnung erfolgt erst beim Erreichen der ursprünglichen Strecke, die Navigation wird dann wie anfangs geplant fortgesetzt.

Die folgende Bilderserie zeigt das Navigieren entlang einer “Gespeicherten Strecke“.

Edge 1030: Hinweis auf Abbiegung

Routing entlang einer gespeicherten Strecke (magenta: vom Edge berechnete Strecke, schwarz/rot: ausgewählte Strecke, hellblau: aktuelle Aufzeichnung)

Edge 1030: Liste von Abbiegungen

Liste aller bevorstehenden Abbiegungen

Edge 1030: Detail zu der nächsten Abbiegung

Detail zu einer Abbiegung (Antippen eines Eintrags in der Liste)

Edge 1030: Abweichung von der Strecke

Der Biker verlässt die ursprüngliche Strecke auf einem in der Karte nicht vorhandenen Weg, der Edge will den Biker zurückführen

Edge 1030: Wieder auf der ursprünglichen Strecke

Der Biker erreicht wieder die ursprüngliche Strecke

Edge 1030: Strecke neu berechnet

Der Edge 1030 berechnet die Strecke neu und führt den Biker wie gewünscht entlang der “gespeicherten Strecke”

Einer gespeicherten Strecke (Track) ohne Hinweise folgen

Eine elegante Möglichkeit einer gespeicherten Strecke ohne Streckenberechnung zu folgen findet sich in folgendem Menü: Navigation > Strecken > Gespeicherte Strecken > Hamburger-Icon unten rechts.

Dort muss nur “Abbiegehinweise & Streckenabweichungswarnungen” deaktiviert werden. Der Edge 1030 berechnet dann keine Strecke entlang der Vorgabe, es gibt aber weiterhin die Möglichkeit, sich zum Startpunkt routen zu lassen.

Eine gespeicherte Strecke (Track) auf der Karte anzeigen lassen

“Gespeicherte Strecken” lassen sich mit dem Garmin Edge 1030 auch wie folgt verwenden: Und zwar wird der Strecke über Navigation > Strecken > gespeicherte Strecken > Auswählen einer Strecke > Einstellungen eine Farbe zugewiesen und der Punkt Immer anzeigen aktiviert. Dann braucht man auf der Karte nur der farbigen Strecke folgen – allerdings ohne Navigationsanweisungen.

Routenplaner

Eine weitere tolle Funktion – mit dem Routenplaner lassen sich auf dem Garmin Edge 1030 Routen planen (z.B. von einem Punkt auf der Karte zum nächsten, übernächsten usw.), bearbeiten, benennen, löschen und als Strecke speichern; außerdem kann die Fahrrichtung einer Route geändert werden.

Im Routenplaner gibt es separate Routing-Einstellungen, die berechnete Strecke basiert auf diesen Vorgaben und nicht auf den Einstellungen des jeweils aktiven Profils.

RoundTrip-Routing

Mit den Vorgaben Distanz, Startort (aktuelle Position, Karte verwenden, Favoriten, Suche nach POI / Städten / Adressen / Kreuzungen / Koordinaten) und Startrichtung (keine, N, S, O, W) berechnet der Garmin Edge 1030 drei zum Navigieren einsetzbare Strecken.

Beim Berechnen ist etwas Geduld gefordert, die Ergebnisse lassen sich jeweils in einer Übersichtskarte bzw. einem Höhenprofil betrachten. Wünschenswert wäre noch eine Karte mit einer gleichzeitigen Darstellung aller drei Strecken.

Die vom Garmin Edge 1030 vorgeschlagenen Strecken machen durchwegs einen interessanten Eindruck und eignen sich vor allem dazu spontan unbekannte Gefilde zu entdecken.

Garmin Edge 1030 Test: Online-Funktionen

Als top moderner GPS-Fahrradcomputer verfügt der Garmin Edge 1030 über eine Vielzahl an Online-Funktionen wie Daten-Upload, Unfall-Benachrichtigungen, LiveTrack, GroupTrack, Wetter, Telefon- und Text-Benachrichtigungen.

Wir haben einige Funktionen im Zusammenspiel mit einem Huawei Smartphone ausprobiert. Das initiale und das wiederholte Verbinden Smartphone & Garmin Edge 1030 funktioniert problemlos. Nach dem Koppeln darf nicht vergessen werden, die notwendigen Einstellungen nicht nur im Edge 1030 sondern auch in der funktionsstarken aber komplexen Connect App vorzunehmen. Einerseits in den Einstellungen der App (Einstellungen > Smart Notifications), andererseits in den Einstellungen des verbundenen GPS-Gerätes (Garmin-Geräte > Edge 1030 > Geräteeinstellungen).

