Fujtsu-Siemens Pocket LOOX, Quelle: www.fsc-mediaserver.com/Der PDA Fujitsu-Siemens Pocket LOOX n560 ist schon längere Zeit auf dem Markt. Trotz zunehmender Konkurrenz durch Smartphones bietet sich der LOOX n560 auch weiterhin als Kommunikationszentrale an. Basierend auf Windows Mobile 5 besitzt er sämtliche Funktionalitäten, die im Office-Alltag notwendig sind. Um nur einige zu nennen: Kalender, Aufgaben, E-Mail, Internet, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Mediaplayer ……

Zu den wichtigsten Features des n560 gehört der eingebaute SiRFstar III GPS-Empfänger, der den Pocket LOOX zu Navigationsaufgaben jeglicher Art prädestiniert – sei es auf der Straße oder bei Outdoor-Touren. Im folgenden Review werden die Navigationseigenschaften des n560 schwerpunktmäßig unter dem Blickwinkel von Outdoor-Aktivitäten betrachtet.

Design und Display des n560

Der erste Eindruck vermittelt ein äußerst kompaktes Design. Dank seiner angenehmen Abmessungen und einem Gewicht von nur 160 Gramm läßt er sich leicht in jeder Jackentasche verstauen.

Auffällig ist das mit 3,5 Zoll sehr große Display. Dank einer Auflösung von 480×640 Pixel ist es gestochen scharf und zeichnet sich durch eine gute Farbdarstellung sowie einen hohen Kontrast aus. Im Vergleich zur Smartphone-Konkurrenz, deren Displays ca. 2,4 bis 2,8 Zoll groß sind, sind die 3,5 Zoll des Pocket LOOX ein eindeutiger Vorteil – insbesonders beim Arbeiten mit Rasterkarten macht sich das Mehr an Fläche bemerkbar.

Einen gravierenden Nachteil hat das Display. Es spiegelt derartig, daß der Einsatz einer reflexionsmindernden Displayschutzfolie ein absolutes MUSS ist.

An Schnittstellen ist der Pocket LOOX n560 reich gesegnet. Über Bluetooth, WLAN oder Infrarot-Schnittstelle kann mit den unterschiedlichsten Geräten kommuniziert werden.

Akku und Speicherkarten beim LOOX n560

Der Pocket LOOX n560 ist mit einem 1200 mAh Lithium-Ionen Akku ausgestattet. Die Standbyzeit wird herstellerseitig mit 5oo Stunden angegeben. Generell ist die Akku-Laufzeit bei PDAs ein limitierender Faktor im Outdoor-Einsatz. Der Akku des LOOX erreicht beispielsweise bei Verwendung von Pathaway eine Laufzeit von 3 Stunden (Bildschirm eingeschaltet, permanentes Loggen der GPS-Daten). Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation hat NAVIGATION-PROFESSIONELL.de in dem Artikel Outdoor-Zubehör für den PDA aufgezeigt. Es empfiehlt sich, Bluetooth und WLAN zu deaktivieren sowie die Helligkeit des Displays zu reduzieren.

Ein Nachteil des n560 zeigt sich im Auto. Hinter der Windschutzscheibe angebracht, schaltet das System bei hohen Temperaturen schnell mal wegen drohender Überhitzung den Ladevorgang ab.

Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich der SD-Karten Slot. Um den n560 outdoormäßig einzusetzen, macht es Sinn, sich eine 4 GB große Speicherkarte zu kaufen. Somit ist genügend Platz für Auschnitte von digitalen Rasterkarten und GPS-Programme vorhanden. Wichtiger Hinweis: Sogenannte SDHC-Karten lassen sich nicht verwenden.

Der GPS-Empfänger des n560

Satellitenseite in VisualGPSceDer Pocket LOOX n560 zeichnet sich, wie schon erwähnt, durch einen integrierten SiRFstar III Empfänger aus. Bei Bedarf kann eine externe GPS-Antenne über den dafür vorgesehenen Anschluss gekoppelt werden. Alternativ läßt sich per Bluetooth eine externe GPS-Maus anschliessen.

Damit die Software den GPS-Empfänger nutzen kann, müssen im Systemmenü des n560 die entsprechenden Ports definiert werden. Hier ein paar Tipps zu möglichen Einstellungen (das Menü ist über Start > Einstellungen > System > GPS zu erreichen):

Programme > GPS-Programmanschluss: COM6
Hardware > GPS-Hardwareanschluss: COM8; Baudrate: 9600
Zugriff > GPS automatisch verwalten > aktivieren

Im jeweiligen GPS-Programm muß dann COM6 eingestellt werden. Eine Ausnahme macht die Autonavigationssoftware Navigon MN 6, bei dieser sollte COM8 als Port definiert werden. Ein weiterer Tipp: In Start > Einstellungen > Verbindungen > Übertragen unbedingt das Häkchen entfernen.

Der Empfang von WAAS/EGNOS-Korrektursignalen läßt sich, wie bei Outdoor GPS-Handhelds üblich, nicht einstellen.

Ein am LOOX n560 häufig bemängeltes Detail ist, trotz SiRF III Empfänger, die schwache Empfangsleistung. Zurückzuführen ist dies auf die interne Antenne, welche nur ein mäßiges Signal liefert – ein Preis, der für das kompakte Gehäuse zu zahlen ist. Schauen sie sich im Vergleich die Antenne eines Garmin GPSmap 60 Cx an!

