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Garmin GPSmap 64s Test – Der Outdoor-Allrounder

Garmin GPSMAP 64s Test: Mit drei neuen Modellen – GPSMAP 64, GPSMAP 64s, GPSMAP 64st – setzt Garmin die bekannte GPSMAP-Reihe fort. Die Nachfolger der GPSMAP 62-Serie bieten Bewährtes und Neues. Von den Vorgängern übernehmen die 2014er-Modelle das exzellent ablesbare Display, die für erstklassigen GPS-Empfang sorgende Quadrifilar-Helix-Antenne, die handschuhfreundliche Bedienung per Tasten und den Funktionsumfang.

Zu den Neuerungen zählen der kombinierte GPS & GLONASS Empfänger, mehr Speicherkapazität, Änderungen beim Energiemanagement und Bluetooth-Konnektivität.

Im aktuellen Garmin GPSMAP 64s Test und Erfahrungsbericht gehe ich in erster Linie auf die Neuerungen gegenüber dem 62er ein.

Garmin GPSMAP 64x und Garmin GPSMAP 64sx – Die Nachfolger!

Für den Garmin GPSMAP 64 und den Garmin GPSMAP 64s gibt es inzwischen Nachfolger: Garmin GPSMAP 64x bzw. Garmin GPSMAP 64sx!

Einzigste Unterschiede (außer der Farbgebung): Die Neuen 64er verfügen zusätzlich über GALILEO und einen größeren internen Speicher (jetzt 8 GB)!

Weitere Infos: Garmin GPSMAP 64sx Test & Erfahrungen

Garmin GPSMAP 65 Serie – Multi-GNSS & Multi-Band

Garmin hat mit der GPSMAP 65 weitere Handgeräte auf den Markt gebracht. Dank Multi-GNSS (GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, IRNSS) und Multi-Band (L1 und L5 Frequenzen) sind noch bessere GPS-Genauigkeiten zu erwarten!

Link: Alles zu der Garmin GPSMAP 65 Serie

Robuster Allrounder: Garmin GPSmap 64s (©Navigation-Professionell)
Robuster Allrounder: Garmin GPSmap 64s (©Navigation-Professionell)

Garmin GPSMAP 64s Test: Modelle

In der 64er-Serie sind derzeit drei Modelle versammelt:

  • Das preisgünstige GPSMAP 64 verzichtet auf barometrischen Höhenmesser, elektronischen 3-Achsen Kompass, ANT+ und Bluetooth,
  • das perfekt ausgestattete GPSMAP 64s und
  • das GPSMAP 64st mit vorinstallierter topografischer Freizeitkarte.

Umfangreiche Infos zu der GPSMAP Serie gibt es hier: Garmin GPSMAP Kaufberatung.

Für den Test habe ich mir das GPSMAP 64s herausgepickt. Sein Funktionsumfang prädestiniert es für nahezu alle Outdooraktivitäten, vom Preis/Leistungsverhältnis ist es nach meinen Erfahrungen das interessanteste 64er-Modell.

Die Software ist gegenüber der GPSMAP 62 Serie im Großen und Ganzen gleich geblieben, Garmin hat bei der Neuauflage der GPSMAP-Reihe nur ein paar feine Details geändert.

Folgendes ist mir bei dem Garmin GPSMAP 64s Test aufgefallen:

  • Neue Datentypen: Abbiegung/Kurve, Aktuelle Runde, Alarm, Ankunft am Ziel ca., Datum, Durchschnittliche Runde, Gesamtrundenzeit, GPS-Höhe, GPS-Steuerkurs, Höhe-Maximum/Minimum, Höhe über Grund, Kompassrichtung, Letzte Runde, Maximale/Minimale Temperatur über 24 Stunden, Neigung, Runden, Runden-Länge, Stoppuhr, Temperatur, Tempo-GesamtØ, Tempolimit, Tempo-Ø in Fahrt, Vertikale Distanz bis Ziel, Zielposition.
  • Direkter Zugriff von der Kartenseite auf die Geocache-Filter.
  • Symbol für die Geocache-Seite jetzt im Groundspeak-Design.
  • Separater Zoom-Maßstab für Geocaches.