Bei den Smart Notifications fällt auf, dass der Garmin Edge 1030 nur auf Telefonanrufe hinweist und SMS Textnachrichten anzeigt. WhatsApp ist außen vor, was ein wenig verwunderlich ist, da Geräte wie die fenix 5X dies können und WhatsApp das am häufigsten benutzte Smartphone Kommunikationstool ist – aber was nicht ist kann ja noch werden!

Edge 1030: Telefon Einstellungen

Telefon-Einstellungen im Edge 1030 Setup

Edge 1030: Eingehender Telefonanruf

Eingehendes Telefongespräch

Edge 1030: Textvorlagen zum Beantworten eines Anrufs

SMS-Vorlagen zum Beantworten eines Anrufs

Edge 1030: Wetterinfos für den aktuellen Tag

Wetterinfos für den aktuellen Tag

Garmin Edge 1030 Test: Lieferumfang

Einzelgerät (UVP: €599,99)

  • Edge 1030
  • Halterungen (Standard- und Aero-Lenkerhalterung, für Lenker und Vorbau)
  • USB-Kabel
  • Befestigungsschlaufe (um den Edge z.B. am Lenker zu sichern)
  • Schnellstartanleitung
  • Vorinstallierte Garmin Fahrradkarte
Bundle (UVP: €679,99)

  • Edge 1030
  • Halterungen (Standard- und Aero-Lenkerhalterung, für Lenker und Vorbau)
  • Premium Herzfrequenz-Brustgurt
  • Trittfrequenzsensor
  • Geschwindigkeitssensor USB-Kabel
  • Befestigungsschlaufe (um den Edge z.B. am Lenker zu sichern)
  • Schnellstartanleitung
  • Vorinstallierte Garmin Fahrradkarte

Garmin Edge 1030 (Wahoo ELEMNT BOLT)

Garmin Edge 1030 Test

Garmin Edge 1030 (hinten: Wahoo ELEMNT BOLT)

Garmin Edge 1030, Schwarz
12 Bewertungen
Garmin Edge 1030, Schwarz
  • 2018
  • Beschleunigungsmesser
  • Kalorienverbrauch

Letzte Aktualisierung am 23.04.2018 / Affiliate Links / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm

%

Garmin Edge 1030

Garmin Edge 1030 Test: Fazit

Der Garmin Edge 1030 erweist sich im Test nicht nur als ein GPS-Fahrradcomputer für Fitness- und Trainingsenthusiasten, sondern auch für Tourenradler, Mountainbiker und alle anderen Radfahrer auf der Suche nach einem leistungsfähigen Navigationssystem.

Der hohe Preis von €599.- (UVP) für den Garmin Edge 1030 dürfte für den Einen oder Anderen ein Manko sein. Dafür gibt es aber ein exzellentes und großes Display, tolle Technik, immens viele Funktionen zum Trainieren und Navigieren, allen voran das Folgen von gespeicherten Strecken (“Tracks”) mit dem Garmin Edge 1030.

Leserbewertung: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (22 GPS-Fans, ∅ Score: 86,36 %)

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Pro

L

Excellentes und großes Display

L

Tolle Akkulaufzeiten

L

Navigation mit gespeicherten Strecken (“Tracks”)

L

Trainingsfunktionen (v.a. Firstbeat Integration)

L

Großes Auswahl an kommerziellen und kostenlosen Karten

L

Verbinden von Sensoren per ANT+ & Bluetooth LE

L

Connect IQ Apps und Widgets

L

Funktionsstarke (aber komplexe) Connect App

Contra

K

Knackiger Preis

K

Keine WhatsApp Benachrichtigungen

K

Abbiegehinweise inhaltlich teils ungenau

  • GPS 60%
  • Batterie 100%
  • Display 100%
  • Bedienung 80%
  • Navigation 80%
  • Ausstattung 80%
  • Karten 100%
  • Gesamtbewertung 90%

Bewertungskriterien

  • GPS-Empfang (Zeit bis zur ersten Positionsbestimmung, Genauigkeit von Tracks)
  • Akku (Laufzeiten mit eneloop Akkus)
  • Display (Ablesbarkeit unter wechselnden Bedingungen, Auflösung)
  • Bedienung (Einsteigerfreundlich, Anpassbarkeit, mit Handschuhen möglich, Touchscreenhandhabung / -empfindlichkeit)
  • Navigation (Routing, Zielführung)
  • Ausstattung (Anzahl an Funktionen)
  • Karten (weltweit / regional, Raster- / Vektor- / Marine-, Satellitenbilder, kostenlose OSM-Karten)
  • Jede Kategorie fließt zu gleichen Teilen in das Endergebnis ein.
Garmin Edge 1030 Test was last modified: April 19th, 2018 by Joachim Bardua