Bis zum ersten Satellitenfix braucht der n560 etwas länger als manch anderes GPS-Gerät. Einen Kaltstart legt er unter optimalen Bedingungen in ca. 1 Minute hin (zum Vergleich: Garmin GPSmap 60Cx ca. 40 Sek.), einen Warmstart absolviert er in ca. 30 Sekunden (60Cx: ca. 10 Sek.). Unter schlechten Empfangsbedingungen kommen wir zu folgendem Ergebnis: Ein Kaltstart kann sich mehrere quälende Minuten hinziehen, ein Warmstart dauert ca. 1 Min. (Garmin 60 Cx: Kaltstart 50 Sek./Warmstart 30 Sek.)

Nach einem Soft-Reset dauert ein Warmstart stets etwas länger. Durch den Reset gehen die Ephemeris-Daten verloren, die neu eingelesen werden müssen.

Um die Aussage zur schwächeren Empfangsleistung zu untermauern, wurde der Pocket LOOX zusätzlich mittels Bluetooth an eine GPS-Maus (Nemerix 16-Kanal Empfänger) sowie per Datenkabel an einen Garmin GPSmap 60Cx (SiRF III Empfänger) gekoppelt.

Die folgende Bilderserie belegt die Empfangseigenschaften des n560 (erste Serie: Empfang unter optimalen Bedingungen ohne jegliche Abschattung; zweite Serie: Eingeschränkter Empfang zwischen Häusern bzw. Abschattung durch Hausdach; eingesetzte Software: Pathaway Bilder zum Vergrößern anklicken)

Empfang unter günstigen Bedingungen; Fujitsu-Siemens n560 Empfang unter günstigen Bedingungen; XAiOX Marathon mit Nemerix-Empfänger Empfang unter günstigen Bedingungen; Garmin GPSmap 60Cx

Empfang unter ungünstigen Bedingungen; Fujitsu-Siemens n560 Empfang unter ungünstigen Bedingungen; XAiOX Marathon mit Nemerix-Empfänger Empfang unter ungünstigen Bedingungen; Garmin GPSmap 60Cx

Outdoor Praxiseinsatz

Trotz dieser Nachteile zeigt der LOOX n560 im Praxiseinsatz kaum Schwächen. Nach den Motto “Einmal Empfang, immer Empfang” kann der n560 auch unter schwierigen Bedingungen eingesetzt werden. Beim Wandern in der Deckeltasche des Rucksacks untergebracht , beim Joggen am Körper getragen oder im Auto nach längeren Tunneldurchfahrten – für Empfang ist immer gesorgt.

Hinsichtlich der Genauigkeit lassen sich Unterschiede zu dem Referenzgerät Garmin GPSmap 60Cx nur unter schwierigen Empfangsbedingungen feststellen. Die Abweichungen, beispielsweise in einem engen Gebirgstal, sind meiner Meinung nach für den Praxiseinsatz ohne große Relevanz.

Dank des flotten Intel-Prozessors geht das Arbeiten mit digitalen Karten schnell von statten. Die Karten lassen sich flott vergrößern und verkleinern bzw. auf dem Bildschirm verschieben.

An GPS-Software bringt der n560 lediglich den GPSLocator mit, ein einfaches Programm zur Positionsbestimmung. Die Auswahl an GPS-Programmen für PDAs ist jedoch groß genug, daß für jeden Anwender und Verwendungszweck das richtige Programm gefunden werden kann.

Der Fujitsu-Siemens n560 wurde mit zahlreichen Programmen wie Pathaway, Geogrid-PDA Viewer, Software der Alpenvereinskarten, MagigMaps2Go u.v.m. getestet. Mehrere dieser Programme lassen sich problemlos im Parallelbetrieb einsetzen. Systemabstürze, die sich mittels Soft-Reset beheben lassen, sind relativ selten.

Noch ein wichtiger Hinweis. PDAs sollten nur gut geschützt auf Outdoor-Touren eingesetzt werden. Eine Otterbox oder ein Aquapac gehören quasi zur Grundausstattung.

Autonavigation mit dem LOOX n560

Idealerweise kauft man sich den n560 in einem Bundle mit einer Autonavigationssoftware und der notwendigen Hardware, wie z.B. einer Windschutzscheibenhalterung.

Für diesen Test stand der Navigon MobileNavigator 6 zur Verfügung. Die Navigon-Software wurde bereits von CHIP Online als “derzeit beste Navigationssoftware mit stimmiger Bedienung und Oberfläche” bezeichnet. Diesem Urteil kann ich mich nur anschliessen – Schwächen sind kaum vorhanden. Einzigster Wunsch sind ein schnelleres Starten der Software und, wie schon erwähnt, ein flotterer Satellitenfix des n560. Wenn Sie beispielsweise aus einer Tiefgarage fahren, kann es bis zur Routenberechnung etwas dauern – und in dieser Zeit haben sie schon einiges an Strecke zurückgelegt.

Lobenswert: Der eingebaute Lautsprecher des Pocket LOOX reicht in einem lauten Auto wie einem VW-Bus vollkommen aus, um die Sprachansagen zu verstehen.

Fazit

Der Fujitsu-Siemens Pocket LOOX n560 ist ein vielseitiger PDA, der zu Office-Aufgaben wie auch zur Navigation eingesetzt werden kann. Sei es auf der Straße oder auf Wanderwegen, die Anforderungen an ein Navigationsgerät erfüllt der n560 trotz seiner schwächeren Empfangseigenschaften für Satellitensignale.

Die geringe Akkulaufzeit und die Empfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen ist PDA typisch – mit dem entsprechenden Zubehör kann dem weitgehenst abgeholfen werden.

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Test: Fujitsu-Siemens Pocket LOOX n560 was last modified: Januar 31st, 2014 by Joachim Bardua
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