Garmin GPSMAP 64s Test: Technik

Wer sich an die Produkteinführung der GPSMAP 62-Reihe erinnert, kennt sicherlich noch die Diskussionen um die knarzenden Gehäuse. Beim Garmin GPSMAP 64s gibt es fast nichts dergleichen, das Gehäuse ist robust und macht einen zuverlässigen Eindruck. Weiteres wird sich erst im Dauereinsatz zeigen. Als Nachteil erweist sich die Gummi-Abdeckung, mit der die USB-Buchse und der Anschluss für die externe Antenne vor Feuchtigkeit geschützt wird. Ist ein externes Antennenkabel eingesteckt, dann kann Feuchtigkeit ungehindert zur USB-Buchse vordringen – zwei separate Abdeckungen wären sinnvoller!

In Auslieferungszustand braucht das Garmin GPSMAP 64s rund 22 Sekunden zum Starten. Werden dagegen die vorinstallierten Geocaches entfernt, sind es nur noch 10 Sekunden (Ordner: \Garmin\GGZ, aber vorher sichern!). Wem ein schnell startendes System wichtig ist und auf die Geocaches verzichten kann, kann die Dateien also entfernen. Nach meinen Erfahrungen ist aber zu beachten, dass der Startvorgang mit einer wachsenden Anzahl an Karten, Pocketqueries und gpx-Dateien zunimmt, etwas Datenpflege kann prinzipiell nicht schaden (siehe auch: Speed Up My Garmin).

Ein großes Plus des Garmin GPSMAP 64s ist der deutlich vergrößerte interne Speicher. Jetzt stehen 4 GB zur Verfügung, davon sind ca. 3,2 GB vom Anwender nutzbar. Durch ein Entfernen der 340 MB großen Geocache-Datei läßt sich noch einiges an Speicherplatz freiräumen. Bei Bedarf lassen sich weitere Daten (Kartenmaterial, gpx-Dateien) auf einer microSD-Karte (bis 32 GB) vorhalten, von der das GPSMAP 64s nach wie vor nur lesen kann. Der microSD-Kartenslot befindet sich wie gehabt unter den Batterien, im Gegensatz zum Vorgänger ist der Slot aber quer eingebaut.

Zu den wichtigen Neuerungen gehört auch der größere Speicherplatz für Wegpunkte und Geocaches. Jetzt sind 5.000 statt 2.000 Wegpunkte und mehrere Millionen Geocaches statt nur 5.000 Geocaches möglich. Auf dem GPSMAP 64s läßt sich für Geocaches das neue GGZ-Format nutzen. GGZ-Dateien werden am besten mit dem Tool GSAK erstellt (Geocaching Swiss Army Knife).

Den barometrische Höhenmesser habe ich ebenfalls getestet. Die Abweichungen liegen im normalen Rahmen.

Beispiele (erstes Wertepaar: An-/Abstiegshöhenmeter, zweites Wertepaar: zum Kalibrieren verwendete Höhe/Höhe am Ende der Tour; Autokalibrierung ausgeschaltet):

  • GPSMAP 64s: 682/677 m, 740/745 m
  • GPSMAP 62st: 664/658 m, 740/745 m
  • Oregon 600: 659/654 m, 740/745 m
  • Monterra: 712/667 m, 740/743 m

Zum Thema Geschwindigkeit: Das Zoomen und Verschieben von Karten, Aufrufen von Geocaches und andere Interaktionen scheinen beim GPSMAP 64s einen Tick schneller abzulaufen als beim Vorgänger GPSMAP 62st.

Garmin GPSMAP 64s Test: Akkus, Batterien

Bei der Energieversorgung setzt Garmin auf das vom Oregon bekannte duale Energiekonzept. Es lassen sich einerseits zwei AA Akkus/Batterien verwenden, andererseits ein im Gerät aufladbares NiMH-Akkupack. Für den Ladevorgang sind aber einige Stunden einzukalkulieren. Das Akkupack ist mit 20.- bis 30.- Euro alles andere als ein Sonderangebot, mit etwas Bastelei lassen sich auch andere NiMH-Akkus im GPSMAP 64s laden.

Garmin gibt als Laufzeit 16 Stunden an. Im Test ergeben sich folgende Zeiten:

eneloop LSD-NiMH Akkus (1.900 mAh) PolarCell NiMH Akkus (2.900 mAh) Garmin NiMH Akkupack (2.000 mAh)
GPSMAP 64s
Powermodus* 10:30 11:50 09:50
Sparmodus** 15:50 22:45 13:25
GPSMAP 62st
Powermodus* 10:40 13:30
Sparmodus** 21:45 23:30

*Powermodus: Displaybeleuchtung dauerhaft 100%, Trackaufzeichnung, aktive Navigation, Karte in Fahrtrichtung, ANT+/Bluetooth ausgeschaltet
**Sparmodus (Einsatz als Datenlogger): Beleuchtung dauerhaft deaktiviert, Trackaufzeichnung, keine Navigation, Karte nach Norden, ANT+/Bluetooth ausgeschaltet

Unter den gegebenen Testbedingungen zeigt das 62er zwar längere Laufzeiten, die Ausdauer des Garmin GPSMAP 64s ist aber trotzdem als exzellent einzustufen. Mit Lithium-Batterien sind noch deutlich längere Zeiten zu erreichen, eine Wochenendtour ist nach meinen Erfahrungen mit einem Satz Akkus bzw. Batterien problemlos machbar.

Garmin GPSMAP 64s Test: GPS & GLONASS

Analog zum eTrex, Oregon und Monterra kommt beim GPSMAP 64s ein WAAS/EGNOS-fähiger GPS/GLONASS-Empfänger zum Einsatz. Beim Antennentyp handelt es sich um eine Quadrifilar-Helix-Antenne mit dem besten Empfang bei senkrechter Ausrichtung des Gerätes (= Antennenstummel gen Himmel).

Wie bei allen anderen Geräte der GPSMAP-Reihe verfügt das Garmin GPSMAP 64s über einen MCX-Anschluss für eine externe Antenne. Hochwertige (und bezahlbare) externe GPS/GLONASS-Antennen gibt’s von Tallysman.

Die Position wird wie bei allen aktuellen Outdoor-GPS-Handgeräten von Garmin extrem schnell bestimmt. Unter guten GPS-Empfangsbedingungen ist die Genauigkeit nach meinen Erfahrungen als hervorragend einzustufen, die Kombination GPS & GLONASS spielt ihre Stärken erfahrungsgemäß erst bei ungünstigen Empfangsbedingungen aus.

Mein Garmin GPSMAP 64s Test zeigt:

Hinsichtlich der Aufzeichnungsqualität von Tracks liegt das Garmin GPSMAP 64s mit seinen Vorgängern mindestens auf Augenhöhe!

Beim Aufzeichnen von Tracks macht sich beim GPSMAP 64s erfahrungsgemäß ein weiterer Vorteil bemerkbar.

Im Stillstand (z.B. Pausen beim Wandern/Fahrradfahren) driftet die Position weniger ab als beim GPSMAP 62st; die folgenden Screenshots verdeutlichen dies (Aufzeichnung alle 5 Sekunden über ca. 12 Stunden):

GPSmap 64s: stationäre Trackaufzeichnung
GPSMAP 64s: Trackaufzeichnung im stationären Zustand
GPSmap 62st: Positionsdrift
GPSMAP 62st: Trackaufzeichnung im stationären Zustand, deutliches Abdriften der Position

Update 06.07.14 Wer den GPS-Empfang des Garmin GPSMAP 64s verbessern möchte, sollte diesen Artikel lesen: Vorteile einer externen GPS-Antenne

Anhand unserer Beispiele in einer interaktiven Karte kann sich jeder ein Bild von der Aufzeichnungsqualität des GPSMAP 64s machen: Trackaufzeichnungen.

Garmin GPSMAP 64s Test: Bluetooth, ANT+

Bluetooth Smart bzw. Bluetooth Low Energy heißt die neue Wunderwelt, mit der sich Geräte auf stromsparende Weise verbinden lassen. Beim GPSMAP 64s und GPSMAP 64st hat Garmin diese Technik implementiert, mit ihr läßt sich folgendes anstellen:

  • SMART-Meldungen: Anzeigen von Emails, SMS und Alarmen von einem Smartphone.
  • DatenaustauschLive-Tracking etc. in Verbindung mit der Garmin Connect App.
  • Datenaustausch mit kompatiblen Garmin-GPS-Geräten: Fotos, Custom Maps (z.B. Oregon)

Beim Live-Tracking werden auf einer Online-Karte neben der aktuellen Position bzw. der zurückgelegten Strecke noch aktuelle Daten wie Geschwindigkeit, Zeit, Distanz und Höhenunterschied angezeigt. Zusätzlich werden in einem Profil Herzfrequenz, Höhe und Geschwindigkeit dargestellt. Das Live-Tracking funktioniert allerdings nur, wenn das Smartphone Netzempfang hat. Die Handhabung in Verbindung mit der Garmin Connect Mobile App ist unproblematisch, die App ist aber aufgrund ihres riesigen Funktionsumfang durchaus gewöhnungsbedürftig.

Das GPSMAP 64s/st bietet mit ANT+ aber noch eine weitere drahtlose Schnittstelle. Via ANT+ kann der Nutzer eine Garmin Virb Action-Kamera steuern, Daten wie z.B. Geocaches und Tracks zwischen kompatiblen Garmin-Geräten austauschen und eine Verbindung zu einem Herzfrequenz-, einem Trittfrequenzsensor (z.B. dem Garmin GSC-10 Geschwindigkeit?) oder dem Garmin tempe Temperatursensor herstellen. Um der Frage "Werden vom GSC-10 Sensor Geschwindigkeitsdaten empfangen?" zuvorzukommen: Die Antwort lautet ganz klar "Nein".

Die Herz- bzw. Trittfrequenzdaten haben primär einen informellen Charakter. Sie würden erst dann richtig Sinn machen, wenn es entsprechende Herz-/Trittfrequenzalarme geben würde – aber solche Funktionen sind den GPS-Sportuhren und Fahrrad-GPS-Geräten von Garmin vorbehalten.

Garmin GPSMAP 64s Test: Lieferumfang

  • Garmin GPSMAP 64/64s/64st
  • USB-Kabel
  • Trageschlaufe (nur GPSMAP 64)
  • Karabinerclip (nur GPSMAP 64s/st)
  • Kurzanleitung
  • Jahresabonnement für BirdsEye-Satellitenbilder (nur GPSMAP 64s/st)

Garmin GPSMAP 64s Test: Fazit

Das neue Garmin GPSMAP 64s macht nach meinen Erfahrungen der bewährten GPSMAP-Reihe alle Ehre.

Gegenüber seinem Vorgänger verfügt das GPSMAP 64s über deutlich mehr Speicher, bietet ein duales Batteriekonzept, ist einen Tick schneller und kann mit GGZ-Dateien umgehen. Dazu kommt ein GPS & GLONASS Empfänger, der in Kombination mit der Quad-Helix-Antenne auch unter schlechten Empfangsbedingungen für überzeugende Trackaufzeichnungen sorgt. Und nicht zu vergessen: Bluetooth 4.0.

Einziger Nachteil gegenüber dem Vorgänger sind die etwas kürzeren, aber immer noch als hervorragend einzustufenden Akku-/Batterielaufzeiten.

In der Summe seiner Eigenschaften erhält das Garmin GPSMAP 64s einen klaren Kauftipp. Das Garmin GPSMAP 64s wird insbesondere Mountainbikern, Alpinisten, Skitourengehern und Paddlern empfohlen, eignet sich aber genauso für alle anderen Outdoor-Aktivitäten!

Und das Beste zum Schluss: Dank eines Software-Updates lassen sich mittlerweile Tracks, Wegpunkte etc. mit einem Smartphone austauschen – siehe: GPSMAP und Garmin Explore.

Pro – GPSMAP 64s

  • Ablesbarkeit des Displays
  • Erstklassiger GPS-Empfang
  • Anschluß für externe GPS-Antenne
  • Bedienung mit Handschuhen
  • Akkulaufzeiten
  • Funktionsumfang
  • Tolles Angebot an Karten (Garmin, OSM)

Contra – GPSMAP 64s

  • Keine getrennte Abdeckung von USB- und Antennenbuchse
  • Kleines display
  • Relativ groß

Bewertung – GPSMAP 64s

  • GPS: 100%
  • Batterie: 80%
  • Display: 80%
  • Bedienung: 80%
  • Navigation: 80%
  • Ausstattung: 80%
  • Karten: 100%
  • Gesamt: 90%
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